Pflanzenphysiologie


Pflanzenphysiologie
Ein Blatt. Die Pflanzenphysiologie forscht, wie Wasser und Nährstoffe zu jeder Zelle des Blattes gelangen, welche Funktion das Blatt bei der Photosynthese hat, und die Faktoren, die die Entwicklung eines Blattes in einer bestimmten Stelle beeinflussen.

Pflanzenphysiologie ist die Wissenschaft von den Lebensvorgängen (der Physiologie) der Pflanze, besonders von deren (bio)chemischen Grundlagen. Zentraler, aber nicht alleiniger Vorgang ist die Photosynthese.

Daneben spielen Wachstumsprozesse, Differenzierung von Organen, Reaktion auf Umweltreize und intrazelluläre Stofftransporte eine Rolle.

Die im Ergebnis der Photosynthese entstandenen Substanzen (von der Glukose über Polysaccharide bis zu Lipiden, Proteinen und Nukleinsäuren) dienen nicht nur dem Aufbau des Pflanzenkörpers. Als Infochemikalien tragen sie auch zur Kommunikation zwischen einzelnen Zellen wie zwischen Individuen der gleichen oder verschiedener Arten, aber auch mit Bestäubern oder Herbivoren bei.

Siehe auch

Weblinks

Literatur

  • Gerhard Geisler: Ertragsphysiologie von Kulturpflanzen des gemäßigten Klimas, Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1983, ISBN 3-489-61010-5
  • Gerhard Richter: Stoffwechselphysiologie der Pflanzen, G. Thieme Verlag, Stuttgart, New York, 1998, ISBN 3-13-442006-6
  • Walter Larcher: Ökophysiologie der Pflanzen, Leben, Leistung und Streßbewältigung der Pflanzen in ihrer Umwelt. 5., völlig neubearb. Auflage, Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-2655-9, (UTB für Wissenschaft: Große Reihe).
  • Ulrich Kutschera: Prinzipien der Pflanzenphysiologie. 2. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin 2002, ISBN 3-8274-1121-1
  • P. Schopfer und A. Brennicke: Pflanzenphysiologie. 6. Auflage. Elsevier, 2005, ISBN 3-8274-1561-6.

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