Republik Usbekistan


Republik Usbekistan
Oʻzbekiston Respublikasi

Republik Usbekistan

Flagge Usbekistans
Wappen Usbekistans
Flagge Wappen
Amtssprache Usbekisch,
regional auch Karakalpakisch
Hauptstadt Taschkent (usbek. Toshkent)
Staatsform Republik, Präsidialdemokratie mit Zweikammernparlament
Staatsoberhaupt Präsident Islom Karimov
Regierungschef Shavkat Mirziyoyev
Fläche 447.400 km²
Einwohnerzahl 27.727.453 (1. Januar 2009)
Bevölkerungsdichte 61,2 Einwohner pro km²
BIP nominal (2007)[1] 22,307 Mrd. US$ (86.)
BIP/Einwohner 815 US$ (142.)
HDI 0,701 (119.) (Update 2008)
Währung So'm (russisch Sum)
Unabhängigkeit von der Sowjetunion
am 1. September 1991
Nationalhymne Serquyosh, hur oʻlkam,
elga baxt, najot
Zeitzone UTC+5
Kfz-Kennzeichen UZ
Internet-TLD .uz
Telefonvorwahl +998

Usbekistan (usbek. Oʻzbekiston; amtlich Republik Usbekistan, usbek. Oʻzbekiston Respublikasi) ist ein Staat in Zentralasien. Nachbarländer sind im Westen und Norden Kasachstan, im Osten Kirgisistan, im Südosten Tadschikistan und Afghanistan, im Süden Turkmenistan.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Usbekistan hat eine Fläche von 447.400 km² und liegt im mittleren Zentralasien. Usbekistan und Liechtenstein sind die einzigen Binnenstaaten der Erde, die ihrerseits nur von Binnenstaaten umgeben sind.[2] Man muss also zwei Staatsgrenzen überqueren, um in einen Staat mit Zugang zu einem offenen Meer zu gelangen.

Landschaftszonen

Usbekistan erstreckt sich von den Wüsten am Aralsee im Westen über ca. 1.200 km bis zum fruchtbaren Ferghanatal im Osten.

Der von vollständiger Austrocknung bedrohte Aralsee hat derzeit eine Fläche von ca. 17.000 km². Südwestlich des Sees befindet sich das flachwellige, wüstenhafte Ustjurt-Plateau, dessen Westhälfte zu Kasachstan gehört und das ein großes Naturreservat bildet.

Der größte Teil der Fläche Usbekistans wird von Wüsten eingenommen. Südöstlich des Aralsees im Tiefland von Turan erstreckt sich die Kysylkum-Wüste (usbek. Qizilqum), die vier Zehntel der Staatsfläche Usbekistans umfasst und sich auf dem angrenzenden Territorium Kasachstans fortsetzt. Sie wird nur durch einige Restmassive unterbrochen, die im Gora Aktau 920 m Höhe erreichen. Südlich davon liegt eine große Steppenlandschaft, durch die der Amudarja fließt.

Im Osten Usbekistans liegen die Turkestangebirgskette und die vorgebirgige Landschaft des Tianshan, sowie Teile des Ferghanatals.

Der höchste Berg Usbekistans liegt im Hissargebirge (Provinz Surxondaryo) und erreicht eine Höhe von 4.643 Metern. Dieser trug einst den Namen Berg des 22. Kongresses der Kommunistischen Partei, war danach eine Zeit lang namenlos, trägt aber heute den Namen Khazret Sultan.[3][4] Die tiefste Stelle im Land liegt 12 m unter dem Meeresspiegel in der Wüste Kysylkum.

Die wichtigsten landwirtschaftlichen Anbauflächen befinden sich in den großen Oasen um Samarkand, Buchara und Taschkent sowie im Ferghanatal.

Gewässer

Durch Usbekistan fließen die zwei wichtigsten Zuflüsse des Aralsees und größten Ströme Zentralasiens, der Amudarja (usbek. Amudaryo) mit 2.539 km Länge und der Syrdarja (usbek. Sirdaryo) mit 2.212 km Länge. Beide Flüsse liegen jedoch nur mit einem Teil ihres Laufes in Usbekistan.

Die Quellflüsse des Amudarja, in der Antike Oxus genannt, daher kommt auch der klassische Begriff Transoxanien, entspringen außerhalb Usbekistans im zu Tadschikistan und Afghanistan gehörenden Pamir. Der Amudarja bildet in seinem Mittellauf zunächst die usbekisch-afghanische Grenze und verläuft sodann parallel zur Grenze Usbekistans zu Turkmenistan, die jedoch nur in einem Teilstück dem Fluss direkt folgt. Sein Mündungsbereich gehört ganz zu Usbekistan.

Die Quellflüsse des Syrdarja entspringen im zu Kirgisistan gehörenden Tianshan. Der Syrdarja durchquert in seinem Mittellauf den zu Usbekistan gehörenden Teil des Ferghanatals, fließt dann über das Territorium Tadschikistans, südwestlich von Taschkent erneut eine Strecke durch Usbekistan, während sein Unterlauf zu Kasachstan gehört.

Weitere wichtige Flüsse sind noch der Surchundarja (usbek. Surxondaryo), der Kaschkadarja (usbek. Qashqadaryo), der die Oase von Karschi erreicht, und der Serafschan (usbek. Zarafshon), der die Oasen von Samarkand und Buchara bewässert und schließlich in der Wüste südwestlich von Buchara endet, ohne den Amudarja erreicht zu haben.

Die größten Seen in Usbekistan, die zum Teil nur teilweise in Usbekistan liegen, sind neben dem Aralsee der Aibugirsee, der Sarykamyschsee, der Aydar Koʻl, und der künstliche Talimardschan-Stausee.

Klima

In Usbekistan herrscht kontinentales Wüstenklima vor. Die Sommer sind meist heiß und wolkenlos, die Winter unbeständig und kalt.

Der Jahresniederschlag beträgt – je nach Region – nur 50–200 mm, steigt jedoch in den Gebirgen teilweise auf über 1.000 mm jährlich an. Die Temperaturen schwanken sowohl jahres- als auch tageszeitlich stark. Der gesamte Niederschlag über Usbekistan beträgt etwa 12,2 km³ pro Jahr und entspricht weniger als 0,2 Prozent der in Usbekistan verfügbaren Wasserressourcen.

Tier- und Pflanzenwelt

Aufgrund seiner Größe und der vielen Landschaftszonen und trotz der Tatsache, dass etwa 80 % der Landesfläche aus Wüste und Steppe bestehen, bietet Usbekistan eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Knapp zwei Prozent des Landes stehen unter Naturschutz.

Bedingt durch die weitläufige Steppen- und Wüstenlandschaft finden sich über 3000 Grasarten, aber immerhin etwa 80 Baumarten, Weniger als fünf Prozent der Fläche sind bewaldet.

Zu den über 40 Säugetierarten zählen Steppenschafarten, wie das Karakulschaf, Rothirsche, Kropfgazellen, Saigas, Braunbären, Wölfe, Füchse, Luchse, Dachse, Wildschweine und Stachelschweine. Sogar Schneeleoparden sind in den Westausläufern des Tianshan beheimatet. Der Amurtiger, bekannt als Sibirischer Tiger, gilt in Usbekistan als ausgestorben, durchstreifte aber bis vor wenigen Jahrzehnten das früher grüne Mündungsdelta des Amudarja.

