Prestel Verlag

Prestel Verlag
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Der Prestel Verlag zählt mit seinen in Deutsch und Englisch erscheinenden Büchern zu Kunst, Architektur, Fotografie, Design, Kunsthandwerk, Kulturgeschichte und Völkerkunde international zu den bedeutendsten Verlagen auf diesen Gebieten. Neben seinem Stammsitz in München hat der Prestel Verlag Niederlassungen in London und New York und ein Büro in Berlin. Der Verlag verfügt über ein weltweites Vertriebsnetz.

Inhaltsverzeichnis

Bereiche

Das Spektrum des Buchprogramms reicht von Museumsführern über lexikalische Werke, Künstler- und Architektenmonografien bis hin zu hochwertigen Faksimile-Ausgaben und einer mehr als 50 Titel umfassenden Liste für Kinder. Mit Museen und Ausstellungsinstituten im In- und Ausland entwickelt der Verlag Publikationen zu Beständen und Sonderausstellungen. Seit 1998 gehören auch Spiele zu den Themen Kunst und Architektur zum Verlagsprogramm.

Geschichte des Verlages

Der Verlag wurde im Jahre 1924 von Hermann Loeb in Frankfurt am Main gegründet, zunächst für Publikationen zu den Handzeichnungen Alter Meister.

1940 übernahm Paul Capellmann den Verlag und führte ihn in München weiter. Nach seinem Tod 1947 erweiterten seine Witwe Georgette Capellmann und Gustav Stresow das Verlagsprogramm und veröffentlichten neben Publikationen über Zeichenkunst fortan auch Bücher über Malerei, Architektur, Kunsthandwerk, Fotografie und Kulturgeschichte. Gustav Stresow verstarb am 8. Juli 2010.

Im Jahre 1977 trat Jürgen Tesch als Gesellschafter und Verlagsleiter in den Prestel Verlag ein und baut ihn wesentlich aus. Besonders im Bereich der Ausstellungskataloge entwickelte sich Prestel zu einem der wichtigsten Verlagspartner für Museen. Ein weiterer wesentlicher Schritt war zudem die Einführung eines englischsprachigen Programms, das weltweit vertrieben wird. Heute sind ca. 800 Titel, davon mehr als 300 in englischer Sprache, lieferbar.

Zu Beginn des Jahres 2005 übernahm die Frankfurter Allgemeinen Zeitung den Prestel Verlag zu hundert Prozent, nachdem sie bereits einige Jahre zuvor Anteile erworben hatte. 2006 zog sich die FAZ aus der Buchbranche zurück, um sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Nachdem sie im Jahre 2005 die Buchverlage DVA, Manesse und Kösel an Random House abgegeben hatte, verkauft sie im August 2006 den Prestel Verlag zu gleichen Teilen an Martin Dort, Johannes Heyne und den Prestel-Geschäftsführer Jürgen Krieger. Dort und Heyne waren zu diesem Zeitpunkt bereits Eigentümer des Christian Verlags, des Verlags Frederking und Thaler und des area Verlags. So bildete sich eine kleine Verlagsgruppe.

Im Juni 2008 wurde der Prestel Verlag an Random House verkauft. Der Christian Verlag und Frederking & Thaler wurden vom Verlagshaus GeraNova Bruckmann übernommen.

Literatur

  • Jürgen Tesch: Prestel 1924–1999. Verlagsgeschichte und Bibliographie. Prestel Verlag, München 1999, ISBN 3-7913-2213-3

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