Polizeiuniform (Deutschland)


Polizeiuniform (Deutschland)

Die Polizeiuniformen sind die Uniformen der deutschen Polizeibeamten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Historisch gibt es für grüne und blaue Farben Vorbilder. Im 19. Jahrhundert wurde die Berliner Polizei mit dunkelblauen Uniformjacken eingekleidet. Die preußische Polizei auf dem Lande erhielt dagegen die grüne Uniformjacke der Armee-Gendarmerie. Nach dem Ersten Weltkrieg sollte eine einheitliche grüne Uniform für die Sicherheitspolizei in Grün eingeführt werden, was den Alliierten zu militärähnlich erschien. Im „Dritten Reich“ wurde eine einheitliche grüne Uniformjacke durchgesetzt. In Abgrenzung statteten einige Bundesländer ihre Polizei nach dem Zweiten Weltkrieg mit blauen Uniformen aus, so trugen in Nordrhein-Westfalen Schutzmänner bis 1955 Dunkelblau. [1]

Kaiserreich

Im Kaiserreich wurde von der Polizei je nach Ländern verschiedene Uniformen getragen. In Teilen Preußens war die Uniform dunkelblau mit langer Hose und einem Lederhelm (Pickelhaube). Der Helm trug auf der Stirnseite ein verschlungenes W (für König Wilhelm), auf die Spitze des Helms war eine Kugel aufgesetzt.

Weimarer Republik

In der Weimarer Republik waren die Ausgehuniformen hellgrün mit schwarzen Schaftstiefeln (oft als Knobelbecher bezeichnet) oder mit hohen Schnürschuhen und Ledergamaschen und hellgrünen Schirmmützen. Zum Dienstanzug wurden dunkelgraue, fast schwarze Tschakos statt der Schirmmützen getragen. Die Uniformjacken (Röcke) besaßen hohe, geschlossene Kragen mit Kragenspiegel. Dienstgradabzeichen wurden auf Schulterklappen getragen. Es handelte sich hierbei um die fast unverändert übernommene Felduniform der kgl. preußischen Gardeschützen.

Uniformen im Nationalsozialismus

Die Uniformen der Polizei wurden dem generellen Erscheinungsbild des zentralistisch organisierten Staates nach und nach angeglichen (hellgrün und feldgrau), so dass (gewollt) eine hohe Ähnlichkeit mit Militäruniformen entstand.

Nachkriegszeit

Mützen- und Ärmelabzeichen der 16 Landespolizeien sowie des Bundesgrenzschutzes in Deutschland

Wegen des Materialmangels wurden die Uniformen („Waffenröcke“) der Polizisten gekürzt und die Kragenspiegel entfernt. Die hellgrüne Uniform wurde in der britischen Zone dunkelblau umgefärbt. Diese Farbe war oftmals nicht wasserfest und sorgte dafür, dass jeder deutsche Polizist in der britischen Zone, der buchstäblich im Regen stand, blaue Pfützen hinterließ, wo er sich befand. Die Uniformen waren bis 1972 sehr uneinheitlich: So wurden in Hamburg und Berlin blaue Uniformen getragen, während in den anderen Ländern grüne getragen wurden. Die Uniformen unterschieden sich aber teilweise erheblich. Auch die Kopfbedeckung war sehr unterschiedlich. Es gab verschiedene Varianten von Schirmmützen und in einzelnen Ländern auch Tschakos, während diese in anderen gar nicht mehr oder nur noch bei besonderen Anlässen getragen wurden.

DDR

Volkspolizei beim Brandenburger Tor, 1989

In der Deutschen Demokratischen Republik waren die Polizisten bis in die 1960er Jahre ähnlich wie die Polizei des Dritten Reiches gekleidet. Sie trugen noch die Tschakos mit Schwarz-Rot-Gold-Insignien und den bis oben zugeknöpfen Rock. Die letzte Uniform der Volkspolizei war ein grüner Uniformrock mit offenen Kragen sowie hellgrauem Hemd und grüner Krawatte. An der linken Ärmelseite war das Wappen der Volkspolizei (bei der Schutzpolizei bzw. beim ABV) und auf den Kragen waren Kragenspiegel aufgenäht. An den Ärmeln, Kragen und Abzeichen war sie mit grünen Biesen versehen. Die Mütze war im Aufbau der NVA Variante ähnlich mit einem silbernen Eichengespinnst um die Hammer und Zirkel Kokarde im Ährenkranz. In Sommer trug der Volkspolizist (VoPo) einen hellgrauen Blouson. Die Transportpolizei, die für die Reichsbahn zuständig war, trug die gleiche Uniform der Volkspolizei nur in Dunkelblau.

Bundesrepublik Deutschland

Im Zuge der Polizeireform ab 1972 erhielten die Landespolizeien und der Bundesgrenzschutz neue Uniformen in moosgrün und beige, welche der Modeschöpfer Heinz Oestergaard entwickelt hatte[2]. Zusammen mit den grün-weiß lackierten Einsatzfahrzeugen prägte dieses Erscheinungsbild die deutsche Polizei über 30 Jahre. Nach der Jahrtausendwende wurde damit begonnen, die Fahrzeuglackierung auf grün-silber umzustellen. Dies geschah vor allem deshalb, weil silberne Fahrzeuge zu dieser Zeit einen höheren Wiederverkaufswert hatten.

Umstellung auf Blau

Als neue Farbe der meisten Polizeien wurde ab 2004 stahlblau (RAL 5011) gewählt, in der Regel mit weißen Dienstmützen. Die aktuelle Fahrzeuglackierung ist verkehrsblau (RAL 5017) in Verbindung mit silber bzw. weiß.

Land Uniformmodell Probelauf Einführung komplette Umstellung geplant Blaue Streifenwagen
Baden-Württemberg Baden-Württemberg 2008 Anfang 2010 Ende 2011 seit August 2008
Berlin Brandenburg 2009 Anfang 2010 Ende 2012 seit Ende 2009 / Anfang 2010
Brandenburg Brandenburg Anfang 2008 Ende 2010 landesweit seit 2005
Bremen Hamburg Mitte 2006 Ende 2010 seit Ende 2005 / Anfang 2006
Hamburg Hamburg 2003 Ende 2004 / Anfang 2005 Ende 2005 seit Mitte 2002
Hessen Hessen 2005 Ende 2007 / Anfang 2008 Ende 2008 seit Anfang 2005
Mecklenburg-Vorpommern Hamburg 2008 Anfang 2009 Ende 2011 seit Anfang 2009
Niedersachsen Hamburg Anfang 2006 Ende 2008 seit Ende 2004
Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen 2008 Ende 2009 Ende 2012 seit Dezember 2008
Rheinland-Pfalz Hessen 2007 Anfang 2008 Ende 2012 seit Ende 2006
Sachsen Brandenburg Mitte 2009 Ende 2012 seit Dezember 2008
Sachsen-Anhalt Sonderfall Sachsen-Anhalt 2007 Anfang 2009 Ende 2012 seit Ende 2005 / Anfang 2006
Schleswig-Holstein Hamburg Anfang 2006 Ende 2008 seit August 2005
Thüringen Hessen Anfang 2009 Ende 2011 seit Dezember 2006
Bundespolizei Bundespolizei Ende 2005 Ende 2012 seit Anfang 2005

Bayern und das Saarland planen keine Umstellung, werden also die Farbkombination moosgrün/beige von 1972 beibehalten.

