Primera División (Spanien)


Primera División (Spanien)
Liga BBVA
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Verband Real Federación Española de Fútbol
Erstaustragung 10. Februar 1929
Hierarchie 1. Liga
Mannschaften 20
Meister FC Barcelona
Rekordmeister Real Madrid (31)
Rekordspieler Andoni Zubizarreta (622)
Rekordtorschütze Telmo Zarraonaindía (251)
Website www.lfp.esVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Qualifikation zu Champions League
Europa League

Die Primera División (spanisch für Erste Liga) ist die höchste spanische Fußballliga. Sie existiert seit der Saison 1928/29 und wird von der Liga Nacional de Fútbol Profesional (LFP) betrieben. Seit dem Jahre 2008 trägt die Liga offiziell den Sponsornamen „Liga BBVA“. Umgangssprachlich wird die Primera División auch "La Liga" genannt.

Nach der derzeitigen UEFA-Fünfjahreswertung haben Vereine aus dem spanischen Liga-Fußball in den letzten fünf Jahren die zweitbesten Ergebnisse in den europäischen Wettbewerben erzielt, angeführt wird die Rangliste von der englischen Premier League.

Inhaltsverzeichnis

Regeln

Die Liga besteht aus zwanzig Vereinen, die in einer Hin- und Rückrunde den Meister ausspielen. Die Platzierungen in der Tabelle ergeben sich aus den in den Partien erzielten Punkten: drei Punkte für einen Sieg, ein Punkt bei Unentschieden und null Punkte im Falle einer Niederlage. Anders als in der Fußball-Bundesliga entscheidet bei Punktegleichstand nicht sofort die Tordifferenz über die Platzierung, sondern die Ergebnisse der direkten Aufeinandertreffen der punktgleichen Teams.

Hieraus ergeben sich aktuell 38 Spieltage. Aufgrund des heißen spanischen Sommers beginnt die Saison im Vergleich zu den anderen großen Ligen Europas relativ spät, meist Ende August oder Anfang September und endet im Juni. Ein früheres Ende ist nur zu erwarten, wenn nach der Saison eine Weltmeisterschaft oder eine Europameisterschaft folgt. Nur über Weihnachten und Silvester gibt es stets eine kurze Pause, weshalb meistens in der Woche vor Weihnachten noch ein Spieltag werktags ausgetragen wird. Generell finden die Spiele am Wochenende statt, die meisten davon am Sonntag um 17:00 Uhr.

Nach derzeitigem Stand in der UEFA-Fünfjahreswertung spielen der Meister sowie der Zweit- und Drittplatzierte in der Champions League, der Viertplazierte muss in die Champions-League Qualifikation. Die Vereine auf Platz fünf und sechs spielen in der Europa League. Die drei Letztplatzierten steigen in die zweite Liga (Segunda División) ab.

Der Sieger der Copa del Rey, des spanischen Pokalwettbewerbes, erhält ebenfalls das Recht auf einen Startplatz in der Europa League.

Seit der Ligagründung 1929 hat es viele Änderungen gegeben. Seit 1929 ist lediglich konstant, dass der direkte Vergleich vor der Tordifferenz (früher: Torverhältnis) den Ausschlag gibt, wenn zwei Teams gleich viele Punkte haben. Die Anzahl der Mannschaften hat sich wie folgt verändert:

Von bis Teams
1928/29–1933/34 10
1934/35–1940/41 12
1941/42–1949/50 14
1950/51–1970/71 16
1971/72–1986/87 18
1987/88–1994/95 20
1995/96–1996/97 22
1997/98–heute 20

Die Zahl wurde also beinahe ständig erhöht. Eine Ausnahme bildeten die Spielzeiten 1995/96 und 1996/97. Aufgrund ihrer Verschuldung wurden nach der Saison 1994/95 die Mannschaften von Celta Vigo und dem FC Sevilla in die dritte Liga, die Segunda B zurückgestuft. Die Mannschaften von Real Valladolid und Albacete Balompié, die sportlich abgestiegen waren, verblieben dafür in der Liga. Offizielle und Fans von Celta und Sevilla protestierten jedoch erfolgreich beim spanischen Fußballverband gegen den Zwangsabstieg. Daher wurde die Liga auf 22 Mannschaften aufgestockt, da auch Valladolid und Albacete erfolgreich gegen das Wirksamwerden ihres Abstiegs protestierten. Nach zwei Spielzeiten wurde die Liga wieder auf 20 Mannschaften reduziert. Als Folge dieser Maßnahme spielt die Segunda División bis heute mit 22 Mannschaften.

Lange Zeit gab es auch Relegationsspiele um den Abstieg aus der ersten bzw. den Aufstieg aus der zweiten Liga. Mit Unterbrechungen gab es bis 1998/99 zwei feste Absteiger (den Letzten und den Vorletzten) und zwei Teams, die in die Relegationsrunde kamen (der Dritt- und der Viertletzte). In den Spielzeiten 1950/51 bis 1955/56 gab es eine Aufstiegsrunde in der Sommerpause. Dort spielten die zwei Relegationsteams aus der ersten Liga sowie (die Segunda División war damals in zwei Staffeln geteilt) der Zweite und der Dritte aus beiden Staffeln der Segunda División.

Heute steigen die letzten drei Mannschaften aus der Primera División sicher ab und die ersten beiden Mannschaften der Segunda División sicher auf. Die Mannschaften auf den Plätzen 3 bis 6 der Segunda División erspielen den dritten Aufsteiger in einem Playoff-Modus.

