Reiss-Engelhorn-Museen


Reiss-Engelhorn-Museen
Museum D5

Die Reiss-Engelhorn-Museen (rem) sind eine öffentliche Einrichtung, die mehrere Museen und Einrichtungen in Mannheim unter einem Dach vereint. Dazu gehören:

  • Bassermannhaus für Musik und Kunst C 4, 8 (Die Innenstadt Mannheims kennt keine Straßennamen, sondern die Kombination von Buchstabe und Zahl.)
  • Museum Weltkulturen D 5
  • Museum Zeughaus C 5
  • Museum Schillerhaus B 5, 7
  • ZEPHYR – Raum für Fotografie C 4, 9
  • Zentrum für internationale Kunst- und Kulturgeschichte C 4
  • Curt-Engelhorn-Zentrum gGmbH Archäometrie – An-Institut der Universität Tübingen D 6, Klaus Tschira-Labor für physikalische Altersbestimmung

Das 2007 neueröffnete Museum Zeughaus C5 und das Museum Weltkulturen D5 sind Präsentationsorte der großen rem-Sonderausstellungen.

Inhaltsverzeichnis

Überblick über die Reiss-Engelhorn-Museen

Zeughaus Mannheim im November 2011

Die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim (rem genannt) werden seit 1999 von Alfried Wieczorek geleitet, der zugleich Vorstandsvorsitzender der Curt-Engelhorn-Stiftung ist. Zweiter Direktor und zweiter Vorstandsvorsitzender ist Michael Tellenbach. Sie haben sich in den letzten Jahren zu einem international agierenden Museumskomplex, herausragenden Ausstellungsstandort und bedeutenden Forschungszentrum entwickelt.

Die Namensgeber der Reiss-Engelhorn-Museen

  • Carl Reiß (1843–1914) war ein Mannheimer Unternehmer, Politiker und Kulturmäzen. 1913 übertrug er im Einvernehmen mit seiner Schwester testamentarisch sein gesamtes Vermögen der Stadt Mannheim, zur Errichtung eines Reiß-Museums.
  • Anna Reiß (1836–1915), die Schwester von Carl Reiß wurde zuerst in Schwerin als Sängerin engagiert. In Mannheim war die Schauspielkennerin und -kritikerin Dauergast im Nationaltheater und empfing im Anschluss an die Aufführungen häufig Künstler in ihrem Haus.
  • Curt Glover Engelhorn (* 1926) ist ein Urenkel von Friedrich Engelhorn, dem Gründer der BASF. 2001 löste er sein Versprechen ein, der Stadt seines unternehmerischen Erfolges noch eine größere Zuwendung zukommen zu lassen. [1]
  • Die Stiftung trägt den Namen Curt-Engelhorn-Stiftung für die Reiss-Engelhorn-Museen und fördert das gesamte Forschungs- und Ausstellungswesen dieser Institution.

Ziele

Vor allem in den Bereichen Archäologie, Weltkulturen und Fotografie zählen die rem nicht nur zu den bedeutenden Ausstellungshäusern in Deutschland, sondern auch in Europa. Mit der Neueröffnung der Zeughaussammlungen zur Kunst- und Kulturgeschichte sowie zur Geschichte Mannheims und der Region werden auch diese Fachrichtungen im nationalen und internationalen Museumswesen Beachtung finden. Mit insgesamt 11.300 Quadratmeter Ausstellungsfläche und ca. 1,2 Millionen Exponaten sind die rem der größte süddeutsche Museumskomplex in kommunaler Trägerschaft.

Im Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie, das zugleich An-Institut der Universität Tübingen ist, werden Materialanalysen, Herkunftsbestimmungen von Materialien und Echtheitsuntersuchungen von Exponaten durchgeführt. Zusammen mit dem Ende 2007 seinen Betrieb aufnehmenden Klaus-Tschira-Labor für Chronometrie (Altersbestimmungen) besitzen die rem in Deutschland damit das größte Forschungszentrum dieser Art.

