Prince Skyline


Prince Skyline
Nissan Skyline
Hersteller: Nissan
Produktionszeitraum: seit 1957
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Stufenheck, viertürig
Coupé, zweitürig
Kombi, fünftürig
Vorgängermodell: Prince Sedan
Nachfolgemodell: keines

Der Nissan Skyline, anfangs Prince Skyline, in Deutschland 1973-1981, zunächst als Datsun 240K-GT, später (nur als Coupé) als Datsun Skyline, ist ein Fahrzeug der Mittelklasse von Nissan und wird seit 1957 produziert.

Inhaltsverzeichnis

Modellhistorie

Der Skyline wurde ursprünglich von dem unabhängigen japanischen Hersteller Prince konzipiert und gebaut und gelangte nach der Prince-Übernahme durch Nissan in das Nissan-Programm. Während der Konzern seine kleineren Modell bis 1983 unter dem Markennamen Datsun anbot, trugen der Skyline und einige andere Modelle des Konzerns (Nissan Gloria, Nissan President) stets den Markennamen Nissan.

Die ersten Modelle waren einfache Alltags-Limousinen für jedermann. 1969 wurde erstmals eine Sportversion namens Skyline 2000 GT-R vorgestellt (in Baureihe C10), 1971 folgte dessen Coupé-Version. Beide wurden von einem 160 PS starken, 2 Liter großen Sechszylinder-Saugmotor angetrieben. Der 1972 vorgestellte Nachfolger (C110) teilte Designelemente amerikanischer Muscle-Cars dieser Zeit. Als Folge der Ölkrise gab es für den GT-R jedoch fast keine Käufer, so dass Nissan bereits wenige Monate später die Produktion dieses Modells einstellte. In der Folge präsentierte Nissan etwa alle vier Jahre eine neue Skyline-Generation, stets mit Hinterradantrieb und lange Zeit mit den typischen vier runden Heckleuchten versehen. Ende der 1980er-Jahre erlebte der GT-R als leistungsstarkes Skyline-Spitzenmodell mit Allradantrieb sein Comeback.

Typ ALSI-1

Typ ALSI-1

Prince Skyline

Produktionszeitraum: 1957–1963
Karosserieversionen: Stufenheck, viertürig
Motoren: Ottomotoren:
1,5–1,9 l
Länge: 4360–4475 mm
Breite: 1675–1680 mm
Höhe: 1535 mm
Radstand:
Leergewicht: 1340–1365 kg

Im April 1957 präsentierte Prince den Skyline, eine viertürige Limousine mit 1,5-Liter-Vierzylindermotor mit hängenden Ventilen und einer Leistung von 60 PS in Basis- und Deluxe-Version; der Modellcode lautete ALSI-1. Im Februar 1958 zeigte Prince den vom Skyline abgeleiteten Gloria mit 83 PS. Ab Oktober 1958 wurde die Leistung des kleineren Vierzylinders auf 70 PS erhöht. Ab Februar 1959 trug die Deluxe-Version Doppelscheinwerfer, ab Oktober auch das Basismodell. Im Herbst 1959 zeigte der italienische Karossier Michelotti ein Skyline Coupé, das in der Folge in geringen Stückzahlen in Serie gefertigt wurde.

Prince Skyline Sport mit Michelotti-Karosserie

Ab Herbst 1961 ergänzte der Skyline 1900 in Basis- und Deluxe-Version das Modellprogramm, ab April 1962 war der Skyline Sport, der als erster japanischer Sportwagen gilt, als Coupé und Cabriolet erhältlich. Der Sport kostete 185.000, die Deluxe-Limousine 120.000 Yen.

Im September 1962 wurde der Skyline Super mit 91 PS 1,9-Liter-Vierzylinder vorgestellt.

Auf Basis des Skyline produzierte Prince auch Kleintransporter- und Pick-Up-Versionen unter der Bezeichnung Prince Skyway.[1]

Vom ersten Skyline entstanden insgesamt 33.759 Exemplare.

Typ S50

Typ S50
Produktionszeitraum: 1963–1968
Motoren: Ottomotoren:
1,5–2,0 l
Länge: 4100–4235 mm
Breite: 1495–1510 mm
Höhe: 1405–1435 mm
Radstand: 2390–2590 mm
Leergewicht: 935 kg

Im September 1963 erschien ein gänzlich neuer Skyline als viertürige Limousine und Kombi mit 1,5-Liter-Vierzylindermotor und selbsttragender Karosserie. Im Folgemonat wurde der Skyline 1900 Sprint, ein zweitüriges Coupé, vorgestellt.

Für die Teilnahme am 2. Japanischen GT-Grand Prix im Mai 1964 entwickelte Prince eine Skyline-Variante mit dem stärkeren Zweiliter-Reihensechszylinder des Gloria Super 6; dafür musste der Vorderwagen des Skyline um 20 Zentimeter verlängert werden. 100 Exemplare dieses ersten Rennsport-Skyline wurden zu Homologationszwecken hergestellt. Im Grand Prix selbst mussten sich die Skyline zwar einem Porsche 904 geschlagen geben, belegten aber die Plätze zwei bis sechs.

Nach der Fusion mit Nissan im August 1966 wurde der Skyline unter dem Markennamen Nissan Prince Skyline verkauft. Im Oktober 1966 erhielt der Skyline ein Facelift mit geändertem Kühlergrill; ab August 1967 wurde ein neuer Vierzylinder mit 88 PS verbaut. Ein 2000 GT kostete damals 86.000 Yen.

