Perforiermaschine


Perforiermaschine

Als Perforiermaschine bezeichnet man einen Apparat zum Durchstechen oder Durchlöchern von Drucksachen, die leicht trennbar gemacht werden sollen, wie z. B. der Postmarken.

Der Durchlöcherungsapparat besteht aus feinen, auf Stahlhülsen wirkenden Stahlstempeln, welche die Papierteilchen scharf und glatt ausschlagen und durch die Hülsen fallen lassen, oder aus gezahnten Linien, die das Papier schneiden, ohne Teile daraus zu entfernen.

In Betrieb gesetzt wird die Perforiermaschine durch Hand- oder Trittbewegung, mit Dampf oder elektrisch, wobei sie mit einem Gebläse zur Entfernung der ausgeschlagenen Papierteilchen versehen werden kann.

Perforiermaschinen, die ähnlich wie Nähmaschinen arbeiten und bei denen ein einziger auf- und niedergehender Stift die Löcher schlägt, während das Papier von der Maschine selbsttätig weitergeschoben wird, sind nur bei geringem Bedarf zweckmäßig.


Perforiermaschinen werden auch in der Filmindustrie gebraucht. Moderne Filmstanzen laufen mit ungefähr 20 Hüben pro Sekunde. Sie sind mit einer Absaugeinrichtung zur Entfernung des beim Perforieren entstehenden Staubs und der Butzen ausgerüstet.


Hersteller von Filmperforiermaschinen waren bzw. sind

  • Légé & Co. in London
  • Newman & Guardia in London,
  • Nicholas Power, Brooklyn, NY,
  • Charles Moisson für die Familie Lumière in Lyon,
  • Alban Lapipe in Paris,
  • Alfred Darling in Brighton,
  • Debrie in Paris,
  • Bell & Howell in Chicago,
  • Eastman-Kodak in Rochester,
  • Karl August Geyer in Berlin,
  • Agfa-MABA in Wolfen,
  • Fuji Photo Films in Tokio,
  • Konica in Tokio,
  • Buko in Fränkisch-Crumbach,
  • Wista in Schwaigern
  • Etablissements Prévost, Paris,
  • John Kruesi bei Edison, West Orange



Siehe auch: Liste der Werkzeugmaschinen


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