Rene Descartes


Rene Descartes
René Descartes in einem Portrait von Frans Hals, 1648

René Descartes [ʀəˈne deˈkaʀt], latinisiert Renatus Cartesius, (* 31. März 1596 in La Haye/Touraine, Frankreich; † 11. Februar 1650 in Stockholm, Schweden) war ein französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler.

Descartes gilt als der Begründer des modernen frühneuzeitlichen Rationalismus, den Spinoza, Malebranche und Leibniz kritisch-konstruktiv weitergeführt haben. Sein rationalistisches Denken wird auch Cartesianismus genannt. Er ist außerdem für das berühmte Dictum cogito ergo sum („ich denke, also bin ich“) bekannt, das die Grundlage seiner Metaphysik bildet, aber auch das Selbstbewusstsein als genuin philosophisches Thema eingeführt hat. Seine Auffassung bezüglich der Existenz von zwei nicht miteinander wechselwirkenden, voneinander verschiedenen 'Substanzen' - Geist und Materie - ist heute als Cartesianischer Dualismus bekannt und steht im Gegensatz zu den verschiedenen Varianten des Monismus sowie zur dualistischen Naturphilosophie Isaac Newtons, der die Wechselwirkung aktiver immaterieller „Kräfte der Natur“ mit der absolut passiven Materie lehrt (siehe dazu newtonsche Gesetze, Erstes Gesetz der Bewegung).

Descartes ist der Erfinder der sogenannten analytischen Geometrie, die die Algebra und die Geometrie verbindet.

Seine naturwissenschaftlichen Arbeiten sind zwar früh durch die newtonsche Physik widerlegt worden[1] - sei es seine Ablehnung des Gravitations-Prinzips oder seine Wirbel-Theorie -, Descartes' Leistungen im naturwissenschaftlichen Bereich dürfen aber nicht unterschätzt werden, da er einer der wichtigsten und strengsten Vertreter des Mechanismus gewesen ist, der die ältere aristotelische Physik überwunden hat.

Sein Ethos der Pflicht und der Selbstüberwindung hat die Literatur der französischen Klassik des 17. Jahrhunderts teilweise beeinflusst.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit und Jugend

Descartes wurde als viertes Kind einer kleinadeligen Familie der Touraine geboren. Sein Vater, Joachim Descartes (1563 - 1640), war Gerichtsrat (Conseiller) am Obersten Gerichtshof der Bretagne in Rennes. Seine Mutter, Jeanne Brochard, starb am 16. Mai 1597 fünf Tage nach Geburt ihres letzten Kindes, das nicht überlebte. Da der Vater rasch wieder heiratete, verlebte Descartes seine Kindheit bei seiner Großmutter mütterlicherseits und einer Amme, die ihn überlebte und die er liebevoll in seinem Testament bedachte (siehe Adrien Baillet, La Vie de Monsieur Descartes, 2 vol. 1691). Mit elf Jahren kam er als Internatsschüler auf das Jesuitenkolleg von La Flèche, das er acht Jahre später mit einer klassischen sowie mathematischen Ausbildung verließ.[2]

Studien-, Lehr- und Wanderjahre

Anschließend studierte Descartes Jura in Poitiers und legte dort 1616 ein juristisches Examen ab. Statt eine juristische Karriere einzuschlagen, absolvierte er an einer Pariser Académie für junge Adelige einen Lehrgang in Fechten, Reiten, Tanzen und gutem Benehmen und verdingte sich noch im gleichen Jahr 1616 bei dem Feldherrn Moritz von Nassau im holländischen Breda. Dort begegnete er dem sechs Jahre älteren Arzt und Naturforscher Isaac Beeckman, der ihn für die Physik begeisterte und dem er sein erstes naturwissenschaftliches Werk widmete, das mathematisch-physikalisch orientierte Musicae compendium (1618).

Nach Reisen durch Dänemark und Deutschland verdingte sich Descartes 1619 erneut als Soldat, nun bei Herzog Maximilian von Bayern, unter dem er auf kaiserlich-katholischer Seite, an den ersten Kämpfen des Dreißigjährigen Krieges und so auch an der Eroberung Prags teilnahm.

Im November 1619, kurz nachdem er in Prag die Arbeitsstätte des Astronomen Tycho Brahe (1546-1601) und in Regensburg die des Johannes Kepler (1571-1630) besichtigt hatte, entwickelte Descartes die Idee, dass es „eine universale Methode zur Erforschung der Wahrheit“ geben müsse und dass er berufen sei, sie zu finden, wobei er keine Erkenntnis akzeptieren dürfe außer der, die er in sich selbst oder dem „großen Buch der Welt“ entdeckt und auf ihre Plausibilität und Logik hin überprüft habe. In der ersten Descartes-Biographie von Adrien Baillet (1691) wird von drei Träumen berichtet, die Descartes in einer Nacht gehabt haben soll. In den fragmentarischen Olympica aus Descartes' eigenem Notizbuch, deren Inhalt aufgrund von Exzerpten von Leibniz teilweise erhalten geblieben ist, findet man jedoch keine zusammenhängende Beschreibung dieser Träume.