Die Bundespolizei begann Ende 2005 mit der Umstellung auf die neue blaue Polizeiuniform. Ende 2012 sollen alle Beamten mit der neuen Uniform eingekleidet sein. Bis dahin werden beide Uniformen zu sehen sein.

Ziel der Umstellung ist einerseits die europaweit einheitliche Erkennbarkeit der Polizei, andererseits die moderne Anpassung der Dienstkleidung an geänderte Anforderungen. So mussten Tragekomfort und Details verbessert werden, wobei neue Stoffe zum Einsatz kommen und Teile der Uniform verändert werden. Beispielsweise kommen neue Dienstschuhe zum Einsatz und neue Polo-Shirts halten Einzug. Zudem wurden alle Uniformen in zwei Schnittvarianten für Männer und Frauen entworfen.

Hinter dem Farbwechsel der Polizeifarbe von Grün auf Blau verbirgt sich der europäische Gedanke, Polizeien innereuropäisch einheitlicher auftreten zu lassen. Die beteiligten Unterhändler im für die innereuropäische Polizeiarbeit zuständigen Ausschuss des Europäischen Parlaments einigten sich 1998 auf blau, da in den meisten EU-Mitgliedsstaaten die Streifenwagen und Uniformen bereits in Blautönen gehalten waren. Insbesondere Frankreich und Italien wollten dies beibehalten. Deutschland wechselte lieber auf Blau als auf das von Großbritannien favorisierte Rot-Orange. Da diese Direktive noch diskutiert wird, ist noch keine europäische Nation zu einer Farbumstellung verpflichtet.

Bei fast allen Oberbekleidungen ist auf dem linken Oberarm das Hoheitsabzeichen mit der Aufschrift „Polizei“ angebracht. Bei alten Pullovern ist dies manchmal auch auf der linken Brustseite zu finden. Die neuen stahlblauen Uniformen tragen das Hoheitsabzeichen teilweise auf beiden Oberarmen, teilweise aber auch auf der linken Brustseite.

Polizei beim Deutschen Bundestag

Bislang versehen die Beamten der Polizei beim Deutschen Bundestag ihren Dienst in bürgerlicher Kleidung. Nur gelegentlich wird eine Weste zur Kennzeichnung verwendet.[3]

Uniformmodell Baden-Württemberg

Das Uniformmodell Baden-Württemberg ist das neue blaue Uniformmodell, das die Polizei des Landes Baden-Württemberg seit dem Jahr 2010 ausgibt.[4] Es besteht aus folgenden Uniformen

  • Innendienstuniform
  • Standarduniform
  • Sonderbekleidung
    • Einsatzbekleidung
    • Motorradbekleidung
    • Reiterbekleidung
    • Radbekleidung
    • Schutzbekleidung für Kriminalpolizei
    • Schutzkleidung

Das Hemd, die Uniformjacke, die Strickjacke, die Windjacke, die Winterjacke, der Kurzmantel, die Regenjacke, das Kradlederkombi, der Einsatzanzug, das Poloshirt, das Radtrikot, die Windjacke, der Reitmantel, der Overall für Hubschrauberbesatzungen und die Warnjacke haben jeweils auf dem linken Oberarm das Hoheitsabzeichen, welches das aus goldfarbenem Garn gestickte kleine Landeswappen auf blauem Untergrund mit ebenfalls goldfarbener, gestickter Schrift aufweist.

Die Uniformen wurden in zwei Schnittvarianten für Männer und Frauen entworfen.

Innendienstuniform

Die Innendienstuniform ist für den Innen- und Außendienst gedacht.

Die dunkelblaue Uniformhose mit einer hellblauen Biese ist in Sommer- und Winterausführung erhältlich. Dazu wird ein weißes Hemd mit zwei Brusttaschen mit Knopfverschluss getragen welches als Kurz- und Langarm erhältlich ist. Zum Hemd wird eine dunkelblaue Krawatte getragen, in welche das Polizei-Logo mit Schriftzug, Stern und Stauferlöwe gewebt wurde.

Zur Uniform sind verschiedene Jacken und Mäntel erhältlich: Eine dunkelblaue Uniformjacke mit silbernen Metallknöpfen, eine dunkelblaue Strickjacke, eine dunkelblaue Windjacke, eine dunkelblaue Winterjacke oder ein dunkelblauer Kurzmantel. Bis auf die Uniformjacke, die Strickjacke und den Kurzmantel haben alle Jacken einen „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken.

Als Kopfbedeckung wird eine weiße oder blaue, wasserabweisende Schirmmütze mit Oberstoffbiese am Deckelrand getragen.

Standarduniform

Die Standarduniform ist für den Außendienst gedacht und aus robusterem Material gefertigt.

Die dunkelblaue Cargohose, welche vor allem im Streifendienst zum Einsatz kommen soll, ist ebenfalls in Sommer- und Winterausführung erhältlich.

Dazu wird ein hellblaues Hemd getragen. Das Hemd hat zwei Brusttaschen mit Knopfverschluss. Erhältlich ist es als Kurz- und Langarm. Zum Hemd wird eine dunkelblaue Krawatte getragen, in welche das Polizei-Logo mit Schriftzug, Stern und Stauferlöwe gewebt wurde.

Zur Uniform sind verschiedene Jacken erhältlich: Eine dunkelblaue Strickjacke, eine dunkelblaue Windjacke, eine dunkelblaue Winterjacke oder eine dunkelblaue Regenjacke. Bis auf die Strickjacke haben alle Jacken einen „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken.

Witterungsabhängig kann anstatt bzw. zusätzlich zum Hemd ein hellblauer Rollkragenpullover zum Unterziehen getragen werden.