Das Curt-Engelhorn-Zentrum für Kunst- und Kulturgeschichte mit den Forschungsstellen Archäologie und Kultur Ostasiens, Forum Internationale Photographie, Steinzeit und Merowingerzeit vertieft die Schwerpunkte der Museumssammlungen und verknüpft sie mit der internationalen Forschung.

ehemalige Sonderausstellung

Im Zentrum der Museumsarbeit steht neben der Forschung insbesondere die Präsentation der Forschungsergebnisse in öffentlichkeitswirksamen Ausstellungen. Die internationale Zusammenarbeit wird durch Kooperationen mit anderen weltweit agierenden Museen, Universitäten und weiteren Institutionen gefördert.

Die rem vermitteln und präsentieren in vier Häusern kulturgeschichtliche Vergangenheit und Gegenwart (Museum Zeughaus C5, Museum Weltkulturen D5, Museum Schillerhaus B5, ZEPHYR – Raum für Fotografie C4) in nationalem und internationalem Kontext.

Kurfürst Carl Philipp um 1733

Die Sammlungen wurden 1731 von Kurfürst Carl Philipp begründet, von Kurfürst Carl Theodor seit 1742 in großem Umfang ausgebaut und seitdem stetig erweitert. Sie beschränken sich nicht auf Exponate aus der Region, sondern umfassen Bestände von nationalem und internationalem Interesse. Eine Besonderheit stellen die Eigentums- und Besitzverhältnisse an den heutigen Beständen der rem dar. Die rem besitzen und verwalten ihre Bestände, das Eigentum daran ist aber in folgender Weise aufgeteilt: Ca. 40 Prozent Eigentum des Landes Baden-Württemberg, ca. 40 Prozent Eigentum der Gesellschaft der Freunde Mannheims (Mannheimer Altertumsverein von 1859), 15 Prozent Eigentum der Stadt Mannheim und 5 Prozent Eigentum der Förderer-Stiftung für die rem und der Curt-Engelhorn-Stiftung für die rem.

Einzigartig in der deutschen Museumslandschaft ist die enge Verbindung zwischen den als Eigenbetrieb der Stadt Mannheim geführten rem und der 2001 gegründeten Curt-Engelhorn-Stiftung für die rem als Stiftung bürgerlichen Rechts. Museumsdirektion und Stiftungsvorstand sind identisch, werden stets in Personalunion geführt. Dadurch können die Ressourcen beider Institutionen ideal aufeinander abgestimmt werden. Die Stiftung fördert z. B. die gesamte Forschung und das Ausstellungswesen der rem. Die feste Verankerung der rem in der Bürgerschaft und in der Region findet ihren Ausdruck in den beiden Fördervereinen (Fördererkreis für die Reiss-Engelhorn-Museen und Gesellschaft der Freunde Mannheims) mit über 3000 Mitgliedern und in einem Kranz von Förderinstitutionen bürgerschaftlichen Engagements (Curt-Engelhorn-Stiftung für die Reiss-Engelhorn-Museen, Förderer-Stiftung für die Reiss-Engelhorn-Museen, Kurpfalz-Stiftung, rem-Service GmbH, Gem. Förderer GmbH).

Porzellansammlung

Als Ziele der rem sind definiert:

  • Der Ausbau der Position der rem als überregionales und internationales Ausstellungshaus und wissenschaftliches Kompetenzzentrum
  • Die Erhaltung der führenden Museumsposition der rem in der Metropolregion Rhein-Neckar (Leuchtturmfunktion)
  • Die Bewahrung und der Ausbau der Sammlungen als kulturelles Erbe für zukünftige Generationen
  • Die Präsentationen von ständigen Schausammlungen und Sonderausstellungen nach neuesten wissenschaftlichen und didaktischen Erkenntnissen
  • Die Teilhabe an der national und international bedeutenden Forschung
  • Der Abbau von Hemmschwellen beim Museumsbesuch, um alle gesellschaftlichen Gruppen ansprechen zu können, und die schrittweise erfolgende Erschließung neuer Besuchergruppen
  • Die Vermittlung von Wissen und von Verständnis für kulturelle und gesellschaftliche Zusammenhänge in Vergangenheit und Gegenwart
  • Die Partnerschaft mit Bildungseinrichtungen verschiedenster Art, weil Museen das einzige dreidimensional erfahrbare Bildungspotential zur Verfügung stellen können
  • Der Ausbau der Verankerung in der Bürgerschaft Mannheims und der Metropolregion
  • Der Ausbau von Kooperationen mit Museen, Wissenschaftsinstitutionen, der Wirtschaft und weiteren gesellschaftlich relevanten Gruppen

Im Jahr 2008 hatten die Reiss-Engelhorn-Museen 330.172 Besucher.[2]

Museum Weltkulturen D 5

Museum D5

Vom Architekten Carlfried Mutschler und vom Künstler Erwin Bechtold entworfen, wurde das Museum 1988 auf dem Quadrat D 5 eröffnet. Im 1. Obergeschoss sind unter dem Titel „MenschenZeit – Geschichten vom Aufbruch der frühen Menschen“ die Epochen der Steinzeit dargestellt. Der Ausstellungsbereich stellt die Steinzeit als erste archäologisch fassbare Epoche dar und lädt den Besucher in einen Erlebnisraum ein, der Leben und Lebensumfeld dieser Menschen aus der fernen Vergangenheit erschließt.

Im Erdgeschoss und im 2. Obergeschoss befinden sich die Räumlichkeiten für die wechselnden Sonderausstellungen.

Museum Zeughaus C 5

Zeughaus Mannheim
Zeughaus Mannheim 2007

Das Mannheimer Zeughaus gehört zu den bedeutendsten Bauwerken des Frühklassizismus in Deutschland. Es wurde 1777/1778 nach Plänen von Peter Anton von Verschaffelt in der Regierungszeit des Kurfürsten Carl Theodor (1724–1799) als kurfürstliches Waffenarsenal errichtet. Seit seiner Erbauung wurde das Zeughaus vielfältig genutzt und baulich verändert: Im 19. Jahrhundert diente es als Kaserne, ab 1903 als Gewerbehalle und Leihamt. Bereits seit 1908 museal genutzt, wurde 1925 im Erdgeschoss das Museum für Natur- und Völkerkunde und Urgeschichte eröffnet.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude große Schäden. Der Wiederaufbau erfolgte ab 1946. Seit 1949 stand das erste Obergeschoss als Museum wieder zur Verfügung. Es folgte 1952 die Aufstellung der Stadtgeschichtlichen Sammlung im Hofgebäude des Zeughauses. 1953 beschloss dann der Mannheimer Gemeinderat die Einrichtung eines neuen Museums, des Reiss-Museums, im Zeughaus. Umfangreiche Sanierungen und Aufbauarbeiten begannen. Am 21. Januar 1957 wurde das Zeughaus als Reiss-Museum eingeweiht.

Aufgrund erheblicher baulicher Mängel und unvertretbarer Klimaschwankungen wurde im April 2003 die Generalsanierung und museale Neueinrichtung des Zeughauses begonnen und pünktlich zum 400jährigen Stadtjubiläum am 24. Januar 2007 abgeschlossen. Das Museum Zeughaus ist am 24. Januar 2007 nach einer umfassenden Sanierung und einer Neukonzeption der Sammlung wiedereröffnet worden. Es befindet sich direkt gegenüber dem Museum Weltkulturen auf dem Quadrat C 5.