1620 hängte Descartes den Soldatenrock an den Nagel, machte eine Pilgerfahrt nach Loreto, die er der Jungfrau Maria zum Dank für die „Vision“ gelobt hatte. In den Jahren darauf machte er mehrmonatige Reisen durch Deutschland, Holland, die Schweiz und Italien, wobei er Einblicke jeglicher Art zu gewinnen und mit den unterschiedlichsten Personen sowie Gelehrten ins Gespräch zu kommen suchte.

1625 ließ er sich in Paris nieder. Hier verkehrte er mit Intellektuellen und bewegte sich in den Kreisen der gehobenen Gesellschaft, wo er auch siegreich ein Duell bestand. Er las viel und schrieb z.B. den kleinen Traktat Regulae ad directionem ingenii, Regeln zur Leitung des Intellekts, 1628 und gewann zunehmend an Ansehen. Insbesondere beeindruckte er auf einer Abendgesellschaft Kardinal Pierre de Bérulle, Präsident des Staatsrats und Gegenspieler von Kardinal Richelieu so sehr, dass dieser ihn zu einer Privataudienz einlud und ihn danach aufforderte, seine Theorien ausführlicher darzustellen und damit die Philosophie zu reformieren.

Die Zeit der Reife und der philosophischen Werke

Descartes, Stich von Balthasar Moncornet.

1630 zog Descartes in die Niederlande. Hier verbrachte er, zwar im Austausch mit Intellektuellen unterschiedlichster Ausrichtung und Herkunft, aber dennoch relativ zurückgezogen, die nächsten 18 Jahre, wobei er häufig Wohnungen und Wohnorte wechselte und mit einer seiner Dienstmägde, Helene Jans, 1635 eine Tochter bekam, Francine, die fünfjährig am 7. September 1640 starb. Descartes bezeichnete Francines Tod als "den größten Schmerz seines Lebens" (Adrien Baillet). Am 13. Oktober 1642 schrieb er an seinen Freund Constantijn Huygens, Vater des berühmten holländischen Astronomen Christiaan Huygens, wir Menschen seien geboren »für viel größere Freuden und ein viel größeres Glück, als wir sie auf dieser Erde erleben können. Wir werden die Toten dereinst wiederfinden, und zwar mit der Erinnerung an das Vergangene, denn in uns befindet sich ein intellektuelles Gedächtnis, das ganz zweifellos unabhängig von unserem Körper ist«. Er sei, so Descartes, von diesem Leben nach dem Tod  »überzeugt durch natürliche und ganz offensichtliche Gründe«.

Vor allem korrespondierte Descartes intensiv mit seinem Pariser Freund Marin Mersenne und über diesen, der allein seine jeweilige Adresse kannte, mit Gelehrten aus ganz Europa sowie mit einigen geistig interessierten, hochstehenden Damen.

Während seiner ersten Zeit in Holland arbeitete Descartes an einem Traktat zur Metaphysik, in dem er einen klaren und zwingenden Gottesbeweis zu führen hoffte. Er legte ihn jedoch beiseite, zugunsten eines großangelegten naturwissenschaftlichen Werks, das in französischer Sprache verfasst werden sollte und nicht mehr, wie seine bisherigen Texte, in Latein. Diesen Traité du Monde („Abhandlung über die Welt“), wie er heißen sollte, ließ er jedoch unvollendet, als er vom Schicksal Galileo Galileis erfuhr, der 1633 von der Inquisition zum Widerruf seiner, die Forschungen von Kopernikus und Kepler bestätigenden Theorien gezwungen worden war. 1637 publizierte Descartes im holländischen Leiden anonym seinen Discours de la méthode pour bien conduire sa raison et chercher la vérité dans les sciences, plus la Dioptrique, les Météores et la Géométrie qui sont des essais de cette méthode (dt. Titel: Abhandlung über die Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Wahrheitsforschung: wörtlich: „Abhandlung über die Methode, seine Vernunft gut zu gebrauchen und die Wahrheit in den Wissenschaften zu suchen, dazu die Lichtbrechung, die Meteore und die Geometrie als Versuchsanwendungen dieser Methode“). Der als populärwissenschaftliches Werk auf hohem Niveau angelegte Discours de la méthode, den damals auch Damen lesen können sollten, wurde langfristig Descartes' wirksamstes Buch.

Kernpunkte des Discours sind:

  • eine Erkenntnistheorie, die nur das als richtig akzeptiert, was durch die eigene schrittweise Analyse und logische Reflexion als plausibel verifiziert wird,
  • eine Ethik, gemäß der das Individuum sich im Sinne bewährter gesellschaftlicher Konventionen pflichtbewusst und moralisch zu verhalten hat,
  • eine Metaphysik, die zwar (durch logischen Beweis) die Existenz eines vollkommenen Schöpfer-Gottes annimmt, aber kirchenartigen Institutionen wenig Raum lässt,
  • eine Physik, die die Natur als durch zwar gottgegebene, aber allgemein gültige Gesetze geregelt betrachtet (Wunder also ausschließt) und dem Menschen ihre rationale Erklärung und damit letztlich ihre Beherrschung zur Aufgabe macht.

