Republik Kuba


Republik Kuba
República de Cuba

Republik Kuba

Flagge Kubas
Wappen Kubas
Flagge Wappen
Amtssprache Spanisch
Hauptstadt Havanna (La Habana)
Staatsform Sozialistische Republik
Staatsoberhaupt Präsident des Staatsrates Raúl Castro Ruz
Regierungschef Präsident des Ministerrates Raúl Castro Ruz
Fläche 110.860 km²
Einwohnerzahl 11.423.952 [1]
Bevölkerungsdichte 102 Einwohner pro km²
HDI 0,838 (51.)
Währung Kubanischer Peso, Konvertibler Peso
Unabhängigkeit von Spanien: 10. Dezember 1898
von den USA: 20. Mai 1902
Nationalhymne La Bayamesa
Nationalfeiertag 1. Januar Sieg der Revolution (1959)
Zeitzone UTC−5
UTC−4 (Sommerzeit)
Kfz-Kennzeichen C
Internet-TLD . cu
Telefonvorwahl +53

Kuba (span. Cuba) ist ein Inselstaat in der Karibik. Im Nordwesten hat die Insel einen Küstenstreifen zum Golf von Mexiko, die gesamte Nordküste liegt am Atlantischen Ozean und die Südküste am Karibischen Meer.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Kuba, Satellitenbild der NASA

Hauptartikel: Geographie Kubas

Kuba gehört zur Inselgruppe der Großen Antillen und ist die größte Insel in der Karibik. In der Rangfolge der größten Inseln der Welt liegt sie auf Platz 15. Der Abstand zum Kontinent beträgt 140 Kilometer nach Key West (USA) und 210 Kilometer nach Yucatán (Mexiko).

Der höchste Punkt ist der Pico Turquino (1.974 m ü. NN) in der Sierra Maestra.

Die Hauptstadt Havanna ist mit circa zwei Millionen Einwohnern die größte Stadt Kubas, gefolgt von Santiago de Cuba, Holguín und Camagüey.

Im Südosten der Insel, an der Guantánamo-Bucht, befindet sich die Guantanamo Bay Naval Base, ein Marinestützpunkt der US-Marine. Rechtsgrundlage ist ein Vertrag von 1934, dessen Gültigkeit zwischen Kuba und den USA strittig ist.

Die Zeitzone Kubas ist UTC−5. Es gibt eine Sommerzeit vergleichbar europäischer Regelung.

Klima

Das Klima ist tropisch und wird vom Nordostpassat geprägt. Es gibt eine trockenere Jahreszeit von November bis April und eine regnerische Jahreszeit von Mai bis Oktober.

Kuba liegt im Einzugsgebiet von Tropischen Wirbelstürmen, die sich jährlich von Juni bis November über dem Atlantik und in der Karibik bilden. Nicht selten trifft dabei ein schwerer Hurrikan kubanisches Festland und richtet schwere Verwüstungen an, welche das wirtschaftlich schwache Kuba besonders hart treffen. Insbesondere die meist in Leichtbauweise errichteten Privathäuser sind den starken Winden schutzlos ausgeliefert. Jedoch besitzt Kuba einen sehr gut funktionierenden Katastrophenschutz, so dass es, im Gegensatz zu den Nachbarinseln, selten zu einer größeren Anzahl von Todesfällen kommt. [2]

Die Hurrikansaison 2008 mit drei schweren Hurrikanen, die Kuba trafen, – Gustav, Ike und Paloma – war eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der kubanischen Geschichte.[3] Es wurden hunderttausende Wohnungen zerstört, die Infrastruktur stark beschädigt und große Teile der Ernten vernichtet. Die Gesamtschäden werden auf Werte um die zehn Milliarden US-Dollar geschätzt, rund zwanzig Prozent des kubanischen Bruttoinlandsproduktes von 2007. Sieben Menschen kamen ums Leben.[4]

Verwaltungsgliederung

Provinzen Kubas

→ Hauptartikel Provinzen Kubas

Kuba ist in 14 Provinzen und das Sonderverwaltungsgebiet Isla de la Juventud unterteilt:

  1. Isla de la Juventud
  2. Pinar del Río
  3. La Habana
  4. Ciudad de la Habana
  5. Matanzas
  6. Cienfuegos
  7. Villa Clara
  8. Sancti Spíritus
  9. Ciego de Ávila
  10. Camagüey
  11. Las Tunas
  12. Granma
  13. Holguín
  14. Santiago de Cuba
  15. Guantánamo

Diese Provinzen sind, mit Ausnahme des Municipio especial Isla de la Juventud, wiederum in insgesamt 169 Municipios untergliedert, die in etwa einem Landkreis in Deutschland entsprechen. Meist sind sie nach der Stadt benannt, in der sich der Verwaltungssitz des Municipios befindet.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung x1000

Demografie

Auf Kuba leben etwa 11 Millionen Menschen, davon über zwei Millionen in der Hauptstadt Havanna. Die Bevölkerung wuchs in der Vergangenheit kontinuierlich um eine Million Menschen je Jahrzehnt. Ursachen für das Bevölkerungswachstum sind die hohe Lebenserwartung und die mit 5,4 Fällen je 1000 Geburten geringe Kindersterblichkeit. Aufgrund rückgehender Geburtenrate (derzeit 1,6 Kinder pro Frau) und Emigration ist die Entwicklung derzeit leicht negativ.[5]

Durch ein spanisches Gesetz, dem Ley de Memoria Histórica (Gesetz des Historischen Gedenkens), von dem Kinder und Enkel von Flüchtlingen des Spanischen Bürgerkrieges profitieren, haben 150 bis 200 Tausend Kubaner das Anrecht auf die spanische Staatsbürgerschaft.[6][7]

Die kubanische Bevölkerung teilt sich laut offizieller Statistik wie folgt auf:[8]

76 Prozent der Kubaner leben in städtischen Gebieten.

Das präkolumbische Volk der Taíno, welches die Insel vor der Ankunft der Spanier besiedelte, ist ausgestorben.

Religion

1992 wurde Kuba durch Verfassungsänderung von einem atheistischen Staat zu einem säkularen, wodurch Gläubigen die Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei (PCC) ermöglicht wurde.

Als Kubas Hauptreligionen gelten der Katholizismus und die Santería, eine Mischreligion. Sie basiert auf der animistischen Religion der westafrikanischen Yoruba und ist stark mit christlichen Elementen vermischt. Als unpolitische und unorganisierte Form der Religionsausübung erhält die Santería seit einigen Jahren eine staatliche Förderung.

Schätzungen zufolge sind etwa 35 Prozent der Kubaner katholisch getauft, darunter auch viele Santería-Anhänger.

Neben der katholischen Kirche sind in den letzten Jahren zahlreiche protestantische Gemeinden entstanden, auch 89.000 Zeugen Jehovas werden inzwischen gezählt.

Schutzpatronin Kubas ist die Virgen de la Caridad del Cobre (Barmherzige Jungfrau von El Cobre), die in der Santería auch für die Göttin der Flüsse und der Liebe Ochún steht.

Bereits seit 1492 gibt es das Judentum in Kuba, etwa 1500 Kubaner zählen sich dazu.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Kubas

Spanische Kolonialzeit

Kuba und die dort lebenden Arawak gerieten in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter spanische Kontrolle. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden die indigenen Völker durch Gewalt und Krankheit praktisch ausgerottet. Für den sehr arbeitsintensiven Zuckerrohranbau kauften sich die spanischen Pflanzer im 17. und 18. Jahrhundert zehntausende Sklaven, vorwiegend aus Westafrika.

Unabhängigkeitskampf

Die Kämpfe der Kolonie um Unabhängigkeit begannen 1868 und dauerten mit Unterbrechungen bis zum Abzug der Spanier im Jahr 1898 an, als die USA intervenierten (Spanisch-Amerikanischer Krieg). Am 10. Dezember 1898 erklärte Spanien im Friedensvertrag von Paris den Verzicht auf Kuba und die Philippinen.[9] Zuvor kämpften der kubanische Nationalheld José Martí und die Oberbefehlshaber Máximo Gómez und Antonio Maceo im Unabhängigkeitskrieg seit 1895 mit einer sehr kleinen Armee gegen über 200.000 Spanier. Zwei vorangegangene Kriege (Guerra Larga 1868–1878 und Guerra Chiquita 1878–1879) scheiterten.

Intervention der USA

Nach dem Ende des Spanisch-Amerikanischen Krieges besetzten die USA die Insel, bis sie schließlich 1902 die formale Unabhängigkeit erlangte. Die Souveränität war bis 1934 jedoch durch das Platt Amendment eingeschränkt, das den USA bei Beeinträchtigung US-amerikanischer Interessen ein jederzeitiges Interventionsrecht in Kuba gab. Ein Überrest dieser US-amerikanischen Sonderrechte ist der gegen den erklärten kubanischen Willen noch heute von den USA aufrechterhaltene Marinestützpunkt Bahía de Guantánamo (Guantánamo Bay), der seit dem 11. September 2001 im Rahmen seiner Funktion als Militärgefängnis für Terrorverdächtige internationale Bekanntheit erlangte.

Revolution 1959

Hauptartikel: Kubanische Revolution

1959 stürzten die kubanischen Revolutionäre unter der Führung von Fidel und Raúl Castro, Camilo Cienfuegos und dem Argentinier Ernesto Guevara, genannt Che, den kubanischen Diktator Fulgencio Batista und errichteten ab 1961 (Deklaration von Havanna) einen sozialistischen Staat. Die damit verbundenen Enteignungen von US-Firmen und US-Bürgern führten zu einem dauerhaften Embargo gegen Kuba. Kuba suchte und fand Unterstützung bei den sozialistischen Staaten Osteuropas, insbesondere der damaligen Sowjetunion.

Auf Grund der strategischen Lage Kubas eskalierte 1962 der Konflikt zwischen den USA und der UdSSR in der sogenannten Kubakrise. Darin wurde Kuba zum Spielball zweier Atommächte, die zwei unterschiedliche Ideologien verfolgten. Noch heute leidet Kuba unter wirtschaftlichen Sanktionen und ist als eines von wenigen Ländern nicht Mitglied in supranationalen Bündnissen.

In mehreren Flüchtlingswellen verließen tausende Kubaner ihre Heimat, von denen sich ein Großteil in Florida ansiedelte.

Sonderperiode

Hauptartikel: Sonderperiode in Kuba

Nach dem politischen und wirtschaftlichen Ende von Kubas wichtigsten Handelspartnern und Geldgebern (Sowjetunion und übrige RGW-Staaten) zu Beginn der 1990er Jahre erlebte Kuba eine schwere Wirtschaftskrise, die 1993 ihren Höhepunkt erreichte. Hatte Kuba zuvor fast seine gesamte Zuckerernte in die sozialistischen Staaten Osteuropas verkauft und im Gegenzug zwei Drittel seiner Nahrungsmittel, fast das gesamte Öl und 80% seiner Maschinen und Ersatzteile von dort bezogen, so waren auf einmal 85% seines Außenhandels weggebrochen. Die Industrie und das Transportwesen kamen wegen Ölmangels zum Erliegen und infolge drastischer Nahrungsmittelrationierungen kam es erstmals seit vielen Jahren zu Unterernährung auf der Insel. 1992 beschloss die Regierung, als Ersatz für den verlorenengegangenen Außenhandel die Tourismusindustrie zu entwickeln.[10] Unter der Führung von Carlos Lage Dávila wurde die Wirtschaft dezentralisiert und an die Erfordernisse des Weltmarktes angepasst, Marktwirtschaft und Devisenhandel in einigen Nischen zugelassen. Seitdem gehört Kuba laut Weltbank zu den Staaten der Dritten Welt mit wirtschaftlichen Zuwachsraten. Joint-Venture-Geschäfte im Tourismus-Bereich, die Zusammenarbeit mit neuen Außenwirtschaftspartnern (u. a. Spanien, Italien, Kanada, Brasilien, Volksrepublik China, Venezuela), die Entdeckung von neuen Ölvorkommen und die Vermarktung der bedeutenden Nickelvorkommen trugen zur Stabilisierung der kubanischen Wirtschaft bei. Allerdings entstanden auch soziale Disparitäten.

Politik und Staat

Siehe auch: Liste der Gouverneure Kubas, Liste der Präsidenten Kubas

Politisches System

Legislative und Regierung

Formal ranghöchstes und gesetzgebendes Organ ist das Parlament (Asamblea Nacional del Poder Popular), welches den Staatsrat (Consejo de Estado) und den Ministerrat wählt. Tatsächlich ist das nur zweimal im Jahr zusammentretende Parlament relativ einflusslos und hat vor allem die Aufgabe, Entscheidungen abzusegnen und die Regierung formal zu entlasten.

