Rotthalmünster


Rotthalmünster
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Rotthalmünster
Rotthalmünster
Deutschlandkarte, Position des Marktes Rotthalmünster hervorgehoben
48.35972222222213.202777777778361
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Rotthalmünster
Höhe: 361 m ü. NN
Fläche: 44,51 km²
Einwohner:

4.980 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94094
Vorwahl: 08533
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 143
Marktgliederung: 85 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 10
94094 Rotthalmünster
Webpräsenz: www.rotthalmuenster.de
Bürgermeister: Franz Schönmoser (CSU)
Lage des Marktes Rotthalmünster im Landkreis Passau
Landkreis Deggendorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Freyung-Grafenau Passau Witzmannsberg Windorf Wegscheid Vilshofen an der Donau Untergriesbach Tittling Tiefenbach (bei Passau) Thyrnau Tettenweis Sonnen Salzweg Ruhstorf an der Rott Ruderting Rotthalmünster Pocking Ortenburg Obernzell Neukirchen vorm Wald Neuhaus am Inn Neuburg am Inn Malching Kößlarn Kirchham (Landkreis Passau) Hutthurm Hofkirchen (Donau) Hauzenberg Haarbach Bad Griesbach im Rottal Fürstenzell Fürstenstein Eging am See Büchlberg Breitenberg (Niederbayern) Beutelsbach Bad Füssing Aldersbach Aidenbach Aicha vorm Wald ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Rotthalmünster ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Passau und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Rotthalmünster.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Rotthalmünster liegt in der Region Donau-Wald im niederbayerischen Bäderdreieck genau zwischen den drei Kurorten Bad Birnbach, Bad Griesbach und Bad Füssing. Der Markt befindet sich 35 km südlich von Vilshofen an der Donau sowie 35 km südwestlich von Passau, 22 km westlich vom oberösterreichischen Schärding, 24 km nordöstlich von Simbach am Inn, 25 km östlich von Pfarrkirchen und 140 km von der Landeshauptstadt München entfernt. In 16 km Entfernung besteht Anschluss zur Bundesautobahn 3, Ausfahrt Pocking. In dem ebenfalls zu Rotthalmünster gehörenden Ortsteil Karpfham/Bahnhof befindet sich eine Bahnstation, welche man sich mit der Stadt Bad Griesbach im Rottal teilt. Die Bahnstrecke Passau–Neumarkt-Sankt Veit verbindet den Landkreis Passau mit dem Landkreis Mühldorf am Inn.

Gemeindegliederung

Die politische Gemeinde Rotthalmünster hat 85 amtlich benannte Ortsteile[2]:

  • Aicha
  • Allertsöd
  • Altasbach
  • Altschörg
  • Andorf
  • Andriching
  • Asbach
  • Asenbauer
  • Au
  • Auggenthal
  • Auretsdobl
  • Baderöd
  • Berating
  • Berg
  • Bründlleithen
  • Buch
  • Denk
  • Dobl
  • Ed
  • Eggenberg
  • Enichl
  • Enzenbach
  • Faltlleithen
  • Fetzenöd
  • Frauenmühle
  • Frauenöd
  • Gimpl auf der Stadlöd
  • Hellham
  • Hindling
  • Hirla
  • Hirting
  • Höchfelden
  • Höllöd
  • Holzhäuser I
  • Holzhäuser II
  • Huberlöw
  • Kaina
  • Karpfham
  • Kollnöd
  • Kopp
  • Kühbach
  • Lageln
  • Laina
  • Leherbauer
  • Leithen
  • Linding
  • Löwenau
  • Lug
  • Maierhof
  • Mailham
  • Manertsöd
  • Naglmühle
  • Neugertsham
  • Oedmann
  • Pattenham
  • Penning
  • Priel
  • Reith
  • Reitmaier
  • Reutern
  • Riedhof
  • Rottfelling
  • Rotthalmünster
  • Rucking
  • Safferl
  • Sagermühle
  • Schalkham
  • Schmalhof
  • Schneepoint
  • Schöffau
  • Senftl
  • Steindorf
  • Teuflöd
  • Unterwesterbach
  • Urberbauer
  • Volkertsham
  • Wangham
  • Weg
  • Weger
  • Weiheröd
  • Weihmörting
  • Weinberg
  • Wiesberg
  • Wopping
  • Wurmstorf

Es gibt die Gemarkungen Asbach, Pattenham, Rotthalmünster und Weihmörting.

Nachbargemeinden

Geschichte

Der Marktplatz in Rotthalmünster

Unter Bayernherzog Hugbert (724-736) gründete der Adelige Wilhelm ein Nonnenkloster an einem Ort namens Chirihpah. Eine Traditionsnotiz des Hochstifts Passau unterrichtet über den Gründungsvorgang. Dieses älteste adelige Eigenkloster Bayerns, das sich vermutlich an der Stelle des heutigen Kühbach (ca.3 km von Rotthalmünster) befand, wurde wohl in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts infolge der Ungarnstürme zerstört. Der Ort Rotthalmünster gehörte um 1150 den Grafen von Vornbach und Neuburg und kam schließlich an die Wittelsbacher. Der schon im 13. Jahrhundert als Markt bezeichnete Ort gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Griesbach des Kurfürstentums Bayern. „Münster“, wie der Ort noch bis Mitte des 18. Jahrhunderts genannt wurde, besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Rotthalmünster. Asbach, Pattenham und Weihmörting wurden im Rahmen der Gebietsreform in Bayern eingemeindet.