Langfristig wirksam und in Fachkreisen intensive Diskussion auslösend waren auch die nächsten Werke von Descartes: I) die 1641 in Paris zunächst lateinisch gedruckten Méditations sur la philosophie première, dans laquelle sont démontrées l'existence de Dieu et l'immortalité de l'âme (so der Titel einer französischen Übersetzung von 1647; dt. „Meditationen über die Erste Philosophie, in der die Existenz Gottes und die Unsterblichkeit der Seele bewiesen wird“), deren 2. Auflage 1642 in Amsterdam mit geändertem Untertitel erschien, "denn ich kann nicht beweisen, dass Gott die Seele nicht vernichten könnte, sondern nur, dass sie von völlig anderer Natur als der Körper ist und nicht mit dem Körper stirbt" (Brief an Marin Mersenne vom 24. Dezember 1640) : Méditations sur la philosophie première, dans laquelle sont démontrées l'existence de Dieu et la distinction de l'âme et du corps, dt. „Meditationen über die Erste Philosophie, in der die Existenz Gottes und der Unterschied zwischen Seele und Körper bewiesen wird“, ferner II) die ebenfalls erst nachträglich ins Französische übersetzten Principia philosophiae („Grundlagen der Philosophie“, 1644). Sie stießen bei den Theologen in Utrecht und Leiden auf Ablehnung. Daraufhin dachte Descartes 1645 an einen Umzug nach England und verließ in den Folgejahren Holland mehrmals fluchtartig zu Reisen nach Frankreich.

1649 erschien der Traktat Les passions de l'âme („Die Leidenschaften der Seele“, 1649), den Descartes für seine Briefpartnerin, die pfälzische Prinzessin Elisabeth verfasst hatte. Hierin behandelt Descartes nicht nur die direkten emotionalen Reflexe, z.B. Angst, sondern auch die spontanen Gefühlsregungen, z.B. Liebe oder Hass. Er interpretiert sie als nur allzu natürliche mentale Ausflüsse der kreatürlichen Körperlichkeit des Menschen, verpflichtet diesen aber - als ein zugleich mit einer Seele begabtes Wesen - zu ihrer Kontrolle durch den Willen und zu ihrer Überwindung durch vernunftgelenkte Regungen wie z.B. selbstlosen Verzicht oder großmütige Vergebung.

Tod

Christina von Schweden diskutiert mit René Descartes

Im Herbst 1649 folgte Descartes einer Einladung Königin Christines von Schweden, einer langjährigen Briefpartnerin, nach Stockholm. Er starb Anfang 1650 an einer Lungenentzündung.

Spekulationen zufolge könnte es sich aber auch um eine Arsenvergiftung gehandelt haben (siehe dazu Pies: "Der Mordfall Descartes").

Philosophie

Methode

Die Methode Descartes' ist durch dessen Praxis als Mathematiker beeinflusst. Die vier Grundregeln der Methode sind in den Augen Descartes' nichts anderes als eine Anwendung der in der Mathematik üblichen Verfahren und Arbeitsmethoden. Die im Discours de la méthode von Descartes vorgestellte Methode des philosophischen Denkens werden in 4 Regeln (II.7-10) zusammengefasst:

  1. Nichts für wahr halten, was nicht so klar und deutlich erkannt ist, dass es nicht in Zweifel gezogen werden kann.
  2. Schwierige Probleme in Teilschritten erledigen.
  3. Vom Einfachen zum Schwierigen fortschreiten.
  4. Stets prüfen, ob bei der Untersuchung Vollständigkeit erreicht ist.

Dieser stark komprimierten und verkürzten Darstellung stehen die posthum veröffentlichten Regulae ad directionem ingenii gegenüber - ein Werk, das unvollendet blieb und daher lediglich 21 der ursprünglich geplanten 36 Regeln darlegt. Descartes' frühe Methodologie stützt sich mehrfach auf das Vermögen der Intuition; mit ihrer Hilfe, so Descartes, erfasst der Mensch augenblicklich die Wahrheit einfachster Aussagen (wie: ein Dreieck hat drei Seiten) - die Methode selbst besteht im Wesentlichen darin, komplexe Probleme derart zu zerlegen, dass ihre einzelnen Elemente qua Intuition als wahr erkannt werden können. Erst später erweitert Descartes seine Konzeption um eine metaphysische Dimension, indem er hinterfragt, wie die Intuition für die Wahrheit des Erkannten bürgen kann (man könnte ja, so Descartes, auch in den einfachsten Dingen stets irren). Die Suche nach einem metaphysischen Fixpunkt führt schließlich zum cogito ergo sum, widerspricht aber der frühen Methodologie in ihren Grundsätzen, sodass Descartes schließlich die Arbeit an den Regulae einstellte.

Erkenntnistheorie

Seine neue Erkenntnistheorie führt Descartes unter anderen in seinen sechs Meditationes de prima philosophia von 1641 aus.