Als Kopfbedeckung wird eine weiße, wasserabweisende Schirmmütze mit Oberstoffbiese am Deckelrand getragen.

Sonderbekleidung

Beamte mit speziellen Aufgaben oder mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko tragen eine auf ihren Aufgabenbereich abgestimmte Sonderbekleidung.

Motorradbekleidung

Für Motorradfahrer wird eine Textilkombination, die ganzjährig verwendbar ist, angeschafft. Als Regenschutz dient eine zusätzliche Kombination, die in neongelb gefertigt wird. Aufgrund ihrer Farbe und des Reflexionsvermögens ist sie als Warnkleidung zertifiziert. Wie bisher wird auch ein weißes Barett mitgeführt.

Einsatzbekleidung

Als Einsatzbekleidung dient der Einsatzanzug, welcher aus einem Overall besteht. Bei diesem sind Oberteil und Hose mittels eine Reißverschlusses verbunden und können daher auch getrennt werden. Als Wetterschutz werden eine Regenjacke und eine Regenhose sowie ein sogenannter Thermo-Rolli als Kälteschutz ausgegeben.

Zum Einsatzanzug gehört jeweils ein blaues Poloshirt, eine dunkelblaue Funktionsmütze mit stabilem Schild und Steppstichen und ein dunkelblaues Barett mit Polizeistern.

Radfahrerbekleidung

Die Sonderbekleidung für Fahrradstreifen besteht aus einem mittelblauen Radtrikot mit zusätzlichen Weichprotektoren und längerem Rückenabschluss, einer mittelblauen Radhose und einem mittelblauen Windbreaker mit „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken. Es muss ein Fahrradhelm getragen werden.

Reiterbekleidung

Beamte der berittenen Polizei tragen eine dunkelblaue Reiterhose. Als Kopfbedeckung wird eine dunkelblaue Reitkappe verwendet. Witterungsabhängig kann ein Reitmantel mit reflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzug getragen werden. Für Übungen u.Ä., nicht jedoch für den Außenauftritt, wird eine Reitweste beschafft.

Fliegerbekleidung

Hubschrauberbesatzungen tragen einen dunkelblauen Overall (Fliegerkombination).

Kleidung für Zivilkräfte

Für zivile Kräfte gibt es wie bisher auch, eine Weste, eine Jacke und eine sog. Identifikationsweste, die wie eine Warnweste gefertigt wird. Die vorhandenen maigrünen Armbinden mit weißer Schrift zur Kenntlichmachung werden ebenfalls weiter verwendet. Die Weste und Jacke wird aus blauem Stoff gefertigt.

Warnkleidung

Wie bisher gibt es eine neongelbe bzw. neonorange Warnweste mit reflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzügen.

Uniformmodell Brandenburg

Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells mit dem Sächsischen Staatsminister des Inneren
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells

Das Uniformmodell Brandenburg ist das neue blaue Uniformmodell, das die Polizeien der Länder Berlin (seit dem Jahr 2010[5]), Brandenburg (seit dem Jahr 2008[6]) und Sachsen (seit dem Jahr 2009[7]) tragen. Es besteht aus folgenden Uniformen

  • Standarduniform
  • Sonderbekleidung
    • Kradlederkombi
    • Einsatzanzug
    • Kleidung für Zivilkräfte

Die Twinjacke, die Softshelljacke, der Stricktroyer, die Strickjacke, das Poloshirt, das Hemd, der Blazer und der Einsatzanzug haben jeweils auf dem linken Oberarm das Hoheitsabzeichen, welches das aus Garn gestickte jeweilige Landeswappen auf blauem Untergrund mit ebenfalls goldfarbener oder weißer, gestickter Schrift aufweist.

Das Kradkombi hat auf der linken Brustseite das Hoheitsabzeichen.

Die Uniformen wurden in zwei Schnittvarianten für Männer und Frauen entworfen.

Standarduniform

Es gibt drei verschiedene Jacken, die dunkelblaue und wetterfeste Twinjacke mit Pistolendurchgriff und diversen Taschen sowie mit „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken, die dunkelblaue, einzippbare Fleece-Innenjacke für kalte Tage, die dunkelblaue Softshelljacke aus robustem Obermaterial mit diversen Taschen und Pistolendurchgriff und mit „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken, den dunkelblauen Stricktroyer aus wärmendem Wollgemisch und eine dunkelblaue Strickjacke aus wärmendem Wollgemisch mit Gewebeverstärkungen an stark beanspruchten Stellen.

Die dunkelblaue Funktionshose gibt es in Sommer- und Winterausführung.

Das hellblaue Diensthemd, das aus bioaktiven Fasern gefertigt ist, hat eine weite Passform. Es hat zwei Brusttaschen und ist als Kurz- und Langarm erhältlich.

Das hellblaue Poloshirt hat einen abriebfesten Kragen und eine weite Passform.

Es gibt einen dunkelblauen Sakko und einen dunkelblauen Blazer in klassischer Modegestaltung.

Im Gegensatz zur Funktionshose ist die dunkelblaue Kombihose, die aus leichtem Material gefertigt ist, klassisch gestaltet. Für Damen gibt es zudem einen dunkelblauen, klassisch gestalteten Damenrock.

Als Kopfbedeckung kann man zwischen einer dunkelblauen Schirmmütze (oval oder achteckig), einer dunkelblauen Sommerkappe, einer dunkelblauen Winterkappe, einer dunkelblauen Strickmütze und einem dunkelblauen Stirnband (nur für Frauen) wählen.

Sonderbekleidung

Beamte mit speziellen Aufgaben oder mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko tragen eine auf ihren Aufgabenbereich abgestimmte Sonderbekleidung.

Kradlederkombi

Die blaue, zweiteilige Kradlederkombi mit einknöpfbarem Futter besteht aus einem starken und atmungsaktiven Material und hat breite reflektierende Seitenstreifen und jeweils einen reflektierenden „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken.

Zusätzlich gibt es ein weißes Barett, das vorne einen Polizeistern trägt. Dieser ist entweder aufgedruckt oder als Metallversion angesteckt. Das Barett wird getragen, wenn der Helm abgelegt wird.

Einsatzanzug

Der zweiteilige Einsatzanzug besteht aus einem schwerentflammbaren, wasserabweisenden und chemikalienbeständigen Material. Er ist mit und ohne „Polizei“-Schriftzug erhältlich. Den Einsatzanzug gibt es in den Farben mittelblau, dunkelblau und schwarz. Der mittelblaue und dunkelblaue Einsatzanzug ist für normale Einsatzeinheiten gedacht, während der schwarze für Einheiten mit speziellen Aufgaben, wie zum Beispiel die Festnahmeeinheit, vorgesehen ist.