Religion

Die Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholischen Glaubens. Katholische Pfarreien sind in Rotthalmünster sowie in Asbach/Weihmörting beheimatet. Das Evang.-Luth. Vikariat Rotthalmünster betreut die evangelischen Christen in der Region.

Einwohnerentwicklung

  • 1970: 4.726 Einwohner
  • 1987: 4.538 Einwohner
  • 2000: 5.172 Einwohner

Politik

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2008 Franz Schönmoser (CSU). Er gewann bei der Kommunalwahl 2008 mit 52,65 Prozent der Stimmen gegen seinen Vorgänger Werner Mayer (Bürger für Rotthalmünster/BfR), der seit 1996 Bürgermeister der Marktgemeinde war.

Zweiter Bürgermeister ist seit 2002 Josef Kümmerle (Freie Wählergemeinschaft Weihmörting), dritter Bürgermeister ebenfalls seit 2002 Max Ebertseder (UWG).

Finanzen

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.701.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 780.000 €.

Wappen

Blasonierung: in blau eine eintürmige silberne Kirche, auf deren rotem Dach zwei silberne Störche stehen.

Der Markt Rotthalmünster führt, wie die meisten der niederbayerischen Märkte, seit Jahrhunderten ein eigenes Wappen im Siegel.

Schon das älteste, durch einen Abdruck aus dem Jahr „1374 MVNSTER“ zeigt dasselbe Bild, das heute noch vom Markt Rotthalmünster im Wappen und im Dienstsiegel der Verwaltung verwendet wird.

Während die Kirche das vormalige Kloster symbolisiert, weisen die Störche auf das frühere häufige Vorkommen dieser Tiere in der Flusslandschaft der Rott hin.

Sehenswürdigkeiten

Asbach:

Weihmörting:

  • Pfarrkirche St. Martin aus dem 14./15. Jahrhundert

Rotthalmünster:

  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Spätgotischer Bau 1452–1481
  • barocke Wieskapelle, 1737–1740 erbaut
  • Portalstöckl am Marktplatz, Torturm aus dem 15. Jahrhundert

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 29, im produzierenden Gewerbe 1457 und im Bereich Handel und Verkehr 238 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 716 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1739. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 9 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 135 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3380 ha, davon waren 3021 ha Ackerfläche und 347 ha Dauergrünfläche.

Die größten Arbeitgeber des Ortes sind die Landkreis Passau Krankenhaus gGmbH, die Baufirma Josef Meier GmbH+Co KG, die Firma Heber sowie die Rottaler Fruchtsaft GmbH.

Verkehr

Rotthalmünster liegt auf dem Pilgerweg Via Nova, der aus Kößlarn kommend nach Kirchham führt.

Bildung

Es gibt folgende Schulen und Kindergärten (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 94 Kindergartenplätze mit 104 Kindern
  • Volksschulen: 2 mit 34 Lehrern und 593 Schülern

Aktuell existieren auch noch folgende Einrichtungen:

  • Akademie für Gesundheitsberufe gGmbH der Landkreis Passau Krankenhaus gGmbH
  • Berufsfachschule für Krankenpflege
  • Staatl. Höhere Landbauschule
  • Volkshochschule Rotthalmünster

Justiz

Zum 1. Februar 2008 wurde die Zweigstelle Rotthalmünster des Amtsgerichts Passau aufgelöst. Das Gebäude beherbergt jetzt die Montessori-Schule, die von Kößlarn nach Rotthalmünster gewechselt hat.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Alois Schlögl (1893–1957), CSU-Politiker, Landtagsmitglied und Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (1948 bis 1954)

Söhne und Töchter der Gemeinde

Sonstiges

Seit Ende 1997 führt der Moderator Markus Walsch auf Bayern 3 mit den Begrüßungsworten Grüß Gott, Auer Karl, Rotthalmünster! regelmäßig bayernweit bekannte Telefonstreiche durch.

Literatur

  • Fleissner, Joseph: Zur Chronik des Marktes Rotthalmünster in Niederbayern, in: Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern 31, 1895, S. 143-256.
  • Lübbers, Bernhard: Artikel Rotthalmünster, in: Hans-Michael Körner/ Alois Schmid (Hg.): Handbuch der Historischen Stätten, Bayern I: Altbayern und Schwaben (Kröners Taschenausgabe 324) Stuttgart 2006, S. 727f.

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111117/205027&attr=OBJ&val=755

Weblinks

 Commons: Rotthalmünster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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