Bis 1995/96 gab es für einen Sieg zwei Punkte, für ein Remis einen. Seither gibt es für einen Sieg drei Punkte.

Ausländerbeschränkung

In dem aus 25 Spielern bestehenden Profikader, den jeder Klub am 31. August sowie 31. Januar jeder Saison bekanntgeben muss, dürfen höchstens drei Nicht-EU-Ausländer aufgeführt sein. Abgesehen von den Bürgern der Europäischen Union, für die seit der Bosman-Entscheidung keine Restriktionen mehr existieren, können auch die Bürger der AKP-Staaten seit der Saison 2007/08 aufgrund des Cotonou-Abkommens eine Erlaubnis beantragen, die sie von der Nicht-EU-Ausländer Regel befreit.

Geschichte

Vorgeschichte

Vor Gründung der Liga gab es bereits die Copa del Rey, die seit 1902 vergeben wurde. Zudem hatte jede spanische Provinz oder Region ihre eigene Liga. Beispiele hierfür sind die Campeonato de Catalunya in Katalonien, oder auch der Campeonato Centro in Madrid und Umgebung. Der Fußball entwickelte sich in Spanien rasant, und schon bald gab es die ersten überregionalen Stars wie Pichichi, Josep Samitier und vor allem Ricardo Zamora.

Der Profifußball wurde 1926 eingeführt, die ersten Stars konnten bereits nur von ihrem Gehalt als Spieler leben. Bald gab es das Bestreben, auch eine landesweite Liga ins Leben zu rufen. Dies war jedoch schwerer, als zunächst angenommen, da sich besonders die Abgesandten der Ligen Kataloniens und des Baskenlandes dagegen sträubten. In diesen Ligen war die fußballerische Qualität bereits ausgeprägt und es hatten sich viele gute Mannschaften entwickelt und einen Namen gemacht. Zudem gab es damals viele logistische Probleme; Reisen zu Auswärtsspielen konnten vier bis fünf Tage dauern. Man einigte sich auf eine Anfangsgröße von zehn Teams: alle Mannschaften, die bis dato die Copa del Rey gewonnen hatten und die Finalisten.

Als Nachfolger von Real Vigo Sporting erwartete auch Celta Vigo einen Startplatz in der ersten Liga. Die restlichen Vereine sprachen sich dagegen aus, da die Reise nach Vigo im äußersten Winkel Spaniens für fast alle Mannschaften die teuerste und längste gewesen wäre. So kam man auf neun Gründungsmitglieder. Für den zehnten Startplatz wurde ein kleines Turnier veranstaltet. Im Finale siegte Racing Santander gegen Celta Vigo.

Gründungsmitglieder

Saison Spanischer Meister
1928/29 FC Barcelona
1929/30 Athletic Bilbao
1930/31 Athletic Bilbao
1931/32 Real Madrid
1932/33 Real Madrid
1933/34 Athletic Bilbao
1934/35 Betis Sevilla
1935/36 Athletic Bilbao

Die Jahre bis zum Spanischen Bürgerkrieg

Der Anpfiff der Primera División erfolgte am 10. Februar 1929. Das erste Tor erzielte José Prat Ripollés bei der Partie Espanyol Barcelona gegen Real Unión Irún in der fünften Spielminute.

Wirtschaftlich trennte sich schnell die Spreu vom Weizen: Viele Mannschaften aus Dörfern und Kleinstädten, die sehr beliebt waren, konnten bald nicht mehr mithalten, exemplarisch hierfür ist Real Unión Irún, das nur bis 1932 mithalten konnte. Das dominierende Team dieser ersten Jahre war Athletic Bilbao, das es auf vier Titel in acht Saisons brachte. 1929/30 gewann man zum ersten Mal ohne eine Niederlage die Meisterschaft. Zwei Saisons später gelang dies Real Madrid ebenfalls. Viele Mannschaften hatten damals noch englische Trainer, der bekannteste war Frederick Pentland von Athletic Bilbao. Real Madrid schaffte es, diese Dominanz durch teure Einkäufe für zwei Jahre zu unterbinden. U.a. wurden Luis Regueiro, Josep Samitier und Ricardo Zamora für die damals unglaublich hohe Summe von 150.000 Peseten verpflichtet. Die erste Überraschung der Liga gab es 1934/35, als Betis Sevilla den Titel gewann. Der Spanische Bürgerkrieg, der 1936 ausbrach, unterbrach den Spielbetrieb für drei Saisons.

Saison Spanischer Meister
1939/40 Atlético Madrid
1940/41 Atlético Madrid
1941/42 FC Valencia
1942/43 Athletic Bilbao
1943/44 FC Valencia
1944/45 FC Barcelona
1945/46 FC Sevilla
1946/47 FC Valencia
1947/48 FC Barcelona
1948/49 FC Barcelona
1949/50 Atlético Madrid
1950/51 Atletico Madrid
1951/52 FC Barcelona
1952/53 FC Barcelona

Epoche vom Ende des Bürgerkriegs bis 1953

Nach dem Bürgerkrieg herrschte zunächst Chaos. Die neue Regierung tauschte die Führung des Verbandes und den größten Teil der Schiedsrichter aus. Das Stadion von Real Oviedo war zerstört, der Klub durfte mit einer Sondergenehmigung ein Jahr Auszeit vom Spielbetrieb nehmen ohne abzusteigen. Die große Mannschaft von Athletic Bilbao hatte sich in alle Winde verstreut und spielte nie wieder, es waren nur noch fünf Spieler der Meistermannschaft von 1936 übrig. Was den Verein rettete, war seine glorreiche Jugendarbeit.

