Ratu Josefa Iloilo


Ratu Josefa Iloilo

Ratu Josefa Iloilo Uluivuda (* 29. Dezember 1920) ist der amtierende Präsident von Fidschi. Er trägt den traditionellen Titel Tui Vuda des Oberhäuptlings des Vuda-Bezirkes im Westen Fidschis.

Er war Vizepräsident unter Ratu Sir Kamisese Mara, als die Regierung von Premierminister Mahendra Chaudhry durch einen Putsch von Nationalisten unter der Führung von George Speight am 29. Mai 2000 gestürzt wurde. Nachdem das Geiseldrama im Juli beendet war, wurde er zum Präsidenten ernannt.

Er wurde zunächst nur als Handlanger des Militärs angesehen, hat sich aber inzwischen den Respekt der unterschiedlichen politischen Fraktionen und ethnischen Gruppen verdient, indem er versuchte, stets einen von allen getragenen Kompromiss zu finden. Er lehnte es auch ab, direkt in die Auseinandersetzungen zwischen Politikern einzugreifen, und konnte so sogar unzufriedene Fraktionen, wie die Indo-Fidschianische Gemeinschaft, erreichen. Er wird dafür bewundert, das Militär überredet zu haben, im Jahre 2001 die Demokratie wieder einkehren zu lassen.

Iloilo war Laienprediger der Methodistenkirche von Fidschi und Rotuma und war 1997 und 1998 deren Vizepräsident.

Bei einem Putsch des Militärs am 5. Dezember 2006 wurde Ratu Josefa Iloilo gestürzt. Am 3. Januar 2007 gab das Militär die Macht an den Präsidenten zurück. Ratu Josefa Iloilo setzte daraufhin den Militärchef Frank Bainimarama als Chef einer Übergangsregierung ein. Im April 2009 setzte er die Verfassung außer Kraft und entließ alle Richter. Zuvor hatte ein Berufungsgericht die Regierung von 2006 für illegal erklärt.[1]

Iloilo ist das älteste amtierende Staatsoberhaupt der Welt.

Fußnoten

  1. tagesschau.de, Präsident des Pazifikstaats entlässt alle Richter - Fidschi-Inseln ohne Verfassung und Regierung, 10. April 2009 (WebCite)



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