Prandtauer


Prandtauer
Jakob Prandtauer auf der 50-Schilling Banknote (1951)
Stift Melk ist ein Werk von Prandtauer (1702-1736)

Jakob Prandtauer (* 16. Juli 1660 (Taufdatum) in Stanz bei Landeck (Tirol); † 16. September 1726 in Sankt Pölten) war ein österreichischer Architekt. Er gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Barockbaumeister.

Prandtauer war der einzige Sohn eines Bauern und sollte eigentlich den Hof übernehmen, jedoch begann er als Siebzehnjähriger seine Lehrzeit bei Hans Georg Asam in Schnann (Tirol) und war ab 1689 in Thalheim (Niederösterreich) als Bildhauer erwähnt. Für das Schloss Thalheim des Grafen Albert Ernst Gurland erstellte er vorerst Gartenplastiken und Gesimse, dann ein Gartenhaus und schließlich die Kapelle. Hier lernte er die Zofe der Gräfin, Elisabeth Rennberger kennen, die er am 17. Juli 1702 in ebendieser Kapelle heiratete. Er war 1701 und 1704 in Wien tätig. Als sein Hauptwerk gilt das Stift Melk (1702-1736), an dem er bis zu seinem Lebensende arbeitete.

Daneben baute er die Kirche auf dem Sonntagberg (Fresken von Daniel Gran), war er ab 1708 (als Nachfolger von Carlo Antonio Carlone) Bauleiter in Garsten und Christkindl und beteiligte sich an den Pflanzungen von Dürnstein. Im Stift Herzogenburg baute er 1714 den Este-Trakt im Stil eines Landschlosses (Fresken von Bartolomeo Altomonte). Der einzige urkundlich gesicherte Schlossbau Prandtauers ist das 1722-1732 errichtete Schloss Hohenbrunn bei Sankt Florian.

Die meisten Projekte wurden von seinem Neffen Joseph Munggenast weitergeführt.

Prandtauer lebte mit seiner Familie in einem Bürgerhaus in Sankt Pölten.

Das Konterfei von Jakob Prandtauer ist auf der 50-Schilling Banknote von 1951 zu sehen.

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