Über 400 Vogelarten kommen in Usbekistan vor, darunter beispielsweise usbekische Flugtümmler, eine Taubenrasse, Kragentrappen, Wacholderdrosseln, Rebhühner, Stare, Zwergadler, Geier und Falken.

Hinzu kommen etwa 60 Reptilienarten und über 70 Fischarten.[5][6]

Umweltproblematik

Die übermäßige Wasserentnahme aus Flüssen zur Bewässerung von Ländereien für den Anbau von Baumwolle verursacht ökologische Schäden, wie zum Beispiel eine massive Bodenversalzung. Dazu kommt ein hoher Eintrag von Düngerückständen, Herbiziden und Pestiziden, der Böden und Grundwasser nachhaltig verunreinigt.

Der Aralsee steht vor seiner Austrocknung, weil seine Zuflüsse seit den Zeiten der UdSSR zu stark für künstliche Bewässerung verwendet wurden. Seine Tiefe halbierte sich, seine Fläche verringerte sich von 66.000 km² auf derzeit ca. 33.600 km². Das Verschwinden des einst riesigen Sees wird das Klima noch trockener machen.[7]

Es bestehen Überlegungen, ob man mittels künstlich hervorgerufenen Regens die derzeitigen jährlichen Niederschläge von 12,2 km³ auf über 20 km³ steigern könnte. Versuche dieser Richtung fanden bereits in den siebziger und achtziger Jahren in der Region des Flusses Pskem bei Taschkent, in der Region Kashkadarja und im Ferghanatal statt.[8]

Ressourcen

Usbekistan ist reich an Bodenschätzen wie Erdgas, Gold, Kupfer und Uran. Weitere wichtige Bodenschätze sind Silber, Blei, Zink, Wolfram, Molybdän und Kaolin.

Viele der Rohstoffe werden bisher kaum abgebaut.[9]

Siehe auch: Abschnitt Wirtschaft

Bevölkerung

Usbekische Kinder auf dem Land im Nuratau-Gebirge
Gastfreundschaft bei Tee und Aprikosen

Usbekistan ist dünn besiedelt, etwa fünf Mal dünner als Deutschland. Die Besiedlung verteilt sich jedoch ungleichmäßig auf das Land. So steigt die Bevölkerungsdichte im Ferghana-Becken auf über 570 Einwohner pro km². Usbekistan ist zudem ein sehr junges Land, denn etwa 10,4 Mio. Menschen, das entspricht knapp 40% der gesamten Bevölkerung, sind unter 18 Jahre alt. Etwa 17 Millionen Menschen, also circa 65% der Bevölkerung, sind unter 30 Jahre alt und so kommt es zu einem Durchschnittsalter von nur 22,9 Jahren (Stand 2007). Die Lebenserwartung ist durchschnittlich 61,5 Jahre bei den Männern und 68,5 Jahre bei den Frauen.

Nationalitäten

Die Bevölkerung Usbekistans besteht aus über 100 Völkerschaften, davon nach offiziellen Angaben zu 71 % aus Usbeken, 5,1 % Russen, 5 % Tadschiken, 4,1 % Karakalpaken, 3,2 % Kasachen, 2,7 % Krimtataren, 2,5 % Koreaner. Zu den kleineren Minderheiten zählen Turkmenen, Uiguren, Wolgadeutsche, Armenier, Mescheten, Aserbaidschaner und Kurden. Im Jahre 2001 gab es 24.000 Deutsche in Usbekistan. Stalin deportierte in den Vierziger Jahren rund 40.000 Wolgadeutsche nach Taschkent.

Von tadschikischer Seite wird behauptet, die Anzahl der Tadschiken in Usbekistan sei viel höher als offiziell angegeben. Diese Behauptung wurde in jüngster Zeit auch von einigen internationalen Menschenrechtsorganisationen, wie z. B. Human Rights Watch oder Amnesty International, aufgegriffen. Tatsächlich ist jedoch eine unparteiische Ermittlung des Bevölkerungsanteils der Tadschiken in manchen Landesteilen wie dem Gebiet um die Städte Samarkand und Buchara kaum möglich, da die dortige Bevölkerung traditionell zweisprachig (turk- und persischsprachig oder in heutiger Terminologie usbekisch- und tadschikischsprachig) ist und eine Trennung in zwei verschiedene Völker erst durch die moderne amtliche Terminologie eingeführt worden ist.

Dennoch wurden auch in letzter Zeit immer mehr Diskriminierungen gegen die Tadschiken berichtet. Im Jahre 2000 kam es zu Zwangsvertreibungen und zur Inhaftierung vieler Tadschiken.[10] Zudem kam es 1998 zu Bücherverbrennungen und Unterdrückungen persischsprachiger Medien und Zeitungen.[11] Mangels exakter Bevölkerungsstatistiken existieren nur ungenaue Schätzungen über die Anzahl tadschikischer Muttersprachler. In akademischen Kreisen wird von einem Bevölkerungsanteil von bis zu 30% ausgegangen.[12]

Bei offiziellen Erhebungen geben viele Bürger tadschikischer Ethnie die usbekische Volkszugehörigkeit an.[13] Im Laufe der unter dem 1959 bis 1982 amtierenden Generalsekretär der Kommunistischen Partei Sharaf Rashidov beaufsichtigten Usbekisierung mussten Tadschiken sich entweder mit der Angabe "Usbeke" für den Verbleib in ihrer Region, so z. B. in der Stadt Samarkand, oder aber für eine Umsiedlung nach Tadschikistan entscheiden.[14]

Religionen

Die Medrese (Koranschule) „Sherdor“ (erbaut 1619-1636) auf dem „Registan“ in Samarkand

Circa 89 % der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, ca. 8 % russisch-orthodox (meist Angehörige der russischen Minderheit). Darüber hinaus gibt es schiitische Muslime (vor allem in Buchara und Samarkand) sowie Angehörige anderer christlicher Konfessionen (Angehörige der Armenisch-Apostolischen Kirche, der Katholischen Kirche, der Evangelisch-Lutherischen Kirche und diverser protestantischer Gemeinden) sowie Juden (ca. 93.000 Gläubige, siehe Bucharische Juden), Buddhisten, Anhänger des Bahaismus und Anhänger der Lehren Krishnas.

Ramadan wird von ca. 40 % der Leute in der Stadt und 85 % der Leute auf dem Land praktiziert.

Bildung

Siehe auch: Liste der Universitäten und Hochschulen in Usbekistan

Politik

Nach der Verkündung der Unabhängigkeit Usbekistans wurden in einer kurzen Zeit die Rechtsgrundlagen des neuen Staates geschaffen, die auf eine Entwicklung der Demokratie ausgerichtet sind und den Übergang zur Marktwirtschaft sowie die Rechtsstaatlichkeit und die Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative sichern sollen.