Jeder Kubaner besitzt das aktive und passive Wahlrecht für das Parlament, bei den Wahlen 2003 und 2008 wurde für jeden zu vergebenden Sitz genau ein Kandidat aufgestellt. Ungefähr fünf Prozent der Stimmen werden regelmäßig als weiß (gegen alle Kandidaten) markiert. Die Abgeordneten werden von einem Ausschuss der PCC bzw. der Massenorganisationen ausgewählt. Sie dürfen keinen Wahlkampf betreiben und müssen sich gemäß der Verfassung dem sozialistischen System verpflichten.

In der jüngeren Vergangenheit vereinigte der ehemalige Präsident Fidel Castro alle fünf zentralen politischen Ämter in seiner Person. Er war Staatspräsident, Vorsitzender des Staats- und des Ministerrates, Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Die Posten des Staatsratspräsidenten, des Oberbefehlshabers der Streitkräfte und des KP-Generalsekretärs übergab er am 1. August 2006 krankheitsbedingt an seinen Bruder Raúl Castro.

Raúl Castro zusammen mit Brasiliens Staatschef Lula (2008).

Am 24. Februar 2008 wurde Raúl Castro vom Parlament zum Staats- und Ministerpräsidenten gewählt. In seiner Antrittsrede sagte er, er wolle den Weg des Sozialismus fortsetzen, jedoch auch Reformen im Wirtschaftsbereich zulassen, um dem Land zu größerer wirtschaftlicher Stärke zu verhelfen. Die Unabhängigkeit von den USA solle weiter gewahrt bleiben.[11]

Judikative

Bei einfachen Zivil- und Strafverfahren auf den unteren Ebenen stellen Laien-, sonst Berufsrichter die Mehrheit. Alle Richter werden von der Volksvertretung ihrer jeweiligen Ebene gewählt. Gerichte und Anwaltschaft sind nicht unabhängig. Das kubanische Rechtssystem entspricht nicht westlichen Standards, insbesondere in politischen Verfahren, gewährleistet aber eine funktionierende Gerichtsbarkeit. Die Todesstrafe wird in Kuba nur noch sehr selten verhängt, zuletzt 2003 für die gewaltsame Entführung einer Personenfähre [12].

Kommunistische Partei Kubas (PCC)

Hauptartikel: Kommunistische Partei Kubas
Gemäß der Verfassung ist die führende Rolle im Staate der Kommunistischen Partei Kubas (Partido Comunista de Cuba) zugewiesen, welche sie gemeinsam mit den Massenorganisationen ausübt. Sie versteht sich als Avantgarde der kubanischen Nation. Andere Parteien sind nicht zugelassen.

Der PCC hat etwa 600.000 Mitglieder, das sind 15 % der erwachsenen kubanischen Staatsbürger. Die Parteizugehörigkeit fördert den beruflichen und gesellschaftlichen Aufstieg. Für höhere Positionen in Wirtschaft, Militär und Staat ist eine Mitgliedschaft in der Partei Voraussetzung.[13]

Opposition

Hauptartikel: Kubanische Opposition ab 1959
Eine dem Staat und der Partei gegenüberstehende, organisierte Opposition ist im politischen System Kubas nicht vorgesehen, nicht staatskonforme Parteien oder Organisationen der Zivilgesellschaft sind illegal. Die innerkubanische Opposition versucht zum Teil mit friedlichen Mitteln, zum Teil gewaltsam eine Transformation auf Kuba zu erreichen. Inzwischen hat sich die – wegen geheimdienstlicher Operationen und Zersetzung früher zersplitterte – Opposition hinter dem „Projekt Varela“ gesammelt. Unter Führung des Oppositionsführers Oswaldo Payá, Preisträger des Sacharow-Menschenrechtspreises des Europäischen Parlaments 2002, wurden 25000 Unterschriften für ein Referendum Verfassungsänderung gesammelt. Payá setzt ausdrücklich auf eine dialogorientierte, innerkubanische Lösung. Zudem gibt es mehrere dutzend, meist nur aus wenigen Mitgliedern bestehende Organisationen und Parteien, die in Dachverbänden wie der Asamblea Para Promover la Sociedad Civil en Cuba (Versammlung zur Förderung einer Zivilgesellschaft auf Kuba), Todos Unidos (Alle Zusammen), Convergencia Liberal Cubana (Liberale Kubanische Konvergenz) oder der Frente de Unidad Nacional (Front der Nationalen Einheit) zusammenarbeiten, teilweise aber auch untereinander zerstritten sind. Wichtige Gruppen sind weiterhin die Partido Solidaridad Democrática (Partei der Demokratischen Solidarität), das Movimiento Cristiano Liberación (MCL, Christliche Befreiungsbewegung, Gründer: Osvaldo Payá) oder der Arco Progresista (Spektrum des Fortschritts) und die von Martha Beatriz Roque Cabello geführte Asamblea Para Promover la Sociedad Civil en Cuba, wobei letztere eng mit rechten exilkubanischen Organisationen in Miami zusammenarbeitet, was von den anderen großen Oppositionsgruppen sehr kritisch gesehen wird. Deutlich wurde dieser Unterschied in der Haltung zur ersten öffentlichen und von der kubanischen Regierung geduldeten Versammlung zur Förderung der kubanischen Zivilgesellschaft am 20. Mai 2005 unter Vorsitz von Martha Beatriz Roque Cabello und Vladimiro Roca in Havanna: die erstgenannten Organisationen und die Hälfte der 75 Opfer der letzten Massenverhaftung erklärten ihre Nichtteilnahme bzw. Ablehnung der dort vertretenen politischen Ziele.

Einige exilkubanische Organisationen stehen den USA nahe und streben nach der Überwindung der Castro-Regierung eine enge Anbindung an den großen Nachbarn an. Ihre Kritiker bezeichnen dies als offenen oder verdeckten Annexionismus.

Massenorganisationen

Gewerkschaften unter Führung der Zentralgewerkschaft Central de Trabajadores de Cuba, Komitees zur Verteidigung der Revolution (Comités de Defensa de la Revolución, CDR), der Frauenverband und Jugendverbände, wie die Pionierorganisation José Martí, die Jungen Kommunisten und die Föderation der Hochschulstudenten, bilden Massenorganisationen, welche fast jeden Kubaner in das staatliche System einbinden und zugleich sein Sozialverhalten kontrollieren („Augen und Ohren der Revolution“). Die Massenorganisationen sind wie die PCC hierarchisch aufgebaut.

Die Regierung erreicht mit Hilfe der Massenorganisationen eine starke Mobilisierung der Bevölkerung. Bei wochenlangen Demonstrationskampagnen bringt sie beinahe jeden erwachsenen Kubaner mindestens einmal auf die Straße (Rekord: 7 Millionen Teilnehmer). Für das Verfassungsreferendum 1976 zur Festschreibung des Sozialismus haben die CDR die Unterschriften von fast 93 % der Bevölkerung gesammelt.

Arbeitnehmerorganisationen außerhalb des staatlichen Gewerkschaftsbundes sind verboten.

Innenpolitik

Menschenrechtssituation

Hauptartikel: Menschenrechtssituation in Kuba

Viele bürgerliche und politische Rechte, insbesondere die auf freie Meinungsäußerung, Presse-, Vereinigungs-, Versammlungs- und Bewegungsfreiheit, werden massiv beschnitten. Es gibt keine unabhängige Gerichtsbarkeit. Menschenrechtsvereinigungen sind nicht zugelassen.[14]

Internationale Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International dokumentieren insbesondere die politisch motivierte Verhaftung und Verurteilung von Regierungskritikern. Laut Amnesty International sitzen derzeit (Stand: Ende 2007) 62 gewaltlose politische Gefangene in kubanischen Gefängnissen ein, die zum Teil langjährige Haftstrafen absitzen. Von 75 politischen Dissidenten, die nach ihrer Inhaftierung 2003 zu 28 Jahren Haft verurteilt wurden, sitzen 2008 noch 55 in den Gefängnissen[15], unter schlechter medizinischer Versorgung und unter Misshandlungen leidend.[16] Unabhängige Journalisten und Menschenrechtsaktivisten werden regelmäßig belästigt, eingeschüchtert und vorübergehend festgenommen.[17] Es wird von Misshandlungen durch Fußtritte und Schläge berichtet. Die Haftbedingungen sind hart und führen zum Teil zu körperlichen Problemen bei den Häftlingen.

Seit Ende 2007 wird vereinzelt öffentliche Kritik an den Zuständen geduldet. So hatte Raúl Castro, damals noch Interimsstaatschef, dazu aufgerufen, über die zukünftige Entwicklung des Landes zu diskutieren[18], die Kubanerin Yoani Sánchez berichtet in einem Blog aus Kuba öffentlich über die Alltagsprobleme der Kubaner[19] und in einer öffentlichen Diskussion mit Parlamentspräsident Ricardo Alarcón übten Studenten der Universität für Informatik in Havanna Kritik an fehlenden Freiheitsrechten für Kubaner[20][21].

Die sozialen Menschenrechte sind in Kuba teilweise gut umgesetzt. So gilt z.B. das Recht auf Bildung für die Region als vorbildlich, ebenso die Gesundheitsversorgung. Der allgemeine Lebensstandard ist hingegen, gemessen nach dem Standard industrialisierter Länder, auf niedrigem Niveau. Dies betrifft vor allem die Wohnsituation und die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Daran trage laut Amnesty allerdings auch das US-Embargo gegen Kuba eine Mitschuld.[17]

Emigration

Unerlaubtes Verlassen des Landes wird als Straftat verfolgt. Eine reguläre Ausreise, egal ob zum Zwecke der Reise oder Auswanderung, ist nur nach einem aufwändigen Genehmigungsverfahren möglich. Bevorzugtes Auswanderungsziel sind die USA.

Insgesamt sind in den Jahren nach dem Sieg der Revolution hunderttausende Kubaner in die USA geflohen. Dies waren in der ersten Welle bis ca. 1962 Familien der Oberschicht und oberen Mittelschicht Kubas. Danach folgen aber auch viele Angehörige der Mittelschicht und der Arbeiterklasse.[22]

Ein überfülltes Boot mit kubanischen Flüchtlingen während der Mariel-Bootskrise 1980

Zu einer großen Emigrationswelle nach der Revolution kam es 1980, als über US-amerikanische Sender die Nachricht verbreitet wurde, dass die peruanische Botschaft in Havanna Visa für die Ausreise nach Peru ausstelle, mit denen eine Weiterreise in die USA möglich sei. In Anbetracht des Ansturms von zehntausenden Ausreisewilligen, die zum Teil seit langem über Pässe verfügten, forderte der peruanische Botschafter Polizeischutz an. Als eine Gruppe diesen Polizeischutz durchbrach, zwei Polizisten tötete und trotzdem nicht von der peruanischen Botschaft ausgeliefert wurde, hob die kubanische Regierung die Abriegelung der peruanischen Botschaft auf. Die unhaltbaren Zustände auf dem Botschaftsgelände wurden am 17. April dadurch beendet, dass Fidel Castro in einer Rede die Möglichkeit eröffnete, auch ohne Visum mit dem Schiff vom Hafen Mariel aus in die USA auszureisen. Die Schiffe wurden bis zur 12-Meilen-Zone vor die US-amerikanische Küste eskortiert. Bis zum 31. Oktober 1980 verließen ca. 125.000 Kubaner das Land.[23] In einer Rede anlässlich des 1. Mai 1980 bezeichnete Fidel Castro, unterstützt durch entsprechende Sprechchöre des Publikums, die Botschaftsflüchtlinge als arbeitscheuen Abschaum.[24] Juan Carlos Zaldívar verarbeitete die damaligen Ereignisse im Dokumentarfilm 90 Miles.[25]

Um diese Einwanderungswelle zu beenden, schloss die US-Regierung unter dem Präsidenten Carter mit der kubanischen Regierung ein Abkommen, das die legale Einreise über festgelegte Quoten regeln sollte, aber von der nachfolgenden Reagan-Regierung nicht mehr eingehalten wurde.

Zur letzten großen Auswanderungswelle kam es im August 1994. Am 5. August kam es zu Massendemonstrationen von Kubanern, die von der US-Interessenvertretung kein Visum für die USA erhalten hatten. Als Folge wies Castro am 7. August die Aufhebung der Küstenüberwachung an und löste damit erneut eine große Massenflucht aus Kuba aus, welche auch als Balsero-(Flößer-)Krise bekannt ist.