Vom Skyline der zweiten Generation wurden insgesamt 114.238 Stück gefertigt.

Typ C10

Typ C10

Datsun Skyline 2000 GT

Produktionszeitraum: 1968–1972
Motoren: Ottomotoren:
1,5–2,0 Liter (65–118 kW)
Länge: 4234–4430 mm
Breite: 1595–1610 mm
Höhe: 1375–1405 mm
Radstand: 2420-2.640 mm
Leergewicht: 935–1100 kg

Im August 1968 präsentierte Nissan den Skyline der dritten Generation, wiederum mit 1,5-Liter-Reihenvierzylindermotor. Den Skyline 1500 gab es als Family Deluxe mit vorderer Dreier-Sitzbank und Dreiganggetriebe mit Lenkradschaltung oder als Touring Deluxe mit Einzelsitzen, Vierganggetriebe und Mittelschaltung. Im Oktober 1968 erschien der neue Skyline GT mit Zweiliter-OHC-Reihensechszylinder und Schräglenkerhinterachse (die Basisversion besaß eine hintere Starrachse).

Ebenfalls im Oktober 1968 zeigte Nissan auf der Tokyo Motor Show den ersten Skyline GT-R als Studie, der im folgenden Februar des folgenden Jahres unter der Typnummer PGC10 in Serie ging, angetrieben von einem Reihensechszylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen und 160 PS.

Zum gleichen Zeitpunkt ging der Skyline GT in Serie, den man an der für spätere Skyline-Generationen typischen Ziersicke im Bereich der hinteren Kotflügel erkannte; ferner wurden für den Skyline neue 1,8-Liter-Vierzylinder lieferbar.

Im Oktober 1969 erfolgte ein Facelift, der Kühlergrill war von da an einteilig ausgeführt.

Ab Oktober 1970 war ein zweitüriges Hardtop-Coupé auf einem um 70 mm verkürzten Radstand in den Versionen 1800, 2000 GT und 2000 GT-R erhältlich.

Vom Skyline der dritten Generation entstanden insgesamt 310.447 Exemplare, darunter 1945 GT-R.

Typ C110

Typ C110

Nissan Skyline C110/111 2000 GTX-E

Produktionszeitraum: 1972–1977
Motoren: Ottomotoren:
1,6–2,4 Liter (74–118 kW)
Länge: 4250–4460 mm
Breite: 1625–1695 mm
Höhe: 1380–1405 mm
Radstand: 2515–2610 mm
Leergewicht: 960–1170 kg

Im September 1972 wurde der Skyline der vierten Generation lieferbar. Angeboten wurden viertürige Limousine, zweitüriges Hardtop-Coupé und Kombi/Lieferwagen. An Limousinen und Coupés mit Sechszylinder waren Radstand und Vorderwagen verlängert. Die Zierkante an den hinteren Kotflügeln war im Design stark betont, und die Sechszylinder-Version GC110 war der erste Skyline mit den typischen vier runden Heckleuchten. Motorseitig waren OHC-Reihenvierzylinder mit 1,6, 1,8 oder zwei Litern Hubraum lieferbar, ferner im GT ein Zweiliter-Reihensechszylinder; das Exportmodell Datsun 240K bestückte Nissan mit einem 2,4-Liter-Sechszylinder. Die Vierzylinderversionen besaßen eine hintere Starrachse, die Sechszylinder eine Schräglenkerachse. [2]

Im September 1972 präsentierte Nissan den jüngsten 2000 GT-R als Limousine, wiederum mit dem 160 PS starken Zweiliter-Sechszylinder ausgerüstet, im Januar 1973 folgte das entsprechende Hardtop-Coupé. Beide Versionen wurden im März 1973 bereits wieder aus dem Programm genommen; bis dahin sollen 197 Stück entstanden sein. Den nächsten GT-R sollte es erst wieder 1989 auf Basis des Skyline R32 geben.

Ab Mai 1975 kamen neue 1,6- und 1,8-Liter-Vierzylinder zum Einsatz. Im Oktober 1975 debütierte ein eingespritzter Zweiliter-Vierzylinder im 2000 GTX-E. Zugleich erfolgte ein kleineres Facelift.

In Deutschland wurde dieser Skyline von Juni 1974 bis Juli 1978 unter der Bezeichnung Datsun 240K-GT als Limousine und bis 1975 auch als Coupé in Deutschland angeboten. Der aus dem Datsun 240Z übernommene 2,4-Liter-Reihensechszylinder war hier auf 113 DIN-PS gedrosselt. Die Limousine kostete anfangs DM 12.990.

Vom C110 wurden insgesamt 670.562 Stück verkauft, darunter 197 GT-R.

Typ C210

Typ C210

Nissan Skyline GT (C211)

Produktionszeitraum: 1977–1981
Motoren: 1,6 l-SOHC-R4, 74 kW
1,8 l-SOHC-R4, 85 kW
2,0 l-SOHC-R6, 85 kW
2,0 l-SOHC-Turbo-R6, 106 kW
D: 2,4 l-R6, 130 DIN-PS
Länge: 4400–4600 mm
Breite: 1625 mm
Höhe: 1390–1405 mm
Radstand:
Leergewicht: kg

1977 wurde der C110 durch den C210 abgelöst. Der C210 war als erster Skyline auch mit einem Turbomotor(L20ET) erhältlich und wurde bis 1981 gebaut (nach Facelift: C211).