So konnte Athletic rasch wieder aufschließen und hatte bald wieder viele Nationalspieler in der eigenen Mannschaft und das Grundgerüst der Meistermannschaft von 1943 aufgebaut. Für Real Madrid begann eine lange Durststrecke ohne Titel. Auch Barcelona fand seinen Weg zunächst nur langsam wieder und entging um zwei Punkte dem Abstieg. Der FC Valencia war mit seinen drei gewonnenen Meisterschaften 1942, 1944 und 1947 die dominierende Kraft.

Der FC Barcelona fing sich mit seinem Torjäger César Rodríguez Ende der 40er wieder und siegte in sechs Jahren vier Mal. Zwischen jeweils zwei Meisterschaften lag der Doppelpack von Atlético Madrid, das damals mit einer der ersten bunten Mannschaften auftrat, angeführt von Larbi Ben Barek. Zu Barcelona stieß mit László Kubala 1951 ein echter Weltstar. Mit ihm begründet sich der bis heute anhaltende Ruf, dass in Spanien stets die größten Weltstars spielten.

Saison Spanischer Meister
1953/54 Real Madrid
1954/55 Real Madrid
1955/56 Athletic Bilbao
1956/57 Real Madrid
1957/58 Real Madrid
1958/59 FC Barcelona
1959/60 FC Barcelona
1960/61 Real Madrid
1961/62 Real Madrid
1962/63 Real Madrid
1963/64 Real Madrid
1964/65 Real Madrid

Dominanz des weißen Balletts (1953–1965)

Real Madrid blieb in den ersten 14 Jahren nach dem Bürgerkrieg ohne einen Ligatitel. Mehrere Male war man hauchdünn am Titel gescheitert und die Vereinsführung wartete darauf, dass der Titel ins neu gebaute Santiago-Bernabéu-Stadion ging. Zur Saison 1953/54 kaufte Real groß ein. Die wichtigste Verpflichtung war Alfredo Di Stéfano, der in den nächsten zehn Jahren die Liga prägte. Eine weitere wichtige Verpflichtung war die von Francisco Gento. So gewann Real Madrid in fünf Jahren vier Titel, unterbrochen lediglich 1955/56, als Athletic Bilbao Meister wurde. Alfredo Di Stéfano wurde bis 1959 fünfmal Torschützenkönig.

Madrid kaufte sich zu den Talenten, mit denen man diese Epoche begonnen hatte, Weltstars, die den Klub international noch bekannter machen. U.a. spielten in dieser Zeit Ferenc Puskás, Raymond Kopa, Didí, Héctor Rial und José Santamaría für den Verein. Der Dauergegner FC Barcelona konnte erst wieder 1959 und 1960 zwei Titel holen, mit dem damals noch relativ unbekannten Helenio Herrera als Trainer.

Barça verpasste jedoch in der Folgezeit den Anschluss an Real. Die guten Spieler wurden entweder verkauft (Evaristo und Luis Suárez) oder beendeten ihre Karriere (Sándor Kocsis, László Kubala und Antoni Ramallets). Im Duell zwischen den beiden Rivalen fiel Barcelona für Jahre zurück. In der Serie von fünf Titeln zwischen 1961 und 1965 war der erste am imposantesten, der heute noch als der überlegenste Titelgewinn aller Zeiten in der Primera División gilt: Nach der Auftaktniederlage im Derby gegen Atlético Madrid blieb das Team 28 Spiele ohne Niederlage und siegte 15-mal hintereinander. Im Schatten der Dominanz des weißen Balletts wird heute oft vergessen, dass die spanische Eliteliga in jenen Jahren auch von den übrigen Mannschaften international geprägt wurde.

Nicht nur Real Madrid dominierte mit fünf Titeln im Europapokal der Landesmeister. Stadtrivale Atlético gewann 1962 den Europapokal der Pokalsieger, der FC Barcelona gewann zweimal den UEFA-Pokal, ebenso der FC Valencia und sogar Real Saragossa, in diesen Jahren die dritte Kraft in der Liga siegte in diesem europaweiten Wettbewerb.

Saison Spanischer Meister
1965/66 Atlético Madrid
1966/67 Real Madrid
1967/68 Real Madrid
1968/69 Real Madrid
1969/70 Atlético Madrid
1970/71 FC Valencia
1971/72 Real Madrid
1972/73 Atlético Madrid

Meisterschaftskampf in Madrid (1965–1973)

In dieser Epoche hieß das Duell nicht mehr Real gegen Barça, sondern Real gegen Atlético. Barcelona griff wenn nur noch indirekt in das Meisterschaftsgeschehen ein, so schlug man 1965/66 am vorletzten Spieltag Real Madrid und Atlético Madrid gewann dadurch die Meisterschaft. Real Madrid hatte es geschafft eine neue Generation von Spielern aufzubauen, als einziger war Francisco Gento aktiv geblieben und führte das neue Team um Amancio, Ignacio Zoco und Pirri an. Dennoch war Atlético in diesen Jahren ein ebenbürtiger Gegner. Die Stützen hier waren Luis Aragonés und Enrique Collar.