Die Vereinigten Staaten unter der Regierung von Bill Clinton handelten daraufhin mit Kuba ein Migrationsabkommen aus. Die USA erklärten sich bereit, jedes Jahr 20.000 Visa auszustellen, die eine legale Auswanderung ermöglichen. Im Gegenzug verpflichteten sich die USA, alle illegalen Flüchtlinge, welche sie auf See aufgreifen, unverzüglich wieder nach Kuba abzuschieben (wet feet, dry feet policy). Die tatsächliche Zahl der ausgestellten Visa lag jedoch meist deutlich darunter. 2007 waren es 15.000.[26]

Die Regierung untersagt jede Mitnahme von Besitz und das Eigentum von Emigranten wird sofort verstaatlicht.

Insgesamt verließen über eine Million Kubaner seit der Revolution ihre Heimat.

Siehe auch: Exilkubaner

Außenpolitik

Verhältnis zu den USA

→ Hauptartikel: Verhältnis zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten
→ Siehe auch: Embargo der Vereinigten Staaten gegen Kuba

Gegen die Einführung des Sozialismus unterstützten die USA eine Gruppe von Exil-Kubanern, die die neue Regierung militärisch beseitigen wollte. Der erfolglose Eingriff ist als Invasion in der Schweinebucht bekannt. In Folge wurde eine umfassende Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade seitens der USA gegen Kuba begonnen, die mit den Enteignungen gegen US-Bürger begründet wird. Mit dem 1992 erlassenen Torricelli Act wurde eine Verschärfung der Sanktionen eingeführt, gefolgt von dem 1996 in Kraft getretenen Helms-Burton Act.

Das Embargo wird von den Vereinten Nationen nicht gebilligt. Die UN-Generalversammlung verabschiedet seit 1992 jährlich eine Resolution, welche die Aufhebung aller Sanktionen gegen Kuba fordert[27], z.B. im Jahr 2000: 167 Stimmen dafür, drei Gegenstimmen (USA, Israel, Marschall-Inseln; vier Enthaltungen)[28]; im Jahr 2007: 184 Stimmen dafür, vier Gegenstimmen (USA, Israel, die Marshall-Inseln und Palau), eine Enthaltung (Mikronesien).

Im Jahr 2000 wurde von US-Seite das Embargo hinsichtlich des Verbots des Nahrungsmittel- und Medikamentenexport durch den Trade Sanctions Reform and Export Enhancement Act (Gesetz zur Reform der Handelssaktionen und Exportverbesserungen) stark gelockert. Viele andere Handelsbeschränkungen blieben jedoch bestehen.[29] Die bisher für Kuba durch die Blockade entstandenen Schäden werden von Kubas Regierung mit ca. 89 Mrd. US-Dollar angegeben.[30] Von kubanischen Oppositionellen und anderen Kritikern der kubanischen Regierung wird die Wirkung des US-Handelsembargos jedoch stark bezweifelt. Es diene im Gegenteil nur als Vorwand, um die „völkerrechtswidrigen Verhältnisse“ zu rechtfertigen, deren Hauptursache in der „kollektiven Produktionsweise“ liege.[31]

Trotz des Embargos sind die USA inzwischen ein wichtiger Handelspartner Kubas, bei den Importen liegen sie inzwischen an sechster Stelle.[32] Der kubanische Staat importiert jährlich Nahrungs- und Futtermittel im Wert einer halben Milliarde Dollar aus den USA. Durch Geldsendungen exilkubanischer Gemeinden in den USA an ihre Familienangehörigen fließen der kubanischen Volkswirtschaft jährlich ca. eine Milliarde US-Dollar zu[31], was in etwa den Einnahmen der kubanischen Tourismusindustrie entspricht. Der legale Betrag für Geldsendungen von US-Bürgern an direkte Familienangehörige in Kuba war im Laufe der Zeit starken Schwankungen unterworfen und ist derzeit auf maximal 300 Dollar pro Quartal beschränkt.[33]

Die als Miami Five bekannten Kubaner sind in den USA inhaftiert, da sie aufgrund ihrer gesammelten Informationen über geplante Terroranschläge von Exilkubanern, welche an die kubanische und US-Regierung übergeben wurden, u.a. als Spione verurteilt wurden, obwohl das nach Kuba gesendete Material nicht der Geheimhaltung unterlegen hätte und demzufolge gemäß US-Gesetzen nicht unter Spionage fallen würde.

Die US-Regierung unterstützt auch Teile der Opposition in Kuba, so war für das Jahr 2006 15 Mio. US-Dollar im Haushalt für die Unterstützung von kubanischen Oppositionsgruppen und exilkubanischen Organisationen in Miami vorgesehen (Quelle: USAID Kuba-Programm), die z. T. unmittelbar von der US-amerikanischen Interessenvertretung in Havanna an die Zielorganisationen ausgezahlt werden oder über die Exilorganisationen in Miami verteilt werden.[34][35] Eine 2005 eigens geschaffene US-Behörde im Weißen Haus, die Commission on Assistance to a Free Cuba (Unterstützungskommission für ein freies Kuba) soll die Arbeit der verschiedenen Ministerien gegen die kubanische Regierung koordinieren.

Exilkubaner

Hauptartikel: Exilkubaner

Außerhalb Kubas existiert unter den 2 Millionen kubanischen Emigranten in Miami eine aktive Opposition, deren wichtigste Organisation die Cuban-American National Foundation CANF ist.

Neben Aufklärungs- und Lobbyarbeit betreiben einige exilkubanische Organisationen auch regelrechte Flugdienste über der Karibik, um kubanische Flüchtlinge aus dem Meer zu fischen und sicher an Land zu bringen. Einige fliegen mit Kleinflugzeugen sogar bis nach Kuba und werfen dort regierungskritische Flugblätter ab. Im Februar 1996 ließ die Regierung zwei dieser Flugzeuge nach zwei Warnungen, die vom Piloten ignoriert wurden, über dem offenen Meer von der Luftwaffe abschießen, wobei umstritten ist, ob sich die Flugzeuge bei diesem Angriff innerhalb oder außerhalb des kubanischen Hoheitsgebietes befanden.

Auch werden radikale exilkubanische Kreise unter Führung der CANF beschuldigt, in Zusammenarbeit mit der CIA[36] Terroraktionen gegen Kuba, wie die von Orlando Bosch oder Luis Posada Carriles, unterstützt und finanziert zu haben, um die Lage in Kuba zu destabilisieren. Dabei wurden hunderte Kubaner getötet.

Bündnispartner und Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

Kuba steht in einem engen Bündnis mit dem von Präsident Hugo Chávez regierten Venezuela. Das Land liefert Öl unter Weltmarktpreisen an Kuba. Dafür schickt Kuba medizinisches Personal und Helfer für die Alphabetisierung nach Venezuela. 2006 wurden während der Operation Milagro tausende Venezolaner in Kuba operiert. Ein gemeinsames Projekt ist auch die Bolivarianische Alternative für Amerika (ALBA). Gute Beziehungen verbinden Kuba auch mit dem von Evo Morales regiertem Bolivien und mit der Volksrepublik China. Am 29. April 2006 unterzeichneten die Präsidenten der Staaten Kuba, Venezuela und Bolivien den Handelsvertrag der Völker. Im Dezember 2008 trat Kuba der Rio-Gruppe bei.

Kuba ist außerdem ein wichtiges Mitglied der Bewegung der blockfreien Staaten.

Kubanische Auslandsengagements

Von Anfang an waren die kubanischen Revolutionäre internationalistisch und global ausgerichtet, und wollten die Revolution auf möglichst viele andere Länder ausbreiten. Obwohl Kuba noch selbst ein Entwicklungsland war, engagierte sich die Regierung in afrikanischen, lateinamerikanischen und asiatischen Ländern auf militärischem, medizinischem und pädagogischem Gebiet. Ab Mitte der 1960er Jahre rückte Afrika ins Zentrum der außenpolitischen Aktivitäten, wo afrikanische Revolutionäre wie Patrice Lumumba, Amilcar Cabral und Agostinho Neto (siehe auch Kubanischer Militäreinsatz in Angola) die Kubaner um Unterstützung für ihre Bewegungen baten.

Trotz eigener wirtschaftlicher Probleme unterstützt Kuba andere Entwicklungsnationen insbesondere im medizinischen Bereich. Im Rahmen der Operation Milagro („Wunder“) werden Augenoperationen für Menschen aus Entwicklungsländern auf Kuba durchgeführt. Kubanische Ärzte und Krankenschwestern sind in verschiedensten Ländern tätig, so in Haiti, Venezuela, Bolivien und in Zentralamerika und zum Beispiel nach dem Erdbeben in Pakistan.

Bildung

Bildung ist in Kuba kostenlos und es besteht eine 9-jährige Schulpflicht. Kuba hat ein dreigeteiltes Bildungssystem, das aus Grund-, Mittel-, und Oberschule besteht.

Kubas Bildungssystem gehört zu den besten in Lateinamerika und dies sowohl vor, als auch nach der Revolution[37]. 2001 lagen die kubanischen Schüler der vierten und fünften Klasse bei einem Test der UNESCO weit vor den anderen lateinamerikanischen Ländern. Die Einschulungsquote liegt bei 100 Prozent, Analphabetismus geht gegen null. Nach dem UNESCO-Education for All Development Index gehört Kuba zu den hochentwickelten Ländern der Welt im Bildungsbereich mit einer gut ausgebildeten Bevölkerung.[38]

In den letzten Jahren herrscht jedoch ein immer akuter werdender Lehrermangel. Viele Lehrer arbeiten, trotz ihrer guten Ausbildung, genauso wie zahlreiche Ärzte und andere Hochqualifizierte, lieber im Tourismussektor, weil allein das Trinkgeld ein vielfaches eines kubanischen Gehalts beträgt. Auch verleiht Kuba viele Lehrer, als Ausgleich für verbilligtes Öl aus Venezuela, an verschiedene befreundete Staaten Lateinamerikas, um dort beim Aufbau eines funktionierenden Bildungssystems zu helfen. Diesen Lehrermangel versucht die kubanische Regierung mit sogenannten „Nothilfelehrern“, 16- bis 18-jährigen Schulabgängern, die in Crashkursen auf ihre Aufgaben vorbereitet werden und durch Teleklassen, also Unterricht per Videokassette, zu kompensieren. Außerdem sollen schon pensionierte Lehrer wieder in den aktiven Schuldienst gelockt werden.[39] Der Anteil der jungen Notstandslehrer sei inzwischen auf knapp 50 Prozent gestiegen, was einen qualifizierten Unterricht nahezu unmöglich mache.[40]

Das Schulwesen steht für Jungen auch im Dienst vormilitärischer Ausbildung, ältere Schüler lernen den Umgang mit Waffen. Die Lehrer müssen jährlich jeden Schüler und auch dessen Eltern nach der politischen Ausrichtung und den politischen Aktivitäten schriftlich beurteilen.

Das Studium auf Kuba ist kostenlos, allerdings müssen alle Studenten nach ihrem Abschluss drei Jahre lang für den Staat einen Sozialdienst ableisten. In Kuba ist der Frauenanteil unter den Studenten höher als in jedem anderen lateinamerikanischen Land. Ebenso schneiden kubanische Studenten besser ab als ihre Kommilitonen in Lateinamerika in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Sprache. [41]

Teil des kubanischen Bildungswesens ist auch, dass Schüler und Studenten regelmäßig in Landinternate geschickt werden, wo sie neben ihrer Ausbildung unbezahlt in der Landwirtschaft arbeiten.

Gesundheitswesen

Der kubanische Staat garantiert jedem kubanischen Bürger eine medizinische Versorgung. Die medizinische Behandlung ist für Kubaner grundsätzlich kostenlos, für Medikamente müssen die Patienten jedoch eine Zuzahlung leisten.

Das kubanische Gesundheitssystem zeichnet sich durch eine gute Vorsorge, eine hohe Ärztedichte (163 Einwohner je Arzt[42]) und eine hohe Integration (Polikliniken) aus. Jede Siedlung verfügt über einen sogenannten „Familienarzt“. Familienärzte residieren in Gebäuden, die im gesamten Land einem identischen Bauplan folgen. In diesen befinden sich Praxis als auch Wohnung des Arztes, was eine Verfügbarkeit von 24 Stunden gewährleisten soll. Die Säuglingssterblichkeit ist eine der niedrigsten auf dem gesamten amerikanischen Kontinent[43] und die Lebenserwartung hoch.