Wie beim Vorgänger standen Limousine, Hardtop-Coupé und Kombi im Angebot, die Sechszylinder besaßen erneut einen längeren Radstand. Bei den Motoren standen ein 1,6-Liter-Vierzylinder (L16S), mehrere 1,8-Liter-Vierzylinder (L18S und L18E), ein 115 PS starker Zweiliter-Reihensechszylinder (L20S) und eine 130 PS-Variante desselben (L24E) im Programm. Bei den Ausstattungsstufen GT und TI waren Grillgitter und Heckleuchten anders gestylt. Die Spitzenmodelle GT-E S und TI-E S besaßen serienmäßig Vierradscheibenbremsen, Heckscheibenwischer und Scheinwerfer-Reinigungsanlage. Darunter rangierten die Versionen GT-E L/TI-E L und GT-E X/TI-E X.

Im Juli 1979 folgte ein Facelift (Modell C211); der GT erhielt Rechteckscheinwerfer, der TI besaß weiterhin runde Doppelscheinwerfer, der Kühlergrill wurde im Design geändert. Im April 1980 erschien die 145 PS starke Turbo-Version des Zweiliter-Sechszylinders.

Ab Juni 1980 war ein 2,8-Liter-Dieselsechszylinder (Typ LD28) lieferbar.

Von Oktober 1978 bis Juli 1981 wurde das Skyline-Coupé unter diesem Namen als Datsun-Spitzenmodell auch in Deutschland verkauft. Der 2,4-Liter-Reihensechszylinder mit Bosch-L-Jetronic leistete 96 kW/130 PS. Das für damalige Verhältnisse sehr umfangreich ausgestattete Fahrzeug kostete mit DM 18.940 (DM 23.400 mit Vollausstattung) rund 10.000 Mark weniger als ein Opel Monza 3.0 E.

Vom C210/211 fertigte Nissan insgesamt 539.727 Stück.

In Deutschland gab es den C210 als zweitüriges Hardtop-Coupé Datsun Skyline mit 2,4-Liter-Reihensechszylinder (130 PS) und Fünfganggetriebe oder Dreigangautomatik von 1979-1981. Heute sind nur noch wenige davon erhalten und in festen Liebhaberhänden.

Typ R30

Typ R30

Nissan Skyline Hatchback R30

Produktionszeitraum: 1981–1985
Motoren: Ottomotoren:
1,8–2,0 Liter (74–151 kW)
Dieselmotoren:
2,8 Liter (67 kW)
Länge: 4595–4620 mm
Breite: 1665–1675 mm
Höhe: 1385–1395 mm
Radstand: 2610–2615 mm
Leergewicht: 1090–1255 kg
Nissan Skyline RS Turbo

Im August 1981 debütierte der Skyline der sechsten Generation als viertürige Stufenhecklimousine, fünftüriges Schrägheckmodell, Coupé und Kombi. Die Radstände der Vier- und Sechszylinderversionen unterschieden sich nun nicht mehr. An Motoren waren ein 1,8-Liter-Vierzylinder (Typ Z18E), ein Zweiliter-Sechszylinder ohne (L20E) oder mit Turbolader (L20ET, 140 PS), ein Zweiliter-DOHC-Vierzylinder (FJ20E, 110 kW/150 PS), ein Zweiliter-Turbo (FJ20ET DOHC, 190-205 PS, ab Februar 1983), ein 2,8-Liter-Reihensechszylinder und ein Dieselsechszylinder gleichen Hubraums mit 84 PS.

Im August 1983 erfolgte ein Facelift mit kräftigeren Stoßstangen und anderen Detailänderungen. Im November 1983 erschien zum 50. Geburtstag von Nissan ein Jubiläumsmodell auf Basis des Skyline RS-X Turbo-Coupés mit spezieller Ausstattung und exklusiver Zweifarbenlackierung in Grau/Rot.

Ab Anfang 1984 ergänzte der Skyline 2000 Turbo RS-X mit 205 PS leistendem Turbo-Zweiliter die Modellpalette.

Bis August 1985 wurden vom Skyline R30 insgesamt 406.432 Stück gefertigt; der R30-Kombi blieb bis 1990 in Produktion.

Typ R31

Typ R31
Produktionszeitraum: 1985–1989
Motoren: Ottomotoren:
1,8 l-SOHC-R4, 77 kW
2,0 l-SOHC-R6, 96kW
2,0 l-DOHC-R6, 121kW
2,0 l-DOHC-Turbo-R6, 132-154 kW
Länge: 4660 mm
Breite: 1690 mm
Höhe: 1365–1410 mm
Radstand: 2615 mm
Leergewicht: 1200–1390 kg

Im August 1985 lancierte Nissan den Skyline der siebten Generation, wiederum als viertürige Limousine und Coupé; als Kombi diente die weitergebaute Vorgängerversion, die fünftürige Schräghecklimousine entfiel. Im Grundmodell tat erneut ein 1,8-Liter-Vierzylinder seinen Dienst (Typ CA18, 100 PS), daneben gab es einen Zweiliter-DOHC-Reihensechszylinder (RB20DE, 155 PS; als Turbo RB20DET, 180-190 PS) und den 2,8-Liter-Diesel (RD28). In einigen Modellen fand die HICAS-Vierradlenkung erstmalig Verwendung.

