Rolling Stone


Rolling Stone
Rolling Stone
Logo des Rolling Stone Magazin (deutsche Ausgabe)
Beschreibung Logo des Rolling Stone Magazin (deutsche Ausgabe)
Fachgebiet Musikzeitschrift
Sprache deutsch
Verlag Axel Springer AG
Erstausgabe 1994
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage (IVW 3/2011) 53.755 Exemplare
Verbreitete Auflage (IVW 3/2011) 55.917 Exemplare
Chefredakteur Rainer Schmidt
Herausgeber Dr. Ulf Poschardt
Weblink http://www.rollingstone.de
ISSN 1612-9563

Die Zeitschrift Rolling Stone ist eine Musikzeitschrift mit Schwerpunkt auf Pop- und Rockmusik.

Inhaltsverzeichnis

In den USA

Das Rolling Stone Magazine ist eines der bekanntesten Musik-Magazine in den Vereinigten Staaten. Es ist seit seinem Bestehen nie auf eine bestimmte Stilrichtung spezialisiert gewesen. Sowohl Brian Hugh Warner (Marilyn Manson) als auch Christina Aguilera erschienen auf dem Titelbild. Auffällig ist das Format der Zeitschrift. Wegen der breiten Seiten hatte es früher annähernd die Form eines Quadrats.

Der Rolling Stone wurde 1967 von Jann Wenner und dem Musikkritiker Ralph J. Gleason in San Francisco gegründet. Der Name geht zurück auf ein Bluesstück von Muddy Waters, das sich wiederum eines Sinnbildes aus dem englischen Sprichwort A rolling stone gathers no moss bedient.[1] Neben Berichten und Reportagen aus der Musikszene werden Informationen über Neuerscheinungen und aktuelle Konzertdaten geboten. Die Zeitschrift spricht Themen rund um Literatur, Film, Internet und Politik, die mit Pop- und Rockkultur in Verbindung stehen, an. Dabei wird von den Autoren „höchstes journalistisches und intellektuelles Niveau“ erreicht[2].

Großes Aufsehen erregte die Zeitschrift, als sie im Mai 1972 das Teenager-Idol David Cassidy fast nackt auf der Titelseite präsentierte und der Sänger gegenüber der Zeitschrift einräumte, dass er Haschisch rauche und Sex mit Groupies habe.[3]

In den USA war der Rolling Stone so beliebt, dass der legendäre Playboy-Cartoonist und Singer-Songwriter Shel Silverstein für die von ihm initiierte Hausband Dr. Hook & the Medicine Show das satirisch kauzige Lied Cover of the Rolling Stone schrieb, das eine kommerziell erfolgreiche Single wurde (und das der Gruppe zudem tatsächlich das begehrte Coverfoto einbrachte). Prägend waren für den Rolling Stone die Journalisten Hunter S. Thompson und Lester Bangs.

1997 erhielt das Magazin für seine typografische Gestaltung die höchste Auszeichnung des Type Directors Club New York, die Type Directors Club Medal, die nur an Personen und Institutionen verliehen wird, die einen außergewöhnlichen Beitrag zur Entwicklung der Typografie geleistet haben.

Der Rolling Stone erscheint im Zweiwochenrhythmus. Seit seiner Gründung wird er nicht nach Jahrgängen gelistet, sondern mit einer fortlaufenden Nummer. Die erste Ausgabe erschien am 9. November 1967, die tausendste am 18. Mai 2006.

Heutzutage ist der Rolling Stone nicht mehr ausschließlich als Musikzeitschrift zu bezeichnen. Es werden auch politische und gemischte Artikel veröffentlicht, so etwa 2010 eine Reportage, die zur Entlassung des US-Generals Stanley McChrystal führte.

Deutsche Ausgabe

Nach einem kurzlebigen Versuch in den 1980er Jahren mit Frank Steffan als Chefredakteur konnte 1994 mit dem zweiten Versuch das Magazin am Markt etabliert werden. Es erschien ursprünglich im hierzu eigens gegründeten DRS-Verlag, Herausgeber war der Konzertveranstalter Werner Kuhls, Chefredakteure waren Jörg Gülden und Bernd Gockel. Die Freien Mitarbeiter waren bereits von anderen Publikationen her bekannt. Einer der Redakteure der Anfangszeit war der spätere Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre. 2002 erfolgte aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen dem Mutter- und DRS-Verlag die Vergabe der Lizenzausgabe an AS Young Mediahouse, einer Tochter des Axel-Springer-Verlags. Sie erscheint dort mit dem einstigen Konkurrenten Musikexpress, eine drohende Kartellklage hierzu konnte abgewendet werden. Chefredakteur blieb Bernd Gockel, der bereits vor dem Verlagswechsel und nach dem Ausscheiden von Jörg Gülden alleiniger Chefredakteur war. Ihm folgte 2010 Rainer Schmidt.

Die deutsche Ausgabe erscheint monatlich und erreichte im 2. Quartal 2010 eine verkaufte Auflage von 54.953 Stück[4] (Quelle: IVW).

Im Herbst 2008 ging Rolling Stone gemeinsam mit der US-amerikanischen Alternative-Country-Band Lambchop aus Nashville, Tennessee, einen ungewöhnlichen Weg zur Vermarktung des neuen Albums OH (ohio). Die CD lag samt Plastikhülle und Booklet der Oktober-Ausgabe des Magazins bei, dessen Preis dafür nur geringfügig erhöht wurde.[5] Im Sommer 2010 war dem Magazin das neue Prince-Album "20TEN" beigelegt, das sonst nicht im Handel erhältlich war.

Auszeichnungen

  • 1996: Echo Redaktion Rolling Stone (Jörg Gülden / Bernd Gockel)

Literatur

  • Jann S. Wenner: Rolling Stone. 1000 Cover – Die Geschichte der einflussreichsten Zeitschrift der Popkultur. Schwarzkopf & Schwarzkopf 2006. ISBN 3-89602-736-0

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Manfred Horak: Dylan, Bob: Jede Generation bekommt die Musik, die sie verdient. Abgerufen am 3. Juni 2009.
  2. Rezension im Stern Nr. 5/1987
  3. Naked Lunchbox: The Business Of David Cassidy. In: Rolling Stone #108, 11. Mai 1972.
  4. ivw.eu [1]
  5. Artikel der Süddeutschen Zeitung[2]

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