Entsprechend seiner Methode handelt der erste Abschnitt von „dem, woran man zweifeln kann“. Die gängige Annahme, dass wissenschaftliche Erkenntnis aus sinnlicher Wahrnehmung und Denken entspringt, muss hinterfragt werden. Keiner der beiden Quellen darf man ungeprüft vertrauen. Unsere Sinne täuschen uns oft, da wir nicht einfach wahrnehmen, sondern frühere Wahrnehmungen, die unseren Körper konstituieren, unsere aktuellen Wahrnehmungen bedingen - wir projizieren. Aber auch dem Denken darf man nicht ungeprüft vertrauen, denn ein böser Dämon könnte so auf den Verstand einwirken, dass man falsche Schlüsse zieht und sich täuscht. Deshalb ist zunächst einmal an Allem zu zweifeln.

2. Meditation: Doch woher weiß ich, ob das, was mit mir geschieht, Zweifeln ist, ob ich mich täusche, dass ich „ich“ bin und dass ich „bin“? Wenn ich aber zweifle, so kann ich selbst dann, wenn ich mich täusche, nicht daran zweifeln, dass ich zweifle und dass ich es bin, der zweifelt, d.h. ich bin als Denkender in jedem Fall existent. Der erste unbezweifelbare Satz heißt also: „Ich bin, ich existiere“ (Original lat.: ego sum, ego existo[3]). Er ist, so Descartes, „notwendig wahr, so oft ich ihn ausspreche oder denke“. Descartes analysiert dann dieses zweifelnde Ich und bestimmt es als ein urteilendes, denkendes Ding: Als res cogitans.

Aurelius Augustinus (354-430) hatte diese Argumentation schon ähnlich formuliert: „si enim fallor, sum. nam qui non est, utique nec falli potest“ („selbst wenn ich mich täusche, bin ich. Denn wer nicht ist, kann sich auch nicht täuschen.“ Vom Gottesstaat 11,26).

In der dritten Meditation, die in der Rezeptionsgeschichte weitgehend abgeblendet wurde, geht Descartes zu einer Theorie des Absoluten über. Erst führt er mit einer Reihe von Argumenten (und einer Auseinandersetzung mit atheistischen Gegenargumenten) einen Gottesbeweis, u.a.:

  1. Die Idee Gottes als vollkommenes Wesen impliziere die Existenz Gottes, denn wäre Gott nicht existent, wäre er nicht vollkommen (hier folgt Descartes Anselm von Canterbury).
  2. Eine Ursache könne nicht weniger vollkommen sein als ihre Wirkung. Da die eigene Vorstellung von Gott weit vollkommener sei als die eigene Vollkommenheit und Realität, könne daraus geschlossen werden, dass Gott existiere.

Danach zeigt Descartes, dass das Attribut „betrügerisch“ nicht mit der Vollkommenheit Gottes kompatibel sei: Gott könne nicht betrügen wollen, weil das ein Mangel – und er somit nicht mehr vollkommen wäre. Er könne also kein genius malignus sein, wie er es argumentationshalber in der 1. Meditation noch in Betracht gezogen hatte.

Das hieße jetzt aber auch, dass wir auf die (in der 1. Meditation noch angezweifelten) Richtigkeit unserer empirischen Erfahrungen vertrauen können, weil es Gott gebe und Gott kein Betrüger sei. Den Grund, warum der Mensch dennoch in seinem Urteil zu fehlerhaften Schlüssen kommen kann, sieht Descartes darin, dass die gottgegebene Wahlfreiheit des Menschen sich auch auf Dinge erstreckt, die der Verstand nicht klar einsieht und trotzdem darüber urteilt. Obgleich die Vernunft die Überlegungen leiten möge, besiegele der Wille letztendlich alle Urteile. Nicht durch den Willen selbst, sondern dadurch, dass er nicht richtig gebraucht werde, würden wir zu falschen Urteilen verführt. Wir müssten uns zwar weiterhin vor Irrtum hüten, könnten aber immerhin auf alles vertrauen, was wir klar und deutlich („clare et distincte“) eingesehen hätten.

Mathematik

Seite aus La Geometrie

In der Mathematik ist er vor allem für seine Beiträge zur Geometrie bekannt: Er verknüpfte Geometrie und Algebra und gehört damit zu den Wegbereitern der analytischen Geometrie, die die rechnerische Lösung geometrischer Probleme ermöglicht. Allerdings taucht nirgendwo in seinem Werk das heute nach ihm benannte, rechtwinklige kartesische Koordinatensystem auf, als dessen Erfinder mit größerem Recht Apollonios von Perge, Oresme, Fermat und de Witt gelten können[4]. Der Begriff kartesisch oder kartesianisch bedeutet allgemein von Cartesius eingeführt und tritt an verschiedenen Stellen der Mathematik auf, neben dem Koordinatensystem beispielsweise beim kartesischen Produkt.