Im Mai 1986 erschienen die Skyline GTS genannten zweitürigen Coupés der Baureihe; im Februar 1987 das Nismo Skyline GTS Twin Cam 24v Turbo-Coupé mit Sportausstattung. Ab August 1987 trugen die Limousinenausführungen die Frontpartie der Coupé-Modelle. Gleichzeitig brachte Nissan ein auf 800 Stück limitiertes GTS-R-Coupé mit 210 PS starkem Zweiliter-Sechszylinder-Turbomotor und größerem Heckspoiler. Neu waren ferner die 1800 G und 1800 G Limited-Limousinen.

Vom Skyline R31 entstanden insgesamt 309.716 Exemplare. Daneben wurde der Skyline in Australien als Nissan Pintara und in Südafrika in Lizenz produziert.

Typ R32

Typ R32

Nissan Skyline R32 Viertürer

Produktionszeitraum: 1989–1993
Motoren: Ottomotoren:
1,8 l-SOHC-R4, 66 kW
2,0 l-SOHC-R6, 92 kW
2,0 l-DOHC-R6, 113 kW
2,0 l-DOHC-Turbo-R6, 158 kW
2,5 l-DOHC-R6, 132 kW
GT-R: 2,6 l-DOHC-Turbo-R6, 206 kW
Länge: 4530–4580 mm
Breite: 1695–1755 mm
Höhe: 1325–1360 mm
Radstand: 2615 mm
Leergewicht: 1140–1470 kg

Im Herbst 1989 erschien der Skyline R32, den es erstmals seit 1973 auch wieder als GT-R gab. Erhältlich waren viertürige Limousinen und zweitürige Coupés; der Kombi wurde Anfang 1990 eingestellt. Das Motorenprogramm umfasste wiederum einen 1,8-Liter-Vierzylinder als Einstiegsmotorisierung (Typ CA18i, 91 PS), Zweiliter-Reihensechszylinder (RB20E, 125 PS; RB20DE, 155 PS; RB20DET mit Turbolader, 215 PS), ein 2,5-Liter-Reihensechszylinder (RB25DE, 180 PS) und im allradgetriebenen GT-R einen 2,6-Liter-Biturbo-Sechszylinder mit offiziell 280 PS (RB26DETT). Den GT-R gab es auch in werksgetunter Ausführung von Nismo und als V-Spec und V-Spec II. Für den 2,5-Liter-Motor gab es erstmals auch ein Fünfgang-Automatikgetriebe.

Der Skyline R32 verkaufte sich schlechter als sein Vorgänger. Insgesamt wurden 296.087 Stück gebaut, darunter 43.661 GT-R.

Skyline GT-R R32

Nissan Skyline (R32) GT-R

1989 wurde mit der neuen R32-Version, die in der Basisversion nur eine Type-M genannte Sportversion mit dem aus dem R31 GTS-R bekannten Sechszylinder-Motor zur Wahl hatte, ein neuer GT-R vorgestellt, ausgestattet mit einem 206 kW (280 PS) starken 2,6 Liter großen Sechszylindertriebwerk mit nun zwei Turboladern, der von Nissan selbst entwickelten „HICAS“-Allradlenkung und einer für damalige Verhältnisse luxuriösen Serienausstattung mit elektrischen Fensterhebern, einer vollwertigen Soundanlage und vielen weiteren Komponenten.

Technische Daten

  • Motorlage: Frontmotor
  • Antrieb: Allradantrieb
  • Motor: Reihensechszylinder Bi-Turbo
  • Hubraum: 2569 cm³
  • Leistung: 206 kW/280 PS bei 6800 U/min [inofficial 230 kw/313 Ps]
  • Drehmoment: 352 Nm bei 4400 U/min
  • Getriebe: 5-Gang manuell
  • Gewicht: 1430 kg
  • Leistungsgewicht: 5,11 kg/PS
  • Literleistung: 109 PS/l
  • Höchstgeschwindigkeit: 250+ km/h
  • 0-100 km/h in 4,7 Sekunden

Typ R33

Typ R33
Produktionszeitraum: 1993–1998
Motoren: Ottomotoren:
2,0–2,6 Liter
(94–208 kW)
Länge: 4640–4720 mm
Breite: 1720 mm
Höhe: 1340–1375 mm
Radstand: 2720 mm
Leergewicht: 1270–1540 kg

1993 wurde der R32 vom R33 abgelöst. Die in Größe und Raumangebot, aber auch im Gewicht gewachsene R33-Baureihe umfasste Limousinen und Coupés, die sich wie folgt gliederten: GTS mit Zweiliter-Reihensechszylinder (RB20E, 130 PS); GTS25 und GTS-4 (Allrad) mit 2,5-Liter-Sechszylinder (RB25DE, 140 kW/190 PS) und GTS25T mit 188 kW (255 PS) leistender Turboversion des größeren Motors. Für Leute mit ausgeprägten Platzbedarf gibt es auch noch den Nissan Stagea, einem Kombi mit GT-R-Technik unter der Blechhaut.

Anfang 1995 erfolgte eine Modellpflege, ein Fahrerairbag war ab sofort serienmäßig.