Zum Einsatzanzug gibt es ein T-Shirt, mit „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken, das in den Farben mittelblau und dunkelblau erhältlich ist.

Als Kopfbedeckung dient ein Baseballcap mit Reflexstreifen sowie „Polizei“-Schriftzug vorne und hinten, das in den Farben mittelblau und dunkelblau erhältlich ist.

Kleidung für Zivilkräfte

Für zivile Kräfte gibt es wie bisher auch schwarze Westen oder schwarze Jacken mit „Polizei“-Schriftzügen. Auch weiterhin gibt es schwarze und weiße Armbinden mit „Polizei“-Schriftzug zur Kenntlichmachung.

Siehe auch: Abbildungen und Informationen des Uniformmodells Brandenburg

Uniformmodell Hamburg

Polizist in der neuen blauen Uniform
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells, hier noch mit hellblauen Hemden (rechts), die aber nicht übernommen wurden

Das Uniformmodell Hamburg ist das neue blaue Uniformmodell, das die Polizeien der Länder Bremen (ab dem Jahr 2006), Hamburg (ab Ende 2004/Anfang 2005), Mecklenburg-Vorpommern (ab dem Jahr 2009), Niedersachsen (ab dem Jahr 2006) und Schleswig-Holstein (ab dem Jahr 2006) tragen. Es besteht aus folgenden Uniformen

  • Standarduniform
  • Sonderbekleidung
    • Motorradbekleidung
    • Einsatzanzug
    • Uniform für Fahrradstreifen
    • Warnkleidung

Die Tuchjacke, das Hemd, die Strickjacke, der Strickpullover, die Multifunktionsjacke, der Regenmantel, der Einsatzanzug, der Windbreaker und die Warnjacke haben jeweils auf beiden Oberarmen das Hoheitsabzeichen, welches das aus Garn gestickte jeweilige Landeswappen auf blauem Untergrund mit ebenfalls weißer, gestickter Schrift aufweist.

Bei den schwarzen Lederjacken und den braun-/beigefarbenen leichten Einsatzanzügen kann das Hoheitsabzeichen entweder nur auf dem linken Oberarm oder auf beiden Oberarmen angebracht sein.

Das Radtrikot hat auf der linken Brustseite das Hoheitsabzeichen.

Die Uniformen wurden in zwei Schnittvarianten für Männer und Frauen entworfen.

Standarduniform

Der dunkelblaue Blazer (Damen) bzw. das dunkelblaue Sakko (Herren) mit Waffentauglichkeitsschnitt hat je vier Silberknöpfe an beiden mit silbergrauer Biese abgesetzten Ärmelschlitzen. Sie wird jedoch nicht im alltäglichen Dienst genutzt. Da sie lediglich zu repräsentativen Anlässen getragen wird, gehört sie auch nicht zur Standardauslieferung der Beamten.

Die dazugehörige dunkelblaue Hose hat eine silbergraue Biese in den Seitennähten.

Es gibt zwei verschiedene Hosen für den Außendienst. Die dunkelblaue Chino-Hose aus leichtem Stoff und die dunkelblaue Einsatzhose mit Cargo-Taschen. Beide Hosen haben eine silbergraue Biese in den Seitennähten.

Das Hemd aus Baumwolle und mit zwei aufgesetzten Pattentaschen ist als Kurz- und Langarm in den Farben weiß und dunkelblau erhältlich.

Daneben gibt es einen dunkelblauen Strickpullover mit rundem Hals und „Polizei“-Schriftzug auf der Brust.

Das im Trageversuch erprobte dunkelblaue Poloshirt aus Baumwolle mit Knöpfen und „Polizei“-Schriftzug auf der Brust wurde nicht eingeführt.

Das T-Shirt ist zum Unterziehen, aber auch als Sportbekleidung oder als Ausrüstung für ein geschlossenes Auftreten geeignet. Es ist in der Farbe schwarz, mit und ohne „Polizei“-Schriftzug erhältlich.

Es gibt drei verschiedene Jacken, eine dunkelblaue Strickjacke mit Reißverschluss und hohem Stehkragen, eine dunkelblaue Multifunktionsjacke mit abnehmbaren Ärmeln und „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken sowie ein dunkelblauer Regenmantel mit extra Reflexstreifen und „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken. Daneben gibt es auch weiterhin die schwarzen Lederjacken, die bei den Beamten wegen des hohen Schlagschutzes sehr beliebt sind.

Die dunkelblaue Krawatte wird meistens zum langarmigen Hemd getragen. Sie kann selbstverständlich auch zum kurzarmigen Hemd getragen werden.

Sonderbekleidung

Beamte mit speziellen Aufgaben oder mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko tragen eine auf ihren Aufgabenbereich abgestimmte Sonderbekleidung.

Motorradbekleidung

Die blaue Motorradbekleidung ist zweiteilig und besteht aus Motorradjacke und -hose. Sie ist aus dem Material Cordura gefertigt und verfügt über seitlich sowie nach vorne und hinten reflektierende Streifen. Auf Brust und Rücken ist jeweils ein reflektierender „Polizei“-Schriftzug angebracht.

Einsatzanzug

Der blaue Einsatzanzug besteht aus einem schwer entflammbaren, wasserabweisendem und chemikalienbeständigen Material. Der Einsatzanzug ist mit und ohne „Polizei“-Schriftzug erhältlich. Zum Einsatzanzug ist eine spezielle Regenjacke, mit Polizei-Schriftzug auf Brust und Rücken, erhältlich.

Als Kopfbedeckung wird ein schwarzes Baseballcap, mit „Polizei“-Schriftzug vorne und hinten, getragen.

Uniform für Fahrradstreifen

Die Uniform für Fahrradstreifen besteht aus einem blauem Radtrikot, einer blauen Radhose und einem blauen Windbreaker mit „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken. Zusätzlich ist eine blaue Regenhose mit reflektierenden Streifen erhältlich.

Warnkleidung

Die Warnjacken haben eine neongrüne/neongelbe Grundfarbe und haben retroreflektierenden Streifen. Die „Polizei“-Schriftzüge sind auf blauem Untergrund. Diese neu entwickelten Warnjacken sind nach dem britischen Modell entworfen worden.

Die Warnwesten mit retroreflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzügen werden jedoch weiterhin in der Farbe neongrün/neongelb gehalten.

Optional

Optional sind schwarze Lederhosen mit und ohne reflektierenden Streifen erhältlich. Diese sind insbesondere für Hundeführer gedacht.