Um 1640 leistete er einen Beitrag zur Lösung des Tangentenproblems der Differentialrechnung. Descartes wählte einen algebraischen Zugang, indem er an eine Kurve einen Kreis anlegte. Dieser schneidet die Kurve in zwei Punkten, es sei denn, der Kreis berührt die Kurve. Damit war es ihm für spezielle Kurven möglich, die Steigung der Tangente zu bestimmen. Dieser Ansatz fand unter seinen Zeitgenossen große Beachtung, trug allerdings kaum zur tatsächlichen Lösung des Problems bei, da man auf diese Weise dem Ableitungsbegriff nicht näher kam.

Es sind auch zwei Sätze nach Descartes benannt. Mit der Vorzeichenregel von Descartes kann man eine Obergrenze für die Anzahl der positiven und negativen Nullstellen eines Polynoms in den reellen Zahlen bestimmen. Der Vier-Kreise-Satz aus dem Jahre 1643 löst ein schon in der Antike betrachtetes Berührkreisproblem, zu drei sich gegenseitig berührenden Kreisen einen vierten zu finden, der wiederum die drei anderen berührt.

In der Physik gehen der erste Hauptsatz der Thermodynamik und die Äthertheorie auf Descartes zurück.

Physik

Anti-Aristotelismus

Das teleologische Weltbild des Aristoteles wird ersetzt durch ein kausalistisches, in dem sich innerhalb der Objektwelt (der Welt der res extensa also) alles notwendig durch Druck und Stoß ergibt. Diese Annahme ist im weiteren Voraussetzung für die Theoriebildung in vielen Erfahrungswissenschaften geworden und allgemein Kennzeichen mechanistischen Denkens.

Die aristotelische Hervorhebung des Organischen negiert Descartes. Selbst der menschliche Körper wird einmal als bloße „Gliedermaschine“, dann wieder als „Leichnam“ beschrieben. Diese Betrachtung hat eine Fortsetzung in der Denkweise, den Menschen körperlich als mechanischen Apparat, also als Maschine zu betrachten und sein Denken heute beispielsweise mit dem Funktionieren von Computern zu vergleichen, wenn nicht gleichzusetzen.

Kurioserweise erklärt Descartes in der zweiten Meditation indirekt – ganz aristotelisch – die Seele als das, was den Unterschied zwischen einem Leichnam und einem lebenden Menschen ausmacht. Descartes hat Aristoteles selbst allerdings kaum rezipiert, sehr wohl aber die Schriften der Scholastik, in denen man sich vielfach auf Aristoteles bezog.

Physiologie

Der Mensch als Maschine

Mechanisches Tier des Jacques de Vaucanson

Für Descartes waren physiologische Modellvorstellungen integraler Bestandteil seiner Philosophie. Er reduzierte den lebenden Organismus des Menschen auf dessen Mechanik und wurde damit zum Begründer der neuzeitlichen Iatrophysik, in der Menschenmodelle und (versuchte oder gedachte) Konstruktionen von Menschenautomaten eine wichtige Rolle spielten. Aus Furcht vor der Inquisition veröffentlichte Descartes seine Schrift Traité de l'homme („Abhandlung über den Menschen“, 1632) zeitlebens nicht; sie erschien erst 1662 unter dem Titel De homine. René Descartes war allerdings durchaus religiös; seine Aufteilung des Menschen in einen mechanisch funktionierenden Organismus und eine Seele ist wohl sein bekanntester und auch meistkritisierter Denkansatz geblieben.

Wirkungsgeschichte

Descartes hat die Philosophie bis in die Gegenwart hinein stark beeinflusst. Vorwiegend dadurch, dass er Klarheit und Differenziertheit des Denkens zur Maxime erhob. Auch die Geisteshaltung des Szientismus geht zum Teil auf ihn zurück.