Nissan Skyline R33 NISMO "400R":

Nismo bot eine limitierte Sonderversion des R33 an welcher einen RB-X GT2 Motor bekam der 294 kW (400 PS) lieferte. Von 99 Exemplaren die gebaut wurden, wurden nur 44 verkauft, da der Preis um 126 % höher war wie ein serien R33 GTR.Der Preis lag bei 12.000.000 Yen [heute ca. 100.000 €]. Der Motor wurde auf 2.771 l aufgebohrt und die maximale Drehzahl erhöhte sich auf 10.000 u/min.


Vom Skyline R33 fertigte Nissan insgesamt 217.133 Exemplare, darunter 16.435 GT-R.

Skyline GT-R R33

Nissan Skyline R33 GT-R

Der GT-R wurde weiterentwickelt. Er besaß den bekannten Motor des R32 GT-R, dieser wurde ebenfalls modifiziert und brachte jetzt eine Leistung von rund 220 kW. Ein Pkw soll laut der damaligen freiwilligen Selbstbeschränkung der japanischen Hersteller die Leistung von 206 kW (280 PS) nicht überschreiten, deshalb wurde der Motor über das Steuergerät gedrosselt. Das HICAS-Allradlenksystem wurde ebenfalls verbessert. Ab sofort nannte es sich nicht mehr nur HICAS, sondern Super-HICAS. Der Unterschied beider Systeme bestand in der Ansteuerungsmethode. Während das „normale“ HICAS noch hydropneumatisch betrieben wurde, funktionierte das Super-HICAS nun elektronisch. Das hatte zur Folge, dass es sanfter und gleichmäßiger ansprach. Trotz dieser Verbesserungen wurde der R33 GT-R nicht so positiv angenommen wie sein Vorgänger. Auch eine viertürige Sonderversion des GT-R konnte darüber nicht hinweghelfen. Der deutlich verlängerte Radstand beeinträchtigte die Handlichkeit und bei hoher Belastung konnten die Bremsscheiben bersten.

Technische Daten
  • Motorlage: Frontmotor
  • Antrieb: Allradantrieb
  • Motor: Reihensechszylinder Twin-Turbo
  • Hubraum: 2568 cm³
  • Leistung: 206 kW/280 PS bei 6800 U/min
  • Drehmoment: 367 Nm bei 4400 U/min
  • Getriebe: 5-Gang manuell
  • Gewicht: 1530 kg
  • Leistungsgewicht: 5,41 kg/PS
  • Literleistung: 110 PS/l


  • 0-100 km/h: 5,7 Sekunden

Typ R34

Typ R34

Nissan Skyline GT (R34), 1998–2002

Produktionszeitraum: 1998–2002
Karosserieversionen: Limousine, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
2,0–2,6 Liter
(114–206 kW)
Länge: 4580–4705 mm
Breite: 1720–1785 mm
Höhe: 1340–1380 mm
Radstand: 2665 mm
Leergewicht: 1330–1540 kg

Im Mai 1998 kam die Baureihe R34 auf kürzerem Radstand als beim Vorgänger auf den Markt. Der GT, mit einem 147 kW (200 PS) starken Sechszylinder-Saugmotor, bot für die Kosten einer Mittelklasselimousine trotz Coupe-Bauweise limousinenähnliche Platzverhältnisse. Das nächstgrößere Modell war der GT-T. Er hob sich optisch nur durch die größeren Felgen vom GT ab. Am Motor hingegen tat sich einiges mehr, nämlich nun 206 kW (280 PS) aus dem gleichen Motor, der nun allerdings auch einen Turbo besaß. Der GT-T konnte wieder als Coupé oder als Limousine geordert werden und gilt als Nachfolger des Skyline R33 GTS-T. Die schwächeren Motorversionen GT und GT-T, sowie GTS-T mussten hier mit dem Heckantrieb vorlieb nehmen. Der Allradantrieb war dem 1999 eingeführten GT-R vorbehalten.

Vom Skyline R34 verkaufte Nissan bis 2002 insgesamt 64.623 Stück, davon 11.344 GT-R.

Skyline GT-R R34

Der GT-R war zwar, wie der neue 2,6-Liter-Turbomotor im GT-T, mit 206 kW (280 PS) angegeben, da sich die japanischen Autohersteller auf eine freiwillige Selbstbeschränkung geeinigt haben. Die tatsächliche maximale Leistung wurde bei freien Leistungsmessungen mit über 220 kW ermittelt. Der Motor wurde wieder vom Vorgänger R33 GT-R übernommen. Das Super-HICAS

Nissan Skyline (R34) GT-R Nür

wurde vom R33 GT-R übernommen und wurde nur geringfügig verbessert. Der R34 GT-R wurde als Antwort auf seinen eigenen Vorfahren, den R32 GT-R, konstruiert. Einige Daten wurde mittels eines 10,5" großen TFT-Monitors auf der Mittelkonsole angezeigt. Dieser Monitor war eine Neuerung zu den sonst üblichen analogen Instrumenten, auf dem TFT-Monitor lassen sich allerlei technische Details anzeigen, wie z. B. Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse, G-Kräfte sowie Pedalstellung, Ladedruck, Öldruck usw. Das Produktionsende für den GT-R kam 2002. 2003 führte die japanische Regierung neue Abgasemissions-Grenzwerte ein, die der RB26DETT-Motor, eine Konstruktion aus den 80ern, nicht mehr erfüllte. Um dennoch das Ableben dieser beliebten Motorisierung zu feiern, wurden die Jubiläumsmodelle GT-R V-spec II Nür sowie GT-R M-spec Nür eingeführt. Das „Nür“ im Namen stellte eine Reminiszenz an den Nürburgring dar. Das besondere an den Nür-Modellen war der RB26DETT-Motor in der N1-Motorsportversion. Die Auflage war auf insgesamt 1000 Exemplare limitiert, von denen 250 die luxuriöseren M-spec-Modelle mit Lederausstattung und weicherer Fahrwerksabstimmung waren und 750 V-spec II Modelle.