Die Welt der Antike präsentiert sich dem Besucher im Untergeschoss. Die Exponate stellen insbesondere die hellenistische, etruskische und römische Epoche dar. Im Erdgeschoss, dem Eingangsbereich, befindet sich die Schatzkammer mit sakralen Kunstwerken und die Porzellansammlung mit einem großen Anteil von Stücken der Frankenthaler Porzellanmanufaktur. Der Heinrich-Vetter-Saal im ersten Obergeschoss wird für Sonderausstellungen genutzt. Die Gemälde-, Grafik-, Uhren-, Kleidungs-, und Möbelsammlung befindet sich im zweiten Obergeschoss. Zudem wird dort eine Ausstellung zum Thema Sammelrausch gezeigt. Momentan sind Erdgeschoss, erstes und zweites Obergeschoss aufgrund von Vorbereitungsmaßnahmen für die große Sonderausstellung Die Staufer und Italien. Drei Innovationsregionen im mittelalterlichen Europa nicht zugänglich. Unter der Schirmherrschaft der Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz startet die Mittelalterschau ab 19. September 2010. Auf die Stadtgeschichte Mannheims und den Naturraum des Stadtgebiets, sowie die umfangreiche Theatergeschichte, wird im dritten Obergeschoss eingegangen. Die Theaterschausammlung zeigt u. a. das Original-Soufflierbuch zu Die Räuber von Friedrich Schiller aus dem Jahre 1782. Im vierten Obergeschoss befindet sich die Musikinstrumentesammlung und das Forum Internationale Photographie.

Museum Schillerhaus B 5, 7

Museum Schillerhaus

Mannheimer Boden war es, auf dem der junge Friedrich Schiller seine ersten Erfolge als Theaterdichter feierte. Bevor es ihn weiter nach Leipzig und Weimar zog, verlebte das junge Genie hier von Juli 1783 bis April 1785 zwei aufregende und für seine weitere berufliche Laufbahn entscheidende Jahre.

In dieser Zeit lebte Schiller in verschiedenen Anwesen in Mannheim. Die letzte Wohnung befand sich wohl im Hölzelschen Haus in Mannheim, B 5,8. Dieses Architekturensemble ist heute nicht mehr vorhanden. In dem erhalten gebliebenen benachbarten Komplex B 5,7 aber spiegelt sich die Atmosphäre der Lebenssituation des jungen Schiller in den letzten Monaten seines Aufenthaltes in der Stadt wider. Der Fördererkreis für die Reiss-Engelhorn-Museen hat den Komplex erworben und renoviert. Hier befindet sich das Museum Schillerhaus der Reiss-Engelhorn-Museen, das einen Eindruck vermittelt von den Wohnverhältnissen der damaligen Zeit. Eine multimediale Inszenierung dokumentiert das bewegte Leben Schillers in Mannheim. Sein Ruhm als Dramenautor begründet sich hier, hier knüpfte er zahlreiche Frauenkontakte und erkrankte an Malaria.

ZEPHYR – Raum für Fotografie C 4, 9

ZEPHYR – Raum für Fotografie! ist ein weiterer Ausstellungsort der Reiss-Engelhorn-Museen im Museum Bassermannhaus für Musik und Kunst im Quadrat C 4,9 und einer der bundesweit wenigen öffentlichen Räume für zeitgenössische Fotografie. ZEPHYR zeigt wechselnde Ausstellungen internationaler Künstler, die mit den Medien Video und Fotografie arbeiten. 2006 zeigte ZEPHYR Arbeiten der internationalen Newcomerin Stefanie Schneider. 2007 standen die großen Ausstellungsprojekte „my vision – Ideen für die Welt von Morgen“ im Rahmen des 400-jährigen Stadtjubiläums Mannheim und Spurensuche – Polizeifotografie in Mannheim 1945–1970 im Mittelpunkt des Ausstellungsprogramms. 2009 zeigte ZEPHYR unter anderem die Werkschauen "Am Wasser gebaut" von Sascha Weidner, "AIDS in Odessa" von Andreas Diefenbach oder "Some Things Human" des Wiener Künstlers und Welde-Kunstpreis Gewinners Timotheus Tomicek. Seit dem 17. Oktober 2010 präsentiert ZEPHYR mit COOL AND HOT die europaweit größte Ausstellung des weltberühmten Architekturfotografen Julius Shulman.

