Roman Grinberg


Roman Grinberg

Roman Grinberg (* 1962 in Bălți, Moldauische SSR) ist ein jüdischer Musiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Seinen ersten Klavierunterricht erhielt Roman Grinberg bereits mit fünf Jahren. Nach einigen Jahren in Israel übersiedelte er nach Wien, wo er am Konservatorium Musik studierte. 1981 gründete Grinberg gemeinsam mit seinem Bruder Tony die Band Frejlech [1].

Seither befasst er sich intensiv mit der jüdischen Musik. Dazu gehören seine eigenen Kompositionen, klassische Klezmermusik und „Jiddisch-Jazz“, ein musikalisches Genre, das er als erster in Wien begründete und in dem er bereits auf unzähligen internationalen Konzert- und Festivalbühnen große Erfolge feierte. Seine Liebe gilt aber insbesondere den alten jiddischen Liedern, die er bearbeitet und in eigenen Fassungen mit viel Humor und Einfühlungsvermögen darbringt.

Grinberg ist auch für seine Vielseitigkeit als Komponist, Arrangeur, Sänger und Pianist bekannt und genießt in der internationalen jüdischen Kunstszene einen beachtlichen Ruf als Darsteller sowie als musikalischer Leiter für Theaterproduktionen. Im Laufe der Jahre schrieb er eine Vielzahl an Kompositionen, darunter das Musical "Die Parry Sisters" im Auftrag der Stadt Wien. Er produzierte auch mit Anita Ammersfeld und Michaela Scheday das Musiktheaterstück „Anonyme Jüdische Mütter“ und arbeitete mit Joshua Sobol an der Neuinszenierung seiner Produktion „Ghetto“ am Stadttheater Klagenfurt.

Grinberg lebt und arbeitet in Wien. Er leitet Vokal-Workshops und Meisterklassen für Jiddisch, Jazz-, World- und Popmusik sowie Chorklassen. Er ist gern gesehener und gefragter Workshopleiter bei diversen Klezmer-Festivals.

Seit 2002 leitet er auch den Wiener Jüdischen Chor[2].

2009 hat er gemeinsam mit dem Journalisten Christian Schueller und dem Schauspieler Peter Fuchs die Theatergruppe Mischpoche[3] gegründet, die Stücke um jüdische Themen von einst und jetzt in deutscher Sprache aufführt.

Diskografie

  • 1991: Frejlech sol sajn
  • 1995: Anita Ammersfeld – jiddische Lieder
  • 2001: Oj, Frejlech is mir
  • 2004: 15 Jahre Wiener Jüdischer Chor
  • 2007: Ose Shalom
  • 2009: A Bissele Glik
  • 2010: In the Klezmood

Einzelnachweise

  1. http://www.klezmer.at
  2. http://www.wjchor.at
  3. http://www.mischpoche.at

Weblinks


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