Arnold Geulincx
Arnold Geulincx entwickelt Descartes Thesen fort und begründete den Occasionalismus. Danach sind für Geulincx Körper und Geist getrennte Bereiche, zwischen denen Gott vermittelt.
Blaise Pascal
Blaise Pascal lehnt die Gottesbeweise als rational unentscheidbar ab und kritisiert, dass Gott bei Descartes zum bloßen „Lückenbüßer“ verkommt, der die Verbindung zwischen res cogitans und res extensa herstellen müsse: „Der Gott Abrahams ist nicht der Gott der Philosophen“, schreibt Pascal in seinen Pensées. Pascal wandelt Descartes' Dualismus in eine dreiteilige Systematik ab: An die Seite von res extensa (Körperliches) und res cogitans (Gedankliches) stellt er das „Herz“ oder den „Geist des Feinsinnes“.
Immanuel Kant
Kant kritisiert in der Kritik der reinen Vernunft den „problematische[n] Idealism des Cartesius“[5]: Nach Kant setzt die Sicherheit des Ich denke, bei der Descartes ansetzt, eine innere Erfahrung (Zeitwahrnehmung) voraus. Für die Bestimmung des Subjekts in der Zeit sei aber wiederum eine äußere (räumliche) Erfahrung Grundbedingung.
G. W. F. Hegel
In seinen Geschichtsvorlesungen lobt Hegel Descartes ausdrücklich für seine philosophische Innovationskraft: Bei Descartes fange das neuzeitliche Denken überhaupt erst an, seine Wirkung könne nicht breit genug dargestellt werden. Hegel kritisiert allerdings, dass Descartes die Unterscheidung zwischen Verstand und Vernunft noch nicht mache.
In Descartes' archimedischem Denkpunkt des „cogito ergo sum“ sieht Hegel einen Beleg dafür, dass Denken und Sein eine „unzertrennliche Einheit“ bilden (vgl. Parmenides), weil an diesem Punkt Verschiedenheit und Identität zusammenfallen. Hegel übernimmt dieses „Anfangen im reinen Denken“ für seine idealistische Systematik.
Descartes’ Gottesbeweis suchte er in Kritik der Überlegungen Kants dagegen weiter zu entwickeln (1831).
Friedrich Nietzsche
Auch Nietzsche findet zunächst lobende Worte für Descartes, weil dessen Hinwendung zum Subjekt ein „Attentat auf den alten Seelenbegriff“ und somit ein „Attentat auf das Christentum“ sei. Descartes und die Philosophie nach ihm seien also „antichristlich, keineswegs aber antireligiös“. Er nennt Descartes den „Großvater der Revolution, welche der Vernunft allein die Autorität zuerkannte“. (Jenseits von Gut und Böse)
Andererseits lehnt Nietzsche aber Descartes' Dualismus ab und stellt ihm seine eigene Theorie vom „Willen zur Macht“ gegenüber. Er wehrt sich darüber hinaus gegen die „dogmatische Leichtfertigkeit des Zweifelns“, und deutet damit an, dass der radikale Zweifel nicht voraussetzungsfrei stattfinden kann. (Siehe weiter unten die Einwände von Peirce und Wittgenstein.)
Martin Heidegger
Heidegger sieht in Descartes den Schlüssel zur Wissenschaftsgenese der Neuzeit. Durch die (anti-aristotelische) Einklammerung der Qualitäten des Organischen und durch Fixierung auf die Quantifizierung der Objektwelt stelle seine Philosophie den Beginn der unheilvollen technischen Beherrschung der Welt dar. Für Heidegger ist der Zweifelsansatz nur scheinbar neu, denn Descartes sei noch fest in der Scholastik verankert.
Im „cogito ergo sum“ sieht Heidegger die „Pflanzung eines verhängnisvollen Vorurteils“, denn Descartes erkunde zwar die cogitatio, nicht aber die „Ontologie des sum“.
Bertrand Russell
Der frühanalytische Philosoph Bertrand Russell nennt Descartes in seiner History of Western Philosophy den „Begründer der modernen Philosophie „,wendet aber wie Heidegger ein, dass er noch vielen scholastischen Ideen (z. B. Anselms Gottesbeweis) verschrieben sei. Russell schätzt allerdings seinen zugänglichen Schreibstil und würdigt, dass Descartes als erster Philosoph seit Aristoteles ein völlig neues Denksystem errichtet habe. Er hebt dabei v. a. seinen radikalen Zweifelsansatz hervor.
Russell hält Descartes' Erkenntnis für wesentlich, dass alle Objekte bzw. überhaupt jede Art von Gewissheit gedanklich vermittelt seien. Dieser Gedanke werde eine zentrale Stellung bei den Rationalisten einnehmen. Während die Idealisten diese Einsicht „triumphalistisch“ übernähmen, würden die britischen Empiristen sie bedauernd zur Kenntnis nehmen.
Russell kritisiert auch, dass das „Ich denke“ als Prämisse ungültig sei. In Wirklichkeit müsste Descartes sagen: „There are thoughts.“ („Da sind Gedanken“). Schließlich sei das „Ich“ ja nicht gegeben.
Charles Sanders Peirce
Charles Peirce hält Descartes' radikalen Zweifelsansatz in einem Punkt für übertrieben: Jeder formulierte Zweifel setze nämlich eine „hinlänglich funktionierende Alltagssprache“ voraus. Auch Schelling schlug bereits in diese Kerbe: Sprache lasse sich nicht aus einer ersten vorsprachlichen Gewissheit heraus erst neu konstruieren, denn „wo würden wir beginnen?
Ludwig Wittgenstein
Auch Ludwig Wittgenstein wendet ein, dass ein absolut sicher gewusstes (vorsprachliches) Fundament gedanklich nicht vollständig einholbar sei, denn alles geschehe immer schon innerhalb eines präsupponierten (vorausgesetzten) Systems.
Wilhelm Kamlah
Von dem Historiker und Philosophen Wilhelm Kamlah wurde Descartes als erster herausragender Repräsentant der in der oberitalienischen Werkstättentradition der Renaissance entwickelten „Neuen Wissenschaft"(-sauffassung) mit ihrer spezifischen methodisch durchgeklärten Verbindung von mathematischer Theorie und technischer Empirie herausgearbeitet, die zur Grundlage des modernen Szientismus wurde. Deswegen werde er als „erster philosophischer Dogmatiker der Mechanik ... sachlich und historisch umfassender“ verstanden denn als „Philosoph des cogito sum, der Entdeckung des Selbst aus dem Zweifel“.[6]
Thomas Buchheim
Der Philosoph Thomas Buchheim hat in „Die Grundlagen der Freiheit[7] einer „perspektivischen Einführung in das 'Leib-Seele-Problem“ auf das Selbstmissverständnis von Descartes und damit auf die Grundlage seines ihm unterstellten oder tatsächlichen Substanzdualismus aufgedeckt: er weist darauf hin, dass Descartes sein Cogito mit der Bedeutung von „Ich denke“ trotz eindeutigen Selbstbezugs inkonsequenterweise nicht als Ausdruck eigenen Denkens und damit als eigene Tätigkeit[8] auffasst (die umgangssprachlich „geistig“ und fachpsychologisch „kognitiv“ genannt wird), sondern stattdessen in religiös bestimmter Tradition von der Aktivität eines metaphysisch vorausgesetztenGeistes ausgeht.
Franz Xaver Benedikt von Baader
Franz Xaver Benedikt von Baader formte das Cogito ergo sum um in Cogitor ergo sum („Ich werde gedacht (vom Absoluten), also bin ich.“).
Michel Foucault
Für Foucault zeigt sich bei Descartes Bild der Maschine „Mensch“ die erste neuzeitlich-philosophische Grundlage für die Herausbildung der technokratischen und disziplinierenden Prozesse, die im 18. Jahrhundert eine neue Politik des Körpers und einer neuen Ökonomie der Macht (Biomacht) einläuteten.
Norbert Elias
Der Soziologe Norbert Elias sieht in seiner wissenssoziologischen Analyse Descartes als einen prototypischen Vertreter der durch den westeuropäischen Integrations- und Staatsbildungsprozess verursachten Individualisierung. Descartes' Philosophie sieht Elias als unreflektierten Ausfluss der damals noch seltenen und seit dem 19. Jahrhundert in Europa weit verbreiteten menschlichen Selbsterfahrung als isoliertem Individuum, als „homo clausus“, als „wir-losem Ich“, die seitdem die klassische Erkenntnistheorie prägte und begrenzte.
Uta Ranke-Heinemann
Die Theologin Uta Ranke-Heinemann greift die religionsphilosophischen Gedanken von Descartes zum Beweis der Existenz Gottes und zum Leben nach dem Tod auf. Descartes unterscheidet zwischen hartem und sanftem Beweisen, d.h. zwischen convaincre von lat.vincere = (mit schlagendem Beweis) besiegen und persuader von lat.suavis = süß, lieblich, sweet. Die Liebe Gottes lässt sich - wie alle Liebe - nicht hart beweisen. (Vgl. Blaise Pascal: „Der Gott Abrahams ist nicht der Gott der Philosophen“ ). Erkenntnisleitendes Interesse der Theologin ist die Frage nach einem Leben nach dem Tod. Denn "Gott ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebendigen" (Mk 12,27). Nach dem Verlust ihres Glaubens sei ihr „der Anfang und der Schluss des christlichen Glaubensbekenntnisses: Gott und ewiges Leben “ geblieben: "die Hoffnung und die Liebe" (Nein und Amen. Mein Abschied vom traditionellen Christentum, München, 7. Aufl. 2007, S. 413ff.).