Zentrum Internationale Kunst- und Kulturgeschichte C 4

Zentrum internationale Kunst- und Kulturgeschichte

Mit einer in der deutschen Museumslandschaft im Blick auf die letzten Jahre einzigartigen Stiftung von 21.000.000 Euro hat der Unternehmer Curt Engelhorn im Jahr 2001 die damaligen Reiss-Museen – heute zu Ehren des Stifters Reiss-Engelhorn-Museen genannt – bedacht.

Zweck der Stiftung ist die Förderung der Reiss-Engelhorn-Museen als öffentliche Einrichtung der Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung. Sie verfolgt das Ziel, die Reiss-Engelhorn-Museen zu einem national und international angesehenen Zentrum für Kunst- und Kulturgeschichte und internationalen Kulturvergleich zu formen. Die Einrichtung des Zentrums für Internationale Kunst- und Kulturgeschichte erfüllt diese Stiftungszielsetzung.

Das Zentrum für Internationale Kunst- und Kulturgeschichte mit den Forschungsstellen Archäologie und Kultur Ostasiens, Forum Internationale Photographie, Steinzeit und Merowingerzeit vertieft die Schwerpunkte der Museumssammlungen und verknüpft sie mit der internationalen Forschung.

Zentrum Archäometrie – An-Institut der Universität Tübingen D 6

Die Archäometrie dient der Untersuchung der Herkunft von Rohstoffen, um so Rückschlüsse auf die Echtheit archäologischer Fundstücke ziehen zu können. Es können auch Angaben zur Herkunft der Objekte wie auch der regionalen Ausbreitung von Kulturen gemacht werden. Das Curt-Engelhorn-Zentrum für Archäometrie wurde im November 2004 gegründet und verbindet die Reiss-Engelhorn-Museen als An-Institut mit der Universität Tübingen in Form einer Public Private Partnership. Es ist entstanden aus einer Stiftungsprofessur, die 1997 von der VolkswagenStiftung an der TU Bergakademie Freiberg eingerichtet worden war. Die Grundeinrichtung des Zentrums wurde von dort übernommen, modernisiert und ausgebaut.

Am 21. Juni 2010 wurde das Klaus Tschira-Labor für physikalische Altersbestimmung des Curt-Engelhorn-Zentrums Archäometrie gGmbH eröffnet. Es führt u. a. Lumineszenzdatierungen, Radiokohlenstoffdatierungen mit dem neu entwickelten MICADAS-Beschleuniger durch. Leiter des Labors ist der Archäometriker Dr. Dr. h.c. Bernd Kromer, der auch das C 14-Labor des Instituts für Umweltphysik der Universität Heidelberg leitet.

Hier erarbeiten sich Studierende in Praktika die modernen Methoden der Archäometrie. Hier werden international vernetzte Forschungsprojekte durchgeführt und Diplom- und Doktorarbeiten zur Archäometrie. In speziellen Kursen für Archäologen, Restauratoren, sowie Kunst- und Kulturhistoriker werden die Möglichkeiten der Materialanalyse in den Kulturwissenschaften erläutert.

Direktor des Curt-Engelhorn-Zentrums Archäometrie gGmbH ist der Archäometriker Prof. Dr. Ernst Pernicka.