Allgemein wird angenommen, Atlético hätte mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1974 mit Real endgültig gleich ziehen können, doch verlor man das Finale und konnte dem Gegner aus der eigenen Stadt nie mehr so Paroli bieten, wie in dieser Zeit. Auch Real Saragossa erlebte eine erfolgreiche Zeit mit zwei Pokalsiegen, einem UEFA-Pokal und dem regelmäßigen Auftauchen auf Platz drei und vier der Endtabelle. Jedoch gelang der Umbruch nicht und man stieg 1970/71 in die zweite Liga ab.

Saison Spanischer Meister
1973/74 FC Barcelona
1974/75 Real Madrid
1975/76 Real Madrid
1976/77 Atlético Madrid
1977/78 Real Madrid
1978/79 Real Madrid
1979/80 Real Madrid
1980/81 Real Sociedad
1981/82 Real Sociedad
1982/83 Athletic Bilbao
1983/84 Athletic Bilbao
1984/85 FC Barcelona
1985/86 Real Madrid
1986/87 Real Madrid
1987/88 Real Madrid
1988/89 Real Madrid
1989/90 Real Madrid
1990/91 FC Barcelona
1991/92 FC Barcelona
1992/93 FC Barcelona
1993/94 FC Barcelona
1994/95 Real Madrid
1995/96 Atlético Madrid
1996/97 Real Madrid
1997/98 FC Barcelona
1998/99 FC Barcelona
1999/00 Deportivo La Coruña
2000/01 Real Madrid
2001/02 FC Valencia
2002/03 Real Madrid
2003/04 FC Valencia
2004/05 FC Barcelona
2005/06 FC Barcelona
2006/07 Real Madrid
2007/08 Real Madrid
2008/09 FC Barcelona
2009/10 FC Barcelona
2010/11 FC Barcelona

Stetiges Duell zwischen Madrid und Barcelona (1973 bis heute)

Für den FC Barcelona trägt die Saison 1973/74 bis heute fast schon mystische Züge. Grundlage hierfür war die Verpflichtung von Johan Cruyff, der für Barcelona einen ähnlichen Wert besitzt wie der Transfer von Alfredo Di Stéfano für Real Madrid. Die Saison endete mit Barcelonas erster Meisterschaft seit 1960. Viele Katalanen sehen gar eine Verbindung zwischen der Politik jenes Jahres und dem Fußball. Barcelona schlug Real Madrid auswärts 5:0 und im selben Jahr starb Spaniens Diktator Francisco Franco, das Ende der Diktatur und die Autonomie Kataloniens folgten.

Real hatte um 1975 drei Deutsche im Kader: Günter Netzer, Paul Breitner und Uli Stielike. Mit ihnen kehrte Real, das 1974 zeitweise in Abstiegsgefahr schwebte, zu alter Stärke zurück und wurde in sechs Jahren fünfmal Meister. Zwischen 1980/81 und 1983/84 reihten zwei baskische Teams, Real Sociedad und Athletic Bilbao vier Titel aneinander. Mit der Serie von 38 Spielen ohne Niederlage stellte das Team aus San Sebastián einen bis heute gültigen Rekord auf.

Ende der 80er Jahre gelang Real Madrid mit fünf Titeln in Folge dasselbe Kunststück wie zu Beginn der 60er Jahre. Die Mannschaft wurde Quinta del Buitre genannt, nach dem Spitznamen des Mannschaftskapitäns Emilio Butragueño. Danach reihte wiederum Barcelona vier Titel aneinander. Kurios am Rande zu erwähnen sind die Umstände der beiden Meistergewinne Barcelonas 1992 und 1993, als Real Madrid beide Male am letzten Spieltag bei CD Teneriffa verlor.

Bis 2000 lieferten sich Barcelona und Real Madrid weiterhin stetige Duelle um die Meisterschaft. Immer stärker buhlten beide Teams um die besten Spieler der Welt. Anfang des neuen Jahrtausends standen Valencia CF und Deportivo La Coruña als Zeichen für das Erstarken einiger dritter Teams, die viel Geld bekommen hatten (meistens durch das Fernsehen) und dies umsetzten. Während La Coruña sich jedoch nur kurzzeitig aus dem Schatten lösen konnte, erreichte Valencia zweimal das Finale der Champions League, gewann den UEFA-Pokal sowie zweimal die spanische Meisterschaft und etablierte sich damit als dritte Kraft hinter Real Madrid und dem FC Barcelona. Diese verbuchten seit den 90er Jahren ebenfalls wieder Erfolge im Europapokal, beide gewannen mehrmals die Champions League.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts machte der FC Sevilla auf sich aufmerksam, der zweimal den UEFA-Pokal sowie den Copa del Rey gewann. In der Saison 2006/07 schaffte es Real Madrid nach vier Jahren wieder Meister zu werden, obwohl Barcelona zumeist Tabellenführer war. In der Saison 2007/08 gelang es Real Madrid, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Dies schafften sie drei Spieltage vor Ende der Saison. Bedeutend hierbei war eine Kuriosität aufgrund der Tatsache, dass die Spieler aller Vereine, die nach einem vorzeitigen Titelgewinn noch gegen den neuen Meister spielen, traditionellerweise vor dem entsprechenden Spiel für die Spieler des Meisters Spalier stehen.

