Pohlbach


Pohlbach
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Klausen
Klausen (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Klausen hervorgehoben
49.9057222222226.8828777777778245Koordinaten: 49° 54′ N, 6° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Wittlich-Land
Höhe: 245 m ü. NN
Fläche: 9,22 km²
Einwohner: 1325 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54524
Vorwahl: 06578
Kfz-Kennzeichen: WIL
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 069
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Alois Meyer
Lage der Ortsgemeinde Klausen in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land
Karte
Wallfahrtskirche in Klausen

Klausen ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz und Standort einer bekannten Marien-Wallfahrtskirche.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Klausen liegt in der Südeifel. Nächstgelegene Mittelzentren sind Bernkastel-Kues und Wittlich.

Geschichte

Im Jahre 1442 fand Klausen eine erste Erwähnung, als der Marienverehrer Eberhard auf einer noch unbebauten Stelle (Ort der heutigen Kirche von Eberhardsklausen) eine Holzfigur aufstellte, die Maria mit dem vom Kreuz genommenen Jesus im Arme darstellte (Pieta). Die Figur wurde bald in ein so genanntes Marienhäuschen versetzt. Zwei Jahre später erfolgte die Errichtung der ersten Kapelle an der Stelle des Marienhäuschens. Am 25. März 1449 wurde die ab 1446 durch den Antwerpener Baumeister Cluys neu erbaute spätgotische Marienkirche vom Trierer Erzbischof Jakob von Sierck geweiht. Um 1480 kam der noch heute dort befindliche geschnitzte Hochaltar in die Kirche. Er ist eines der frühesten erhaltenen Beispiele der Antwerpener Retabelproduktion. Ein bei der Kirche erbautes Kloster der Augustiner Chorherren der Windesheimer Kongregation wurde 1461 geweiht. Die Kirche entwickelte sich schon bald zum Ziel einer Wallfahrt, die bis heute regen Zulauf hat.

1802 erfolgte die Auflösung des Augustinerchorherrenstifts. Die Klosterkirche wurde zur Pfarrkirche, die auch die zahlreichen Pilger seelsorgerisch betreute. 1927 wurde die Pfarrei in Klausen zum Dekanat erhoben. Am 7. Juni 1969 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinden Krames und Pohlbach zur Gemeinde Klausen (Eberhardsklausen mit dem Klostergebiet war keine eigenständige Gemeinde, sondern gehörte teilweise zu Krames und teilweise zu Pohlbach). Im Jahre 1988 erhielt Klausen den ersten Landespreis im Wettbewerb „für vorbildliche ökologische Leistungen“ und wurde Bezirkssieger im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden.

Bis zur Zusammenlegung der Gemeinden Pohlbach und Krames gab es nur die Pfarrei Klausen.

Politik

Gemeinderat

Bei den Wahlen zum Gemeinderat am 13. Juni 2004 gab es folgende Ergebnisse:

Parteien 2004[1] 1999
Anteil Sitze ±Anteil ±Sitze Anteil Sitze
Bürgerliste Klausen 46,5 % 7 +3,6 % +1 42,9 % 6
FWG Maes 29,0 % 5 +2,3 % +1 26,7 % 4
Wählergemeinschaft Dietzen 16,3 % 3 +1,3 % ±0 15,0 % 3
SPD 8,1 % 1 −7,2 % −2 15,3 % 3
Wahlbeteiligung 68,9 % −5,2 % 74,1 %

Bürgermeister

Ortsbürgermeister ist Alois Meyer, der sich bei einer Stichwahl am 27. Juni 2004 durchsetzte.

Wappen

Blasonierung: „In Gold eine zur Kreuzblume erblühte blaue Lilie mit doppeltem grünen Fruchtknoten.“

Wirtschaft und Infrastruktur

Klausen verfügt über ein rund 60 km langes Wanderwegenetz.

Verkehr

Klausen ist durch die 1 km entfernte Anschlussstelle "Salmtal" an die Autobahn A1 angeschlossen. Die Landesstraßen L47 (von Trier nach Machern) und L50 (von Piesport nach Binsfeld) verlaufen direkt durch den Ort und stellen die Verbindung zu den Nachbargemeinden her: Salmtal im Norden, Piesport im Süden, Esch und Sehlem im Osten und Osann-Monzel im Westen.

ÖPNV

Klausen liegt in Wabe 338 des Verkehrsverbundes Region Trier (VRT) und verfügt über insgesamt 5 Bushaltestellen.

Die Buslinie 304 der Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft (RMV) verbindet Klausen über Altrich mehrmals täglich (samstags nur einmal täglich; nicht sonntags) mit der Kreisstadt Wittlich, wo am Busbahnhof Umsteigemöglichkeit in alle Richtungen besteht. Die RMV-Buslinie 212 stellt zweimal täglich (nicht samstags und sonntags) eine Busdirektverbindung zwischen Klausen und der nächstgelegenen Großstadt Trier her und verkehrt dabei über Esch, Rivenich, Hetzerath, Föhren und Schweich.

Die nächsten Regionalbahnhöfe sind Salmtal und Sehlem (Kr Wittlich) an der Moselstrecke, beide etwa 5 km von Klausen entfernt. Der Hauptbahnhof von Wittlich, etwa 15 km von Klausen entfernt, ist der nächste Fernbahnhof. Er ist mit dem Bus durch einmaliges Umsteigen zur Linie 301/305 am Busbahnhof Wittlich zu erreichen. Die Fahrzeit beträgt, je nach Anschlusslage, zwischen 20 und 87 Minuten.

Bilder

Literatur

  • Peter Dohms (1985): Eberhardsklausen - Kloster, Kirche, Wallfahrt. Trier 1985
  • Peter Dohms (2001): Klausener Pilgerbuch. Trier 2001
  • 500 Jahre Wallfahrtskirche Klausen, hgg. Martin Persch, Michael Embach, Peter Dohms, (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte 104), Mainz 2003, ISBN 3-929135-38-8

Weblinks

Quellen

  1. LWL RLP

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