Place d'armes


Place d'armes
Das Haupttor der Zitadelle Wesel vom zentralen Waffenplatz aus gesehen

Als Waffenplatz (frz.: place d'armes) wird der unbebaute Platz in der Mitte einer Festung oder Zitadelle bezeichnet. Bei einer Belagerung konnten auf diesem Platz große Truppenkontigente für einen Gegenangriff gesammelt werden.

Als Waffenplätze werden zudem Sammelplätze für Truppen bezeichnet, die sich in den ein- und ausspringenden Winkeln des gedeckten Weges einer Festung befanden. Die Waffenplätze sollten eine konzentrierte infanteristische Nahverteidigung ermöglichen und dienten zugleich als Ausgangspunkte für Ausfälle. Sie kamen erstmals nach Plänen von Pietro Cataneo in der neuitalienischen Manier des Festungsbaus zur Anwendung. Daniel Specklin steigerte ihren Nutzen durch die Aufstellung von Geschützen.

Schweiz

Der Begriff Waffenplatz bezeichnet in der Schweiz einen Komplex, welcher aus Kasernen, Anlagen, Einrichtungen und Gelände besteht. Ein Waffenplatz dient der Ausbildung, Unterkunft, Verpflegung und Freizeit der Truppe. Die Waffenplätze werden vorrangig von Rekruten- und Kaderschulen/-lehrgängen, aber auch von WK-Truppen und von anderen militärischen Kursen benützt bzw. belegt.

Es gibt eidgenössische und kantonale Waffenplätze; 1993 versuchte eine Initiative erfolglos (Nein: 55.3% und 16 Stände) ihre Zahl auf 40 zu begrenzen. Zurzeit werden jedoch trotzdem nur 39 Waffenplätze betrieben.

Literatur

  • Böhme, Horst Wolfgang/Friedrich, Reinhard/Schock-Werner, Barbara (Hrsg.): Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen. Reclam, Stuttgart 2004 ISBN 3-15-010547-1
  • Duffy, Cristopher: Siege Warfare: The Fortress in the Early Modern World, 1494-1660. 2. Auflage. Routledge, London 1996 ISBN 0-415-14649-6

Siehe auch

Fachbegriffe Festungsbau


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