RhB Ge 4/4 I


RhB Ge 4/4 I
Ge 4/4 I
Ge 4/4 I 607 „Surselva“
Nummerierung: 601–610
Anzahl: 10
Hersteller: SLM BBC MFO
Baujahr(e): 1947, 1953
Achsformel: Bo'Bo'
Spurweite: 1000 mm
Länge über Puffer: 12'100 mm
Dienstmasse: 47 t
Reibungsmasse: 47 t
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Stundenleistung: (1560 PS)
Stromsystem: 11 kV 16,7 Hz
Stromübertragung: Stromabnehmer

Bei der RhB Ge 4/4 I handelt es sich um eine Lokomotivbaureihe der Rhätischen Bahn (RhB) mit der Bauartbezeichnung Ge 4/4.

Ge 4/4 I 602 in Pontresina. Auf der anderen Seite des Zugs ist eine Ge 4/4 II erkennbar.
Ge 4/4 I 601 "Albula"

Die 10 Maschinen waren die ersten Elektroloks der RhB ohne Stangenantrieb. 1944 wurden vier Loks bei der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur (SLM) bestellt, im Juli 1947 die erste Maschine in Betrieb gesetzt. Hauptsächlich im Schnellzugdienst eingesetzt, bewährten sie sich sehr gut, so dass die RhB 1953 sechs weitere Exemplare bestellte. In untergeordnete Dienste verdrängt wurden sie mit den Auslieferungen der Ge 6/6 II und der Ge 4/4 II. Nachdem sie zwischen 1986 und 1991 komplett modernisiert wurden, es wurden z.B. die alten Stirnfronten mit den Übergangstüren durch neue Stirnfronten ersetzt, leisten sie auch heute noch treue Dienste bei der RhB. Ein wichtiges Einsatzgebiet ist die tunnelreiche Strecke von Davos nach Filisur. Auf dieser bilden sie nun seit Dezember 2004 3-teilige Pendelzüge, die aus einem Steuerwagen BDt 172x, einem Einheitswagen I B und einem Einheitswagen III A bestehen. Vorher waren als Mittelwagen modernisierte Mitteleinstiegswagen eingestellt. Zwischen Filisur und Davos ist nun nur mehr eine Garnitur, statt vorher zwei Garnituren unterwegs.Im Winter befördern sie zusätzlich noch die Schlittelzüge Bergün-Preda-Bergün und einige andere Wintersportzüge im Prättigau. Ab 1997 wurden die alten Scherenstromabnehmer durch neue Einholmstromabnehmer ersetzt, um den Einsatz auf der umelektrifizierten Arosabahn zu ermöglichen.

Die Bo'Bo'-Loks sind heute 80 km/h schnell (ursprünglich 75 km/h) und haben eine Leistung von 1.184 kW. Sie wiegen 48 t und sind 12'100 mm lang.

Die Taufnamen der 10 Lokomotiven entsprechen Namen von Talschaften, Bergen und Massiven in Graubünden, auf dessen Kantonsgebiet die Rhätische Bahn ihr Streckennetz betreibt. Die Namen stehen auf rechter und linker Seite im oberen Bereich des Fahrzeuges mit weißer Schrift auf rotem Grund, die Betriebsnummern 601-610 auf den beiden Stirnseiten, sowie seitlich unten.

Folgende Fahrzeuge sind bei der Rhätischen Bahn in Betrieb:


Liste der Ge 4/4 I der Rhätischen Bahn AG
Betriebsnummer Taufname Inbetriebnahme Status
601 Albula 08.07.1947 in Fahrbetrieb
602 Bernina 21.07.1947 in Fahrbetrieb
603 Badus 13.08.1947 in Fahrbetrieb
604 Calanda 23.08.1947 in Fahrbetrieb
605 Silvretta 12.03.1953 in Fahrbetrieb
606 Kesch 15.06.1953 in Fahrbetrieb
607 Surselva 24.04.1953 in Fahrbetrieb
608 Madrisa 15.06.1953 in Fahrbetrieb
609 Linard 13.05.1953 in Fahrbetrieb
610 Viamala 03.07.1953 in Fahrbetrieb

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