Werke

  • Musicae compendium (1618)
  • Regulae ad directionem ingenii (ca. 1628)
  • Discours de la méthode pour bien conduire sa raison et chercher la vérité dans les sciences. 1637 (deutsch: „Abhandlung über die Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Wahrheitsforschung“)
    • Anhänge: Dioptrique („Lichtbrechungslehre“)
    • Les Météores
    • La Géométrie (die Grundlegung der neuzeitlichen Geometrie)
  • Meditationes de prima philosophia (1641) („Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“ - eines der Hauptwerke des Rationalismus.)
  • Principia philosophiae (1644) Elzevier Verlag Amsterdam, deutsch "Die Prinzipien der Philosophie", Felx Meiner Verlag, Leipzig 1922 Online bei zeno.org
  • Inquisitio veritatis per lumen naturale (ca. 1647)
  • Les Passions de l'âme (1649) („Die Leidenschaften der Seele“)
  • De homine (posth. 1662) („Über den Menschen“)
Neuere Ausgaben
  • Meditationen über die Grundlagen der Philosophie mit den sämtlichen Einwänden und Erwiderungen. Übers. u. hrsg. v. Artur Buchenau. Meiner, Hamburg 1994 ISBN 978-3-7873-0030-3
  • Meditationes de prima philosophia. Lat. mit dt. Vorwort. C. Grumbach, Leipzig 1913 Project Gutenberg eText
  • Meditationes de prima philosophia. Lat.-dt., hrsg. v. Lüder Gäbe. Meiner, Hamburg ³1992 ISBN 978-3-7873-1080-7
  • Meditationen über die Grundlagen der Philosophie. Hrsg. v. Lüder Gäbe. Meiner, Hamburg 1993 ISBN 978-3-7873-0032-7
  • Die Prinzipien der Philosophie. Übers. v. Artur Buchenau. Meiner, Hamburg 2005 (8. Aufl) ISBN 978-3-7873-1697-7
  • Discours de la méthode. Franz.-dt., übers. u. hrsg. v. Lüder Gäbe. Meiner, Hamburg ²1997 ISBN 978-3-7873-1341-9
  • Regulae ad directionem ingenii. Lat.-dt., übers. u. hrsg. v. Heinrich Springmeyer, Lüder Gäbe u. Hans Günter Zekl. Meiner, Hamburg 1993 ISBN 978-3-7873-0265-9
  • Gespräch mit Burman. Lat.-dt., übers. u. hrsg. v. Hans W. Arndt. Meiner, Hamburg 1982 ISBN 978-3-7873-0501-8
  • Die Leidenschaften der Seele. Franz.-dt., übers. u. hrsg. v. Klaus Hammacher. Meiner, Hamburg ²1996 ISBN 978-3-7873-1308-2
  • Les Météores / Die Meteore. Faksimile der Erstausgabe 1637. Hrsg., übers., eingel. und komm. von Claus Zittel, Klostermann, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-465-03451-3