Staatspräsident

Aus den ersten direkten Präsidentschaftswahlen am 29. Dezember 1991 ging Islom Karimov mit 86 Prozent der Stimmen als Sieger hervor und wurde erster Präsident der unabhängigen Republik Usbekistan. Seine Amtszeit wurde am 26. März 1995 in einem Referendum bis zum Jahr 2000 verlängert.

Am 9. Januar 2000 ließ er sich mit 91,9 Prozent für eine weitere Amtszeit bestätigen. Die Abstimmung wurde von vielen Staaten als nicht frei und wenig demokratisch kritisiert, der einzige Gegenkandidat erklärte, er habe selbst für den Präsidenten gestimmt. In einem Referendum am 27. Januar 2002 ließ er sich erneut seine Amtszeit, bis zum Dezember 2007, verlängern.

Obwohl Artikel 90 der usbekischen Verfassung vorsieht, dass die fünfjährige Amtszeit des Präsidenten nur einmal verlängert werden kann, wurde Karimow nach Mitteilung der Wahlkommission mit 88,1 Prozent der Stimmen am 23. Dezember 2007 wiedergewählt. Drei weitere Kandidaten kamen auf jeweils etwa drei Prozent. Sie hatten aber keinen Wahlkampf geführt und sich teilweise sogar für den Amtsinhaber ausgesprochen. Mit der Wahl wurde Karimow für weitere fünf Jahre als Präsident bestätigt. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) erklärte, dass die Wahl zahlreiche Kriterien für demokratische Wahlen nicht erfüllt habe.[15]

Oliy Majlis (Parlament)

Parlamentsgebäude in Taschkent

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Demokratie war die Wahl des Oliy Majlis am 25. Dezember 1994, des ersten auf dem Mehrparteienprinzip basierenden Parlaments in der Geschichte Usbekistans. Seitdem erfolgten zwei Neuwahlen des Parlamentes, die erste davon im Dezember 1999. Das jetzige Parlament wurde am 26. Dezember 2004, mit Stichwahlen im Januar 2005, gewählt.

Gemäß der Verfassung der Republik Usbekistan ist das Oliy Majlis das höchste repräsentative Staatsorgan, das die gesetzgebende Funktion wahrnimmt.

Bis zu den Wahlen 2004 war das Oliy Majlis ein Einkammer-Parlament. Es setzte sich aus 250 Abgeordneten zusammen, die in den territorialen Ein-Mandat-Wahlbezirken für die Dauer von fünf Jahren gewählt wurden. Seit dem 26. Dezember 2004 gibt es in Usbekistan ein Zweikammerparlament. Zusammengesetzt ist es aus der unteren, gesetzgebenden Kammer mit 120 Abgeordneten, gewählt auf fünf Jahre, und der oberen Kammer, dem Senat mit 100 Senatoren. 16 Senatoren werden vom Präsidenten ernannt, die anderen, sechs pro Gebiet, werden von den jeweiligen Provinzräten, dem Rat der Stadt Taschkent und dem Rat Karakalpakistans gewählt.

Die Abgeordneten sind in fünf Parteifraktionen und zwei Blöcken vereinigt: Die Fraktion der Volksdemokratischen Partei Usbekistans, die Fraktion der National-demokratischen Partei Fidokorlar, die Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Adolat, die Fraktion der Partei Millij tiklanisch, die Fraktion der Partei des Heimatsfortschritts, dem Block der aus den lokalen Verwaltungsorganen gewählten Abgeordneten und dem Block der Wählergruppeninitiativen.

Das Parlament hat zwölf Ausschüsse und vier Kommissionen für sämtliche Bereiche des gesellschaftspolitischen und sozialökonomischen Lebens.

Die Leitung des Oliy Majlis üben der Vorsitzende und seine drei Stellvertreter, die aus den Reihen der Abgeordneten für die ganze Legislaturperiode gewählt werden, aus. Einer der Stellvertreter des Vorsitzenden des Oliy Majlis ist ein Vertreter der Republik Karakalpakistan, der gegenwärtig der Vorsitzende des Dschokargi Kenges (Parlament) Karakalpakistans ist.

Um die Arbeit des Oliy Majlis zu organisieren und andere Vollmachten gemäß der Gesetzgebung auszuüben, ist der Kengasch (Rat) des Oliy Majlis eingesetzt. Er besteht aus dem Vorsitzenden des Oliy Majlis, seinen Stellvertretern, den Vorsitzenden der Ausschüsse und Kommissionen, sowie den Vorsitzenden der Parteifraktionen und Abgeordnetenblöcke.

Weitere Hilfe bei der Tätigkeit des Oliy Majlis leistet das Sekretariat mit 7 Abteilungen und einigen Diensten.

Aus den Abgeordneten des Oliy Majlis wurde eine Beauftragte für Menschenrechte (Ombudsfrau) gewählt. Zudem wurde eine Kommission aus Ehrenamtlichen zur Wahrung der Verfassungsrechte und Freiheiten der Bürgerinnen und Bürger gegründet. Anderweitige Organisationen im Bereich Menschenrechte werden jedoch nicht geduldet.

Opposition

Zahlreiche Oppositionelle gingen nach Amtsantritt Islom Karimovs bereits in den frühen 1990er Jahren ins Exil, etliche mussten für mehrere Jahre ins Gefängnis und mehrere sind verschwunden. De facto existiert keine Opposition in Usbekistan, denn nahezu alle Oppositionelle leben im Ausland. Inländische Oppositionelle müssen mit schweren Repressalien rechnen. Kritische ausländische Webseiten werden in Usbekistan meist blockiert.

Die Todesstrafe ist in Usbekistan seit dem Jahr 2008 ohne Ausnahme abgeschafft.

Außenpolitik

Usbekistan unterhält politische Beziehungen zu mehr als 100 Ländern. Über 50 Botschaften gibt es in Taschkent, darunter ist auch die Deutsche Botschaft in Usbekistan.[16] Usbekistan unterhält diplomatische Vertretungen in über 40 Ländern, darunter sind zwei Vertretungen in Deutschland.

Usbekistan bemühte sich in den 1990er und in der ersten Hälfte der 2000er Jahre, gute Beziehungen sowohl zu Russland als auch zu den USA und Großbritannien zu unterhalten. Zur Zeit haben sich jedoch die Beziehungen zwischen den USA und Usbekistan abgekühlt, da Karimov die amerikanische Militärbasis räumen ließ.[17] Ein Grund dafür war, dass die USA die blutigen Unterdrückungen in Andijon verurteilten. Außenminister ist Vladimir Norov.

Obwohl sich Usbekistan von den Vereinigten Staaten abgewendet hat und die Nähe zu Moskau sucht, sieht sich der usbekische Staat weiterhin als Teil der weltweiten Anti-Terror-Koalition. Gründe dafür sind die Ereignisse von Andijon im Mai 2005, sowie die versuchten Terroranschläge auf Präsident Karimov in den Jahren zuvor. Der islamischen Fundamentalismus wird von Regierungsseite als größte Bedrohung des Landes dargestellt und schon seit längerem bekämpft. Doch oft wird dies als Rechtfertigung dazu verwendet, oft unschuldige, meist lediglich nicht regierungstreue Personen zu inhaftieren. Aus der Unterstützung des weltweiten Kampfes gegen Terrorismus resultiert auch die Nutzung des Lufttransportstützpunktes Termes durch ca. 80 deutsche Bundeswehrsoldaten, die dort zur logistischen Unterstützung des ISAF-Einsatzes in Afghanistan stationiert sind.