Teilweise darf auch weiterhin der braun-/beigefarbene leichte Einsatzanzug getragen werden. Dieser wird speziell bei Schwerlastverkehrskontrollen und Nachtdiensten in den Ländern Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein getragen.

Siehe auch: Abbildungen und Informationen des Uniformmodells Hamburg

Uniformmodell Hessen

Neues blaues Hoheitsabzeichen der Hessischen Polizei
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells

Das Uniformmodell Hessen ist das neue blaue Uniformmodell, das die Polizeien der Länder Hessen (ab Ende 2007), Rheinland Pfalz (ab dem Jahr 2008) und Thüringen (ab dem Jahr 2009) tragen. Des Weiteren übernehmen die Kommunalpolizei Darmstadt und die Stadtpolizei Frankfurt das Uniformmodell Hessen. Es besteht aus folgenden Uniformen

  • Der Uniform für den Innendienst und repräsentativen Außendienst
  • Der Uniform für den Außendienst
  • Sonderbekleidung
    • Dem Kradlederkombi
    • Dem Einsatzanzug
    • Uniform für Hubschrauberbesatzungen
    • Kleidung für Zivilkräfte
    • Warnkleidung

Das Hemd, die Tuchjacke, das Poloshirt, der Stehkragenpullover, die Fleecejacke, der Anorak, der Windbreaker, die Regenjacke, die Lederjacke, das Kradlederkombi, der Einsatzanzug, der Overall für Hubschrauberbesatzungen, die Warnjacke und der leichte Einsatzanzug haben jeweils auf dem linken Oberarm das Hoheitsabzeichen, welches das aus Garn gestickte jeweilige Landeswappen auf blauem Untergrund mit ebenfalls goldfarbener, gestickter Schrift aufweist.

Bei den blauen Strickjacken kann das Hoheitsabzeichen entweder auf dem linken Oberarm oder auf der linken Brustseite angebracht sein.

Bei den neuen blauen Erkennungswesten kann das Hoheitsabzeichen auf der linken Brustseite angebracht sein.

Die Uniformen wurden in zwei Schnittvarianten für Männer und Frauen entworfen.

Uniform für den Innendienst und repräsentativen Außendienst

Die dunkelblaue Gürtelhose ohne Bundfalte, mit silbergrauer Biese in den Seitennähten ist im Schnitt für Damen bzw. Herren erhältlich. Optional gibt es für Damen dazu einen dunkelblauen Etuirock mit Gehschlitz und silbergrauer Biese in den Seitennähten.

Das Hemd besteht aus einem Baumwollmischgewebe und hat zwei aufgesetzte Plattentaschen mit Klettverschluss. Erhältlich ist es als Kurz- und Langarm in den Farben weiß und mittelblau.

Zusätzlich gibt es eine dunkelblaue Strickjacke mit Gewebeverstärkungen an stark beanspruchten Stellen.

Die dunkelblaue Tuchjacke mit Waffentauglichkeitsschnitt hat je vier Silberknöpfe an beiden mit silbergrauer Biese abgesetzten Ärmelschlitzen. Alle Silberknöpfe haben eine Polizeisternprägung. Sie ist ebenfalls im Schnitt für Damen bzw. Herren erhältlich.

Als Kopfbedeckung dient eine flach geschnittene und wasserabweisende Mütze mit Oberstoffbiese am Deckelrand. Sie ist in den Farben dunkelblau und weiß erhältlich.

Der Damenschuh aus schwarzem, wasserabweisendem, weichen Leder hat einen erhöhten Absatz.

Die dunkelblaue Krawatte gibt es als klassischen Umhänger oder als Clip-Version.

Uniform für den Außendienst

Die dunkelblaue Streifendiensthose aus elastischem Baumwollmischgewebe hat einen sportlichen Schnitt und Taschen mit abgedeckten Reißverschlüssen sowie Cargotaschen. Sie ist in Sommer- und Winterausführung erhältlich.

Das Hemd besteht aus einem Baumwollmischgewebe und hat zwei aufgesetzte Plattentaschen mit Klettverschluss. Erhältlich ist es als Kurz- und Langarm in den Farben weiß und mittelblau.

Zusätzlich gibt es ein mittelblaues Polohemd aus Baumwolle mit kleinen Knöpfen und verstärktem Kragen sowie mit „Polizei“-Schriftzug auf rechter Brustseite.

Der im Trageversuch erprobte dunkelblaue Stehkragenpullover (Turtleneck) mit „Polizei“-Schriftzug am Hals wurde nicht eingeführt. Dieser war jeweils als Kurz- und Langarm erhältlich und wurde nur unter der „Taktischen Hülle“ getragen.

Optional gibt es auch eine dunkelblaue Fleecejacke und eine dunkelblaue Strickjacke mit Gewebeverstärkungen an stark beanspruchten Stellen. Für die kälteren Tage gibt es einen mittelblauen Unterziehrolli und ein mittelblaues Sweatshirt.

Es gibt vier verschiedene Jacken. Einmal den dunkelblauen Anorak aus Wind und Wasserdichtem Zweilagenlaminat und mit breiter silbergrauer reflektierender Biese und weiteren ausklappbaren Reflektoren an Ärmel und Saum. Auf der rechten Brustseite und auf dem Rücken befindet sich ein „Polizei“-Schriftzug. Daneben gibt es den dunkelblauen Windbreaker mit abnehmbaren Ärmeln aus einem Dreilagenlaminat und mit zwei Einschubtaschen sowie mit verlängertem Rückenteil. Auf der rechten Brustseite und auf dem Rücken befindet sich ein „Polizei“-Schriftzug. Die dunkelblaue Regenjacke hat sehr breite retroreflektierende Streifen an Ärmel und Saum. Auch hier befindet sicht auf der rechten Brustseite und auf dem Rücken ein „Polizei“-Schriftzug. Daneben gibt es auch weiterhin die schwarzen Lederjacken, die bei den Beamten wegen des hohen Schlagschutzes sehr beliebt sind.

Als Kopfbedeckung gibt es zum einen eine dunkelblaue Baseballcap mit stabilem Schild und Steppstichen sowie mit Reflexstreifen und „Polizei“-Schriftzug vorne und hinten und ist vorne mit einem Polizeistern bedruckt. Zum anderen gibt es die klassische, flach geschnittene und wasserabweisende Mütze mit Oberstoffbiese am Deckelrand. Sie ist in den Farben dunkelblau und weiß erhältlich.

Die dunkelblaue Krawatte gibt es als klassischen Umhänger oder als Clip-Version.

