Puy de Dome


Puy de Dome
Puy de Dôme
Der Vulkan Puy de Dôme

Der Vulkan Puy de Dôme

Höhe 1.465 m
Lage Frankreich
Gebirge Zentralmassiv
Geographische Lage 45° 46′ 20″ N, 2° 57′ 57″ O45.7722222222222.96583333333331465Koordinaten: 45° 46′ 20″ N, 2° 57′ 57″ O
Puy de Dôme (Frankreich)
DEC
Puy de Dôme
Typ Lavadom
Gestein Trachyt

Der Vulkan Puy de Dôme (1465 m) liegt im gleichnamigen Département Puy-de-Dôme und gehört zum Zentralmassiv in der südlichen Hälfte Frankreichs. Er gehört zur Kette der Puys (la Chaîne des Puys) und ist deren höchster Gipfel.

Er befindet sich etwa 15 km von Clermont-Ferrand entfernt, welches er um 1000 m überragt. Seit 1956 befindet sich auf dem Puy de Dôme eine Sendeanlage für UKW und TV.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Überreste des römischen Merkurtempels auf dem Puy de Dôme

Der Gipfel hat schon seit alter Zeit zur Errichtung von Tempeln und Gotteshäusern inspiriert. Einem keltischen Heiligtum folgte in römischer Zeit ein Tempel des Merkur und schließlich befand sich auf dem Gipfel eine Wallfahrtskapelle. Spuren der Heiligtümer wurden durch Ausgrabungen freigelegt.

Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts, als man begann, sich mit der Natur wissenschaftlich auseinanderzusetzen, entdeckte man den vulkanischen Ursprung dieser Berge. Hatte man doch bislang geglaubt, es handle sich um riesenhafte Festungsbauten der Römer.

Als 1790, während der Französischen Revolution, die Départements geschaffen wurden, gab der Vulkan diesem Teil der Auvergne seinen Namen (Département 63, le Puy-de-Dôme). Ursprünglich wollten die Menschen ihr Département Monts Dore nennen, also nach dem Ort, an dem sich der höchste Punkt des Départements befindet (Puy de Sancy 1885 m). Einige Bürger unter der Führung von Gaultier de Biauzat, einem Abgeordneten aus Clermont-Ferrand, waren aber der Meinung, dass dieser Name, der auch als „goldene Berge“ verstanden werden kann, Paris dazu bringen könnte, zu hohe Steuern zu verlangen. Ihrem Ruf (geizig zu sein) nachgebend, entschieden sich die Auvergnaten für den Namen Puy-de-Dôme.

Der Wissenschaftler und Schriftsteller Blaise Pascal konnte auf diesem Berg die Schwere der Luft nachweisen.

Tourismus

Südseite des Vulkans, mit Gipfelwolke

Auf den Puy de Dôme führen Wanderwege, aber auch eine Straße. Auf dieser verkehrt sonntags in der Hauptreisezeit ein kostenpflichtiger Pendelbus, ansonsten ist sie freigegeben. Bis 1926 konnte man von Clermont-Ferrand auch mit einer besonderen Bahn auf den Berg gelangen.

Vom Observatorium mit kleinem Museum auf dem Gipfel hat man manchmal einen faszinierenden Blick über ein Wolkenmeer, was mit der hier häufig auftretenden Inversionswetterlage zusammenhängt. Bei klarer Sicht kann man auf eine Entfernung von ungefähr 30 km rund 100 vermutlich erloschene Vulkane überblicken.

Ob der Vulkan wirklich erloschen ist, bleibt dahingestellt. Auf einer Wanderung vom Puy de Dôme zu den anderen Gipfeln der Chaîne des Puys etwa dem Puy de Pariou sollte man jedenfalls über Schwefelgeruch nicht allzu überrascht sein.

Das Gebiet gehört zum Regionalen Naturpark Volcans d'Auvergne.

Radsport-Anstieg

Die Straße zum Puy de Dôme hinauf stellt einen der berühmtesten Anstiege der Tour de France dar. Die Straße von Clermont-Ferrand überwindet auf 14 Kilometern einen Höhenunterschied von über 1000 Meter, bei einer durchschnittlichen Steigung von 7,5 Prozent.

In den 1950er bis 1980er Jahren fanden hier insgesamt 13 Bergankünfte der Tour de France statt. Als erster Sieger triumphierte Fausto Coppi 1952. Das Duell zwischen Jacques Anquetil und Raymond Poulidor am Puy de Dôme bei der Tour 1964 gilt als ein legendärer Moment der Tour-Geschichte. 1975 wurde Eddy Merckx kurz vor dem Ziel von einem Zuschauer geschlagen. Nach 1988 wurde der Puy de Dôme vor allem aus logistischen und ökologischen Erwägungen nicht mehr befahren.

Die Etappensieger am Puy de Dome:

Weblinks


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