Bassermannhaus für Musik und Kunst C 4, 8

Die Grundsteinlegung für den Museumsneubau erfolgte am 23. Oktober 2008. Wegen der vorherigen Nutzung als Parkplatz konnten bei der archäologischen Untersuchung des Baugrundes gut erhaltene Reste des historischen Gebäudebestandes aus der Zeit der frühen Besiedelung festgestellt werden. Errichtet wird für fünf Millionen Euro ein sechsgeschossiger Bau, in dem im Erd- und ersten Obergeschoss 2010 die Ausstellung Klang der Kulturen eröffnet werden soll. Ermöglicht wird das Projekt durch eine Spende der Bassermann-Kulturstiftung Mannheim, die dem Museum insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung stellt.[3]

Ausstellungen 2007

  • 28. Januar 2007–Januar 2008: Ins Wort gesetzt – Zeitgenössische Lyrik zu Fotografien von Robert Häusser
  • 4. Februar 2007–15. April 2007: my vision – Ideen für die Welt von Morgen
  • 21. April 2007–14. August 2007: Pferdestärken – Das Pferd bewegt die Menschheit
  • 26. Mai 2007–12. August 2007: 10/400 – 10 Jahre Stadtentwicklung/400 Jahre Stadt Mannheim
  • 10. Juni 2007–12. August 2007: Gudrun-Wassermann-Buschan-Preis 2006 – Evelyn Hribersek
  • 17. Juni 2007 - 29. Juli 2007: Welde Fotokunstpreis
  • 16. September 2007–6. Januar 2008: Spurensuche – Polizeifotografie in Mannheim 1945–1970
  • 30. September 2007–24. März 2008: Mumien – Der Traum vom ewigen Leben
  • 30. September 2007–24. März 2008: Verhüllungen – Malerei von Klaus Jürgen Fischer

Ausstellungen 2008

  • 16. September 2007–24. März 2008: Spurensuche – Polizeifotografie in Mannheim 1945–1970
  • 28. Januar 2007–13. April 2008: Ins Wort gesetzt – Zeitgenössische Lyrik zu Fotografien von Robert Häusser
  • 30. September 2007–24. März 2008: Mumien – Der Traum vom ewigen Leben
  • 30. September 2007–24. März 2008: Verhüllungen – Malerei von Klaus Jürgen-Fischer
  • 9. Februar 2008–1. Juni 2008: Ursprünge der Seidenstrasse – Sensationelle Neufunde aus Xinjiang, China
  • 17. Mai 2008-30. April 2009: Robert Häusser – Das Moortagebuch
  • 1. Juni 2008-20. Juli 2008: TRANS – Fotografische Bilder von Gerhard Vormwald
  • 14. September 2008–18. Januar 2009: Homer – Der Mythos von Troja in Dichtung und Kunst
  • 28. September 2008-11. Januar 2009: Paolo Pellegrin - As I WAS DYING
  • 3. Oktober 2008–11. Januar 2009: Weltstars der Fotografie – Die Preisträger der Hasselblad-Foundation
  • 8. November 2008-25. Mai 2009: Stephan von Stengel – Ein Schöngeist in diplomatischen Diensten

