Reformwerke Wels


Reformwerke Wels
Reformwerke
Bauer & Co Gesellschaft m.b.H.
Rechtsform GmbH
Gründung 1910
Sitz Wels, Österreich
Leitung Clemens Malina-Altzinger, Herbert Schwaiger, Reinhard Riepl
Mitarbeiter ca. 400
Branche Fahrzeugbau
Produkte Sämaschinen, Motormäher, Transporter, Traktoren
Reform Metrac 2002 S mit Bandrechwender

Die Reformwerke Wels sind ein österreichischer Hersteller von Spezialfahrzeugen für die Landwirtschaft (Berglandtechnik) und Kommunalwirtschaft.

Als Nischenanbieter exportiert das rund 400 Mitarbeiter beschäftigende KMU weltweit, die Exportquote beträgt rund 70 %. Bekanntestes Produkt ist der Reform Muli, eine Mischung aus Kleintransporter und Traktor, der weltweit als Spezialkleintransporter bei schwierigen Geländebedingungen eingesetzt wird. Eine Tochterfirma ist die Agromont AG (Hünenberg, Schweiz).

Die Motormäher mit hydrostatischem Fahrantrieb wurden von Bucher Industries übernommen. Anfangs hat Reformwerke Wels diese Motormäher lediglich importiert und unter der Marke Reform verkauft. Später wurde der Bereich Motormäher von Bucher Industries übernommen.

Zukünftig werden die Motormäher von der Schweizer Firma Rapid übernommen und in Österreich in Rot unter der Marke Reform verkauft. Die Typenbezeichnungen lauten RM7 (Rapid Rex), RM8 (Rapid Swiss), RM9 (Rapid Mondo), RM13 (Rapid Universo) und RM20 für das Parallelmodell vom Rapid Euro [1].

Inhaltsverzeichnis

Produkte

Reform stellt Sämaschinen, Hanggeräteträger (Metrac), Spezialtransporter (Muli), Spezialtraktoren (Mounty) und Motormäher her. Die Maschinen werden in Wels gefertigt.

Historische Motormäher
  • R1 (Baujahre 1948[2] - ?)
  • x58 Serie (Baujahre: 1970er):
    • 58 mit 7 PS / 6 kW Motor
    • 58 S mit 5 PS Zweitakt Motor
    • 158 mit 8 PS / 6 kW Motor
    • 158 S mit 7 PS / 6 kW Motor
    • 258
  • 11x bzw. 13x Serie (Baujahre: 1970er, 1980er und 1990er):
    • 110 mit 7 PS / 6 kW Zweitakt Rotax Motor
    • 111 mit 8 PS / 6 kW bzw. 9 PS / 7 kW Zweitakt Rotax Motor
    • 111 S mit 7,2 PS [3] / 6 kW MAG-Viertaktmotor bzw. 8,6 PS [3] / 7 kW Zweitakt Rotax Motor, 1 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang [3], starre Achse
    • 112 mit 7,2 PS [3] / 6 kW MAG-Viertaktmotor bzw. 8,6 PS [3] / 7 kW Zweitakt Rotax Motor, 3 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang [3], Lenkung über Achse mit entsperrbarem Ausgleichsgetriebe und Innenbackenbremse am rechten Rad
    • 115 mit 7 bzw. 8 bzw. 9 PS / 6 bzw. 7 kW Zweitakt Rotax oder MAG-Viertaktmotor Motor
    • 116 mit 8 PS / 6 kW Motor bzw. 9 PS / 7 kW Rotax Motor, 1 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang, Baujahre: 1985[2] - ?
    • 131 mit 7,2 PS [3] / 6 kW MAG-Viertaktmotor bzw. 8,6 PS [3] / 7 kW Zweitakt Rotax Motor, 3 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgänge [3], starre Achse
  • 2x6er Serie (Baujahre: 1990er)
    • 206 mit 8 PS / 6 kW Zweitakt Rotax Motor bzw. 9 PS / 7 kW Viertakt Motor
    • 216, 216 S mit 8 PS / 6 kW Motor bzw. 9 PS / 7 kW Rotax Zweitakt Motor

Die Mäher 206, 216 wurden erstmals 1989 [2] produziert, 1991[2] folgten die 216 S / D / KL nach.

