Qmail


Qmail
qmail
Entwickler: Dan Bernstein
Aktuelle Version: 1.0.3 (1998)
Betriebssystem: diverse Unix-Derivate
Kategorie: Mail Transfer Agent
Lizenz: public domain
Deutschsprachig: nein
qmail

qmail ist ein Mailserver für Unix-Systeme. Er wurde von Dan Bernstein entwickelt.

Inhaltsverzeichnis

Sicherheit

Der Hauptgrund für die Entwicklung von qmail war die Unzufriedenheit des Autors mit den bestehenden Lösungen. Insbesondere der bekannte Mailserver Sendmail fiel immer wieder durch Sicherheitslücken auf. Daher wurde qmail so entworfen, dass es möglichst unanfällig für sicherheitskritische Schwachstellen ist. Bernstein hat eine Prämie von 500 Dollar für das Auffinden einer Schwachstelle ausgesetzt. Diese Prämie wurde bisher noch nicht ausgezahlt, jedoch behauptet Wietse Venema, eine Lücke gefunden zu haben, was Daniel Bernstein bislang kategorisch bestreitet. [1][2]

Aufbau

qmail hat eine modulare Struktur, das heißt jede der Aufgaben eines Mailservers erledigt ein anderes Programm. Dies steht im Gegensatz zu den meisten anderen MTAs, die meist eine monolithische Struktur besitzen. Durch diesen Ansatz entstehen kleinere Programme, die leichter zu warten und weniger anfällig für Fehler im Code sind. Andererseits ist diese Struktur auch ein häufiger Kritikpunkt, da man viele der Funktionalitäten erst über diverse Patches erreichen kann und eine Erstinstallation und -konfiguration dementsprechend aufwändig ist.

Das Verzeichnis /var/qmail enthält den Hauptbestandteil von qmail.

Kritikpunkte

Die Software ist immer wieder Anlass für Diskussionen. Die Befürworter des Mailservers führen den einfachen Aufbau und das robuste Design ins Feld. Die Gegner kritisieren die fehlenden Anti-Spam-/Virus-Features, wie sie in modernen Mailservern zu finden sind. Die letzte offizielle Version von qmail ist aus dem Jahr 1998, als Spam noch wenig verbreitet war.

Beides hat die Verbreitung von qmail aber nicht gestoppt, sondern für eine rege Weiterentwicklung gesorgt. Inzwischen gibt es Erweiterungen für alle aktuellen Anwendungsfälle wie SPAM-/Virenschutz oder zum Beispiel SMTP-After-POP. Diese sind unter anderem auf der offiziellen Website von qmail zu finden und im Paket netqmail zusammengefasst worden.

Siehe auch: E-Mail

Quellen

  1. Wietse Venema’s slander
  2. Qmail bugs and wishlist

Weblinks


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