Ausstellungen 2009

  • 17. Mai 2008 bis 30. April 2009: Robert Häusser – Das Moortagebuch
  • 14. September 2008 bis 18. Januar 2009: Homer – Der Mythos von Troja in Dichtung und Kunst
  • 3. Oktober 2008 bis 11. Januar 2009: Weltstars der Fotografie – Die Preisträger der Hasselblad-Foundation
  • 8. November 2008 bis 25. Mai 2009: Stephan von Stengel – Ein Schöngeist in diplomatischen Diensten
  • 11. Januar 2009 bis 22. Februar 2009: Aids in Odessa - Andrea Diefenbach
  • 1. März 2009 bis 7. Juni 2009: EVET: Ja, ich will! – Hochzeitskultur und Mode von 1800 bis heute: eine deutsch-türkische Begegnung
  • 8. März 2009 bis 26. April 2009: Am Wasser gebaut - Sascha Weidner
  • 21. März 2009 bis 6. März 2011: Wie funktioniert Archäologie?
  • 30. Mai 2009 bis 15. November 2009 im Museum Weltkulturen D 5: Fundsache Luther. Archäologen auf den Spuren des Reformators
  • 7. Juni 2009 bis 25. April 2010 im Museum Zeughaus C 5 - Forum Internationale Photographie: Robert Häusser - Die Berliner Mauer. Fotografien und Zitate
  • 4. Juli 2009 bis 31. Januar 2010 im Museum Zeughaus C5: Italiensehnsucht - Künstlereindrücke im 18. und 19. Jahrhundert
  • 5. September bis 25. Oktober 2009 im Museum Zeughaus C 5 - Forum Internationale Photographie: 3. Fotofestival MA - LU - HD: Images Recalled. Bilder auf Abruf. Joan Fontcuberta. Landschaften ohne Erinnerung
  • 2. bis 31. Oktober 2009, engelhorn Mode im Quadrat: Am Fuße der Akropolis. Das Licht Hellas
  • 3. Oktober 2009 bis 21. Februar 2010 im Museum Weltkulturen D 5: Alexander der Große und die Öffnung der Welt
  • 26. November 2009 bis 25. Mai 2010 im Museum Zeughaus C 5: Das Gold der Steppe. Fürstenschätze jenseits des Alexanderreichs

Ausstellungen 2010

  • bis 21. Februar 2010, im Museum Weltkulturen D 5: Alexander der Große und die Öffnung der Welt. Asiens Kulturen im Wandel
  • bis 30. Dezember 2010 im Museum Zeughaus C5, Forum Internationale Photographie: Am Fusse der Akropolis. Das Licht Hellas. Historisches Griechenland in der Reisefotografie des 19. Jahrhunderts
  • bis 30. Dezember 2010 im Museum Zeughaus C 5 - Forum Internationale Photographie: Robert Häusser - Die Berliner Mauer. Fotografien und Zitate
  • bis 25. Mai 2010, im Museum Zeughaus C 5: Das Gold der Steppe. Fürstenschätze jenseits des Alexanderreichs
  • 17. Januar 2010 bis 30. Dezember 2011: Achtung Ausgrabung! Wie funktioniert Archäologie? (im Museum Weltkulturen D5) (eine Ausstellung des LWL-Museums für Archäologie in Herne
  • 23. Februar bis 9. Mai 2010 im Museum Zeughaus, C 5: Rembrandt Pinxit. Niederländerezeption in Druckgrafiken des 18. und 19. Jahrhunderts (im Museum Zeughaus C5)
  • 28. März bis 30. Mai 2010: Gudrun-Bassermann-Buschan-Preis Julia Schnittger) (im Museum Weltkulturen D5)
  • 13. Juni 2010 bis 20. März 2011: Die Rückkehr der Götter.Berlins verborgener Olymp in Mannheim. (in Kooperation mit der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz) (im Museum Weltkulturen D5)
  • 19. September 2010 bis 20. Februar 2011: Die Staufer und Italien. Drei Innovationsregionen im mittelalterlichen Europa (eine Ausstellung der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen), gefördert durch die Landesstiftung Baden-Württemberg mit 700.000 Euro [4]
  • 17. Oktober 2010 bis 27. Februar 2011: Julius Shulman: Cool and Hot (zu seinem 100. Geburtstag) (in ZEPHYR. Raum für Fotografie im Museum Bassermannhaus C 4)
  • 23. Oktober 2010 bis 9. Januar 2011: Christopher Winter. Wild life (Auftakt der Ausstellungsreihe Welcome back, im Museum Bassermannhaus C 4)