  • 300er Serie (Baujahre: 1985[2] - ?)
    • 316, 316 D mit 7 PS / 6 kW Motor oder 8 PS / 6 kW Rotax Motor, 3 Vorwärts- und 3 Rückwärtsgänge
  • 416 (Baujahre: 1989[2] - ?)
  • 6x1 Serie (Baujahre: 2000er)
    • 611 mit 7 PS / 6 kW Viertakt Motor
    • 621 mit 8 PS / 6 kW Rotax oder Viertakt Motor, 4 Vorwärts- und 4 Rückwärtsgänge
    • 631 L mit x PS / x kW Viertakt Motor, Baujahre: 1998 [2] - ?
  • 700er Serie (Baujahre: 1980er und 1990er)
    • 711
    • 715 mit 6 PS / 5 kW oder 5 PS / 4 kW Motor
    • 720 mit 7 PS / 6 kW Motor
    • 741
  • Hobby Serie
    • Hobby 55 mit 5 PS / 4 kW Motor
    • Hobby 56 mit 5 PS / 4 kW Motor
    • Hobby 56 mit 7 PS / 6 kW Motor
  • M3 [4] Serie (Baujahre: 1998[2] - ?)
    • M3 S (starre Radachse) mit 6,6 kW oder 8,2 kW MAG-Kubota Viertaktmotor oder 5,6 kW Rotax Zweitaktmotor
    • M3 D (Achse mit sperrbarem Differential) mit 6,6 kW oder 8,2 kW MAG-Kubota Viertaktmotor oder 5,6 kW Rotax Zweitaktmotor
    • M3 L (Achse mit Lenkbremskupplung) mit 6,6 kW oder 8,2 kW MAG-Kubota Viertaktmotor oder 5,6 kW Rotax Zweitaktmotor

Der M3 D wird inzwischen mit einem anderen, stärkeren Motor produziert, siehe weiter unten.

  • M7 [5] Serie (Baujahre: 1998[2] - ?)
    • M7 (ohne Lenkhilfeeinrichtung) / M7L (mit Lenkhilfeeinrichtung) mit 5,5 PS / 4,6 kW Viertaktmotor MAG-Kubota
  • M8 [5] Serie (Baujahre: 1998[2] - ?)
    • M8 (ohne Lenkhilfeeinrichtung) / M8L (mit Lenkhilfeeinrichtung) mit 6 PS / 4,9 kW Viertaktmotor MAG-Kubota
  • M9 [6]Serie (Baujahre: 2000[2] - heute)
    • M9 mit 4,2 kW MAG-Kubota Viertaktmotor

Der M9 wird inzwischen mit einem anderen, stärkeren Motor produziert, siehe weiter unten. Dieser Motormäher ist identisch mit dem Bucher Elite 9.

  • M10 (Baujahre: 1998 [2] - ?), identisch mit dem Motormäher Bucher Elite 10
  • M12 [7] Serie (Baujahre: 1990er)
    • M12 mit 11 PS / 7,8 kW Viertaktmotor MAG-Kubota bzw. 9 PS / 6,6 kW Rotax Zweitakt Motor
  • M14 [6]Serie (Baujahre: 2000er)
    • M14 mit 6,2 kW MAG-Kubota Viertaktmotor

Der M14 wird inzwischen mit einem anderen, stärkeren Motor produziert, siehe weiter unten.