Mitgliedschaften

Aus der GUAM (bis dahin GUUAM) und dem Türkisch-Zentralasiatischen Gipfel (OATCT) trat Usbekistan im Mai 2005 aus.

Usbekistan erkennt nahezu alle internationalen Verträge und Vereinbarungen an und ist vielen internationalen Abkommen und Konventionen beigetreten. Ein Beitritt zur Welthandelsorganisation ist bisher noch nicht erfolgt, Usbekistan ist aber Beobachter und befindet sich aktiv in Verhandlungen. Gründe für den bisher nicht erfolgten Beitritt liegen u. a. in der unzureichenden Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen. Im Jahr 2001 erfolgte die Aufnahme in die Shanghai Cooperation Organisation. Mit der EU wird auf Grundlage eines Kooperations- und Partnerschaftsabkommens, sowie mit der NATO im Rahmen des Programms Partnerschaft für den Frieden zusammengearbeitet.

Wirtschaftsbeziehungen

Deutschland ist nach Russland, China, Südkorea und den USA fünftwichtigstes Lieferland Usbekistans. Allerdings hat sich das Handelsvo­lumen von 1999 bis 2001 halbiert. Nach dem Tiefstand von 214 Mio. Euro im Jahre 2001 ist es aber wieder stetig gestiegen und nach 270 Mio. Euro im Jahr 2005 nochmals um 10 % in den ersten sechs Monaten 2006 gewach­sen. Die Zunahme ist vor allem auf die Lieferung von Maschinen und Ersatzteilen in der Textilbranche und der Landwirtschaft zurückzuführen. Zudem nutzen deutsche Unternehmen verstärkt den Weg über Russland und China in den usbekischen Markt.

In der zentralen Frage der Währungskonvertibilität hat Usbekistan einen wichtigen Schritt nach vorn unternommen. Seit dem 15. Oktober 2003 gilt volle Konvertibilität. Ob sich damit der Devisenzugang für Importeure entspannt, kann erst die längerfristige Praxis zeigen. Gleichzeitig versucht die Regierung Usbekistans, makroökonomische Stabilität über eine stark reglementierte Geldpolitik zu erreichen. Mit der außergewöhnlich starken Kontingentierung der Bargeldmenge sollen Wirtschaft und Handel kontrolliert und Währung und Inflation stabil gehalten werden. Dies behindert das Wirtschaftsleben. Allerdings sind 2005 ein Wachstum von 7 %, ein solider Haushalt und ein positives Außenhandelssaldo erreicht worden. Doch makroökonomische Stabilität bringt noch kein wirkliches Wachstum im Handel und Privatsektor sowie Wohlstand mit sich.

Beziehungen zu Russland

Parade beim Besuch von Wladimir Putin im Mai 2000

Mitte November 2005 haben der russische Präsident Wladimir Putin und sein usbekischer Amtskollege Islom Karimov in Moskau einen militärischen Beistandspakt unterzeichnet. Wie es darin heißt, wird ein militärischer Angriff auf einen der beiden Staaten als „Aggression gegen beide Seiten“ gewertet: „Im Fall einer Aggression gegen eine der Vertragsparteien wird die andere Seite jede notwendige, auch militärische Hilfe anbieten“. Berichten zufolge räumt der Vertrag zudem beiden Ländern das Recht auf eine gegenseitige Nutzung ihrer militärischen Infrastruktur ein. Karimow bezeichnete den Vertrag demnach als „historisches Abkommen“. „Russland war und bleibt unser treuester Verbündeter.“ Putin würdigte das russische Verhältnis zu Usbekistan in ähnlicher Weise.

Kommentatoren gilt die Vereinbarung als Bestätigung dafür, dass sich Usbekistan in Zukunft in erster Linie an Russland binden und weniger stark an US-Interessen orientieren will. Russland verstärke damit seinen Einfluss in dem zentralasiatischen Land. Für die Seidenstraßenstrategie der USA bedeutet das Abkommen nach Überzeugung vieler Beobachter einen herben Rückschlag (s. auch: The Great Game).

Beziehungen zu Deutschland

Westeuropäische Staaten, auch Deutschland, fordern seit Jahren die Fortsetzung demokratischer Reformen, sowie die Verbesserung der Menschenrechtslage in Usbekistan. Dies wird von Usbekistan als Einmischung in die inneren Angelegenheiten angesehen.

Deutschland ist einer der wichtigsten Partner Usbekistans in Westeuropa. Dies geht u. a. auf die Tatsache zurück, dass Deutschland einer der wichtigsten Abnehmer von usbekischem Erdgas ist. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier gilt als politischer Freund Usbekistans und setzte sich auf Ebene der Europäischen Union für ein Ende aller Sanktionen gegen Usbekistan und usbekische Politiker ein. Ende Februar 2008 reiste eine deutsche Delegation, unter Führung des ehemaligen Wirtschaftsministers Glos, nach Usbekistan und Turkmenistan. Die etwa 100 Mann starke Delegation wurde durch Diplomaten aus dem Außenministerium und Repräsentanten der Wirtschaft unterstützt. Vertreten waren u. a. Deutschen Bank, EADS, MAN, RWE, Siemens, ThyssenKrupp und Wintershall. Bei den bilateralen Gesprächen hatte besonders das Thema Energieversorgung mit Erdgas einen hohen Stellenwert.

Es gibt ca. 55 deutsche Firmenvertretungen in Usbekistan (ca. 15 mit entsandten Deutschen), darunter Siemens und drei deutsche Banken, die sowohl Baumwollhandel als auch Liefergeschäfte mit Usbekistan finanzieren.

Militär

Usbekische Miliz auf Stadtrundfahrt in Samarkand

Hauptartikel: Usbekische Streitkräfte

Usbekistan selbst hat 52.500 Soldaten im Dienst. Die Streitkräfte bestehen aus der Armee, den Luftstreitkräften, den militärischen Sicherheitskräften, nicht zu verwechseln mit der Miliz, und einer Art Nationalgarde. Marinestreitkräfte besitzt das Land keine. Durch das Verteidigungsgesetz von 1992 ist die Armee eine Verteidigungsarmee.[18][19] Der derzeitige Verteidigungsminister Usbekistans ist Korbil Berdijew.[20]

Seit einem Erlass des Staatspräsidenten Karimov im November 2008 findet die Einberufung für den einjährigen Grundwehrdienst nur noch einmal im Jahr statt. Zudem wurde ein Dienst für die Einberufung einer Mobilisationsreserve eingeführt.[21]

In Usbekistan sind noch etwa 100 Soldaten der Bundeswehr stationiert. Die Deutschen nutzen den Stützpunkt Termiz, 500 Kilometer südlich von Taschkent, zur Versorgung der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (ISAF).