Ausstellungen 2011

  • bis 20. Februar 2011: Die Staufer und Italien. Drei Innovationsregionen im mittelalterlichen Europa (im Museum Weltkulturen D5)
  • bis 27. Februar 2011: Julius Shulman: Cool and Hot (zu seinem 100. Geburtstag) (in ZEPHYR. Raum für Fotografie im Museum Bassermannhaus C 4)
  • bis 20. März 2011: Die Rückkehr der Götter. Berlins verborgener Olymp in Mannheim. (im Museum Weltkulturen D5)
  • bis 30. Dezember 2010 im Museum Zeughaus C5, Forum Internationale Photographie: Am Fusse der Akropolis. Das Licht Hellas. Historisches Griechenland in der Reisefotografie des 19. Jahrhunderts (in ZEPHYR. Raum für Fotografie
  • bis 30. Dezember 2010 im Museum Zeughaus C 5 - Forum Internationale Photographie: Robert Häusser - Die Berliner Mauer. Fotografien und Zitate (in ZEPHYR. Raum für Fotografie
  • bis 30. Dezember 2011: Achtung Ausgrabung! Wie funktioniert Archäologie? (im Museum Weltkulturen D5)
  • 29. Januar bis 6. März 2011: Jens Trimpin (in ZEPHYR. Raum für Fotografie im Museum Bassermannhaus C 4)
  • 20. März bis 31. Juli 2011: Andrej Krementschouk. Zone - Heimat. Tschernobyl. (in ZEPHYR. Raum für Fotografie im Museum Bassermannhaus C 4)
  • 26. März bis 8. Mai 2011: IDEALE: Elke Mohr und Ingeborg Lockemann (in ZEPHYR. Raum für Fotografie im Museum Bassermannhaus C 4)
  • 8. Mai 2011 bis 8. Januar 2012: meisterhaft - Von Cranach d. Ä. bis Kobell (im Museum Weltkulturen D5)
  • 28. Mai bis 3. Juli 2011: Paul in den Eicken (in ZEPHYR. Raum für Fotografie im Museum Bassermannhaus C 4)
  • 18. Juni bis 4. September 2011: Werkschau des Preisträgers des Internationalen WeldeKunstpreises für Fotografie 2011 (in ZEPHYR. Raum für Fotografie im Museum Bassermannhaus C 4)
  • 30. Juli bis 11. September 2011: Thomas Zipp (in ZEPHYR. Raum für Fotografie im Museum Bassermannhaus C 4)
  • 18. September 2011 bis 8. Januar 2012: 100 Jahre Christuskirche Mannheim (im Museum Zeughaus C5)
  • 2. Oktober 2011 bis 29. April 2012: Schädelkult - Kopf und Schädel in der Kulturgeschichte des Menschen (im Museum Weltkulturen D5)
  • 8. November 2011 bis 2012: Ausstellung zu 150 Jahren deutsch-japanischer Beziehungen. Eröffnung durch Bundespräsident Christian Wulff.[5]
  • 11. Dezember 2011 bis 30. September 2012: Musik-Welten (im Museum Bassermannhaus C 4)

Literatur

  • Alfried Wieczorek, Christoph Lind (Hrsg.): Ursprünge der Seidenstraße: sensationelle Neufunde aus Xinjiang, China. Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-2160-2.
  • Alfried Wieczorek, Michael Tellenbach, Wilfried Rosendahl (Hrsg.): Mumien: Der Traum vom ewigen Leben. Philipp von Zabern, Mainz am Rhein 2007.

Einzelnachweise

  1. Die Namensgeber der Reiss-Engelhorn-Museen. In: Reiss-Enghorn-Musseen. Abgerufen am 26. Oktober 2009.
  2. Stadt Mannheim 12. Januar 2009
  3. Stadt Mannheim 29. Oktober 2008
  4. Staatsanzeiger Nr. 8 vom 6. März 2009
  5. Angaben auf der Seite des Museums, abgerufen am 2. November 2011

Sammlungen im Internet

Die Keramiksammlung der REM kann über das BAM-Portal durchsucht werden.

Weblinks

 Commons: Reiss-Engelhorn-Museen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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