Technische Daten GT-R
  • Motorlage: Frontmotor
  • Antrieb: Allradantrieb
  • Motor: Reihensechszylinder TWIN-Turbo
  • Hubraum: 2568 cm³
  • Leistung: 206 kW/280 PS bei 6800 U/min
  • 280 PS (gedrosselt ab Werk)
  • Drehmoment: 391 Nm/289 lb-ft bei 4400 U/min
  • Getriebe: 6-Gang manuell
  • Gewicht: 1540 kg
  • Leistungsgewicht: 5,5 kg/PS
  • Literleistung: 109 PS/80 kW

Unterschiede der GT-R-Ausstattungsvarianten
  • GT-R – Die Basisversion
  • GT-R V-Spec – Verbesserte GTR Version mit anders abgestimmtem ATTESA-Allradsystem und Diffusor. Fahrwerk und Differenzial wurden ebenfalls verändert. Ab und inkl. der Stufe V-Spec wurden die Modelle werkseitig gewichtsoptimiert. Ebenfalls kamen verbesserte Bremsen zum Einsatz.
  • GT-R V-Spec II – Spätere Version des V-Spec (Ende 2000) mit Kohlefaser-Motorhaube und Lufteinlass. Geänderter Innenraum (Pedalerie, Farbe des Innenraums), Bremsscheiben vom N1-Modell an der Hinterachse. Die orangenen Frontblinker wurden durch klare ersetzt.
  • R34 GT-R M-Spec – Die „komfortable“ Version mit weicherem Fahrwerk, Sonderlack und Leder.
  • R34 GT-R N1 – Ist die renntaugliche Version des GT-R mit verstärken Motorteilen (Öl und Wasserpumpe, Turbos). Ebenfalls verfügt der N1 über keine Audioanlage, Klima, Heckwischer. Der N1 verfügt wie der V-Spec II über eine Kohlefasermotorhaube.
  • R34 GT-R V-Spec II Nür – Limitierte Sonderauflage des V-Spec II (2002) mit dem Motor des N1 (750 Exemplare)
  • R34 GT-R M-Spec Nür – Limitierte Sonderauflage des M-Spec mit Motor des N1 (250 Exemplare)

Rekorde und Anekdoten
  • Als Nissan im August 2002, zum Produktionsende der 10. Generation, eine Sonderserie auflegte (V-Spec II Nür & M-Spec Nür), waren diese letzten 300 Wagen via Internet innerhalb von zwei Stunden verkauft. Daraufhin legte man noch einmal 700 Stück nach und brauchte zwei Tage um alle unters Volk zu bringen.
  • Der GT-R kommt aus einer Geschwindigkeit von 113 km/h (70 mph) 10 Meter später zum Stehen (46 m) als ein Porsche 996 GT3 aus 100 km/h (60 mp/h) (ca. 36 m im Mittel).
  • Die japanische Tuning-Firma „Blitz“ hatte mit einem ca. 735 kW (1000 PS) leistenden GT-R versucht den offiziellen Geschwindigkeitsrekord auf öffentlichen Straßen für getunte Seriensportwagen zu brechen. Die Testfahrt musste bei 341 km/h abgebrochen werden, da sich Teile der Karosserie lösten.
  • Bei japanischen Skylines der professionellen Drag-Szene sind Motorenleistungen über 1000 kW keine Seltenheit.
  • Ein in Neuseeland aufgebauter GT-R des Heat Treatments Racing Teams ist mit einer Zeit von 7,57 s und einer Endgeschwindigkeit von 306 km/h der schnellste Skyline der Welt auf der Viertelmeile.
  • Ein neuer 0-300-km/h-Rekord wurde von Keith Cowie (GB) mit einem extrem getunten Skyline R32 GT-R aufgestellt. Er benötigte bei Ten Of The Best, einem Wettstreit unter modellspezifischen Autoclubs die jeweils die als die zehn besten angesehenen Wagen zu diesem Event anmelden und in den Disziplinen Drag, Handling und Top Speed gegeneinander antreten, eine Zeit von 12,47 s um vom Stillstand auf 300 km/h zu beschleunigen (gemessen mit Datron-GPS). Diese Zeit ist um fast 5 Sekunden schneller als die, die der zur Zeit stärkste Seriensportwagen der Welt (Bugatti Veyron, 736 kW/1001 PS) braucht. Die Hundertermarke wurde nach 2,54 s erreicht.
  • Die Motorsportabteilung von Nissan (Nismo) hat 2005 nochmals eine letzte Serie von Skylines GT-R R34 produziert. Da es keine fabrikneuen GT-R dieser Baureihe mehr gab, wurden 20 Gebrauchtwagen mit möglichst wenig gefahrenen Kilometern gekauft (bis 20.000 Meilen). Hierfür hat man die entsprechenden Wagen bis auf die Grundstruktur zerlegt und den Wagen komplett überarbeitet. Kostenpunkt der Aktion: ein Wagenpreis von 160.000 US-Dollar. Der Motor wurde auf 2,8 Liter aufgebohrt, hat größere Turbolader bekommen und leistet nun 373 kW (507 PS). Möglich wären 460 kW, aber damit ließen sich keine gesetzlichen Abgaswerte mehr einhalten. Die Bremsen wurden aufgewertet (Sechskolben-Bremssättel vorne), eine Zweischeiben-Kupplung eingebaut, neue Aerodynamikteile angepasst (Frontschürze, Seitenschweller, Kotflügel, Motorhaube usw.) und ein 3-fach verstellbares 20.000-US-Dollar-Sachs-Fahrwerk verbaut, dazu Karosseriekomponenten aus Carbon und weitere Rennsportteile. Anlass für diese Sonderserie war das 20-jährige Bestehen von Nismo (NISsan MOtorsports).
  • Technische Daten des Nissan Nismo Skyline GT-R Z-Tune:
    • Motorlage: Frontmotor
    • Antrieb: Allradantrieb
    • Motor: Reihensechszylinder Bi-Turbo
    • Hubraum: 2771 cm³
    • Leistung: 373 kW/507 PS/500 bhp bei 6800 U/min
    • Drehmoment: 539 Nm/398 lb-ft bei 5200 U/min
    • Getriebe: 6-Gang manuell
    • Gewicht: 1599 kg/3525 lbs
    • Leistungsgewicht: 3,15 kg/PS
    • Literleistung: 183 PS/l
    • 0-400 Meter: 10,6 s