Jedoch gibt es auch Probleme: Viele medizinische Einrichtungen sind baufällig und die medizinischen Geräte oft veraltet und in schlechtem Zustand. Auch fehlen häufig wichtige Medikamente.[44] Die Wartezeiten in den Polikliniken sind zu lang, weil etwa 40000 Ärzte im Ausland arbeiten und dem Staat damit Millionen an Devisen bringen. Die Ärzte sind nicht höher bezahlt als andere Arbeiter und Angestellte. [45].

Statistiken der Weltgesundheitsorganisation zum kubanischen Gesundheitswesen
Lebenserwartung bei Geburt m/w: (Jahre) 75/80
Kindersterblichkeit m/w: (pro 1000) 8/7
Erwachsenensterblichkeit m/w: (pro 1000) 131/85
Ärzte pro 1000 Einwohner:[42] 6,12
Zahnärzte pro 1000 Einwohner: 0,87
Krankenhausbetten pro 10.000 Einwohner: 49
Gesundheitsausgaben pro Kopf: (US-Dollar) 229,8
Gesundheitsausgaben in Prozent des BIP: 6,3
HIV/AIDS-Rate in Prozent der erwachsenen Bevölkerung: 0,052
Quelle: WHO Länderinformationen zu Kuba

Militär und Zivilverteidigung

Die Revolutionären Streitkräfte Kubas (FAR – Fuerzas Armadas Revolucionarias) umfassen ca. 49.000 Mann[46]. Es besteht Wehrpflicht für Männer.

Weiterhin gibt es die rund 1 Million Mann[47] starken paramilitärischen Milizen zur Territorialverteidigung (MTT – Milicias de Tropas Territoriales). Deren Angehörige sind Zivilisten und haben in ihren Wohn- und Arbeitsgebieten Zugang zu Waffen. Sie sind für einen Guerillakrieg gegen mögliche Invasoren ausgebildet und bilden in Kriegszeiten einen Teil der militärischen Streitkräfte, mit der Aufgabe die gegnerischen Kräfte zu binden und damit den Einheiten der regulären Armee Zeit zur Restrukturierung zu geben.

Der Armee untersteht ebenfalls die Zivilverteidigung. Eigentlich zur Organisation der Bevölkerung im Verteidigungsfall eingerichtet, bestehen die heutigen Hauptaufgaben darin, die Bevölkerung vor den Folgen von Naturereignissen, insbesondere den jährlich auftretenden Hurrikanen zu schützen. Dies geschieht, im Gegensatz zur sonstigen Wirtschaft Kubas, sehr effizient, so dass trotz teilweise immenser Sachschäden normalerweise kaum Menschenleben zu beklagen sind.

Wirtschaft

→ Hauptartikel: Wirtschaft Kubas

Allgemeines

Kuba zählte vor der Revolution, gemäß Pro-Kopf-BIP, zu den reichsten Ländern Lateinamerikas. Seine Infrastruktur, wie zum Beispiel das Verkehrs- und Telekommunikationsnetz, war auf dem modernsten Stand. Auch das Gesundheits- und Schulwesen konnte sich mit den Staaten der Ersten Welt messen. Kuba war der weltweit größte Exporteur von Zucker, und die Vereinigten Staaten kauften jährlich eine große und garantierte Menge Zucker zu festgesetzten Preisen auf. Jedoch herrschten riesige Ungleichgewichte hinsichtlich der Verteilung des Volksvermögens sowohl zwischen den sozialen Schichten als auch zwischen Stadt und Land, insbesondere zwischen der Hauptstadt Havanna und den östlichsten Teilen des Landes.[48] Der Einfluss von US-Direktinvestoren auf die kubanische Volkswirtschaft war zwar nach wie vor recht groß, jedoch stetig rückläufig.

Heute ist Kuba eine der letzten bestehenden sozialistischen Volkswirtschaften. Nach dem Ende der Sowjetunion kam es mit dem Wegfall des wichtigsten Handelspartners Kubas 1991 zu einer ökonomischen Krise (genannt período especial en tiempo de paz = besondere Periode in Friedenszeiten; kurz: período especial/Sonderperiode), die bis heute andauert. Die RGW-Staaten hatten Kubas landwirtschaftliche Produkte über dem Marktpreis gekauft und Finanzhilfen geleistet, allein die Sowjetunion zahlte zuletzt 5 Milliarden Dollar jährlich (zum Vergleich: das heutige Bruttosozialprodukt Kubas liegt in einer Größenordnung von etwa 18.5 Milliarden US-Dollar jährlich).
Wegen der großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurde der US-Dollar ab 1993 offizielles Zahlungsmittel neben dem Peso. Seit dem 8. November 2004 ist der US-Dollar durch den Peso Convertible ersetzt.

Die desolate Wirtschaftslage zwang die Regierung zu marktwirtschaftlichen Reformen, um die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Es entstand neben der Planwirtschaft ein zweiter produktiverer Wirtschaftsbereich mit marktwirtschaftlichen Elementen. Erstmals wurden Familien- und Einpersonenbetriebe zugelassen, einige Staatsbetriebe wurden nach betriebswirtschaftlichen Erkenntnissen geführt und Bauern durften einen Teil ihrer produzierten Waren selbst verkaufen.

Zur Nutzung ausländischen Investionskapitals wurden Joint-Ventures mit kubanischen Staatsunternehmen gegründet. Die Joint-Ventures mit ausländischen Firmen unterliegen jedoch Beschränkungen. Sie dürfen ihre Mitarbeiter nicht selbst aussuchen und müssen den Lohn ihrer kubanischen Mitarbeiter in Dollar an die Regierung zahlen. Diese erhalten jedoch den normalen kubanischen Lohn in Pesos. Ein Großteil des Lohnes wird so an den Staat abgeführt.

Währung

In Kuba gibt es zwei offizielle Währungen, der Peso Cubano (CUP oder MN für Moneda Nacional) als die eigentliche einheimische Währung, in der die staatlichen Löhne ausgezahlt und die wesentlichen Dienstleitungen bezahlt werden, sowie den Peso convertible (CUC), der als Ersatz für den 1993 legalisierten und 2005 offiziell wieder abgeschafften US-Dollar dient. Das staatlich festgelegte Tauschverhältnis ist 1:24 beim Kauf von kubanischen Pesos für CUC und umgekehrt 25:1 wenn man kubanische Pesos in Pesos convertibles eintauschen will. In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung wird jedoch eine Relation von 1:1 zwischen beiden nationalen Währungen angesetzt.[49]

Für Kubaner, die keinen Zugang zu Devisen haben, weil sie zum Beispiel keine Verwandten im Ausland haben, die ihnen Geld schicken, keine Beschäftigten im Tourismussektor sind und Trinkgelder in Devisen erhalten, ist es ein großes Problem, dass viele Waren des täglichen Bedarfs ausschließlich in Geschäften erhältlich sind, die nur konvertible Pesos als Zahlungsmittel akzeptieren.[50] Bargeldtransaktionen in US-Dollar werden mit einem zusätzlichen Aufschlag von 10 Prozent gegenüber dem offiziellen Wechselkurs bewertet.

Wirtschaftswachstum

Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erholte sich seit der Wirtschaftskrise von 1993 (0,7 Prozent) auf drei Prozent im Jahre 2004. Nach staatlichen Angaben wuchs die Wirtschaft im Jahre 2005 um 11,8 Prozent (Schätzung der CEPAL: 3 %[51]), im Jahr 2006 um 12,5 %. Für das Jahr 2007 gab das kubanische Wirtschaftsministerium ein Wachstum von 7,5 %[52] an, für 2008 werden 8 % prognostiziert. Die offiziellen Zahlen sind für Vergleiche mit anderen Ländern ungeeignet, da Kuba zur Berechnung des BIP eine eigene, international nicht anerkannte, Berechnungsmethode, das „PIP Social Sostenible“ (Nachhaltiges Soziales BIP), anwendet, das freie oder stark subventionierte Leistungen des Staates besonders mit einrechnet. Andere Quellen schätzen das Wirtschaftswachstum im Jahr 2006 geringer ein (7.6 %[42], 8 %[53] und 9,5 %[51]).

Die Produktion hat aber noch immer nicht den Stand zum Ende des Kalten Krieges erreicht. Kubas Außenhandelsbilanz ist stark negativ, das Land muss mehr Güter importieren, als es exportieren kann. Im ersten Quartal 2009 entfielen insgesamt 80 Prozent des Außenhandels auf Importe. Die Auslandsverschuldung und das Handelsdefizit sind 2009 die höchsten Lateinamerikas. Verbindlichkeiten bei ausländischen Staaten und Investoren können nur teilweise bedient werden.[54][55]

Bodenschätze

Inzwischen gewinnt die Nickelproduktion an Bedeutung, hier wirken sich die aktuell hohen Stahlpreise günstig aus. Außerdem werden folgende Rohstoffe in größeren oder kleineren Mengen abgebaut: Chrom, Kobalt, Kupfer, Eisen, Mangan, Gold und Silber sowie geringe Mengen an Erdöl und Erdgas. Ungefähr die Hälfte seines Bedarfs an Erdöl und Erdgas kann Kuba durch eigene Förderung decken.[56]

Nach Schätzungen der staatlichen Ölgesellschaft CUPET verfügt Kuba vor seinen Küsten über Ölvorkommen von bis zu 20 Milliarden Barrel, was ungefähr den noch vorhandenen Reserven der USA entspricht und fast das Doppelte der Reserven Mexikos ausmacht.[57] Der Geologische Dienst der USA schätzt Kubas Ölreserven auf rund 9 Milliarden Barrel sowie rund 60 Milliarden Kubikmeter Erdgas.[58] Bisherige Probebohrungen verschiedener ausländischer Ölfördergesellschaften haben jedoch noch keine Möglichkeit einer rentablen Förderung des Öls ergeben.[59]

Landwirtschaft

Tabakblätter in einem Trockenschuppen in Pinar del Rio

In der Landwirtschaft ist der Zucker immer noch das wichtigste Exportgut, gefolgt vom Tabak. Im Jahr 2000 exportierte Kuba 2,9 Mio. Tonnen Zucker, von denen die Hauptabnehmer Russland mit 42 %, die westlichen Industriestaaten mit 31 % und China mit 9 % waren. Die Zuckerproduktion sank jedoch von 9 Millionen Tonnen 1987 auf 2,5 Millionen Tonnen 2006. Den Nahrungsmittelbedarf der eigenen Bevölkerung kann Kuba bei weitem nicht decken, obwohl die Geographie des Landes mit vorwiegend flachem oder hügeligem Land und günstiger Bodenbeschaffenheit fast ideale Bedingungen für die Anlage von Plantagen und für die Viehzucht bietet.[60] Das randtropische Klima sorgt zudem für gute Voraussetzungen, bereitet allerdings auch erhebliche Probleme: Durch die in den letzten Jahren vermehrt auftretenden Hurrikane mit hoher Intensität und durch die immer wieder vorkommenden Dürreperioden werden oft große Teile der Ernte vernichtet.[60] Die Nahrungsmittelproduktion Kubas war insgesamt in den letzten Jahren rückläufig. Die Geflügelproduktion beispielsweise hatte sich seit dem Jahre 2001, als die Hauptschwierigkeiten der Sonderperiode schon längst überwunden waren, fast halbiert.[61] Nach einem Minus von 6 % im Jahr 2006 konnte sich der Landwitschaftssektor aber im Jahr 2007 wieder kräftig erholen. Er war im Jahr 2007 mit einem Wachstum von 22,4 % der am stärksten gewachsene Wirtschaftssektor Kubas bei einem Gesamtwirtschaftswachstum von 7 %. Dies ist offensichtlich auf die im vergangenen Jahr ergriffenen Maßnahmen zur Reduzierung des Zahlungsrückstandes des Staates gegenüber den Erzeugern, die Anhebung der Abnahmepreise für deren Produkte und die sehr günstigen klimatischen Bedingungen während des Berichtszeitraums zurückzuführen.[62]

Kuba gibt jährlich über 1,6 Milliarden US-Dollar für den Lebensmittelimport aus. Insgesamt müssen 84 % der Lebensmittel importiert werden [63]. Davon kommen Lebensmittel für ca. 340 Millionen US-Dollar aus den USA[64]. Sogar rund 80 % der Grundnahrungsmittel, welche einen Wert von ca. 1 Milliarde Dollar ausmachen und über das Libreta-System für rationierte und subventionierte Waren verteilt werden, müssen importiert werden, darunter Reis, Kartoffeln, Bohnen und Fleisch.[65].

