Rippen

Rippen

Rippen bezeichnet im Computerjargon das Kopieren von Musik oder Filmen von einer Datenquelle auf die Festplatte eines Computers. Das Verb leitet sich vom englischen „to rip“ ab, das in diesem Zusammenhang so viel wie „(herunter-)reißen“ bedeutet. Der Jargon File Eintrag für rip gibt einen Ursprung des Terms im Amiga-Slang an, wo er verwendet wurde um die Extraktion von Multimedia-Inhalten aus Programmen zu bezeichnen.[1]

Inhaltsverzeichnis

Konzept

Datenquellen können analoge Aufnahmen, CDs, Binärdatein, DVDs oder Blu-Rays sein oder Datenströme aus dem Internet, beispielsweise von Internetradios. Beim Rippen werden häufig Datenformate konvertiert und ein möglicherweise bestehender Kopierschutz entfernt. Nach dem Rippen lassen sich die Daten meist beliebig vervielfältigen. Für das Rippen von Daten von verschiedenen Medien wird ein spezialisiertes Ripper-Programm benötigt.

Medien

Binäre Programme

Aus ausführbaren Binärdateien, wie Spielen oder Demos[2], die ihre Klang und Bild-Daten direkt integriert haben, kann mit sogenannten File Rippern diese wieder extrahiert werden. Ein bekannter Ripper aus den 90ern ist der Multiripper[2], aktuelle Varianten sind z.B. der DragonUnpacker oder MultiEx Commander.[3]

Audio-CD Ripper

Populäre CD-Ripper die das Rippen von Audio-CDs beherrschen, hier wird der Vorgang spezifischer Digital Audio Extraction genannt, sind CDex, EAC (Exact Audio Copy), Audiograbber, cdda2wav sowie Grip, die beide auf cdparanoia aufsetzen. Auch viele Audioplayer wie Winamp, iTunes, Windows Media Player, RealPlayer, MusicMatch Jukebox, MediaMonkey oder Foobar2000 können CDs rippen.

Audio-Stream Ripper

Der No23 Recorder CD-Ripper ermöglicht zudem das Aufnehmen von Audio-Streams. Ein entsprechendes Programm für Internet-Radio-Streams ist der Streamripper.

Techniken des Rippens von Film-Medien

  • PDTV: Rippen von einer rein digitalen Quelle
  • BD-Rip: Kopieren von einer Blu-ray Disc
  • DVD-Rip: Kopieren einer DVD
  • VHS-Rip: Kopieren von einer VHS-Kassette (niedrigere Auflösung und Tonqualität als DVD-Rip)
  • R5-Rip (R5): Kopieren von einer Region-5-DVD (früh verfügbare DVD aus Gebiet der ehemaligen Sowjetunion) (Kinoqualität, nicht nachbearbeitet)
  • Screener (Scr): Kopieren einer Vorab-DVD (oft eingeblendete Schwarz-Weiß Abschnitte, Hinweistexte usw.)
  • Telecine (TC): Kopieren eines Kinofilms mit Hilfe eines Abtastgerätes
  • Telesync (TS): Abfilmen eines Kinofilms mit einer Kamera mit Stativ in einem meist leeren Kino
  • Cam-Rip: Abfilmen eines Kinofilms mit einem Camcorder in einem öffentlichen Kino

Weblinks

Einzelnachweise

  1. rip. The Jargon File (version 4.4.3). catb.org (1. Juli 2003). Archiviert vom Original am 24. Februar 2009. Abgerufen am 28. März 2011.
  2. a b Matthias Ziegs (4. Juli 2001): MAZ File Ripper's Page (englisch). soundtrackers.de. Abgerufen am 28. März 2011. „dumps the whole RAM into a file, useful if a demo is crypted
  3. Extraction_tools xentax.com (englisch)

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  • rippen — rịp|pen 〈V. tr.; hat; umg.〉 1. 〈EDV〉 CDs, Musik od. Filmdateien rippen auf die Festplatte eines Computers kopieren und anschließend (unter Umgehung des Kopierschutzes) am Computer in andere Formate, z. B. in das MP3 Format umwandeln 2. 〈salopp〉… …   Universal-Lexikon

  • Rippen — This interesting and unusual surname, recorded in London church registers from the mid 16th Century under the variant spellings Riping, Rippin, Rip(p)on, Rippen etc., has two distinct possible origins. The first and most likely origin is French… …   Surnames reference

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