Typ V35

Typ V35
Produktionszeitraum: 2001–2006
Karosserieversionen: Limousine, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
2,5–3,5 Liter
(158–206 kW)
Länge: 4627 mm
Breite: 1816 mm
Höhe: 1399 mm
Radstand: 2850 mm
Leergewicht: 1450–1589 kg

2001 folgte die neue Generation des Skyline, die auf dem Nissan 350Z basiert. Es wurde eine Limousine und ein Coupè vorgestellt. Es gab den neuen Skyline nur mit V6 Motor (2,5 l, 3,0 l, 3,5 l) aus dem sich auch der Name des Fahrzeuges ableiten lässt (Bsp. 3,0 l Motor = Nissan Skyline 300 GT). Der neu vorgestellte V35 wurde von der Skyline-Fangemeinde mit Erschütterung aufgenommen. Die neuen, sanfteren Coupézüge passten nicht in das Bild der ansonsten kantigen Skyline-Familie. Noch größer war die Empörung darüber, dass Nissan kein GT-R-Modell des V35 plante. Das Topmodell des V35, der Skyline 350 GT (Coupè) erhielt keinen Sondernamen. Er wird von dem 3,5-l-V6-Triebwerk (VQ35DE) des 350Z angetrieben.

In den USA wurde der Skyline 350 GT unter dem Namen Infiniti G35, als Linkslenker, verkauft.

Typ V36

Typ V36
Produktionszeitraum: seit 2006
Karosserieversionen: Limousine, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
2,5–3,7 Liter
(165–248 kW)
Länge: 4755 mm
Breite: 1770 mm
Höhe: 1450–1465 mm
Radstand: 2850 mm
Leergewicht: 1580–1739 kg

Im November 2006 wurde der Nachfolger des V35 vorgestellt, ihn gibt es bis jetzt nur als Limousine. Dieses Fahrzeug gibt es außerdem nur mit 2,5-l und 3,5-l-Motor. Es wird bis jetzt nur in Japan und den USA (Infiniti) verkauft. Mit einer Markteinführung in Europa ist mit dem Start der Marke Infiniti im Jahr 2009 zu rechnen[5]. Anfang 2007 wurde das neue Skyline 370GT Coupé, das auch als Infiniti G37 verkauft wird, vorgestellt. Der V6-Motor hat einen Hubraum von 3696cc, sowie die Leistung von 248 kW/330 PS und erfüllt die EURO 4 Abgasnorm.

In Deutschland wird der V36 als G37, G37x (AWD), G37 GT, G37x GT (AWD), G37S (Sport) als Limousine oder Coupé angeboten. Ebenfalls soll ein Cabrio angeboten werden[6]. Es gibt nur einen Motor zu Auswahl, den 3,7 Liter V6 (VQ37) mit 6 Gang Schaltung oder 7 Gang Automatikschaltung, der 235 kW/320 PS leistet. Die höchst Geschwindigkeit liegt bei 250 km/h (abgeriegelt). Der Motor erfüllt laut Hersteller die EURO 5 Abgasnorm.

Nissan GT-R (R35)

Nachfolger des Skyline GT-R, siehe Nissan GT-R.

Allradantrieb/HICAS

Erwähnenswert ist am Nissan Skyline (GT-R-Modelle) vor allem das ATTESA-ETS (Advanced Total Traction Engineering System for All - Electronic Torque Split) genannte Allradantrieb und die mitlenkende Hinterachse HICAS bzw. Super-HICAS, um die frontlastige Gewichtsverteilung (57:43) und damit das Untersteuern auszugleichen. Was diesen Allradantrieb so einzigartig macht ist das Zusammenspiel der Allradlenkung mit der variablen, elektronisch geregelten Drehmomentverteilung.