Ein weiterer Höhepunkt dieses Duelles fand in der Saison 2008/09 statt, als der FC Barcelona im Estadio Santiago Bernabéu 6:2 gewann und sich dadurch den Meistertitel so gut wie sicherte. Die Saison beherrschte der FC Barcelona beinahe komplett nach Belieben, national sowie auch international. In der darauffolgenden Saison 2009/10 waren der FC Barcelona und Real Madrid von Anfang an auf Augenhöhe. Das lag auch daran, dass sich Real Madrid auf eine noch nie dagewesene Einkaufstour im Fußball machte.

Die Madrilenen verpflichteten Stars wie Cristiano Ronaldo, Kaká, Benzema und Xabi Alonso. Insgesamt bezahlte Real Madrid rund 250 Millionen €. Wie erwartet marschierten beide von Sieg zu Sieg, aber Real Madrid musste sich Barça zweimal geschlagen geben, wodurch Barça seinen Titel verteidigen konnte. Am Ende dieser Saison gewann FC Barcelona 99 von 114 Punkten und Real Madrid 96 Punkte. Damit brach der FC Barcelona den alten Punkterekord von Real Madrid.

Die drei einzigen Teams, die seit Ligagründung Mitglieder und bislang nie abgestiegen sind, sind Real Madrid, der FC Barcelona und Athletic Bilbao.

Titel nach Klub

Klub Titel
Real Madrid 31
FC Barcelona 21
Atlético Madrid 9
Athletic Bilbao 8
FC Valencia 6
Real Sociedad 2
Deportivo La Coruña 1
Betis Sevilla 1
FC Sevilla 1

Ewige Tabelle

Ewige Tabelle (Saison 1928/29 bis 2010/11), nach der Drei-Punkte-Regel, 25 bestplatzierte Clubs:

Platz Team Spieljahre Spiele Siege Remis Niederlagen Tordifferenz Punkte Ø-Punkte
1. Real Madrid 80 2534 1475 521 538 2370 4946 1,95
2. FC Barcelona 80 2534 1407 529 598 2308 4750 1,87
3. Athletic Bilbao 80 2534 1113 577 844 904 3916 1,55
4. Atlético Madrid 74 2386 1101 552 733 1007 3855 1,62
5. FC Valencia 76 2436 1092 559 785 876 3835 1,57
6. Espanyol Barcelona 76 2398 874 550 974 -207 3172 1,32
7. FC Sevilla 67 2180 887 477 816 238 3138 1,44
8. Real Sociedad 64 2074 775 514 785 -20 2839 1,37
9. Real Saragossa 56 1910 677 508 725 -114 2539 1,33
10. Betis Sevilla 46 1538 550 396 592 -238 2046 1,33
11. Deportivo La Coruña 41 1378 532 337 509 -59 1933 1,40
12. Celta Vigo 46 1508 519 348 641 -306 1905 1,26
13. Real Valladolid 41 1390 445 359 586 -386 1694 1,22
14. Racing Santander 43 1388 449 320 619 -488 1666 1,20
15. Sporting Gijón 39 1344 444 332 568 -320 1664 1,24
16. Real Oviedo 38 1192 408 292 492 -309 1516 1,27
17. CA Osasuna 33 1164 388 283 493 -217 1447 1,24
18. UD Las Palmas 31 1020 345 225 450 -370 1260 1,24
19. CD Málaga und FC Málaga 30 1027 307 275 445 -331 1193 1,16
20. RCD Mallorca 25 912 310 237 365 -155 1167 1,28
21. FC Elche 19 602 183 159 260 -225 708 1,18
22. Hércules Alicante 20 628 184 149 295 -334 701 1,12
23. FC Villarreal 12 456 187 118 151 58 679 1,49
24. FC Granada 17 514 162 124 228 -167 610 1,19
25. CD Teneriffa 14 494 155 128 211 -125 593 1,20
Quelle: weltfussball.de (umgerechnet nach Drei-Punkte-Regel)

Organisation des Profifußballs

Profiliga

Die Liga Nacional de Fútbol Profesional (kurz LFP) wurde am 26. Juli 1984 offiziell ins Leben gerufen und ist, unter dem Dach des spanischen Verbandes jedoch weitestgehend autonom, für die Organisation, Veranstaltung, Lizenzierung und Vermarktung der beiden professionellen spanischen Ligen, der Primera División und der Segunda División A, zuständig. Sie wird gebildet durch sämtliche Profi-Fußballvereine und Kapitalgesellschaften.

Struktur der Vereine

Bis in die frühen 1990er Jahre waren die meisten spanischen Klubs nach dem Vereinsrecht organisiert. Die hohe Verschuldung zahlreicher Vereine und die geringe Transparenz ihrer Finanzen, die den Fortbestand des gesamten spanischen Profifußballs bedrohte, führte am 15. Oktober 1990 zur Verabschiedung eines Gesetzes, dass die Umwandlung der Klubs in sogenannte Sociedades anónimas deportivas (SAD) (spanisch für: Sportaktiengesellschaften) vorschrieb und regulierte. Ausgenommen und bis heute als Sportvereine im klassischen Sinne strukturiert sind derzeit im spanischen Profifußball lediglich Real Madrid, der FC Barcelona, Athletic Bilbao und CA Osasuna.

Im Gegensatz zu den Fußballkapitalgesellschaften aus England, Italien oder Deutschland, ist in Spanien bis heute noch kein Klub börsennotiert.

