Pastor Bonus


Pastor Bonus

Pastor Bonus (lat.: Der gute Hirte) ist die derzeit gültige Apostolische Konstitution über die Römische Kurie, sie wurde am 28. Juni 1988 durch Papst Johannes Paul II. erlassen.

Im Wesentlichen wird eine Reorganisation, Umbenennung und Neuordnung der Römischen Kurie festgeschrieben. Einige Kongregationen erhalten neue Definitionen, andere werden umstrukturiert und Päpstliche Räte und Kommissionen erhalten neue Arbeitsanweisungen. Ebenfalls wird die Aufgabe der Bischöfe neu definiert, die Besuchsregelung für Bischöfe nach Rom werden geregelt und angeordnet und das Verhältnis vom Papst zur römischen Kurie klargestellt.

Als Erneuerung erlaubte die Konstitution die Aufnahme von gewählten Mitgliedern eines Pfarrgemeinderates, von Diakonen und kirchlichen Laien und gab ihnen auch ein Mitbestimmungsrecht. Die Konstitution Pastor Bonus setzte somit die Öffnung einer zentralen Regierung der Kirche fort, welche sich bereits mit dem Dekret Christus Dominus vom Zweiten Vatikanischen Konzil angekündigt hatte.

Quaerit semper

Mit dem Apostolischen Schreiben, in Form eines Motu Proprio, veröffentlichte Papst Benedikt XVI. am 30. August 2011 einige Änderungen zur Apostolischen Konstitution Pastor Bonus. In der Begründung heißte es:

„ … wurden einige Zuständigkeiten von der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung an ein beim Gericht der Römischen Rota eingerichtetes neues Amt für die Prozesse zur Gewährung von Dispens bei einer gültigen, aber nicht vollzogenen Ehe und für die Weihenichtigkeitssachen verlegt.“

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