Sonderbekleidung

Beamte mit speziellen Aufgaben oder mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko tragen eine auf ihren Aufgabenbereich abgestimmte Sonderbekleidung.

Kradlederkombi

Der blaue, zweiteilige Lederanzug mit Weichprotektoren, längerem Rückenabschluss und einknöpfbarem Futter hat breite reflektierende Seitenstreifen und jeweils einen reflektierenden „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken. Handschuhe sind in der Farbe weiß und schwarz erhältlich.

Zusätzlich gibt es eine neongrüne/neongelbe Regenjacke mit reflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken. Als Kopfbedeckung gibt es eine dunkelblaue Baseballcap mit stabilem Schild und Steppstichen sowie mit Reflexstreifen und „Polizei“-Schriftzug vorne und hinten und ist vorne mit einem Polizeistern bedruckt. Es wird getragen wenn der Helm abgelegt wird.

Als Schuhwerk gibt es neben dem normalen Schuhen auch schwarze Schaftstiefel.

Einsatzanzug

Der dunkelblaue, schwerentflammbare, wasserabweisende und chemikalienbeständige Einsatzanzug ist zweiteilig und hat jeweils einen reflektierenden „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken. Der Einsatzanzug ist auch ohne Schriftzug erhältlich.

Dazu gibt es ein mittelblaues T-Shirt aus Baumwolle, das ebenfalls mit und ohne reflektierendem „Polizei“-Schriftzug erhältlich ist, einen mittelblauen Unterziehrolli und ein mittelblaues Sweatshirt.

Als Kopfbedeckung dient eine dunkelblaue Baseballcap mit stabilem Schild und Steppstichen sowie mit Reflexstreifen und „Polizei“-Schriftzug vorne und hinten, die vorne mit einem Polizeistern bedruckt ist.

Uniform für Hubschrauberbesatzungen

Hubschrauberbesatzungen tragen einen zweiteiligen tiefblauen oder schwarzen Overall. Zusätzlich gibt es einen speziellen mittelblauen Thermorolli, welcher zum Unterziehen gedacht ist.

Kleidung für Zivilkräfte

Für zivile Kräfte, wie zum Beispiel Beamte der Kriminalpolizei, gibt es wie bisher auch Westen oder Jacken mit „Polizei“-Schriftzügen. Diese sind in der Farbe weiß, dunkelblau und schwarz erhältlich. Auch weiterhin gibt es weiße, dunkelblaue und schwarze Armbinden mit „Polizei“-Schriftzug zur Kenntlichmachung.

Bei den neuen blauen Erkennungswesten kann das Hoheitsabzeichen auf der linken Brustseite angebracht sein.

Neu sind sogenannte Aufkleber, die direkt auf der zivilen Kleidung aufgeklebt werden können. Diese sind ebenfalls in den Farben weiß, dunkelblau und schwarz erhältlich und haben jeweils einen „Polizei“-Schriftzug.

Warnkleidung

Die Warnjacke mit retroreflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzügen war bis vor kurzem jeweils in den Farben Verkehrsblau und Neongrün/Neongelb erhältlich. Da die verkehrsblaue Warnjacke bei Regen und Nebel nicht sehr gut wahrzunehmen ist, wird diese nicht mehr ausgegeben. Deswegen werden die neongrünen/neongelben Jacken nach dem Modell Nordrhein-Westfalen weiter verwendet. Beamte mit der verkehrsblauen Warnjacke werden diese weiterhin tragen. Beide Warnjacken sind in einer Sommer- und Winterausführung erhältlich.

Die neongrüne/neongelbe Warnjacke gibt es auch mit einem orangen Untergrund für die „Polizei“-Schriftzüge.

Die Warnwesten mit retroreflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzügen sind jedoch weiterhin in den Farben verkehrsblau und neongrün/neongelb erhältlich.

Optional

Teilweise darf auch weiterhin der tiefblaue leichte Einsatzanzug getragen werden. Dieser wird speziell bei Schwerlastverkehrskontrollen und Nachtdiensten getragen.

Uniformmodell Nordrhein-Westfalen

Vorstellung der neuen blauen Bürodienstuniform
Vorstellung der neuen blauen Wachdienstuniform

Das Uniformmodell Nordrhein-Westfalen ist das neue blaue Uniformmodell, das die Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen seit Ende 2009 trägt. Es besteht aus folgenden Uniformen

  • Bürodienstuniform
  • Wachdienstuniform
  • Sonderbekleidung
    • Kradlederkombi
    • Einsatzanzug
    • Kleidung für Zivilkräfte
    • Warnkleidung

Der Sakko, das Hemd, der Pullover, der Anorak, die Kurzjacke, die Kradlederkombi, der Einsatzanzug und die Warnjacke haben jeweils auf dem linken Oberarm das Hoheitsabzeichen, welches das aus Garn gestickte Landeswappen auf blauem Untergrund mit ebenfalls weißer, gestickter Schrift aufweist.

Die Uniformen wurden in zwei Schnittvarianten für Männer und Frauen entworfen.

Bürodienstuniform

Die Bürodienstuniform ist für den Innendienst und für repräsentative Zwecke im Außendienst gedacht und ist im Gegensatz zur Wachdienstuniform klassisch geschnitten.

Das dunkelblaue Sakko besitzt zwei Einschubtaschen, eine Brusttasche und drei silberne Metallknöpfe. Die dazu passende dunkelblaue Tuchhose ist mit einer Bundfalte und silbergrauer Biese in den Seitennähten gefertigt.

Das hellblaue Hemd hat eine Brusttasche mit Knopfverschluss und ist als Kurz- und Langarm erhältlich.

Zusätzlich gibt es einen Pullover mit Troyerkragen und Reißverschluss. Der obere Bereich ist aus sehr dunklem blau, der untere aus etwas hellerem blau gewebt. Die beiden Bereiche sind durch eine silberne Ziernaht abgesetzt.

Der Anorak ist, wie der Pullover, zweifarbig und mit einer Ziernaht gefertigt. Er besitzt eine im Kragen verstaubare Kapuze. Auf der linken Brustseite und auf dem Rücken ist ein „Polizei“-Schriftzug aufgedruckt Als Kopfbedeckung dient eine dunkelblaue Schirmmütze.

Die dunkelblaue Krawatte hat eine Polizeisternprägung und ist als klassischer Umhänger oder als Clip-Version erhältlich.

Wachdienstuniform

Die Wachdienstuniform ist für den Außendienst gedacht und ist im Gegensatz zur Bürodienstuniform sportlich und funktionell geschnitten.