Von den 3,5 Millionen Hektar Land wird rund die Hälfte nicht oder mangelhaft genutzt. Nur 32 Prozent der Flächen werden von Kooperativen bearbeitet, der Rest von privaten Bauern. Um die landwirtschaftliche Produktion anzukurbeln und die Abhängigkeit von den teuren Einfuhren zu mindern, werden seit September 2008 ungenutzte landwirtschaftliche Flächen an landlose Arbeiter und Bauern vergeben. Für Privatleute gelten die Pachtverträge über 10 Jahre und für Kooperativen 25 Jahre.[66] Die Nutzungsrechte können weder vererbt, noch verkauft werden.[67]

Tourismus

Hauptartikel: Tourismus in Kuba

Havanna – Blick auf das Kapitol
Blick vom Capitolio in Havanna über die Altstadt

Der Beginn des Massentourismus auf Kuba wurde durch die Prohibition in den Vereinigten Staaten ausgelöst. Kuba wurde ein beliebtes Reiseziel der US-Amerikaner, da es nah an Florida lag und keinen Beschränkungen des Glücksspiels und der Prohibition wie in den USA unterlag.

Nur eine geringere Zahl von Gästen, besonders aus der Sowjetunion und den Ostblockstaaten reisten in den folgenden dreißig Jahren nach dem Sieg der Revolution nach Kuba. Aufgrund des Embargos ist US-Bürgern, die vor der Revolution den Großteil der Touristen ausmachten, die Reise nach Kuba verboten. Viele US-Amerikaner umgehen dieses Verbot, indem sie über Drittländer nach Kuba reisen. Es gibt nur sehr wenige direkte Verkehrsverbindungen zwischen den USA und Kuba, die hauptsächlich von Exilkubanern für Verwandtenbesuche benutzt werden, welche jedoch ebenfalls reglementiert sind.

Nach der Auflösung des Ostblocks und der wirtschaftlichen Krise in Kuba suchte die Regierung neue Devisenquellen für Kuba. Mit Hilfe international tätiger Tourismusunternehmen wurden seit Anfang der 1990er Jahre Joint-Ventures gegründet, welche Hotels und touristische Einrichtungen hauptsächlich in den Haupttourismusgebieten errichteten und betreiben. Die hohen Trinkgelder in Devisen lockten viele hochqualifizierte Kubaner in Jobs des Tourismusgewerbes. Touristikmitarbeiter werden auch speziell an Universitäten des Landes mit eigens eingerichteten Studiengängen ausgebildet.

Der heutige Pauschaltourismus konzentriert sich auf wenige Gebiete, insbesondere Varadero, die Region Havanna, das Valle de Viñales, Cayo Coco und die Nordküste bei Holguín (Playa Guardalavaca). Durch die hohe Anzahl an Ärzten und ein entwickeltes Gesundheitssystem bietet Kuba gute Voraussetzungen für Gesundheitstourismus. Touristen verbinden ihren Ferienaufenthalt mit einer medizinischen Behandlung oder Reisen für Spezialbehandlungen wie Augenoperationen und Zahnarztbehandlungen nach Kuba.

Heute hat der Tourismus eine Spitzenstellung in der Wirtschaft des Landes bekommen und ist die wichtigste Einnahmequelle für Devisen geworden. Um die zuletzt sinkenden Touristenzahlen wieder zu steigern, wurden verschiedene Maßnahmen, wie Senkung der Landegebühren auf den Flughäfen, Senkung der Kerosinpreise auf Weltmarktniveau sowie eine schnellere Abfertigung der Touristen bei der Einreise beschlossen.[68][69]

Industrie

Kubas Industrie ist überwiegend international nicht wettbewerbsfähig. Der Bedarf an Industriegütern kann nicht durch eigene Produktion gedeckt werden.[56] Die Industrieproduktion war 2006 nur halb so groß wie 1989.[70]

Kuba verfügt über eine hochentwickelte Biotechnologie, die z. B. in der Landwirtschaft aus Mangel an Energie sowie synthetischen Düngern und Pflanzenbehandlungsmitteln biologische Anbaumethoden fördert. Die kubanische Pharmaindustrie vermarktet weltweit zahlreiche kubanische Patente auf Medikamente. Kuba zählt zu den ersten Ländern, in denen Impfstoffe gegen Meningitis B und C, Hepatitis B und ein therapeutischer Impfstoff gegen Lungenkrebs[71] entwickelt wurden. Medizinische Produkte sind mit einem Volumen von 350 Millionen US-Dollar (2007) zum zweit wichtigsten Exportgut Kubas geworden.[72]

Weiterhin existiert eine moderne Produktionsstätte für Solarmodule.

Lebensstandard

→ Siehe auch: Rationierung in Kuba

Die Löhne und vor allem die Renten gelten für die Masse der Kubaner als sehr gering, so dass die meisten sich bemühen müssen, im informellen Sektor etwas dazu zu verdienen oder aus der Produktion ihrer Betriebe zu stehlen.[73] Das durchschnittliche Monatseinkommen für Berufstätige beträgt derzeit (Stand April 2008[74]) 408 Pesos pro Monat, rund 18 US-Dollar. Die Mindestrente für Berufstätige beträgt derzeit 150 Pesos (ca. 7 US-Dollar) je Monat.[75]

Es existiert eine Art Bezugsscheinsystem, Libreta genannt, welches den rationierten Bezug von subventionierten Waren wie Lebensmittel und Kleidung erlaubt. Dies reicht jedoch nur für ca. 10 bis 14 Tage. Der Rest des täglichen Bedarfs muss auf dem freien Markt oder sogar in Devisenläden gekauft werden, was aber bei einem Durchschnittseinkommen von umgerechnet ca. 15 Euro je Monat äußerst schwierig ist. [76]

Trotz der Probleme belegt Kuba beim Lebensstandard laut dem Human Development Index nach Costa Rica den zweiten Platz in Mittelamerika, liegt vor den meisten anderen lateinamerikanischen Ländern sowie vor Russland und der Volksrepublik China und vor den EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien und Rumänien.[77] Kuba hat im Vergleich zum Rest Lateinamerikas und Teilen der restlichen Welt eine niedrigere Kindersterblichkeitsrate (nur 6 von 1000 Kindern sterben), höhere Lebenserwartung (77 Jahre - 7 Jahre mehr als durchschnittlich in Lateinamerika) und weniger Analphabetismus.

Ende Januar 2006 erhielt Kuba vom UN-Welternährungsprogramm ein Zertifikat, in dem ihm bestätigt wird, das einzige Land Lateinamerikas und der Karibik ohne unterernährte Kinder zu sein. Nur zwei Prozent würden Eisenmangelerscheinungen zeigen.

In anderen Bereichen stagnierte das Wohlstandswachstum oder fiel relativ hinter andere lateinamerikanische Länder zurück (Telekommunikation, Automobilversorgung, Elektrizitäts- und Nahrungsmittelversorgung). Viele Häuser sind alt, renovierbedürftig und überfüllt. Es herrscht akute Wohnungsnot.[78]

Noch immer sind viele Konsumgüter rationiert und selbst mit den Lebensmittelkarten oft nicht verfügbar. Selten ist vor allem Fleisch. Weitaus stärker wirkt jedoch der Zugang zu Devisen vor allem über Tourismus und Verwandte im Ausland, meist in den USA. Auch das Zweiwährungssystem wirft große Probleme auf. Viele Waren des täglichen Bedarfs und erst recht nahezu alle höherwertigen Produkte, wie elektronische Geräte, sind nur gegen den an den US-Dollar angelehnten Peso Convertible (CUC) erhältlich. Dieser muss derzeit gegen 25 Pesos Cubanos je CUC in der Wechselstube (Cadeca – Casa del Cambio) umgetauscht werden. Kubaner, die keine Verwandten im Ausland haben, welche sie regelmäßig durch Geldsendungen unterstützen oder auch sonst keinen Zugang zu Devisen haben, können sich dies kaum leisten. In Kuba wird dies inoffiziell als ökonomische Apartheid bezeichnet.[50]

Neben dem Staat betreibt auch die Kirche ein soziales Netz im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Soziale Hilfe außerhalb des Staates wird jedoch nicht gern gesehen und möglichst unterbunden. Ausnahmen gelten nur für die politische Entwicklungshilfe der zahlreichen Solidaritätsvereine außerhalb Kubas, welche bereit sind, mit dem Staat zusammenzuarbeiten.

Infrastruktur

Verkehr und Transport

→ Hauptartikel Verkehr in Kuba

Die kubanische Infrastruktur wurde durch die Sonderperiode zu Beginn der 1990er schwer getroffen. Durch die Auflösung der Sowjetunion und des Ostblockes waren kurzfristig keine Ersatzteile mehr verfügbar und Treibstoff konnte nur noch auf dem Weltmarkt gegen Devisen beschafft werden. Der öffentliche Verkehr mit Zügen und Bussen musste deshalb stark eingeschränkt werden. Durch die wirtschaftliche Erholung Kubas hat sich die Situation inzwischen wieder weitgehend normalisiert.

Schienenverkehr

→ Hauptartikel Schienenverkehr in Kuba

Die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrocarriles de Cuba betreibt das einzige noch für den Personenverkehr in Betrieb stehende staatliche Eisenbahnnetz auf einer karibischen Insel. Es gehört zu den ältesten weltweit (seit 1836) und umfasst ca. 4000 km (ohne Strecken für Zuckertransport)'.

Straßenverkehr

Kuba verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz, darunter über die einzige Autobahn in der Karibik, welches durch den geringen Motorisierungsgrad aber nur schwach befahren ist. Die Straßen sind jedoch in einem teilweise sehr schlechtem Zustand.

Überlandbusse werden durch das Unternehmen Astro betrieben, zu dem auch die Viazul-Busse für Touristen gehören.

Flugverkehr

Die kubanischen Fluggesellschaften Cubana, Aerogaviota und Aerocaribbean betreiben vom Flughafen Havanna José Martí als Drehkreuz aus ein dichtes Netz aus Inlandsflügen, sowie Auslandsflügen z. B. nach Kanada, Mexiko und Spanien. siehe auch: Liste der Flughäfen Kubas

Schifffahrt

Die Bedeutung der Schifffahrt beschränkt sich auf Fährverbindungen zur Isla de la Juventud und weiteren vorgelagerten Inseln, sowie Fähren über die Hafenbuchten von Cienfuegos und Havanna

Energie

Die Energieversorgung beruht vor allem auf fossilen Brennstoffen. Die maximale Gesamtleistung aller Kraftwerke Kubas beträgt ca. 3800 MW, der Strombedarf zu Spitzenlastzeiten liegt bei ca. 2500 MW.[79] Die Energieversorgung des Landes gilt als marode und veraltet, weswegen es zu regelmäßigen Stromabschaltungen kommt.[80]

Derzeit laufen erste Projekte zur Nutzung der Windenergie, Wasserkraft und Photovoltaik.[81] Seit Februar 2007 speist eine vom französischen Hersteller Vergnet gelieferte, 3,4 Mio. Dollar teure Pilotanlage östlich von Nueva Gerona auf der Isla de la Juventud insgesamt 1,65 MW ins Netz ein. Aufgrund der hohen Gefahr durch Tropenstürme können die je 275 KW starken Generatoren automatisch zu Boden gesenkt werden.[82]

Die im Jahre 2006 ausgerufene „Energierevolution“ (Revolución energética) hat auch eine deutliche Senkung des privaten Stromverbrauchs zum Ziel. Weltweite Beachtung erzielte beispielsweise der flächendeckende Austausch normaler Glühlampen durch Energiesparlampen. Außerdem wurden über 2,5 Mio veraltete Kühlschränke gegen modernere Modelle ausgetauscht. Der Kaufpreis von mehr als einem durchschnittlichen Jahresgehalt kann über einen langlaufenden, zinslosen Kredit abgezahlt werden.[83] Die Zahl der Stromausfälle ist seit dieser Zeit deutlich zurückgegangen.[80]

Telekommunikation

Das italienisch-kubanische Joint Venture der ETECSA baut ein modernes Telekommunikationsnetz in Kuba auf. Das Mobilfunknetz wird von der Tochtergesellschaft Cubacel (Kennung C_Com) betrieben und deckt alle größeren Orte ab. Roaming ist für Vertragskunden deutscher Mobilfunkanbieter möglich.

