Petrocallis pyrenaica

Petrocallis pyrenaica
Steinschmückel
Steinschmückel (Petrocallis pyrenaica)

Steinschmückel (Petrocallis pyrenaica)

Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
Gattung: Steinschmückel (Petrocallis)
Art: Steinschmückel
Wissenschaftlicher Name
Petrocallis pyrenaica
(L.) R.Br.

Der Steinschmückel (Petrocallis pyrenaica), auch Pyrenäen-Steinschmückel genannt, ist die einzige Art aus der Gattung der Petrocallis und gehört zu den Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die mehrjährige Pflanze bildet ein etwa 2 bis 8 cm hohes so genanntes »Hohlkugelkissen«, eine Sonderform des Polsterwuchses. Ein holziges Stämmchen steckt in Felsspalten oder Geröll, von dort gehen strahlig angeordnete, bis zu 12 cm lange, wurzelnde Äste aus. Gestauchte Partien mit rosettigen Blättern und gestreckte Partien wechseln sich ab. Die Blattscheiden bleiben nach dem Verwittern erhalten, so dass das Polster außen von einer dichten Rinde bedeckt wird, innen aber hohl, von dünnen Stämmchen durchzogen ist.

Die Harte "Rinde" bietet ausgezeichneten Schutz gegen Winddürre, Sand- und Schneegebläse. Das Innere des Hohlkissens kann Feuchtigkeit speichern.

Die keilförmigen Blätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet und etwa 4 bis 8 mm lang. Sie sind drei- bis fünfgeteilt und am Rand bewimpert.

Die Blüten sind rosa, lila oder hellviolett und stehen in einer gedrängten Doldentraube. Die Kronblätter sind etwa 4 bis 5 mm lang, eiförmig und etwa doppelt so lang wie der hautrandige, rötliche Kelch.

Die Blütezeit ist von Juni bis Juli.

Die Früchte sind elliptische, kahle Schötchen.

Vorkommen

Der Steinschmückel ist nur in den nördlichen und südlichen Kalkalpen sowie in den Pyrenäen verbreitet. Es handelt sich wahrscheinlich um eine Nunatakker-Pflanze, deshalb fehlt sie in den damals vergletscherten Tälern der Zentralalpen.

Die ausgesprochene hochalpine Pflanze ist kalk- und felsenstet und wächst zwischen 1.700 bis 3.400 m NN.

Sonstiges

Die sehr seltene Pflanze ist in Österreich geschützt.

Literatur

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen, München 2003, ISBN 3-576-11482-3
  • Fischer, M. A., Adler, W. & Oswald K.: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol, Linz, 2005, ISBN 3-85474-140-5

Weblinks


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