Das hellblaue Hemd, der zweifarbige Pullover, der zweifarbige Anorak und die dunkelblaue Krawatte werden genauso wie oben (Bürodienstuniform) beschrieben auch hier getragen und sind daher identisch. Im Einzelnen unterscheiden sich nur die Hosen, die Überbekleidungen und die Farbe der Mütze.

Die Kurzjacke ist aus wasserdichtem Laminat. Der untere Bereich ist mittelblau, der obere dunkelblau. Auf der linken Brustseite und auf dem Rücken ist jeweils ein „Polizei“-Schriftzug aufgedruckt.

Die Cargohose ist dunkelblau mit silbergrauer Biese und Seitentaschen mit dem Aufdruck „Polizei“. Für sie ist ein Windstoppereinsatz erhältlich.

Für kalte Tage gibt es einen mittelblauen Unterziehrolli aus Funktionsstrick.

Als Kopfbedeckung dient eine weiße Schirmmütze mit schwarzem Mützenrand.

Sonderbekleidung

Beamte mit speziellen Aufgaben oder mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko tragen eine auf ihren Aufgabenbereich abgestimmte Sonderbekleidung.

Kradlederkombi

Der blaue zweiteilige Lederanzug hat breite reflektierende Seitenstreifen und jeweils einen reflektierenden „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken.

Einsatzanzug

Der zweiteilige Einsatzanzug besteht aus einem schwerentflammbaren, wasserabweisenden und chemikalienbeständigen Material. Er ist mit und ohne „Polizei“-Schriftzug erhältlich. Den Einsatzanzug gibt es in den Farben Blau und Schwarz.

Zum Einsatzanzug gibt es ein T-Shirt, mit „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken, das in der Farbe Blau erhältlich ist.

Als Kopfbedeckung dient ein Barett mit Polizeisternprägung welches in den Farben Blau und Schwarz erhältlich ist.

Kleidung für Zivilkräfte

Für zivile Kräfte, wie zum Beispiel Beamte der Kriminalpolizei, gibt es wie bisher auch Westen oder Jacken mit „Polizei“-Schriftzügen. Diese sind meistens in der Farbe Orange oder Schwarz. Auch weiterhin gibt es Armbinden mit „Polizei“-Schriftzug zur Kenntlichmachung.

Neu sind sogenannte Aufkleber, die nach dem hessischen Modell eingeführt werden. Diese können direkt auf der zivilen Kleidung aufgeklebt werden. Sie sind in den Farben weiß, dunkelblau und schwarz erhältlich und haben jeweils einen „Polizei“-Schriftzug.

Warnkleidung

Wie bisher gibt es neongrüne/neongelbe Warnwesten bzw. Warnjacken mit retroreflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzügen.

Siehe auch: Abbildungen und Informationen des Uniformmodells Nordrhein-Westfalen

Sonderfall Sachsen-Anhalt

Die Polizei des Landes Sachsen-Anhalt übernimmt als einziges Land eine kombinierte Version des Uniformmodells Brandenburg und des Uniformmodells Hessen. Die Uniform wurde Anfang 2009 eingeführt.

Uniform für den Innendienst und repräsentativen Außendienst

Die Uniform für den Innendienst und repräsentativen Außendienst des Uniformmodells Hessen wurde komplett übernommen.

Uniform für den Außendienst

Die Uniform für den Außendienst wurde aus den beiden Uniformmodellen kombiniert eingeführt.

Aus dem Uniformmodell Hessen wurden übernommen

  • Diensthemd
  • Streifendiensthose
  • Windbreaker
  • Baseballcap
  • Krawatte

Aus dem Uniformmodell Brandenburg wurden übernommen

  • Stricktroyer
  • Strickjacke
  • Poloshirt

Zum Teil werden die Kleidungsstücke in einem dunkleren blau, wie beim Uniformmodell Hamburg, eingeführt.

Siehe dazu auch Uniformmodell Brandenburg und Uniformmodell Hessen.

Moosgrün/Beige Uniform

Polizeibeamte der Berliner Polizei in alter Uniform
Beamte des Bundesgrenzschutzes in alter Uniform (1987)
Beamte des Bundesgrenzschutzes in alter Uniform (1987)

Die Uniform in den Farben moosgrün/beige wurde in fast allen Ländern bis auf Bayern und das Saarland durch eine neue blaue Uniform abgelöst. In der Übergangsphase werden aber auch in den anderen Ländern diese Uniformen weiter verwendet (siehe oben). Entworfen wurde diese 1976 eingeführte Uniform von Designer Heinz Oestergaard. Dies war das erste Mal, dass die deutschen Landespolizeien ein einheitliches Erscheinungsbild vorwiesen. Davor existierten diverse Farb- und Ausstattungsvarianten. Dies wird nun auch wieder der Fall sein, da es jetzt wieder verschiedene Uniformmodelle in der blauen Farbgebung gibt (siehe oben).

Standarduniform

Die bekannteste Uniform der Polizei ist die des Polizisten im Streifendienst. Diese besteht aus einer hellbraunen Hose, einem bambusfarbenen Hemd und aus einer dazugehörigen Jacke und einer Kopfbedeckung. Auf den Schultern der Hemden, Blusen, Jacken, Mänteln und manchen Pullovern sind Schulterklappen angebracht.

Es gibt Stoffhosen oder khakifarbene Jeans, seit Kurzem sind in einigen Ländern auch Cargohosen verbreitet. Zu jeder Hose gehört ein normaler Gürtel. Im Außendienst wird entweder ein lederner Leibriemen oder ein, meist textiler, Einsatzgürtel mit Ausrüstungsgegenständen (z. B. Handfesseln, Pistole, Ersatzmagazin) getragen.

Oberbekleidungen sind Jacken aus Textil oder Leder, Tuchröcke, Mäntel, Pullover und Blusen bzw. Hemden. An der rechten Brusttasche der Hemden, Blusen und Jacken werden meistens Verbandsabzeichen getragen.

Hemden bzw. Blusen, gibt es in einer Ausführung mit kurzen oder langen Ärmeln. Das langärmlige Hemd wird grundsätzlich mit grüner Krawatte getragen.

In der kalten Jahreszeit wird als Oberbekleidung auch ein grüner oder beigefarbener Pullover getragen. Diese gibt es in verschiedensten Ausführungen, z. B. als Rollkragenpullover, als Strickjacke oder als normaler Pullover mit aufgenähten Taschen. Bei der Bayerischen Polizei gibt es seit 2006 eine dunkelgrüne Reißverschlussjacke aus Strick oder Fleece sowie einen bambusfarbenen Rollkragenpullover zum Unterziehen.