Die Durchdringung der kubanischen Bevölkerung mit Telefonen oder Handys ist noch sehr schwach ausgeprägt. 2007 gab es bei einer Einwohnerzahl von 11,2 Millionen nur rund 910.000 Telefonanschlüsse in Privathand. Handys gab es den offiziellen statistischen Angaben zufolge 330.000.[84]

Größere Orte verfügen über ein Telegraphenamt mit Internetarbeitsplätzen, wo für Kubaner die Möglichkeit besteht, gegen Entgelt E-Mails ins In- und Ausland zu versenden sowie im kubanischen Intranet zu surfen. E-Mail-Versand ins Ausland von öffentlich zugänglichen Computern muss in CUC bezahlt werden.

Umwelt

Kuba gehört zu den ersten Staaten auf der Welt, die die Forderung nach einer umweltverträglichen wirtschaftlichen Entwicklung in die Verfassung aufnahmen.[85] Eine umfassende Umweltschutzgesetzgebung in Verbindung mit Umwelterziehungsprogrammen und zahlreichen Umweltschutzprojekten[86] trugen dazu bei, dass Kuba das Land mit der besten ökologischen Bilanz im Verhältnis zum Lebensstandard ist. Es ist weltweit das einzige Land, das vom WWF eine "nachhaltige Entwicklung" bescheinigt bekam, das heißt, Kuba verfügt über einen entwickelten Lebensstandard (s.HDI) bei gleichzeitiger ökologisch nachhaltiger Entwicklung. [87]

Bedingt durch die Ölknappheit nach der Auflösung der Sowjetunion war Kuba gezwungen, viele Rationalisierungen und Einsparungen vorzunehmen. Die starke Verringerung des Individualverkehrs, die Ersetzung von Maschinen in der Landwirtschaft durch beispielsweise Ochsenkarren, Austausch von veralteten Motoren in Fahrzeugen oder neue Wege bei der Energieerzeugung, zum Beispiel durch Solarenergie, haben die ökologische Bilanz stark verbessert.[88] Die im Jahre 2005 begonnenen Einsparmaßnahmen und Verbrauchsreduzierungen von Strom, vor allem durch staatliche Kampagnen, bspw. zum Austausch von alten Glühlampen durch Energiesparlampen, sind erfolgreich. Hinzu kommt eine allgemeine Rohstoffknappheit, die zu einer äußerst geringen Verwendung von Verpackungsmaterialien führt.

Die Fläche natürlichen Waldes hat entgegen dem weltweiten Trend seit 1990 zugenommen. Im Jahr 2007 pflanzten die Kubaner 136 Millionen Bäume. Damit sind 25 Prozent ihrer Insel wieder bewaldet.

Die Erfüllung der im Protokoll von Montreal eingegangenen Verpflichtung, bis Ende 2007 50 % der Substanzen zu eliminieren, die der Ozonschicht schweren Schaden zufügen, konnte bereits im September 2007 mit 74 Prozent Abbau nachgewiesen werden.

Das 5000 km² große Feuchtgebiet auf der Zapata-Halbinsel mit Dutzenden endemischen Tier- und Pflanzenarten wird von Experten der UNO-Umweltbehörde für Lateinamerika und die Karibik als das bestgehütete in der Region geschätzt.

Die Ende 1980 von den Vereinten Nationen als eine der weltweit am stärksten verschmutzten und nicht mehr zu rettenden klassifizierte Hafenbucht von Havanna wurde nach Angaben der kubanischen Regierung erfolgreich gesäubert, wobei 17.000 Fass verwertbares Erdöl aus dem Wasser der Hafenbucht geborgen werden konnte.[89]

Der umfangreiche Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft wurde durch den Mangel an importierten Düngemitteln eingeschränkt. Kuba ist dadurch mit führend im Einsatz von eigenentwickelten ökologischen Pflanzenschutzmitteln geworden.

Die Knappheit an Energie und Rohstoffen, die Anfang der 1990er Jahre ein vergleichsweise hochentwickeltes Land mit entsprechendem Energiebedarf traf und die Durchführung staatlicher Kampagnen, führten zu dem positiven Bild, das Kuba heute in der ökologischen Bilanz und in seinen Entwicklungsperspektiven aufzeigt. [90]

Nickelbergbau

Besondere Umweltprobleme verursacht der Nickelbergbau im Gebiet Moa an der Nordostküste durch ungenügend behandelte kontaminierte Rückstände. Das Alter vieler Betriebe bedingt einen geringen Umweltschutzstandard und eine mangelhafte Entsorgung von Industrieabfällen.

Nationalparks

Zum Schutz besonderer Ökosysteme wurden seit 1999 eine Reihe von Nationalparks eingerichtet. Insgesamt gibt es 18 geschützte Naturreservate (davon 15 Nationalparks; Baconao wurde als Biosphärenreservat deklariert) und 14 Zonen für ornithologische Beobachtungen.[91]

Der berühmteste Nationalpark Kubas, der Nationalpark Parque Nacional Alejandro de Humboldt, befindet sich im Osten Kubas in den Provinzen Holguín und Guantánamo. Das Gebiet schützt Ökosysteme zu Land (68.890 ha) und zu Wasser (2.250 ha), wie die Küste mit ihren Mangroven und vorgelagerten Riffen, die küstennahen Trockenwälder und die höher gelegenen und niederschlagsreichen Regenwälder mit dem 1.168 Meter hohen Gipfel des El Toldo. Der Nationalpark wurde im Dezember 2001 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

Kultur

Sprache

→ Hauptartikel Kubanisches Spanisch

In Kuba wird Spanisch gesprochen. Jedoch weist die dort gesprochene Variante einige Besonderheiten zur in Spanien gesprochenen Hochsprache und auch zu den im übrigen Hispanoamerika gesprochenen spanischen Dialekten auf.

Die grammatikalische Besonderheit, welche die Sprache mit dem übrigen Lateinamerika gemeinsam hat, ist das Fehlen der 2. Person Plural (vosotros).

Die Aussprache ist ähnlich den übrigen spanischsprachigen Ländern in der Karibik und hat ihre historischen Wurzeln wohl hauptsächlich in den Regionen Spaniens, aus denen die erste größere Einwanderungswelle stammte, nämlich den Kanaren und aus Südspanien, und zeichnet sich unter anderem durch den sogenannten Seseo aus. So werden die im Hochspanisch unterschiedlichen Laute /θ/ (engl. th) und /s/ immer wie /s/ ausgesprochen. Das Verschlucken einiger Konsonanten, wie des /s/ zwischen Vokalen und am Wortende sowie des /d/ ist ebenfalls typisch. Auch sind meist die Konsonanten /r/ und /l/ vertauscht: playa (Strand) wird wie praya gesprochen und amor (Liebe) wie amol.

Kubanische Musik

→ Hauptartikel: Kubanische Musik

In Kuba sind zahlreiche Musikstile und Tänze entstanden, die zum Teil international Verbreitung fanden. Zu ihnen gehören der Son, der Mambo, die Salsa, der Danzón, die Rumba, der Cha-Cha-Cha und die alte und neue Trova (Nueva Trova).

Durch die Übersiedlung vieler Süd- und Mittelamerikaner in die USA während des Zweiten Weltkrieges kam es sehr schnell zu einer leichten Vermischung aus kubanischen Rhythmen und dem Jazz. Nach 1945 wurde kubanische Musik auch in Westafrika sehr beliebt und beeinflusste das Highlife.

Zunehmenden Einfluss gewinnt weltweit der Reggaeton, moderne kubanische Musik meist jugendlicher Gruppen. Seinen Ursprung hat der Reggaeton in Puerto Rico und Panama. Einige dieser Hits mit meist schlüpfrigen Texten tauchen neuerdings sogar in europäischen Charts auf.

Gegen Ende der 1990er Jahre wurde durch den Film Buena Vista Social Club von Wim Wenders eine echte Kuba-Welle ausgelöst. Neben der bis dahin schon international verbreiteten modernen kubanischen Musik wurde nun wieder die Musik der 1940er Jahre zum Exportschlager. Der Film berichtet über die Arbeit von Ry Cooder mit einer Gruppe von kubanischen Musikern, die fast alle bereits das Rentenalter erreicht hatten.

Tanzschulen

Im folgenden sind renommierte Schulen aufgelistet, die Tänzer ausbilden:

Kubanischer Film

Vor der Revolution gab es auf Kuba keine eigenständige Filmproduktion. Die wenigen Filme, die auf Kuba produziert wurden, ahmten den Stil US-amerikanischer Produktionen nach.

1959 wurde das Kubanische Filminstitut ICAIC gegründet, welches zunächst überwiegend Dokumentar-, Zeichentrick- und Lehrfilme produzierte. Der 1964 in Kuba gedrehte Film Soy Cuba war eine sowjetisch-kubanische Koproduktion mit Micheil Kalatosow als Regisseur, die kubanischen Filmschauspieler und Mitarbeiter des Films begründeten später einen eigenständigen kubanischen Filmstil. Regisseure wie Tomás Gutiérrez Alea (Tod eines BürokratenMuerte de un Burócrata, 1964) und Humberto Solás (Lucia, 1968) führten nicht nur unter Cineasten zu einer internationalen Anerkennung des kubanischen Films. 1977 produzierte das ICAIC innerhalb eines Jahres 10 abendfüllende Filme und 61 Kurzfilme. Aufgrund der Wirtschaftskrise zu Beginn der 1990er Jahre wurde die kubanische Film- und Fernsehproduktion zurückgefahren, so dass in den 1990er Jahren fast nur noch vom Ausland, besonders von Spanien finanzierte Filme hergestellt wurden. Bemerkenswert ist der für einen Oscar nominierte Film Erdbeer und Schokolade (1993) nach einer Kurzgeschichte von Senel Paz, der gekonnt das Thema Homosexualität in der kubanischen Gesellschaft thematisiert. Erst neuerdings gibt es wieder eine eigenständige kubanische Filmproduktion, die mit Streifen wie Suite Habana (Regie: Fernando Pérez, 2003) die Traditionen des kubanischen Films fortsetzt.

Seit 1986 gibt es die von Gabriel García Márquez mit begründete Internationale Hochschule für Film und Fernsehen in San Antonio de los Baños, an der Studenten aus aller Welt, besonders aber Lateinamerikaner und auch Kubaner ausgebildet werden.

Kubanische Literatur

Auswahl bekannter kubanischer Schriftsteller:

Kunst

Kubanische Küche

→ Hauptartikel Kubanische Küche

Die kubanische Küche ist eine Fusion aus spanischer, afrikanischer und karibischer Küche. Die Rezepte haben viele Gewürze und Techniken mit der spanischen und afrikanischen Kochkunst gemeinsam, mit einigem Einfluss aus dem Karibikraum in Würze und Aroma. Es gibt aber große Unterschiede z.B. zur mexikanischen Küche. Dagegen existiert ein kleiner aber erwähnenswerter Einfluss von chinesischer Küche.

Auf Grund historischer Gegebenheiten, wurde die kubanische Bevölkerung nicht gleichmäßig auf der Insel verteilt. Die afrikanischen Sklaven stellten die Mehrheit in den Zuckerrohrplantagen, jedoch waren sie in den meisten Städten die Minderheit. Die Tabakplantagen waren hauptsächlich von armen spanischen Bauern, meist von den Kanarischen Inseln besiedelt. Im östlichen Teil der Insel siedelten außerdem eine große Zahl französischer, haitianischer und karibischer Immigranten, dies hauptsächlich während der haitianischen Revolution sowie Saisonarbeiter für die Zuckerernte, während dies im westlichen Teil nicht so der Fall war. Statt dessen waren bis in die 1950-er Jahre dort hauptsächlich europäische Einwanderer zu verzeichnen. Folglich entwickelte sich die kubanische Küche aus ihren lokalen Gegebenheiten und den spezifischen demografischen Einflüssen.

Historisch bedingt, sind zwar in vielen Rezepten Gewürzmischungen beschrieben, durch den Mangel an Nahrungsmitteln, Gewürzen und an Devisen sind jedoch in vielen Familien Gerichte ungewürzt und oft auch ungesalzen. Der Mangel an Nahrungsmittel ist auch für viele Kubaner ein Grund, begehrte Nahrung (Langusten, Rindfleisch, Früchte) schwarz zu handeln. Aus Kostengründen wird in kubanischen Familien oft Reis mit schwarzen Bohnen serviert.