Aktuelle Balkenmäher [8]
  • 616 mit 5 kW / 6,5 PS Honda Viertakt Motor (in der Vergangenheit auch mit 8 PS / 6 kW Motor), 1 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
  • 626 mit 8,1 kW / 11 PS Viertakt Motor, 4 Vorwärts- und 3 Rückwärtsgänge
  • 636 L mit Viertakt Motor 8,1 kW / 11 PS, 4 Vorwärts- und 3 Rückwärtsgänge
  • 636 LA mit Viertakt Motor 8,1 kW / 11 PS, 3 Vorwärts- und 3 Rückwärtsgänge
  • 746 mit Viertakt Motor 8,1 kW / 11 PS, Baujahre: 2007[2] - heute
Aktuelle Bergmäher mit mechanischem Fahrantrieb [9]
  • M2, M2 D mit 6,7 kW / 9 PS ROBIN Viertakt Motor, 2 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgänge, Baujahre: 2007[2] - heute
  • M3, M3 D mit 8,1 kW / 11,5 PS ROBIN Viertakt Motor, 3 Vorwärts- und 3 Rückwärtsgänge
Aktuelle Balkenmäher mit hydrostatischem Fahrantrieb [10]
  • M9 mit 9,6 kW / 13 PS Viertakt ROBIN Motor
  • M14 mit 11,9 kW / 16 PS bzw. 14,7 kW / 20 PS Viertakt Briggs & Stratton Motor
  • Cutter 100 mit 11,9 kW / 16 PS Viertakt Briggs & Stratton Motor

Geschichte

Johann Bauer, Sohn eines Landwirtes, gründete 1910 das Unternehmen mit sieben Mitarbeitern. Erstes Produkt war die Sämaschine „Welsia“. Bis 1940 wurde die Produktpalette laufend erweitert. So wurden nun auch Jauchepumpen und -fässer, Getreideputzmühlen und Kartoffelroder hergestellt.

Nach einem Produktionsstopp im Zweiten Weltkrieg wurde 1945 das alte Programm wieder aufgenommen. 1947 wurde die hauseigene Grau- und Tempergießerei zur Teilefertigung eröffnet. Der erste Motormäher „R1“ ging 1948 vom Band, der Mähwender „2000“ 1965. In den folgenden Jahren wurde in der Schweiz die Tochterfirma Agromont gegründet und der erste Universal-Transporter „Muli 25“ wurde gebaut.

Ab 1977 wurde der Hanggeräteträger „Metrac“ als neues Produkt eingeführt, die einzelnen Gerätetypen wurden kontinuierlich verbessert: Allradlenkung, erweiterbare Arbeitshydraulik, Federung.

1993 wurde das erste hydrostatisch angetriebene Gerät erzeugt, der „Metrac 4004H“. 1999 erschien der Bergtraktor „Mounty“ als ein Traktor mit vier gleich großen Rädern. Die Palette der Mäher wurde 2003 mit der Übernahme der Bucher-Hydromäher ausgeweitet.

Weblinks

 Commons: Reformwerke Wels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikibooks Wikibooks: Traktorenlexikon: Reform – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise

  1. http://www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_22106.html
  2. a b c d e f g h i j k l m n Reform Firmenchronik, Reform steht von Anfang an für Fortschritt in der Landwirtschaft [1]
  3. a b c d e f g h i Betriebsanleitung & Ersatzteilliste Reform Mäher 111 S & 112 & 131, Ausgabe 1974/75, Seite 3.
  4. Prüfbericht Motormäher M3 S, M3 D und M3 L der Bundesanstalt für Landtechnik Wieselburg
  5. a b http://www.blt.bmlfuw.gv.at/pruefber/g2000058.pdf
  6. a b Prüfbericht Hydromäher Reform M9/Reform M14 der Bundesanstalt für Landtechnik Wieselburg
  7. http://www.blt.bmlf.gv.at/pruefber/g1996200.pdf
  8. http://www.reform.at/de/produkte/einachsmaeher/balkenmaeher.html
  9. http://www.reform.at/de/produkte/einachsmaeher/profi-bergmaeher.html
  10. http://www.reform.at/de/produkte/einachsmaeher/profi-hydromaeher.html
48.16777777777814.015833333333

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:


We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.