Reede


Reede
Schiffe auf Reede vor dem chilenischen Salpeterhafen Iquique (vor 1900)
Sichtbares Anzeichen der Wirtschaftskrise: Schiffe liegen seit Wochen im Hamburger Hafen auf Reede (2009)

Eine Reede ist ein Ankerplatz beziehungsweise ein Liegeplatz vor einem Hafen, innerhalb seiner Molen oder vor der Mündung einer Wasserstraße. Reeden auf dem Rhein liegen ober- oder unterhalb bestimmter Hafeneinfahrten, teilweise bis zu 5 km entfernt.

Schiffe warten hier auf die Einfahrt zum Hafen, Kanal oder Fluss. Andere Schiffe werden geleichtert (ihre Ladung auf kleine Schiffe umgeladen). In einigen Fällen, z. B. in einer Wirtschaftskrise, warten sie aber auch für unbestimmte Zeit auf Reede auf Ladung oder Aufträge. Dann befindet sich nur noch eine verringerte Schiffsbesatzung an Bord, die einen Notbetrieb aufrechterhält, um die Fahrbereitschaft des Schiffes zu erhalten. Vor Helgoland bleiben die Seebäderschiffe auf Reede liegen, die Passagiere werden dort mit Börtebooten auf die Insel gebracht. In seltenen Fällen wurde eine Reede früher seemilitärisch gesichert.

Gemäß dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen Art. 12, können Reeden, die außerhalb der Hoheitsgewässer liegen, in diese einbezogen werden. Für Deutschland trifft dies auf die Tiefwasserreede nördlich der Jademündung in der Nordsee zu.

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Reede – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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