Touristen, die in den Häusern einheimischer kubanischer Familien (Casas Particulares) untergebracht sind, bietet sich nach Absprache die Möglichkeit die kubanische Küche zu versuchen. Für ca. 10 CUC (entspricht etwa 10 US Dollar) pro Person erhält man ein Abendessen welches westlichem Standard entspricht.

In den üblichen kubanischen Restaurants hingegen ist die Menükarte nicht so vielfältig. Zwar sind verschiedene Gerichte von Pizza, über Meeresfrüchte oder Pommes bis hinzu Rindfleisch auffindbar jedoch durch den Mangel an Nahrungsmittel oft nicht bestellbar. Die Preise variieren z.B. für eine Pizza von 2 bis 4 CUC.

Ein bekanntes Gericht der Kubaner ist die Peso Pizza. Für einen Peso Nacional (1 CUP) erhält man an Verkaufsständen eine im Durchmesser ca. 12cm große Pizza belegt mit Tomatensauce und Käse. Auch sehr beliebt ist das Eis in Eis-Cafes (Coppelias). Hier gibt es verschiedene Geschmacksrichtungen Eis, welche jedoch nicht immer bestellbar sind für ca. 1 - 2,5 CUP pro Becher.

Da sich vor den Restaurants und Coppelias lange Schlangen bilden und deshalb zu Essenszeiten mit langen Wartezeiten vor diesen zu rechnen ist, bestellen sich viele Kubaner in den Restaurants sehr viel. Deswegen bringen viele Kubaner Plastikbehältnisse mit, um zu viel bestelltes oder übrig gebliebenes Essen mitnehmen zu können.

Sport

→ Hauptartikel Sport in Kuba

Der Sport hat in Kuba einen hohen Stellenwert. Sportarten wie Baseball oder Boxen waren und sind sehr populär. In heutigen Tagen wird der Sport staatlicherseits stark gefördert.

Der heutige Sport in Kuba ist weltweit sehr erfolgreich. Kuba nimmt erfolgreich an zahlreichen internationalen Wettbewerben, wie den Olympischen Sommerspielen, den Panamerikanischen Spielen, etc. teil. Die medaillenversprechendsten Sportarten sind der Baseball, Judo der Frauen, Ringen (griechisch-römisch), Boxen und Leichtathletik. Beachtenswert sind außerdem die Erfolge im Volleyball, Freistilringen, Kunst- und Turmspringen, Schach, Radrennen, Taekwondo und Kanusport.

Medien

Durch die Wirtschaftskrise von 1993 bedingt, ist das umfangreiche Angebot, das es an Printmedien (Zeitungen und Bücher) und Kinos auf Kuba gab, sehr stark zurückgefahren worden, während andere Medien wie Fernsehen und Internet, wenn auch nicht in gleichem Maße, zugenommen haben. Die kubanischen Medien (medios de difusión masiva) sind Staatseigentum nach Kapitel VI Art. 52. der Verfassung von 1976. Das gesamte Medienwesen dient entsprechend auch der Propaganda des Staates.

Presse

Die kubanische Presse steht unter alleiniger Kontrolle der Regierung, der Kommunistischen Partei Kubas und der kommunistischen Massenorganisationen (Gewerkschaften, Frauenföderation etc.). Den größten Verbreitungsgrad haben folgende kubanische Zeitungen, die alle auch über eine teilweise mehrsprachige Internet-Version verfügen. Die Zeitungen und Zeitschriften haben trotz ihrer nur allmählich wieder steigenden Auflagen sehr viele Leser, da sie in der Regel in der Nachbarschaft systematisch untereinander ausgetauscht werden und eine faktische Monopolstellung innehaben.

Unabhängiger Journalismus wird konsequent verfolgt. Insbesondere Berichte über die Lage auf Kuba oder deren Weitergabe an ausländische Medien ist strengstens untersagt. Kritische unabhängige Journalisten publizieren ihre Texte auf ausländischen Internetseiten wie CubaNet. Auf der anderen Seite bemüht sich die Regierung auch zu verhindern, dass sich Bürger aus kubakritischen Quellen informieren können, Radio Martí, ein Radiosender der US-Regierung in spanischer Sprache, wird ständig gestört und Internetseiten werden gefiltert.

Fernsehen

Es gibt auf Kuba vier staatliche Fernsehsender (Cubavisión, die beiden Bildungskanäle Canal Educativo 1 und 2 und Tele Rebelde), die von der gesamten Bevölkerung empfangen werden können. Weiterhin gibt es den über Satellit ausgestrahlten Sender Cubavisión Internacional mit einem 24-Stunden-Programm. Nahezu alle kubanischen Haushalte verfügen über, allerdings mitunter sehr alte, Fernsehgeräte.

Seit Juli 2005 strahlt der Satellitensender teleSUR sein Programm für Lateinamerika aus, an dem Kuba mit 19 % Einlage beteiligt ist. In Kuba ist nur eine Tageszusammenfassung des Programms auf dem Sender Canal Educativo 2 zu sehen. Satellitenempfang und der Besitz von Empfangsschüsseln sind in Kuba verboten.

Radio

Neben zahlreichen Radiosendern mit gemischten Programmen und reinen Musiksendern gibt es unter anderen den nach eigenen Angaben ältesten 24-Stunden-Nachrichtensender Radio Reloj (Radio Uhr) mit ständiger Zeitansage. Ausländische Sender können, soweit technisch möglich, frei empfangen werden (mit Ausnahme des ständig gestörten US-Senders Radio Martí).

Internet

Das Internet ist in Kuba, auch aus Angst vor Verlust des Medienmonopols seitens des Staates, nur unter starken Restriktionen zugänglich.[92] Seit der Wirtschaftskrise von 1993 setzt die kubanische Regierung verstärkt auf das WWW als Kommunikationsmittel. Mit Hilfe der UNESCO wurde 1994 ein Backbone für die ganze Insel installiert, der zunächst einmal speziell für die Anbindung der Ärzte an aktuelle nationale und internationale medizinische Datenbanken gedacht war und bis heute staatlicher Kontrolle unterliegt. Jeder kubanische Arzt hat, soweit er über einen Computer verfügt, Zugangsmöglichkeiten zu diesem System, das über Gateways auch den beschränkten Zugang zu internationalen Informationsquellen und die freie Verwendung von E-Mail-Diensten ermöglicht. Des Weiteren gibt es Internetzugänge in Schulen, Betrieben, Post und auch in privaten Haushalten. Privatzugänge müssen beantragt werden und sind so teuer, dass die breite Masse der Bevölkerung von ihnen ausgeschlossen bleibt[93]. Praktisch kommen sie nur für Besitzer von Devisen in Frage. Die Regierung hat Dutzende regimekritischer Web-Sites gesperrt, so dass sie von Kuba aus nicht erreichbar sind. Der E-Mail-Datenverkehr wird überwacht.[94][95] Internetcafés mit vollwertigem, aber relativ langsamen Internetzugang sind nur ausländischen Touristen zugänglich.[96]

Die Ausstattung aller Schulen mit Computern und die Internet-Nutzung in vielen kubanischen Betrieben führen seit dem Jahr 2000 zu einem stetig ansteigenden internationalen Kommunikationsverkehr besonders über E-Mail. Dennoch haben in Kuba nur 1,7 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Internet, was die mit niedrigste Rate in ganz Lateinamerika ist.[97] Es kommen 4,5 Computer auf 100 Einwohner, die allermeisten davon stehen jedoch in staatlichen Einrichtungen.[84]

Kuba brachte im Februar 2007 die Betaversion der eigenen Suchmaschine 2x3 heraus. Abrufbar sind 150.000 offizielle Seiten, von der staatlichen Presse bis hin zu Fidel Castros Reden.

Die neue Regierung unter Raúl Castro hat angekündigt, dass trotz der inzwischen erfolgten Aufhebung des Verbots zum Kauf von Computern für Privatpersonen die Beschränkungen des Internetzugangs nicht so schnell beseitigt werden. Gründe seien vor allem die beschränkten technischen und ökonomischen Kapazitäten. Die meisten Haushalte hätten ja noch nicht einmal einen Telefonanschluss.[98] Auch das US-Embargo gegen Kuba sei Mitschuld an der schlechten Internetversorgung im Land.[99][100]

Es wird derzeit eine unterseeische Glasfaserkabelverbindung zwischen Venezuela und Kuba gelegt, mit deren Fertigstellung 2010 zu rechnen ist. Es würde die 3000-fache Kapazität der Satellitenverbindung bieten, mit der Kuba derzeit noch an das weltweite Datennetz angeschlossen ist. Die USA signalisierten, dass sie sich nicht gegen einen Anschluss Kubas an eines der nahe an Kuba vorbeigehenden Unterseekabel sperren würden, wenn Kubas Regierung im Gegenzug die Beschränkungen des Internets für die eigene Bevölkerung aufheben würde.[100][101]

Mythos Kuba

Weltweit gibt es bei vielen mit dem Sozialismus verbundenen Menschen einen „Mythos Kuba“. Das kubanische Staatswesen wird als ein(ziger) gelungener Versuch des Sozialismus gesehen, der Vorbildcharakter nicht nur für die „Dritte Welt“ habe und den es zu verteidigen gelte. Große Sympathien hat das kubanische Modell auch in weiten Teilen Süd- und Mittelamerikas. Gründe hierfür sind:

  • Die solidarische Hilfe Kubas für andere Länder der Dritten Welt:
  • Die vergleichsweise hohen Sozial- und Bildungsstandards, die nach der kubanischen Revolution erreicht wurden.
  • Das basisdemokratische Rätemodell mit abwählbaren Abgeordneten, die dem Wählerwillen verpflichtet sind.
  • Das Vorliegen einer echten Revolution, die von einer breiten Volksbewegung getragen war.
  • Der Konflikt mit den als neoliberal und imperialistisch gesehenen USA.
  • Die Tatsache, dass Kuba die allgemeine Implosion des Ostblocks überlebt hat.

In gleichem Maße wird die kubanische Regierung gerade von vielen Nichtlinken deutlich abgelehnt. Insbesondere in den USA ist sie als eine der letzten Bastionen des Kommunismus direkt vor der Haustür vielen ein Dorn im Auge. Sie argumentieren:

  • Die hohen Sozial- und Gesundheitsstandards seien vom Ostblock subventioniert worden und keine Rechtfertigung für die Diktatur. Außerdem könnten sie nicht mehr lange von der relativ schwachen Wirtschaft aufrecht erhalten werden.
  • In Anlehnung an die sowjetische Außenpolitik habe Kubas Engagement für die dritte Welt lange Zeit zu wesentlichen Teilen aus der Entsendung militärischer Truppen bestanden.
  • Kubas Diktatur sei keineswegs human, höchstens im Vergleich zur blutigen Frühgeschichte der Revolution.
  • Die kubanische Regierung habe den Kubanern nie die Möglichkeit gewährt, über Grundlagen ihrer Politik abzustimmen oder gar sie abzuwählen; ihre Unterstützung durch die heutige Bevölkerung sei ungewiss.
  • Der Konflikt mit den USA sei durch Fidel Castro heraufbeschworen worden und werde von ihm wach erhalten, weil er ihn brauche, um seine Repressionsmaßnahmen zu rechtfertigen.

Differenzen dieser Art tragen in entsprechenden Medien zu einer sehr ideologisierten und schwierigen Auseinandersetzung bei.

