Reichsstelle für Raumordnung


Reichsstelle für Raumordnung

Die Reichsstelle für Raumordnung (RfR) wurde 1935 als Oberste Reichsbehörde mit Hanns Kerrl als Leiter eingerichtet und war Adolf Hitler direkt unterstellt.

Zu den Hauptaufgaben der Reichsstelle zählte die räumliche Gleichverteilung von Industrie und Wohnungen im Reichsgebiet des Deutschen Reiches. Für eine „volksgemäße Ordnung des Raumes“ sollten der Landbedarf der öffentlichen Hand geregelt und eine planvolle Besiedlung mit gesunder Bevölkerungsstruktur gewährleistet werden.

Für den Osten Europas entwickelte die Reichsstelle für Raumordnung „weitreichende Konzepte zur Organisation, Besiedlung und Beherrschung der eroberten Gebiete“.[1]

Ebenfalls 1935 wurde eine „Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung der deutschen Hochschulen“ gebildet, die der Reichsstelle zuarbeiten sollte.

Tatsächlich blieb die Arbeit der Reichstelle aufgrund unklarer Kompetenzen relativ wirkungslos. Ab 1939 dominierte Heinrich Himmlers SS-Stabshauptamt „Planung und Boden“ mit der Entwicklung des Generalplans Ost für die „Germanisierung“ von Wartheland und Generalgouvernement.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Wolfgang Benz u.a. (Hrsg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus. Stuttgart 1997, S. 600.

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