Miliz

Die usbekische Miliz ist wegen der in ihren Reihen grassierenden Korruption berüchtigt. Von weiten Teilen der Bevölkerung wird sie als eine Art staatliche Mafia betrachtet. Auf Land- und Zugangsstraßen zu Städten werden in regelmäßigen Abständen Kontrollpunkte aufgebaut. Vorbeifahrende müssen diese Kontrollpunkte langsam passieren und werden teilweise zu genauerer Kontrolle angehalten. Die Autokennzeichen werden oft aufgezeichnet, was eine Kontrolle der Bevölkerung ermöglicht. Innerhalb der Städte stehen am Straßenrand ebenfalls Milizionäre, meist etwa alle zwei- bis fünfhundert Meter. Dies hat zur Folge, dass das Wort Fahrerflucht in Usbekistan nahezu unbekannt ist. Die ohnehin schon starke Präsenz der Miliz wurde als Folge der Unruhen im Mai 2005 noch weiter ausgebaut.

Verwaltung

Usbekistan ist in 12 Provinzen (usbek. viloyat, Pl. viloyatlar), eine autonome Republik (usbek. respublika) und eine Stadt (shahar) mit Provinzrang gegliedert.

Verwaltungsgliederung

Provinz (offizielle Bezeichnung) (deutsche Bezeichnung) Hauptstadt (deutsche Bezeichnung) Kfz.- Kennzeichen
Stadt Toshkent (Toshkent shahri) (Stadt Taschkent)   01-09
Toshkent (Toshkent viloyati) (Verwaltungsgebiet Taschkent) Toshkent (Taschkent) 10-19
Sirdaryo (Sirdaryo viloyati) (Verwaltungsgebiet Syr-Darja)) Guliston 20-24
Jizzax (Jizzax viloyati) (Verwaltungsgebiet Dschizak) Jizzax 25-29
Samarqand (Samarqand viloyati) (Verwaltungsgebiet Samarkand) Samarqand (Samarkand) 30-39
Fargʻona (Fargʻona viloyati) (Verwaltungsgebiet Fergana) Fargʻona (Ferghana) 40-49
Namangan (Namangan viloyati) (Verwaltungsgebiet Namangan) Namangan 50-59
Andijon (Andijon viloyati) (Verwaltungsgebiet Andischan) Andijon 60-69
Qashqadaryo (Qashqadaryo viloyati) (Verwaltungsgebiet Kashka-Darja) Qarshi (Karschi) 70-74
Surxondaryo (Surxondaryo viloyati) (Verwaltungsgebiet Surchap-Darja) Termiz (Termez) 75-79
Buxoro (Buxoro viloyati) (Verwaltungsgebiet Buchara) Buxoro (Buchara) 80-84
Navoiy (Navoiy viloyati) (Verwaltungsgebiet Nawoi) Navoiy 85-89
Choresmien (Xorazm viloyati) (Verwaltungsgebiet Chorezm) Urganch (Urgentsch) 90-94
Republik Karakalpakistan (Qoraqalpogʻiston Respublikasi) (Republik Karakalpakstan) Nukus 95-99

Städte

Hauptartikel: Liste der Städte in Usbekistan

Die größten Städte Usbekistans sind Taschkent (Toshkent) (ca. 2.140.000 Einwohner), Namangan (ca. 430.000), Andijon (ca. 370.000), Samarkand (Samarqand) (ca. 350.000), Nukus (ca. 240.000) und Buchara (Buxoro) (ca. 230.000) (Stand 1. Januar 2009).[22]

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Usbekistans (bis 2005)

Die Unruhen vom Mai 2005

Hauptartikel: Unruhen in Usbekistan

Im Mai 2005 wurden in der Stadt Andijon im Ferghanatal während einer Demonstration 400 bis 600 Menschen durch usbekisches Militär erschossen. Craig Murray, der ehemalige britische Botschafter in Usbekistan, hatte bereits Monate vorher auf die „sehr abscheuliche, totalitäre Diktatur“ des Präsidenten Islom Karimov und auf systematische Folterung hingewiesen. Er wurde kurze Zeit danach entlassen. Die Financial Times berichtete von einem internen Bericht Murrays, dem zufolge der britische Geheimdienst MI6 von usbekischen Behörden unter Folter erpresste Aussagen verwende. Dies konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Kurz danach hat die usbekische Regierung Videoaufnahmen veröffentlicht, in denen zu sehen ist, wie bewaffnete Einheiten auf Zivilisten das Feuer eröffnen. Die Europäische Union gab dazu zunächst keinen Kommentar ab, in späterer Konsequenz erließ die EU ein Exportverbot von Waffen nach Usbekistan und ein Einreiseverbot in die EU für hohe usbekische Politiker. Die Sanktionen wurden aber Ende 2007, vor allem auf Drängen Deutschlands, gelockert und bis auf das Waffenembargo im Oktober 2008 aufgehoben.[23][24]

Die mehrtägigen Unruhen, die neben Andijon auch in Qorasuv und anderen Städten nahe der Grenze zu Kirgisistan stattfanden, wurden vom Regime Karimov den Islamisten der Hizb ut-Tahrir (Partei der Befreiung) zugeschrieben und ihre blutige Unterdrückung als Kampf gegen den Terror ausgegeben. Tatsächlich hatten sie aber soziale und politische Ursachen – hohe Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot und Armut und wurden durch die Unterdrückung ausgelöst (FAZ, 25. Mai 2005).

Wirtschaft

In der ehemaligen Sowjetunion war Usbekistan eines der ärmeren Gebiete. Mehr als 60 % der Bevölkerung lebten in schwach besiedelten ländlichen Gemeinschaften. Heute ist Usbekistan der drittgrößte Baumwollexporteur der Welt, ein bedeutender Förderer von Erdgas, Gold und Kupfer, sowie örtlicher Produzent von chemischen Produkten und Maschinen.

In Folge der Unabhängigkeit 1991 versuchte die damalige Regierung die Planwirtschaft nach sowjetischen Muster mit Unterstützungsgeldern und starker Kontrolle der Produktion und der Preise aufzufangen. 1994 begann man aufgrund der starken Inflation die Wirtschaft zu reformieren. Das Investitionsklima für ausländische Investoren sollte verbessert, die Rolle des Staates langsam zurückgefahren, die Privatisierung weiter voran getrieben und eine strengere Geldpolitik eingeführt werden. Der Staat ist aber weiterhin ein dominierender Faktor in der usbekischen Wirtschaft und die Reformen sind soweit fehlgeschlagen, als dass sie die dringend gebrauchten strukturellen Veränderungen nicht brachten. Der IWF schob 1996 einen 185-Millionen-Dollar-Kredit auf, weil die damalige politische Lage in Usbekistan eine Erfüllung der Fond-Konditionen unmöglich machte. Aufgrund der Asien- und Russland-Krise wurden der Export und die Geldpolitik weiter gestrafft. Ein Hauptgrund für die derzeitige Stagnation ist die wirtschaftliche Politik, die ausländische Investoren verprellt.

