Pléiade


Pléiade

La Pléiade (ursprünglich La Brigade) war eine Gruppe von sieben französischen Dichtern des 16. Jahrhunderts, die sich um Pierre de Ronsard bildete.

Sie nannten sich nach einer Gruppe von sieben hellenistischen Dichtern aus dem Alexandria des 3. Jahrhunderts v. Chr., deren Anzahl derjenigen der sieben Töchter des Atlas und der Pleione in der griechischen Mythologie – vgl. Plejaden (Mythologie) – bzw. derjenigen der sieben Gestirne gleichnamigen Sternbildes – vgl. Plejaden – entsprach.

Neben Ronsard gehörten zur Pléiade zeitweise Joachim du Bellay, Guillaume des Autels, Pontus de Tyard, Jacques Pelletier du Mans, Rémy Belleau, Jean Dorat, Jean-Antoine de Baïf und Jean de la Péruse.

Die Mitglieder der Pléiade verteidigten zugleich die Nachahmung antiker Autoren und den Wert der französischen Sprache. Als poetische Formen verwendeten sie hauptsächlich den Alexandriner und das Sonett.

Auf die Bitte von König Franz I. beteiligten sie sich an der Weiterentwicklung und Standardisierung des Französischen.

Enge Beziehungen zur Pléiade pflegte der Komponist Claude Le Jeune.

La Pléiade ist zudem der Name einiger Editionsreihen im Verlag Gallimard:

  • der Bibliothèque de la Pléiade, erschienen seit den 1920er Jahren: 515 Bände (Stand: April 2005)
  • der Albums de la Pléiade, erschienen seit 1960: 45 Bände (Stand: April 2005)
  • der literarischen Zeitschrift les Cahiers de la Pléiade, erschienen vom April 1946 bis zum Herbst 1951 (13 Nummern)
  • der Encyclopédie de la Pléiade, erschienen seit 1955: 49 Bände (Stand: April 2005)
  • der Galerie de la Pléiade, erschienen 1950 bis 1957 (6 Bände)

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