Repubblica dell'Ossola


Repubblica dell'Ossola
Domodossola
Domodossola (Italien)
DMS
Domodossola
Staat: Italien
Region: Piemont
Provinz: Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten: 46° 6′ N, 8° 18′ O46.18.3270Koordinaten: 46° 6′ 0″ N, 8° 18′ 0″ O
Höhe: 270 m s.l.m.
Fläche: 36 km²
Einwohner: 18.367 (2006)
Bevölkerungsdichte: 514 Einw./km²
Postleitzahl: 28845
Vorwahl: 0324
ISTAT-Nummer: 103028
Demonym: domesi
Schutzpatron: Santi Gervasio e Protasio
Website: Domodossola

Domodossola (walserdeutsch Döm; veraltet deutsch Domo[1]) ist eine Stadt in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola in Italien.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Daten

Historisches Zentrum

Die Stadt mit römischem Ursprung liegt am Toce im Zentrum der Val Ossolane (Ossola-Tal) auf der Route vom Simplonpass zum Lago Maggiore. In der Antike wurde Domodossola (nach den Lepontiern) Oscella Lepontiorum, später Domus Ossulae genannt. Durch ihre strategische Lage an der Passstraße war sie schon früh ein wichtiges Zentrum.

Heute zählt Domodossola 18.367 Einwohner (Stand am 31. Juli 2006).

Geschichte

Am 10. September 1944 wurde Domodossola Hauptstadt des 44 Tage währenden Partisanenstaats Repubblica dell'Ossola.[2][3] Im Gebiet zwischen Domodossola, Cannobio und der Schweizer Grenze war es den Partisanen gelungen, die faschistischen Besetzer zu vertreiben und eine eigene Republik auszurufen. Ab dem 19. Oktober rückten die Deutschen jedoch von Cannobio schnell wieder vor und erklärten wenige Tage später die Repubblica für beendet.

Verkehr

Der Bahnhof von Domodossola

Mit der Eröffnung der Simplonstraße durch Napoleon im Jahre 1805 begann das Wachstum der Stadt. Die Eisenbahn-Anbindung nach Novara im Jahr 1888 und der Bahnbau durch den Simplontunnel (1906) brachten der Stadt weiteren Zuwachs. Außerdem beginnt in Domodossola die Centovallibahn, die als Schmalspurbahn eine Verbindung mit Locarno herstellt.



Sehenswürdigkeiten

  • Am Stadtrand auf einem Berg ist der Sacro Monte di Domodossola zu besichtigen. Der Sacro Monte di Domodossola ist Teil der Sacri Monti. Die Sacri Monti im Piemont und in der Lombardei sind seit 2003 ein Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes in Norditalien.
  • Simplonmuseum ("Museo sempioniano"): Gegenstände, Unterlagen und Modelle erzählen vom Simplontunnelbau (1906). Weitere Exponate betreffen die Geschichte des Passes vor dem Tunnelbau und den Flug von Geo Chavez (1910).
  • Städtisches Naturwissenschaftliches Museum ("Civico Museo di Scienze Naturali"): Sammlung von botanischen, paläontologischen, zoolitischen, malakologischen, zoologischen, mineralogischen und geologischen Exponaten aus der früheren G.G.Galletti-Stiftung.
  • Naturwissenschaftliches Museum Mellerio Rosmini (Museo di Scienze Naturali "Mellerio Rosmini"): die Sammlung umfasst Tiere, Pflanzen und Mineralien. In der mineralogischen Abteilung werden Gesteinsproben ausgestellt, die anlässlich des Simplontunnelbaus vorgefunden wurden.

Partnerstädte

Söhne und Töchter

Anmerkungen, Einzelnachweise

  1. als Abkürzung im Eisenbahnerjargon nach wie vor üblich
  2. Artikel in der italienischen Wikipedia
  3. www.alpi-ticinesi.ch - Val Grande: Resistenza und Republik Ossola

Weblinks


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