Allgemeine Daten

Alle Angaben auf Basis der Schätzungen des Internationalen Währungsfonds für das Jahr 2007.[25]

Landwirtschaft

Obst- und Gemüseanbau im Bergdorf Hayat (Nuratau-Gebirge)

Knapp 80 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche dienen dem Anbau von Baumwolle. Nennenswerte Anbaugebiete sind das Ferghana-Becken und die Regionen um Taschkent, Samarkand und Buchara. Die überwiegend in staatlicher Hand befindliche usbekische Baumwollproduktion beruht zum Teil auf Kinderarbeit und zwangsweise einberufenen Studenten. Usbekistan erließ 2008 ein Verbot, Kinder auf den Baumwollfeldern einzusetzen. Dies geschah auf Druck internationaler Unternehmen der Bekleidungsindustrie, wie u. a. Wal-Mart, Tesco, Gap Inc., H&M und C&A. Beobachtern zufolge kam es dennoch wieder im vielen Teilen des Landes zum Einsatz von Kindern bei der diesjährigen Ernte von voraussichtlich 3,6 Millionen Tonnen Rohbaumwolle.[26][27]

Bergbau

Erdgas

Die Erschließung der Erdgasförderung in der Region BucharaChiwa läuft in Zusammenarbeit mit Lukoil Overseas seit 2004 und wird vermutlich 2008 abgeschlossen. Die Förderung hat eine geplante Laufzeit von 35 Jahren. Die Vorkommen sind geologisch auf ca. 283 Mrd. m³ geschätzt. Die Förderung im Ustjurt-Plateau wurde in Zusammenarbeit mit Zarubezhneftegaz, einer Tochtergesellschaft von Gazprom, und der schweizerischen Gas Project Development Central Asia AG, Gazprom hat hier ebenfalls 50 % Anteil, 2004 wieder aufgenommen und soll bis 2017 die vorhandenen ca. 8 Mrd. m³ Erdgas fördern. Sinopec, eine chinesische Gesellschaft, plant bis 2010 Investitionen in bestehende Fördergebiete und auch in die Erkundung neuer Fördergebiete in den Regionen Andijon und Namangan, sowie Buchara, Chiwa und Ustjurt. Die schweizerische Zeromax GmbH ist an der Erschließung und Nutzung der neuen Gaslagerstätten in der Region Buchara – Chiwa, sowie an den Erkundungen in der Region Tandyrtschi beteiligt. Die Erkundung der Vorkommen im Aralseebecken wird durch ein Konsortium aus Lukoil Overseas (russisch), Petronas Carigali Overseas (malaysisch), CNPC International Ltd. (chinesisch) und KNOC Aral Ltd. (koreanisch) vorgenommen. Ein entsprechendes Abkommen wurde Ende 2006 ausgehandelt. Nahezu alle Investitionen entstehen in Kooperation mit der usbekischen Holdinggesellschaft Usbekneftegas. [28] Ende Juni 2008 begann der Bau einer Gaspipeline von Region Buchara bis nach China. Partner auf chinesischer Seite ist CNPC. Die Baukosten des ersten Teilabschnitts mit einer Länge von 500 Kilometern sollen etwa zwei Mrd. US-Dollar betragen. Die beiden Linien sollen Ende 2009 und im Jahr 2011 fertiggestellt werden.[29]


Metalle

Metallverhüttung ist in den Bergbauregionen Angren und Olmaliq angesiedelt. Der Goldexport bringt derzeit noch wesentlich höhere Deviseneinnahmen als der Erdgasexport.

Uran

Usbekistan ist derzeit der weltweit fünftgrößte Produzent von Uran. Da es keinerlei Bedarf an Uran im Inland gibt ist die komplette Produktion zum Export bestimmt. Die Reserven werden auf 186.000 Tonnen geschätzt, bei einer derzeitigen Förderrate von 1.500 Tonnen pro Jahr. Seit 2007 läuft ein fünfjähriges Investitionsprogramm, das den jährlichen Ausstoß um etwa 150 % auf 3.500 Tonnen pro Jahr vergrößern soll. Dazu werden alte Minen wiedereröffnet, neue Lagerstätten erschlossen und bestehende modernisiert.[30]

Industrie

Traditionelle Seidenherstellung in der Yodgorlik-Fabrik (Margilan)

In und um Margilan liegt das Zentrum der usbekischen Seidenindustrie.

In Asaka im Ferganatal produziert UzDaewoo etwa 140.000 Kleinwagen (Stand: 2006) der Typen Matiz, Nexia und Damas für den zentralasiatischen Markt. UzDaewoo war ehemals ein Joint Venture von UzAvtoprom mit dem südkoreanischen Automobilhersteller Daewoo, ist aber seit der finanziellen Krise von Daewoo 1998 komplett in usbekischer Hand. Seit Oktober 2007 ist General Motors ein Joint Venture mit UzAvtoprom unter dem Namen GM Daewoo Auto & Technology Uzbekistan eingegangen. Im Februar 2008 wurden weitere Vereinbarungen unterzeichnet, wobei GM 25% des Joint Ventures hält. Im Werk von UzAvtoSanoat werden bereits die Modelle Captiva, Epica und Tacuma hergestellt. GM unterstützt UzAvtoSanoat durch sein Händlernetz, Autos der Marke Chevrolet, die in Usbekistan produziert wurden, in den Staaten der GUS zu verkaufen. Mit geplanten 5000 Mitarbeitern sollen jährlich 250.000 Autos der Typen Captiva, Epica, Lacetti und Tacuma hergestellt werden.

In Taschkent findet die Produktion des Militärtransportflugzeug Il-76 statt, Russland ist aber bestrebt die Produktion nach Ulyanowsk zu verlegen.[31]

Weiterer Maschinenbau steht meist in Zusammenhang mit Landwirtschaft und Baumwollproduktion.

Tourismus

Seitansicht des Sultan-Saodat-Komplexes in Termiz

Der Tourismus in Usbekistan befindet sich noch im Aufbau. Die Infrastruktur entspricht vielfach nicht den Ansprüchen eines international ausgerichteten Tourismus. Seit einigen Jahren entstehen allerdings immer mehr private Pensionen, die heute eine gewisse Konkurrenz zu den alten Hotels aus sowjetischen Zeiten darstellen. Derzeit ist der meiste Tourismus entlang der Seidenstraße zu finden, die das Land in fast der gesamten Länge durchzieht. Beliebte Reiseziele sind die antiken Städte Samarkand, Buchara und Chiwa. Optimale Reisezeiten sind Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis Oktober), da der Sommer zu heiß ist. Im Chatkal-Nationalpark ist zudem Wintersport in Form von Heliskiing möglich. Zentren des inländischen Tourismus sind u. a. Chimgon und Berldersoy, die als leicht erreichbares Erholungsgebiet für die Bevölkerung Taschkents dienen.

Infrastruktur

Verkehr

Bahnhof von Taschkent (2006)

Usbekistan verfügt im Vergleich zu seinen Nachbarn über eine relativ gute Infrastruktur, wenn auch die geographische Lage als „doppelter Binnenstaat“ durch den mangelnden Zugang zum Meer Restriktionen auf den Güterverkehr setzt.