Aktuelle Beliebtheit der Vereine

Eine landesweite Umfrage, die im Mai 2007 vom staatlichen spanischen Meinungsforschungsinstitut CIS durchgeführt wurde, zeigte in der Beliebtheit die Kluft zwischen den beiden großen Vereinen und dem Rest. 32,8 % der Spanier antworteten auf die Frage welcher Fußballverein ihnen am sympathischsten sei mit Real Madrid, relativ knapp dahinter folgte der FC Barcelona mit 25,7 %. Der nächstbeliebte Verein war der FC Valencia, den lediglich 5,3 % der Spanier am sympathischsten fanden, gefolgt von Athletic Bilbao (5,1 %) und Atlético Madrid (4,3 %).[1]

Beliebtheit der Fußballklubs
(CIS, Mai 2007)
Klub %
Real Madrid 32,8
FC Barcelona 25,7
FC Valencia 05,3
Athletic Bilbao 05,1
Atlético Madrid 04,3
Betis Sevilla 03,3
Real Saragossa 02,7
FC Sevilla 02,3
Deportivo La Coruña 02,2
Celta Vigo 02,2

Finanzierung

Mit einem Umsatz von 1,438 Milliarden Euro im Jahre 2008 ist die Primera Division nach der englischen Premier League die zweitstärkste Liga im Umsatz.[2]

Stadien und Zuschauer

Zuschauerschnitt der Primera División
Jahr Ligaschnitt Stadion mit höchstem Schnitt Ø
2010/11 28.196 Camp Nou (FC Barcelona) 79.219
2009/10 28.474 Camp Nou (FC Barcelona) 77.983
2008/09 28.478 Santiago-Bernabéu-Stadion (Real Madrid) 71.523
2007/08 29.312 Santiago-Bernabéu-Stadion (Real Madrid) 76.332
2006/07 29.018 Camp Nou (FC Barcelona) 73.466
2005/06 29.598 Camp Nou (FC Barcelona) 74.105
2004/05 28.864 Camp Nou (FC Barcelona) 74.081
2003/04 29.653 Camp Nou (FC Barcelona) 73.624
Quelle: weltfussball.de

Die Primera División hatte in den letzten Jahren einen relativ konstanten Zuschauerschnitt von rund 29.000 pro Spiel, was bei insgesamt 380 Begegnungen im Jahr in etwa 11 Millionen Stadionbesuchern pro Saison entspricht. Die Klubs mit den deutlich höchsten Zuschauerzahlen sind Real Madrid und der FC Barcelona, deren Stadien, das Santiago Bernabéu bzw. das Camp Nou, im Saisonschnitt häufig über 70.000 Zuseher pro Spiel beherbergen.

Sowohl der FC Valencia (Nou Mestalla) als auch Atlético Madrid (Estadio de Madrid) werden in naher Zukunft über neue Stadien verfügen, Athletic Bilbao und der FC Barcelona arbeiten an Umbau- bzw. Erweiterungsprojekten weshalb mittelfristig mit einem Anstieg der durchschnittlichen Zuschauerzahlen in Spanien zu rechnen ist.

Charakteristisch für den spanischen Fußball ist auch, dass die meisten bedeutenden Klubs wie beispielsweise Real Madrid, der FC Barcelona, der FC Valencia, Atlético Madrid oder Athletic Bilbao, Eigentümer ihrer Spielstätten sind. Ausnahmen unter den größten Fußballstadien bilden derzeit das Estadio Riazor in A Coruña und La Romareda in Saragossa, die in öffentlicher Hand sind. Dies führt auch dazu, dass die Stadioneinnahmen, ähnlich wie bei zahlreichen Klubs der Premier League und anders als beispielsweise in Italien, einen bedeutenden Anteil am Umsatz haben. Im Geschäftsjahr 2007/08 verbuchten Real Madrid 101,0 Mio. € und der FC Barcelona 91,5 Mio. € an Stadioneinnahmen, was 28 bzw. 29 % ihres Jahresumsatzes ausmachte.[3]

Fernsehgelder

Ähnlich wie bei den anderen bedeutenden europäischen Ligen, nehmen die Einkünfte aus Fernsehgeldern eine entscheidende Rolle in der Finanzierung der Vereine ein. Jedoch hat man sich in Spanien, ähnlich wie in der Serie A und anders als in Deutschland oder England, für eine dezentrale Vermarktung entschieden, die Klubs vermarkten folglich ihre Rechte unabhängig voneinander. Dies hat zur Folge, dass die finanzielle Schere zwischen den großen Vereinen, im Wesentlichen Real Madrid und der FC Barcelona, und dem Rest weit auseinander geht. Die „Königlichen“ nahmen in der Saison 2007/08 135,8 Mio. € aus TV-Vermarktung ein, beim FC Barcelona waren es 116,2 Mio. €, während der FC Valencia mit 56,4 Mio. € (2006/07) im Vergleich mit Real Madrid auf rund 41 % der Einnahmen kam.[3] Kleinere Vereine kommen gar nur auf einen Bruchteil solcher Beträge.

In jüngster Vergangenheit führte die dezentrale Vermarktung auch zu einem regelrechten „Fernseh-Krieg“ zwischen zwei Medienunternehmen. Lange hielt der Pay-TV Betreiber Sogecable, als Mehrheitseigentümer von Audiovisual Sport, die Rechte an allen spanischen Profiklubs, doch ab der Saison 2006/07 begann das Medienproduktionsunternehmen Mediapro immer mehr Vereine mit äußerst lukrativen Verträgen an sich zu binden. Zunächst einigte man sich darauf, dass Digital+ und Canal+ (beide in Mehrheitsbesitz von Sogecable) die Spiele via Pay Per View beziehungsweise verschlüsselt senden durften, während La Sexta, ein frei empfangbarer Sender der von Mediapro kontrolliert wird, ein Samstagspiel um 22 Uhr ausstrahlte. Für 150 Mio. € bekam Mediapro zudem die Rechte an der Zweitverwertung aller Spiele sowie die Auslandsrechte. Zu Beginn der Saison 2007/08 verstrickten sich die beiden Unternehmen jedoch in einen heftigen Streit und warfen sich gegenseitig vor, Zahlungsverpflichtungen nicht eingehalten zu haben.

