Robin Holcomb


Robin Holcomb

Robin Holcomb (* 1954) ist eine US-amerikanische Jazz- und Folk-Komponistin, Songwriterin sowie Pianistin und Sängerin.

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Leben und Wirken

Holcomb wuchs in Georgia auf und besuchte später die University of Santa Cruz. Gemeinsam mit Wayne Horvitz, der später ihr Ehemann wurde und auf dessen Album This New Generation (1985) sie zu hören ist, zog sie nach New York. Mitte der 1980er Jahre arbeitete sie in der dortigen experimentellen Down Town-Szene mit Musikern wie Art Baron, Vincent Chancey, Marty Ehrlich, Doug Wieselman und Wayne Horvitz. Ende der 1980er Jahre erschienen Alben mit ihren Kompositionen, wie die LP „Larks, They Crazy“ und „Todos Santos“ auf dem deutschen sound aspects-Label. Außerdem arbeitete sie mit Bill Frisell bei dessen Nashville-Album zusammen und wirkte an einem Burt Bacharach und Serge Gainsbourg Tribut-Kompilation für das Tzadik-Label mit. 1996 entstand das Soloalbum Little Three mit Klaviermusik und Songs. Für das Nonesuch Label nahm sie 2002 The Big Time auf, eine Sammlung von Originalkompositionen und Arrangements von traditionellen amerikanischen Songs.

Ihr Debüt als Singer/Songwriter hatte sie 1989 bei Musiktheater-Stück mit dem Titel “Angels at the Four Corners” als Teil des Programms New Music America; Teile des Materials erschienen dann 1990 auf ihrem Nonesuch Debütalbum, für die sie 1991 den “Pazz & Jop Poll” der Zeitschrift Village Voice erhielt.

Robin Holcomb ist Gründerin und Co-Leiterin des New York Composers Orchestra, eines Ensembles, für das sie auch als Pianistin und Komponistin arbeitete. 1990/91 erschien auf dem Label New World zwei Alben mit Kompositionen von ihr, First Program in Standard Time und danach The New York Composers Orchestra, an denen Musiker wie Lawrence „Butch“ Morris, Herb Robertson, Ray Anderson, Lindsey Horner und Bobby Previte mitwirkten.

Außerdem arbeitete Holcomb für verschiedene Tanz-Produktionen; so schrieb sie für Bebe Millers Dance Company Tiny Sisters In the Enormous Land sowie für verschiedene Fernseh-Produktionen.

Die New York Times schrieb zu ihrer stilistischen Vielfalt: „Robin Holcomb schafft in ihren Songs einen neuen amerikanischen Regionalismus, gespeist aus vielen Quellen, Country, Rock, Minimalismus, Bürgerkriegs-Liedern, Baptisten-Hymnen, Folk-Stücken aus den Appalachen, sogar der polytonalen Musik von Charles Ives. Die daraus resultierende Musik ist so elegant und einfach wie ein Quilt der Shaker, und einfach nur schön.“

Seit 1988 lebt Robin Holcomb mit Wayne Horvitz in Seattle.

Diskographische Hinweise

  • Robin Holcomb/Talking Pictures/Wayne Horvitz: The Point of it All (Songlines, 2010)
  • Wayne Horvitz, Joe Hill: 16 Actions for Orchestra, Voices, and Soloist (New World, 2008)
  • Varmint, Mr Man in the Moon (SnowGhost, 2006)
  • John Brown's Body (Tzadik, 2006)
  • Robin Holcomb/Wayne Horvitz: Solos (Songlines, 2004)
  • The Big Time (Nonesuch, 2002)
  • Little Three (Nonesuch, 1996)
  • Rockabye (Elektra, 1992)
  • Robin Holcomb (Elektra, 1990)

Literatur/Quellen

Weblinks


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