Die Eisenbahn dominiert den Verkehr. Das Schienennetz wurde seit 1991 um rund 500 km auf eine Länge von ca. 3.950 km (Stand 2007) erweitert. Die neu gebauten Strecken waren vielfach nötig um Transitfahrten durch Nachbarstaaten zu vermeiden. Der Großteil des Schienennetzes ist einspurig und wird erst in der Zukunft erweitert werden. Seit 2003 verkehrt zwischen Taschkent und Samarkand der Registon mit einer Fahrtzeit von 3 Stunden und 40 Minuten und seit 2005 der Sharq zwischen Taschkent und Buchara und einer Fahrtzeit von 7 Stunden. Daneben gibt es noch einen weiteren Zug mit westlichen Standards, den Zug 49/50 als tägliche Tagesrandverbindung Samarkand – Taschkent – Samarkand. Die Strecken um Taschkent, also im wesentlichen nach Samarkand und in das benachbarte Kasachstan, wurden mit Einführung der neuen Züge elektrifiziert.[32][33] Taschkent besitzt zudem seit 1977, als einzige Stadt in Zentralasien, eine U-Bahn mit einem 39 km umfassenden Netz (Stand: 2007).

Die Länge des Straßennetzes beträgt über 81.600 km, wovon 71.237 km mit festem Fahrbahnbelag ausgestattet sind (Stand 2007). Von herausragender Bedeutung ist die Strecke TaschkentSamarkandBucharaUrgentsch-Nukus entlang der alten Seidenstraße. Die Autobahn M-39 (Almaty, Kasachstan-Taschkent-Samarkand-Termez) führt in einem Abschnitt zwischen Taschkent und Samarkand durch kasachisches Gebiet und muss daher für den Transit zwischen beiden Städten umfahren werden. Die Autobahn M-37 verbindet Samarkand mit Buchara und führt weiter nach Aschgabat in Turkmenistan. Zwischen Buchara und Urgentsch führt eine nicht richtungsgetrennte Hauptstraße (A-380) durch die Wüste. Diese Strecke ist mit Ausnahme des Teilabschnittes Buchara-Urgentsch Teil der Europastraße 40 (letzteres zwischen Buchara und Urgentsch durch turkmenisches Gebiet), die auch zwischen dem Kaspischen Meer und Aralsee nordwestlich aus dem Land hinaus nach Kasachstan führt, dort aber nur als „unbefestigte Piste“ vorhanden ist. Weitere Autobahnen auf uzbekischem Gebiet sind die M-34 von Taschkent über Guliston nach Duschanbe in Tadschikistan, die M-41 von Termez über Duschanbe ins kirgisische Gebiet.

1.100 km der Wasserwege sind schiffbar. Die starken Wasserentnahmen aus dem Amudarja schränken den Schiffsverkehr jedoch stark ein. Der einzige nennenswerte Hafen befindet sich in Termiz.

Usbekistan besitzt eine staatliche Fluggesellschaft, Uzbekistan Airways (usbek. Oʻzbekiston havo yoʻllari), welche sowohl Binnenflüge wie auch internationale Flüge, so unter anderem nach Frankfurt, anbietet. Taschkent verfügt über einen internationalen Flughafen. Auch Nukus, Urgentsch, Samarkand und Buchara werden von Moskau aus angeflogen.

Kommunikation

Das Telekommunikationsnetz stammt zu weiten Teilen noch aus sowjetischer Zeit und bedarf somit dringender Modernisierung. Die staatliche Telefongesellschaft Uzbektelecom hat zur Modernisierung des Netzes einen Kredit der japanischen Regierung über 110 Mio. USD in Anspruch genommen. Zu den etwa 1,821 Mio. Telefonanschlüssen (Stand: 2007) kommen 12,65 Mio. Mobilfunkanschlüsse (Stand: Januar 2009). Es gibt fünf Mobilfunkprovider: Die usbekischen Firmen UCell (ehemals Coscom), Uzmobile und Perfectum Mobile, sowie die russischen Unternehmen Mobile TeleSystems (MTS) und VimpelCom mit dem Markennamen Beeline (ehemals Unitel). Ein landesweiter Ausbau des GSM-Netzes steht allerdings noch aus, UCell hat hierzu im November 2007 einen Vertrag mit Nokia Siemens Networks abgeschlossen.[34] Die Mobilfunkbetreiber planen 2009 etwa 200 Mio. USD in den Netzaufbau von UMTS und WiMAX und in Modernisierung der Netze zu investieren. Ende 2008 soll UMTS in Taschkent in den Regelbetrieb gehen.[35]

Usbekistan ist mit Überland- und Funkleitungen über Kasachstan und Russland an internationale Netze angeschlossen. Derzeit befindet sich das Trans-Asia-Europe-Glasfasernetz (TAE) im Aufbau, das sich an der Seidenstraße orientierend von Frankfurt (Main) bis nach Shanghai erstreckt.[36]

Bisher gibt es in Usbekistan nur knapp 38.200 Internetanschlüsse (Stand: 2008). Die Internetanschlüsse sind derzeit für große Teile der Bevölkerung noch kaum erschwinglich. So kostet ein ADSL-Anschluss mit 1 MBit/s Datenübertragungsrate und 2 GB Traffic etwa 40 USD pro Monat. Viele Usbeken sind daher auf die Nutzung von Internetcafés angewiesen und so erreicht die Zahl der Internetnutzer 2.460.000 Personen (Stand: Januar 2009). Die derzeitigen Engpässe bei der internationalen Anbindung machen sich auch bei der Nutzung von Internet in Usbekistan bemerkbar.

Der staatliche Rundfunksender UzTV besteht aus vier Fernsehkanälen, wovon drei landesweit übertragen werden. Die private Fernsehgesellschaft Kamalak-TV ist für die Übertragung ausländischer Fernsehsender zuständig, bietet aber auch eigene Sender an. Seit September 2008 werden in Taschkent die Programme auch über DVB-T verbreitet. Für die Zukunft ist ein landesweiter Ausbau von DVB-T und DVB-H geplant.[37]

Neben den staatlichen Radiosendern haben sich Mitte der 90er-Jahre auch einige private Sender etablieren können. Der Sendebetrieb findet ausschließlich auf dem FM-Band statt.[38]

Kultur

Antiker Susani (Seidenteppich) im Kunstmuseum von Taschkent
Eingang zum Ulugh-Beg-Observatorium (Museum) in Samarkand

Im Unterschied zu den Bevölkerungen in den Nachbarländern Kasachstan, Kirgisistan und Turkmenistan, die bis heute im Nomadentum wurzeln und lange nur oberflächlich islamisiert waren, war die Region des heutigen Usbekistan schon seit dem frühen Mittelalter ein Kerngebiet islamischer Kultur. Wesentlich dafür war die hochentwickelte, persisch geprägte Stadtkultur. Insbesondere die alten Zentren in der heutigen Landesmitte, Buchara und Samarkand, haben kulturell eine außergewöhnliche Geschichte. Sie brachten viele bedeutende Philosophen, Wissenschaftler und Theologen hervor. Die berühmtesten sind:

Die Sprache und Kultur Persiens wird noch heute von vielen Menschen im Umkreis dieser Städte gepflegt, während sich die Staatssprache Usbekisch aus osttürkischen Idiomen entwickelte. Der größte Dichter des Landes, Mir Ali Sher Nava'i im 15. Jahrhundert, stammte aus Herat und hat auf Tschagataiisch und Persisch gedichtet.