Filme

  • Dancefloor Caballeros, Deutschland 2006. Dokumentarfilm von Dirk Böll. Produzent: Christian und Reinhardt Beetz.. 99 Minuten. Gebrueder Beetz Filmproduktion/ZDF-Das kleine Fernsehspiel. [103]
  • Havanna – Die neue Kunst, Ruinen zu bauen, Deutschland 2006. Der letzte Augenblick von Gebäuden Havannas vor der Renovierung bzw. ihrem Einsturz aus der Sicht ihrer Bewohner. [104]
  • Dirty Dancing 2, USA 2004. November 1958 in Kuba: Gegen den kubanischen Präsidenten Batista bricht sich eine Revolution Bahn, an ihrer Spitze Fidel Castro. Zu dieser Zeit kommt ein Mädchen mit seiner Familie dorthin und bestreitet gegen alle Kritik mit einem Kubaner einen Tanzwettbewerb.
  • ACHE - die afrikanische Seele Kubas. Ein Dokumentarfilm von Elke Jonigkeit über Orishas und Santeria-Riten [105]
  • Erdbeer und Schokolade, Mexiko/Kuba/Spanien 1994. 'Prisma-online' schreibt: "Nach der gleichnamigen Kurzgeschichte des bekannten kubanischen Schriftstellers Senel Paz - der auch das Drehbuch schrieb - entstand unter der Regie von Tomás G. Alea ein beeindruckendes Bild der kubanischen Gesellschaft, das eine Freundschaft zeigt, die auch sozialpolitische Tabus (dazu zählt die Homosexualität in Kuba immer noch) überwinden kann." [106]

Literatur

  • Ottmar Ette und Martin Franzbach: Kuba heute (Politik, Wirtschaft, Kultur). Frankfurt 2001, ISBN 3-89354-575-1
  • Frank Fernández: Anarchismus auf Kuba. Moers 2007, ISBN 3-9810846-3-2
  • Heinz Langer: KUBA - Die lebendige Revolution. Verlag Wiljo Heinen, Böklund 2007, ISBN 978-3-939828-06-8
  • Fernando Mires: Kuba – Die Revolution ist keine Insel. Hamburg 1984, ISBN 3-88022-187-1
  • Jens Sobisch: KulturSchock Cuba – andere Länder, andere Sitten. Reise Know How, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-8317-1270-0
  • Bernd Wulffen: Kuba im Umbruch – von Fidel zu Raúl Castro. Christoph Links Verlag 2008. ISBN 978-3-86153-486-0
  • Michael Zeuske: Insel der Extreme. Kuba im 20. Jahrhundert. Rotpunktverlag, Zürich 2004. ISBN 3-85869-208-5

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Quelle: CIA World Factbook 2008
  2. staz (die tageszeitung) online vom 09.09.2008
  3. Los huracanes dejaron en 2008 la peor agresión al ecosistema cubano en 50 años vom 4. Dezember 2008
  4. Granma: Lo más importante es la vida vom 12. November 2008
  5. Cuba en cifras
  6. Financial Times Deutschland: Ausreisewillige Kubaner Spanien, wir kommen! vom 17. Januar 2009
  7. El País: La 'fábrica de españoles' vom 31. Januar 2009
  8. Oficina Nacional de Estadísticas de Cuba: TABLA II.3 POBLACION POR COLOR DE LA PIEL Y GRUPOS DE EDADES, SEGUN ZONA DE RESIDENCIA Y SEXO zugegriffen am 30. März 2008
  9. Le Monde diplomatique: LATEINAMERIKA: EINE KURZE GESCHICHTE DER US-INTERVENTIONEN vom 16. Mai 2003
  10. Diana Barahona: Reporters Without Borders Unmasked
  11. Antrittsrede von Raúl Castro als neuer Präsident vor dem kubanischen Parlament (Spanisch) (Version in Englisch) vom 24. Februar 2008
  12. Todesstrafe Kuba
  13. Bundeszentrale für politische Bildung: Soziale Bewegungen in Kuba vom 9. Januar 2008
  14. Amnesty International: Kuba Jahresbericht 2007
  15. http://www.focus.de/politik/ausland/kuba-handys-und-macheten_aid_297809.html
  16. http://www.amnesty-kuba.de/files/dateien/Presse%2016MAE2004.doc?PHPSESSID=60f121bee5bbd9084288423672684b1a
  17. a b Amnesty International: Amnesty International - Report 2008 - Cuba
  18. Knut Henkel: Presse in Kuba – Kritik plötzlich erwünscht vom 13. Dezember 2007
  19. Die Zeit: Insel der blinden Passagiere Ausgabe 05 vom 24. Januar 2008
  20. welt.de: Kubaner verlangen mutiger nach Freiheit vom 12. Februar 2008
  21. Alarcón enfrenta cuestionamientos de estudiantes (BBC) Youtube-Video
  22. http://pewhispanic.org/files/factsheets/23.pdf
  23. GlobalSecurity.org: Mariel Boatlift (englisch)
  24. Rede von Fidel Castro anlässlich des 1. Mai 1980 in Havanna (spanisch)
  25. Internet Movie Database: 90 Miles (2001) (englisch)
  26. U.S. faults Cuba for visa shortfall vom 2. Oktober 2007
  27. Kuba wehrt sich diplomatisch
  28. Nicole Winfield: UN Passes Cuba Resolution Calling for an End to US Embargo – Again Associated Press 9. November 2000
  29. United States Department of Agriculture, Foreign Agricultural Service Cuba-FAQ - Export
  30. Prensa Latina: Cuba Slams US Blockade Difficulties, 18. September 2007
  31. a b Kuba-Magazin: Welche Bedeutung hat das Wirtschaftsembargo? vom 14. Februar 2007
  32. CIA - The World Factbook - Cuba - Economy zugegriffen am 18. September 2007
  33. CRS-Report for Congress: Cuba: U.S. Restrictions on Travel and Remittances
  34. Associated Press via yahoo.com: Cuba: US passed dissidents private funds vom 18. Mai 2008
  35. Associated Press via yahoo.com: Cuban dissident says she got cash from US group vom 20. Mai 2008
  36. Schweizerische Friedensbewegung Die CIA und Kuba vom 1. Juni 1998
  37. Kirby Smith, Hugo Llorens: Renaissance and decay: A comparison of socioeconomic indicators. University of Texas. Abgerufen am 9. Juli 2006. (PDF, englisch)
  38. UNESCO: EFA Global Monitoring Report 2007
  39. taz / Knut Henkel: Schulen in Not - Lehrer auf Kuba verzweifelt gesucht vom 19.8.2008
  40. Neues Deutschland: Der Absturz des einstigen Klassenprimus vom 19. Dezember 2008
  41. Harvard Graduate School of Education
  42. a b c Welt-in-Zahlen.de > Länderinformation > Kuba
  43. http://hdr.undp.org/en/ alljährliche Human Development Reports
  44. CUBAN HEALTH CARE SYSTEMS AND ITS IMPLICATIONS FOR THE NHS PLAN. Select Committee on Health.
  45. Leo Burghardt: Zeit des Nach- und Überdenkens in Kuba, Neues Deutschland, 5. Januar 2008
  46. International Institute for Strategic Studies – Military Balance 2007, S.70
  47. CubaNet: Maniobras militares en Cuba, que se prepara ante „agresividad“ de Bush
  48. Gerd Koenen: Traumpfade der Weltrevolution, ISBN 978-3-462-04008-1, S. 124
  49. Bundesagentur für Außenwirtschaft: Wirtschaftsentwicklung Kuba 2007
  50. a b taz.de / Knut Henkel: [http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/gegen-kubas-oekonomische-apartheid/ Protestaktionen in Kuba Gegen Kubas ökonomische Apartheid] vom 27. Februar 2009
  51. a b Auswärtiges Amt: Wirtschaftsdatenblatt Kuba
  52. BIP Bericht Granma vom 29. Dezember 2007
  53. Reale Index Mundi: Bruttoinlandsprodukt (BIP) - reale Wachstumsrate: 9,5 % (2006 est.)
  54. taz.de / Knut Henkel: Kuba fehlt Geld – Überlebenshilfe aus dem Norden vom 14. April 2009
  55. El País / Carmelo Mesa-Lago: "El Gobierno cubano usa el embargo para encubrir sus errores" vom 12. April 2009
  56. a b Informationen über Kubas Wirtschaft beim Auswärtigen Amt Deutschlands
  57. 20 minuten: Kuba sitzt auf riesigen Ölreserven, 17. Oktober 2008
  58. Reuters: Cuba says may have 20 billion barrels of oil offshore vom 16. Oktober 2008
  59. BBC: Bonanza petrolera en Cuba... aún no vom 17. Oktober 2008
  60. a b Landeskundliche Informationsseiten (LIS): Kuba, Landesüberblick
  61. Handelsblatt.com Kuba erlaubt Einblick in Wirtschaftsmisere vom 12. Oktober 2007
  62. CEPAL: Balance preliminar de las economías de América Latina y el Caribe 2007
  63. Der Spiegel [1] 27. Juli 2008
  64. Auswärtiges Amt
  65. Freshplaza.com: Cuba examines food production problems vom 12. Juli 2007
  66. derStandard: 104 Staatsbetriebe in der Landwirtschaft aufgelöst, 2. Mai 2008
  67. NZZ Tausende Kubaner stehen für Landnutzungsrechte Schlange vom 18. September 2008
  68. Basler Zeitung baz.ch: Kuba: Offensive gegen Schwäche in der Tourismusbranche vom 27. Juni 2007
  69. Spiegel-Online: Kuba erleichtert Einreise für Touristen vom 9. Mai 2007
  70. Handelsblatt: Kleine Revolution von oben, 25. September 2007
  71. Granma: Impfstoff zur Lungenkrebsbehandlung, 26. Juni 2008
  72. Sun-Sentinel.com: Ray Sanchez: No. 2 on Cuba's export list may surprise some 22. Juli 2007 (Englisch)
  73. Illegal ist überall in Geo Spezial - Kuba S. 37, ISBN 978-3-570-19864-3; siehe auch: geo.de: Illegal ist überall zugegriffen am 17. März 2009
  74. Spiegel-Online: Kaufrausch auf Kuba vom 2. April 2008
  75. Rede von Fidel Castro, Präsident der Republik Kuba, zur Festveranstaltung anlässlich des 60. Jahrestages seiner Aufnahme in die Universität, am 17. November 2005 in der Aula Magna der Universität Havanna
  76. Vgl. u.a CUBA -- El Costo de la Vida: Alimentación sowie Wikipedia: Rationierung in Kuba (engl.)
  77. Human Development Index 2007
  78. Schweizer Fernsehen, Tagesschau: Kuba erlaubt privaten Hausbau vom 5. Januar 2009
  79. http://www.granma.cu/ingles/2007/junio/lun18/two-new-gas-fired.html Artikel zur Energieerzeugung in der Granma (englisch)
  80. a b 3sat-Börse: Kuba: Wirtschaft vom 22. Oktober 2007
  81. Germany Trade & Invest: Kuba erweitert Wind- und Wasserkraft vom 10. Oktober 2007
  82. Pilotanlage Windenergie (granma.cu) [2]
  83. Eficiencia energetica: El yacimiento tiene grandes reservas- Artikel in der Granma, 11.März 2009 (spanisch)
  84. a b Reuters: Cuba says few citizens have phones and computers zugegriffen am 29. Juni 2008
  85. Poonal: KUBA - Neue Umweltgesetzgebung geplant, 13.06.1995
  86. Edgar Göll: Umwelt - und Nachhaltigkeitspolitik in Kuba: Überblick und kritische Würdigung eines Weges zur Zukunftsfähigkeit, ISBN 978-3-929173-83-3, Berlin, Dezember 2006
  87. http://www.zeenews.com/articles.asp?rep=2&aid=331619&sid=ENV&ssid=26
  88. Living Planet Report 2006 des WWF
  89. Leo Burghardt: Kuba setzt auf Nachhaltigkeit, Neues Deutschland, 2. Februar 2008
  90. Edgar Göll, Kuba - Auf dem Weg zur Zukunftsfähigkeit?!
  91. Ministerio de Industría, Turismo y Comercio de España: Cuba: Turismo activo/naturaleza.
  92. GIGA: Projekt NIKT - Aus dem Zwischenbericht des Forschungsprojekts von Juni 2000
  93. Markus Goebel: Nachts lockt das Netz Die Zeit 32/2000
  94. BBC: Web censorship: Correspondent reports vom 29. Mai 2006
  95. Reporter ohne Grenzen: GOING ONLINE IN CUBA: Internet under surveillance von Oktober 2006
  96. ETECSA: Venta de tarjetas de internet en salas de navegación
  97. Internet Worldstats: Internet Usage and Population Statistics for the Caribbean zugegriffen am 18. Mai 2008
  98. EFE: Cuba rules out Internet liberalization in short term vom 12. Mai 2008
  99. International Herald Tribune/Associated Press: Official: Cuba supports unrestricted Internet, but US embargo makes it impossible vom 16. Mai 2008
  100. a b Telepolis: Kuba: Das Ende der Sonderstellung im Internet vom 17. Oktober 2007
  101. LaRazon.es: EE UU conectará a Cuba a la red zugegriffen am 8. Juli 2008
  102. Bericht einer Kommission an den Kongress der Vereinigten Staaten, im Auftrag der Regierung von Bill Clinton
  103. Arte.Fact/Kunsthochschule Kassel: TANZENDE UNFREIHEIT
  104. Havanna - Die neue Kunst, Ruinen zu bauen Seite zum Film
  105. ACHE - die afrikanische Seele Kubas
  106. Erdbeer und Schokolade

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