Als Konsequenz sendete Mediapro mit Unterstützung der LFP (Profiliga) mehr Spiele im Free-TV, als zunächst vereinbart. Beide Kontrahenten verschickten zudem Briefe an sämtliche Mannschaften, die bei ihnen unter Vertrag standen und forderten diese dazu auf, das jeweilige Konkurrenzunternehmen nicht ins Stadion zu lassen. Da Mediapro für die Auslandsübertragungen zuständig war, führte dieser Konflikt auch auf internationaler Bühne zu zahlreichen Übertragungsausfällen.[4]

Anstoßzeiten

Im Normalfall finden die Spiele der Primera División am Samstag, Sonntag oder Montag statt.[5] Der Großteil der Spiele wird sonntags ausgetragen. In der Saison 2011/12 haben sich die Anstoßzeiten der La Liga geändert, zur besseren Erschließung des asiatischen Marktes.[6] So wird ab sofort ein Spiel sonntags um 12 Uhr angepfiffen. Zudem gibt es nun bis zu neun verschiedene Anstoßzeiten.[7]

Sponsoren

Logo der BBVA

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Ligen in Europa ist das Namenssponsoring eher unüblich. Erst in der Saison 2007/08 entschied sich beispielsweise die Profiliga erstmals den Namen eines Wettbewerbes zu verändern. Die Segunda División erhielt in der gleichen Spielzeit die offizielle Bezeichnung Liga BBVA. In der Saison 2008/09 schließlich ging dieser Name auf die erste Spielklasse über, während die zweite Division den Namen Liga Adelante bekam. In den Medien haben sich diese Bezeichnungen jedoch bis heute nicht durchgesetzt. Bei Klubnamen ist Namenssponsoring sehr unüblich, erstmals im April 2011 wurde ein Club umbenannt: Der FC Getafe wurde nach der Übernahme durch die Royal Emirates Group in Getafe Team Dubai umbenannt. Auch bei Stadien ist Namenssponsoring eher selten. Gegenwärtig tragen nur das Iberostar Estadi sowie das Estadio Reyno de Navarra den Namen eines Geldgebers.

Die Einkünfte aus Trikotsponsoring sind im internationalen Vergleich eher unterentwickelt. Laut des European Jersey Reports 2010/11 vom Marktforschungsunternehmen Sport+Markt liegt die Primera División mit 57,5 Mio. € pro Jahr in diesem Bereich an fünfter Stelle, hinter der Premier League (128 Mio.), der Fußball-Bundesliga (118,5 Mio.), der Serie A (65,9 Mio.) und der Ligue 1 (58,8 Mio.), sowie unmittelbar vor der Eredivisie (42 Mio.). Zudem stammen fast 40 % der insgesamt 57,5 Mio. € Einnahmen aus Trikotwerbung von einem einzigen Klub, nämlich Real Madrid. Die „Königlichen“ beziehen rund 23 Millionen pro Jahr von Bwin und liegen damit klar vor Atlético Madrid (10 Mio., KIA) und dem FC Valencia (3,5 Mio., Unibet).[8][9] Ein Grund für das schlechte Abschneiden bisher im internationalen Vergleich ist die Tatsache, dass mit dem FC Barcelona eines der finanziellen Zugpferde der Liga freiwillig auf Trikotsponsoring verzichtet hat. Erst ab der Saison 2011/12 wird statt des UNICEF-Logos (für das der FC Barcelona kein Geld bekommen hatte) das Logo eines Sponsors aus Katar auf der Vorderseite der Trikots erscheinen.

Insgesamt zeigt sich auch im Bereich Merchandising und Sponsoring in Spanien ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden großen Klubs aus Madrid und Barcelona und dem Rest. Besonders sticht in diesem Aspekt jedoch Real Madrid hervor. Im Geschäftsjahr 2007/08 erwirtschafteten die Madrilenen auf diesem Wege 129,0 Mio. € und lagen damit hinter dem FC Bayern München mit 176,5 Mio. und vor dem FC Barcelona mit 101,1 Mio. €, im internationalen Vergleich an zweiter Stelle.[3]

Rekorde

Die Mannschaftsrekorde zu notieren ist bei der Primera División kompliziert, da aufgrund der Veränderung der teilnehmenden Mannschaften die Rekorde immer sehr verschiedene Aussagen haben. Der absolute Wert nennt z.B. bei der Mannschaft mit den insgesamt wenigsten Niederlagen einer Saison die Spielzeit Real Madrids 1931/32 und die Athletic Bilbaos 1929/30, in der beide ohne Niederlage blieben. Allerdings absolvierten sie lediglich 18 Partien. 1988/89 verlor Real Madrid in der gesamten Saison ein Spiel von 38 Spielen.