Zu den ältesten und wichtigsten kulturellen Überlieferungen des Landes gehört das traditionelle indoiranische Neujahrsfest Nouruz (usbek. Navroʻz), das im Frühling feierlich begangen wird. Navroʻz ist ein gesetzlicher Feiertag.

Medien

In Usbekistan erscheinen drei national verbreitete Tageszeitungen, darunter die turkmenischsprachige Khalk suzi und die russischsprachige Pravda Vostoka. Der Anteil der Tageszeitungsleser beträgt etwa drei Leser pro 1000 Einwohner.[39] Das Fernsehen ist staatlich, es werden zwei Programme ausgestrahlt.

Küche

Plow

Hauptartikel: Usbekische Küche

Die Usbekische Küche ist sehr abwechslungsreich, so zählt sie mehr als tausend Gerichte[40] und das obwohl sie unter dem Einfluss der allgemeinen Landwirtschaft steht. Typisch für die Usbekische Küche sind Suppen wie Shurpa und Naryn, dem Bachor (Salat), den Hauptgerichten Plow oder Mantı als auch Laghman – was sowohl als Hauptgericht als auch als Nachspeise gereicht wird – und Halwa. Ganzjährig wird vor allem grüner Tee in Teehäusern, den sogenannten Chaikhanas, getrunken. Im Sommer dagegen werden Ayran, ein gekühlter Yoghurt, und Fruchtsäfte bevorzugt. Alkoholische Getränke finden im Allgemeinen keinen großen Zuspruch, außer Wein von dem, für ein überwiegend muslimisch bevölkertes Land, ausgesprochen viel getrunken wird.

Die Geschichte der usbekischen Küche, bzw. die Herkunft der verschiedenen usbekischen Gerichte, lässt sich teilweise mehrere Jahrhunderte zurückverfolgen.[41] Daher lassen sich die, auch noch heute üblichen, traditionellen Rituale beim Zubereiten der Speisen erklären. Heute, wie auch vor mehreren Jahrhunderten, ist die usbekische Küche – auf Grund ihrer Lage, Sprache, Kultur und ihrer Religion – eng mit der orientalischen Küche und der anderer turksprachigen Länder eng verbunden.

Literatur

  • James Critchlow: Nationalism in Uzbekistan: a Soviet republic's road to sovereignty. – Boulder [u. a.] : Westview Press, 1991.
  • Julia M. Eckert: Das unabhängige Usbekistan: auf dem Weg von Marx zu Timur: politische Strategien der Konfliktregelung in einem Vielvölkerstaat. – Münster: Lit, 1996. (Berliner Studien zur Internationalen Politik ; 1)
  • Jürgen Nowak: Die ethnopolitische Situation Usbekistans. – Köln: Bundesinst. für Ostwiss. und Internat. Studien, 1995. (Berichte des Bundesinstituts für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien ; 1995,30)
  • Resul Yalcin: The rebirth of Uzbekistan: politics, economy and society in the post-Soviet era. 1. ed. – Reading [u. a.] : Garnet [u. a.], 2002.
  • Judith Peltz: Usbekistan entdecken. Entlang der Seidenstraße nach Samarkand, Buchara und Chiwa. Trescher Verlag, Berlin 2005 (4. Auflage), ISBN 3-89794-077-9.
  • Britta Wollenweber, Peter Franke: Usbekistan – Land zwischen Orient und Okzident. Der Reiseführer für den Hintergrund. Wostok Verlag, Juli 2007 (2. Auflage), ISBN 3-932916-34-4

Quellen

  1. International Monetary Fund, World Economic Outlook Database, April 2008
  2. CIA World Factbook
  3. Atlas of the Soviet Central Asian Republics, Geodesy and Cartography Authority. Moskau 1988 (Russisch)
  4. Initial Communication of the Republic of Uzbekistan (englisch)
  5. traveling-world.de - Usbekistan: Lage und Natur
  6. Informationen zu Usbekistan auf Sogda-tour.com
  7. Destabilisierungs- und Konfliktpotential prognostizierter Umweltveränderungen in der Region Zentralasien bis 2020/2050.
  8. Ferghana.Ru – Rainfall control may double Uzbekistan's water resources (englisch)
  9. Uzbekistan.de - Das Ggeostrategische Potential
  10. amnesty.org
  11. Ethnic Composition and Discriminations by David Carlson, Harvard University
  12. Richard Foltz, "The Tajiks of Uzbekistan", Central Asian Survey, 15(2), 213-216 (1996)
  13. Country report on Uzbekistan, United States Bureau of Democracy, Human Rights, and Labor here.
  14. Rahim Masov, The History of the Clumsy Delimitation, Irfon Verlag, Duschanbe, 1991. Englische Übersetzung: The History of a National Catastrophe, Iraj Bashiri, 1996.
  15. Karimow gewinnt Präsidentschaftswahl in Usbekistan haushoch Swissinfo, 24. Dezember 2007
  16. Deutsche Botschaft in Usbekistan
  17. Artikel in Eurasisches Magazin
  18. The World Defence Almanac 2006, Mönch Publishing Group, Bonn 2006
  19. IISS Military Balance 2007, p.327
  20. Jung reist nach Usbekistan und Afghanistan (abgerufen am 12. März 2009)
  21. http://uza.uz/de/society/232/
  22. Usbekistan: Die wichtigsten Orte mit Statistiken zur ihrer Bevölkerung
  23. Britischer Diplomat kritisiert MI6
  24. Focus.de – EU hebt Reiseverbote gegen usbekische Funktionäre auf
  25. Wirtschaftsdaten vom IWF
  26. EJF- Still in the fields
  27. Usnews.net – Uzbekistan harvests
  28. Ausländische Investoren erschließen neue Öl- und Gasquellen in UsbekistanUsbekistan – Energiewirtschaft 2006
  29. Uzbekistan.de – Bau der Usbekistan–China–Gaspipeline gestartet
  30. Ferghana.Ru – Uzbekistan Boosts Uranium Production With Continuing 5-Year Program
  31. Russland holt IL-76 zurück nach Ulyanowsk
  32. Private Seite zur usbekischen Eisenbahn (englisch)
  33. Offizielle Webseite der Usbekischen Eisenbahn
  34. Coscom will renew its entire mobile network in Uzbekistan
  35. Usbekischer Markt für Mobiltelefonie legt kräftig zu
  36. Fibre Optical Cable System Trans Asia Europe (TAE) – Historical reference
  37. Kathrein liefert DVB-T-Antenne nach Usbekistan
  38. Mediensystem: Usbekistan
  39. http://dev.prenhall.com/divisions/hss/worldreference/UZ/media.html
  40. Oriental Express Central Asia
  41. Reiserat.de zur usbekischen Küche

Weblinks

41.66666666666764.0666666666677Koordinaten: 42° N, 64° O


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