Das ATTESA-System wurde schon in den Vorgängern (BNR-32/BNCR-33) des aktuellen Skyline GT-R (BNR-34) verbaut und ist in seiner neuesten Ausführung gründlich überarbeitet worden, was aber nichts am Grundprinzip ändert, es funktioniert quasi wie ein seitenverkehrtes ESP.

Während ESP die Räder einbremst, verteilt das ATTESA-System unter zu Hilfenahme der 2 A-LSD* genannten Differentiale, die Kraft elektronisch/hydraulisch auf, bei Bedarf, alle 4 Räder (normal 100 % hinten, bei Schlupf Verteilung bis 50:50). Ferner besitzt das System die Fähigkeit, die beiden hinteren Räder einzeln anzusprechen, um den Wagen in einen kontrollierten übersteuernden Fahrzustand zu bringen. Auf diesem Wege wird dem GT-R in langen schnellen Kurven die Untersteuertendenz genommen.

Das ATTESA-System hat noch ein weiteres kleines Gimmick. Vom Prinzip her ist der GT-R ein Hecktriebler mit Allradoption. Z. B. beim Ampelstart geht die gesamte Kraft nach hinten, daraufhin werden die Hinterräder ein wenig durchdrehen (was aber gewollt und nicht zwingend schlecht ist). Der Wagen wird in eine leichte Vorwärtsbewegung versetzt. Jetzt erst kommt der Allrad ins Spiel.

Beim Allrad mit fester Kraftverteilung (z. B. 50:50) besteht bei sehr griffigen Untergrund die Gefahr, dass sich die Reifen im Boden „festkrallen“. Es also keinerlei Schlupf gibt und die kraftübertragenden Teile extrem strapaziert werden. Das Fahrverhalten ist mit Hilfe dieser Systeme und trotz des recht hohen Eigengewicht von mehr als 1560 kg als ausgesprochen agil zu bezeichnen. Ein positiver Nebeneffekt des Gesamtsystems ist die Neutralisierung von Seitenwind, den erkennt das System durch die erhöhte Querbeschleunigung und gleicht ihn durch Anpassung des Hinteradlenkwinkels automatisch aus. Den ganzen Prozess der Kraftverteilung kann man auch über den eingebauten TFT-Monitor im Armaturenbrett verfolgen.

Der besondere Allradantrieb ist einer der Hauptgründe, warum der Skyline GTR in der Drag-Racing- und Tuning-Szene so beliebt geworden ist. Ein weiterer Grund sind sicherlich auch die hohen Leistungsreserven des Graugussmotors RB26-DETT, der im Skyline GT-R verwendet wird. So ist es möglich dem Motor ohne mechanische Modifikation 330 kW und mehr zu entlocken - lediglich durch Anpassung des Ladedrucks und des Motorsteuergeräts.

Nissan Skyline in Deutschland

Es gibt gebrauchte aus Japan importierte Skyline in Deutschland. Diese sind allerdings sehr selten und rechtsgelenkt. Service bieten einige Nissan-Autohäuser. Populär sind Tacho-Umbauten und Änderungen an der Elektronik, da die Japan-Version wegen der freiwilligen Selbstbeschränkung der japanischen Automobilindustrie bei 180 km/h abgeregelt wird und der Tacho auch nur bis 180 km/h geht. Das Zulassungsverfahren in Deutschland ist sehr aufwendig, da der TÜV keine Unterlagen über dieses Fahrzeug besitzt und so eine Einzelabnahme machen muss. Allerdings wird dies oft von den Importeuren erledigt, die auch entsprechende Umbaumaßnahmen z. B. an der Abgasanlage vornehmen.

Filme

Quellen

  • Automobil Revue, Katalognummern 1960-1973, 1995, 2001, 2006 (Daten)
  • auto katalog, Ausgabe 1985/86 (Daten)
  • Chauvin, Xavier: Japanische Automobile. Die kultigsten Modelle von 1960 bis 1975. Heel-Verlag, Königswinter 2007. ISBN 978-3898808248. Hier Seiten 92-99 (Prince und Nissan Skyline)
  • Clarke, R. M. (Hrsg.): Nissan Skyline GT-R 1989-2002 (engl.) Brooklands Books Ltd. ISBN 978-1855206342
  • Grand Touring Car Skyline since 1957. Vom Werk ca. 1993 herausgegebene Broschüre zur Geschichte des Skyline. Japanischer Text.
  • Joachim Kuch: Japanische Autos. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-613-01365-7, S. 190f.,196.
  • Nissan Skyline (R31) GTS. Jap. Verkaufsprospekt, ca. 1986, Drucknummer AKS50(D6106P2)

Einzelnachweise

  1. [1]
  2. [2]
  3. Automobil Revue, Katalognummer 2001, S. 429f.
  4. Automobil Revue, Katalognummer 2006, S. 366f.
  5. Pressemitteilung auf infiniti.eu
  6. technische Daten des G37 Cabrios
  7. http://history.nissan.co.jp/SKYLINE/V35/0511/GRADE/main3.html, http://www.carfolio.com/specifications/models/car/?car=80663
  8. http://www2.nissan.co.jp/SKYLINE/V36/0611/index.html

Weblinks


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