Ebenso verhält es sich mit den meisten erzielten Toren einer Mannschaft in einer Saison. Nach absolutem Wert führt Real Madrid mit 107 Treffern im Spieljahr 1989/90 (bei 38 Partien), der FC Barcelona kam auf 96 Tore in 30 Spielen, 1958/59 und schlägt somit die 107 Treffer beim relativen Wert (3,2 zu 2,8).

Die Saison Real Madrids 1960/61 wird vor allem nach Punkten und Siegen als die beste aller Zeiten beurteilt. Erfolgreichster Torjäger innerhalb einer Spielzeit ist Cristiano Ronaldo. Der Portugiese schoss in der Saison 2010/11 41 Tore in 34 Spielen und brach damit den 60 Jahre alten Torrekord von Telmo Zarra (38 Tore), der in der Saison 1989/90 von Hugo Sánchez egalisiert worden war.

Andere Rekorde sind einfacher festzustellen, so ist es unstrittig, dass der erfolgreichste Spieler aller Zeiten der Primera División Francisco Gento ist, der zwölf Meisterschaften gewann. Erfolgreichster Trainer war sein langjähriger Trainer Miguel Muñoz, mit insgesamt 13 Titeln. Fünf Spieler liegen in der Eigentorschützenliste mit jeweils fünf Treffern ins eigene Netz vorne. Die meisten Elfmeter (55) verwandelte Hugo Sánchez.

Die meisten Tore in einer Partie erzielten Bata (am 8. Februar 1931 beim 12:1 bei der Partie Athletic Bilbao gegen FC Barcelona) und László Kubala (am 10. Februar 1952 beim 9:0 des FC Barcelona gegen Sporting Gijón), beide erzielten jeweils sieben Tore.

Rekord-Spieler der Primera División [10]
Spieler Zeitraum Verein[11] Spiele
1 Andoni Zubizarreta 1981–1998 FC Barcelona 622
2 Raúl 1994–2010 Real Madrid 550
3 Eusebio 1983–2002 Real Valladolid 543
4 Francisco Buyo 1976–1997 Real Madrid 542
5 Manuel Sanchís jun. 1983–2001 Real Madrid 524
6 Miquel Soler 1983–2003 Real Mallorca 504
7 Fernando Hierro 1986–2003 Real Madrid 497
8 José María Bakero 1980–1997 FC Barcelona 483
9 Loren 1984–2002 Real Sociedad 482
10 Joaquín Alonso González 1977–1992 Sporting Gijón 479

Rekord-Torjäger der Primera División [12]
Spieler Zeitraum Verein[13] Tore
1 Telmo Zarraonaindía 1940–1955 Athletic Bilbao 251 (Ø 0,91)
2 Hugo Sánchez 1981–1994 Real Madrid 234 (Ø 0,67)
3 Raúl 1994–2010 Real Madrid 228 (Ø 0,41)
4 Alfredo Di Stéfano 1953–1966 Real Madrid 227 (Ø 0,69)
5 César 1941–1960 FC Barcelona 226 (Ø 0,64)
6 Quini 1970–1987 Sporting Gijón 219 (Ø 0,49)
7 Pahiño 1943–1956 Real Madrid 210 (Ø 0,76)
8 Mundo 1939–1951 FC Valencia 195 (Ø 0,84)
9 Santillana 1970–1988 Real Madrid 186 (Ø 0,40)
10 Juan Arza 1943–1959 FC Sevilla 182 (Ø 0,52)
Rekordspieler Andoni Zubizarreta


Weitere Mannschaftsrekorde:

  • Längste Siegesserie: FC Barcelona (16 Spiele, 16. Oktober 2010 bis 5. Februar 2011)
  • Längste Niederlagenserie: UD Las Palmas (11 Spiele, 13. Dezember 1959 bis 21. Februar 1960)
  • Am längsten ohne Sieg: Sporting Gijón (24 Spiele, 22. Juni 1997 bis 1. Februar 1998)
  • Am längsten ungeschlagen: Real Sociedad (38 Spiele, 29. April 1979 bis 5. Mai 1980)
  • Saison mit den meisten Toren: 1929/30 420 in 90 Spielen (Ø 4,67)
  • Saison mit den wenigsten Toren: 1972/73 656 in 306 Spielen (Ø 2,14)

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Barómetro de mayo, pregunta 17a ¿Podría decirme cuál es el equipo por el que siente Ud. más simpatía?, Centro de Investigaciones Sociológicas vom Mai 2007 (spanisch)
  2. Studie: Bundesliga trotzt Krise - Krösus Premier League
  3. a b c Football Money League 2009 vom Februar 2009 auf der Webseite von Deloitte (englisch)
  4. Fernseh-Krieg um Fußballrechte, vom 20. November 2007 aus Spaniens Allgemeine Zeitung
  5. sportsillustrated.cnn.com: La Liga gets it wrong with clásico
  6. sportbusiness.com: ESPN Star Sports promises “improved kick-off times” in new La Liga deal
  7. forzafutbol.com: La Liga Week #1 Kick-off times
  8. Sport+Markt Jersey Report 2010/11 vom Oktober 2010
  9. Liga: 57,5 millones por la publicidad en las camisetas auf As vom 19. Oktober 2010
  10. weltfussball.de: Ewige Rekordspieler
  11. Angegeben ist der Verein, für den der Spieler die meisten Einsätze absolviert hat.
  12. weltfussball.de: Ewige Torjäger
  13. Angegeben ist der Verein, für den der Spieler die meisten Tore erzielt hat.

Literatur

Weblinks


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