Entsprechend den unterschiedlichen Einsatzanforderungen werden verschiedene Jacken getragen. Als Wetterschutz dienen grüne Parkas, daneben stehen grüne Blousons oder schwarze Lederjacken für wärmere Witterung zur Verfügung. Neongelbe/neongrüne Parkas (Verkehrsmäntel) und vereinzelt auch noch weiße Mäntel, werden für den Verkehrsdienst (z. B. auf der Autobahn) verwendet.

Die Standard-Kopfbedeckung ist eine (meist) textile Mütze mit einem schmalen schwarzen Schirm, dem Polizeistern sowie zum Teil mit einer Kokarde unter dem Stern. Es sind sowohl grüne als auch weiße Dienstmützen in Gebrauch. Die grüne Dienstmütze ist Standard. Die weiße Dienstmütze wird vor allem bei Fußstreifen und im Verkehrsdienst verwendet. In geschlossenen Einheiten wird ein Barett (grün, weiß oder schwarz) oder Baseballcap (schwarz, grün) getragen. Die früher hier oft verwendete Bergmütze ist nahezu vollständig verschwunden. In Baden-Württemberg und Bayern führen Motorradfahrer ein weißes Barett mit, das sie tragen, wenn sie den Helm abgelegt haben (z. B. bei der Unfallaufnahme). In Bayern wird im alpinen Bereich die Bergmütze getragen.

Sonderbekleidung

Beamte mit speziellen Aufgaben oder mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko tragen eine auf ihren Aufgabenbereich abgestimmte Sonderbekleidung.

Kradkombi

Beamte die ihren Dienst bei der Motorradstaffel versehen tragen seit den 90er Jahren hauptsächlich Goretex-Motorradkombis, die es in den Farben dunkelgrün oder neongrün/neongelb gibt. Bei der Polizei des Saarlandes findet sich aber auch häufig noch der zweiteilige grüne Lederkombi mit schwarzen Lederschaftstiefeln.

Einsatzanzug

Die Beamten der Bereitschaftspolizei oder der Einsatzhundertschaften tragen im geschlossenen Einsatz einen komplett grünen Einsatzanzug. Dieser wird mit einem grünen oder schwarzen Barett kombiniert, seit kurzem gibt es aber auch Baseballcaps in den Farben schwarz oder grün. Bis vor einigen Jahren war anstelle des Baretts eine grüne Bergmütze vorgesehen.

Spezialeinheiten (Spezialeinsatzkommando) tragen Einsatzanzüge in tiefblau, schwarz oder dunkelgrün.

Wasserschutzpolizei

Die Uniformen der Wasserschutzpolizeien sind bundesweit entsprechend der Marinetradition schon immer in dunkelblau mit weißen Hemden bzw. Blusen gehalten. Daneben gibt es noch Overalls und weitere Sonderbekleidungen, die auch in dunkelblau angeschafft wurden.

Dienstgradabzeichen

An der Schulterklappe lässt sich die Dienst- bzw. Amtsbezeichnung erkennen. Die folgende Tabelle benennt die Amtsbezeichnungen, wobei grüne bzw. blaue Sterne für den mittleren, silberne für den gehobenen und goldene für den höheren Dienst stehen. Bei der Wasserschutzpolizei werden stattdessen Litzen (auch Streifen genannt) verwendet.

GERPOL MD 02 PM.gif GERFEDPOL MD 03 PM.gif GERPOL GD 03 POK.gif GERFEDPOL GD 03 POK.gif GERPOL HD 04 PDIR.gif GERFEDPOL HD 04 POLIZEIDIREKTOR.gif
mittlerer Dienst (hier Polizeimeister) gehobener Dienst (hier Polizeioberkommissar) höherer Dienst (hier Polizeidirektor)

(Schutzpolizei außer Wasserschutzpolizei)

Sonderkleidung

Polizeibeamte mit Verkehrswarnweste
Polizeibeamter mit Verkehrswarn- mantel (Modell fast nicht mehr in Gebrauch)

Wenn eine erhöhte Warnwirkung, eine Erkennbarkeit als Polizeibediensteter oder eine erhöhte Sichtbarkeit der Polizeibeamten nötig ist, tragen diese eine Warnweste oder andere Warnkleidung mit retroreflektierenden Streifen und Beschriftung (z. B. „Polizei“, „Einsatzleiter“, „Pressebetreuer“). Die Westen gibt es in verschiedenen Farben, am weitesten verbreitet ist Neongrün bzw. Neongelb und Orange, manchmal in Verbindung mit Weiß oder Grün. In den Ländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen gibt es seit der Einführung der neuen blauen Uniform neben der vorhandenen neongrünen bzw. neongelben auch neue verkehrsblaue Warnkleidung (siehe oben).

Die Sonderkleidung wird beispielsweise im Verkehrsbereich (Verkehrskontrollen, Verkehrslenkungen, bei Verkehrsposten, Verkehrsüberwachung), Razzien und bei Demonstrationen angelegt.

In Nordrhein Westfalen gab es bis zur Einführung der blauen Uniform braune Lederlatzhosen für Diensthundeführer. Diese fanden aber kaum Verbreitung und wurden meist zu offiziellen Anlässen zum Anzugjackett getragen.


Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Die Polizei wird wieder blau, Rheinische Post vom 4. Dezember 2007
  2. Elisabeth Hackspiel-Mikosch: Vom bürgerfreundlichen Grün zum respekteinflößenden Blau - Paradigmenwechsel der deutschen Polizeiuniform. In: Sandro Wiggerich, Steven Kensy (Hrsg.): Staat Macht Uniform. Uniformen als Zeichen staatlicher Macht im Wandel? (= Studien zur Geschichte des Alltags 29). Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-515-09933-2, S. 99-123.
  3. „Unauffällig, aber präsent“ – die Bundestagspolizei Textarchiv 2010.
  4. Die neue blaue Polizeiuniform, 21. Oktober 2010, Zugriff am 7. Januar 2011
  5. Einführung blauer Uniformen für Berliner Polizei, Pressemitteilung vom 18. August 2010, Zugriff am 7. Januar 2011
  6. mi.brandenburg.de: Brandenburgs Polizisten nach Abschluss von Uniformwechsel jetzt nur noch „in Blau“ unterwegs, Zugriff am 2. Januar 2011
  7. Innenminister gibt Startschuss für neue Uniform, Pressemeldung vom 14. Dezember 2009, Zugriff am 7. Januar 2011

Weblinks

 Commons: Polizeiuniform (Deutschland) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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