Literatur

Philosophiebibliographie: René Descartes – Zusätzliche Literaturhinweise zum Thema

  • Jaspers, Karl: Descartes und die Philosophie. de Gruyter, Berlin 1937 (³1956, 4. unveränd. Aufl. 1966 ff) – siehe auch Three Essays: Leonardo - Descartes - Max Weber. Harcourt, Brace And World, New York 1964
  • Kemmerling, Andreas: Ideen des Ichs. Studien zu Descartes' Philosophie, Klostermann, Frankfurt am Main 2005 (2. Aufl.), ISBN 978-3-465-03412-4
  • Müller, Sascha: René Descartes' Philosophie der Freiheit (Münchner Philosophische Beiträge: Band 21), Herbert Utz Verlag, München 2007, ISBN 978-3-8316-0694-8
  • Perler, Dominik: Rene Descartes. Beck, München 1998 ISBN 3-406-41942-9
  • Poser, Hans: René Descartes. Eine Einführung. Reclam, Stuttgart 2003 ISBN 3-15-018286-7
  • Prechtl, Peter: Descartes zur Einführung. Junius, Hamburg ²2004 ISBN 3-88506-926-1
  • Röd, Wolfgang: Die Genese des Cartesianischen Rationalismus. Beck, München ³1995 ISBN 3-406-39342-X
  • Schäfer, Rainer: Zweifel und Sein. Der Ursprung des modernen Selbstbewußtseins in Descartes' cogito. Königshausen/Neumann, Würzburg 2006, ISBN 3-8260-3202-0
  • Schultz, Uwe: Descartes. Biographie. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2001 ISBN 3-434-50506-7
  • Rainer Specht: René Descartes. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 10. Auflage. Rowolth, Reinbek bei Hamburg Juni 2006, ISBN 3-499-50117-1, S. 191 (Behandelt vor allem die Biographie und die Zeithintergründe, weniger das Werk.)
  • Williams, Bernard: Descartes: Das Vorhaben der reinen philosophischen Untersuchung. Beltz Athenäum, Weinheim ³1996 ISBN 3-89547-103-8

Siehe auch

Nach Descartes benannt ist der Cartesische Taucher, ein Objekt, welches auftauchen, abtauchen oder im Wasser schweben kann.

Weblinks

Texte von Descartes

Informationen über Descartes

Einzelbelege

  1. Siehe den IX. (letzten) Abschnitt des II. Buches von: Die mathematischen Prinzipien der Physik / Isaac Newton; übers. und hrsg. von Volkmar Schüller. - Berlin [etc.] : de Gruyter, 1999. ISBN 3-11-016105-2, S.375-376 (eine moderne Übersetzung)
  2. Geneviève Rodis-Lewis, Descartes, Ithaca 1998, S. 8
  3. Rene Descartes, Philosophische Schriften in einem Band, Felix Meiner Verlag Hamburg, 1996 (lat. und dt. Text parallel) 2. Medidation, Absatz 3
  4. siehe z. B. C. Boyer, A History of Mathematics, New York 1968
  5. Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft, Akad.-Ausg.190
  6. Die Wurzeln der neuzeitlichen Wissenschaft und Profanität. (Vortrag) Abendland Verlag, Wuppertal 1948, wieder abgedr. in: Von der Sprache zur Vernunft. Philosophie und Wissenschaft in der neuzeitlichen Profanität. Bibliogr. Institut, Mannheim 1975 ISBN 3-411-01495-4 (S. 9-27; Zitat S. 23; siehe auch Der Aufbruch der Vernunft bei Descartes - autobiographisch und historisch. In: Arch Gesch Philos 1961: 43, 70ff; u.d.T. Der Aufbruch der neuen Wissenschaft. Descartes' Descartes-Legende. überarb. in: Utopie, Eschatologie, Geschichtsteleologie. Kritische Untersuchungen zum Ursprung und zum Futurischen Denken der Neuzeit. BI, Mannheim 1969, S. 73-88)
  7. Thomas Buchheim: Die Grundlagen der Freiheit. (PDF)
  8. s. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Thomas_Buchheim&oldid=32548416#Beitrag


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