Pribilof-Inseln


Pribilof-Inseln
Karte der Inselgruppe

Die Pribilof Islands sind eine Inselgruppe vulkanischen Ursprungs im US-amerikanischen Bundesstaat Alaska. Sie liegen nördlich der Aleuten im Beringmeer.

Inhaltsverzeichnis

Geografie/Bevölkerung

Die Pribilof Islands gehören politisch zu Alaska und bestehen im Wesentlichen aus den beiden bewohnten Inseln St. Paul und St. George. Auf der größeren Insel St. Paul leben ca. 450 Menschen, auf St. George ca. 150 Menschen. Daneben gibt es noch einige kleine unbewohnte Inseln wie die nahe der Sankt-Paul-Insel gelegenen Inseln Otter und Walrus. Die Pribilof Islands sind nur mit dem Schiff oder über den Flughafen auf St. Paul zu erreichen. Aufgrund der Lage der Inseln herrscht etwa 300 Tage im Jahr Nebel vor. Die Inseln bedecken eine Fläche von ca. 200 km².

Geschichte

Die „Rurik“ vor St. Paul (gezeichnet Louis Choris, einem Teilnehmer der Rurik-Expedition, im Jahr 1817)

Schon vor ihrer Sichtung 1767 durch Joan Synd und den Besuch 1788 von Gawriil Pribylow wurden die Inseln durch die Inuit als Stützpunkt für die Jagd benutzt; dies belegen archäologische Funde z. B. auf der Insel St. Paul. Pribilof berichtete nach seiner Rückkehr über die große Anzahl von Nördlichen Seebären, wofür diese Inseln später berühmt wurden. 1867 kauften die USA die Inselgruppe von Russland zusammen mit Alaska (Alaska Purchase). Zwischen 1890 und 1910 hatte die Gesellschaft North American Commercial Company das Monopol auf die Robbenjagd und rottete dabei die Bestände an Seebären fast völlig aus; der Bestand an Seeottern wurde ausgelöscht. Erst 1966 wurde der kommerzielle Robbenfang verboten. Nur noch den hier wohnenden Indianern und Inuit ist die Jagd und die Tötung von etwa 1000 Tieren pro Jahr gestattet.

Wirtschaft

Hauptwirtschaftszweig ist die Fischerei und hierbei insbesondere der Fang von Heilbutt und Königskrabben.

Flora und Fauna

Ein Polarfuchs auf St. Paul

Die felsigen Inseln sind mit Gras oder anderen Pflanzen der Tundrazone bewachsen. Neben der etwa 1 Million Individuen zählenden Population an Seebären sind vor allem die reichen Vogelvorkommen (Schopflunde, Rotschnabelalk, Dreizehenmöven, Schneeeule) von Bedeutung. Bisher wurden 120 verschiedene Vogelarten identifiziert und jährlich kommen etwa 2 Millionen Seevögel, um hier zu brüten. Des Weiteren kann auf den Inseln regelmäßig der Polarfuchs bei der Jagd in den Vogelkolonien beobachtet werden.

Weblinks

56.833333333333-1707Koordinaten: 56° 50′ N, 170° 0′ W


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