Roztoka (Dobromierz)


Roztoka (Dobromierz)
Roztoka
Wappen fehlt
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Roztoka (Polen)
Roztoka
Roztoka
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Świdnica
Geographische Lage: 50° 58′ N, 16° 14′ O50.95888888888916.227777777778Koordinaten: 50° 57′ 32″ N, 16° 13′ 40″ O
Höhe: 235 m n.p.m
Einwohner:

1100

Postleitzahl: 58-173
Telefonvorwahl: (+48) 74
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau

Roztoka (deutsch Rohnstock) ist ein Dorf der Landgemeinde Dobromierz im Powiat Świdnicki in Polen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Roztoka liegt an der Wütenden Neiße etwa 60 km südwestlich von Breslau, ungefähr in der Mitte des Städtedreiecks Jawor, Strzegom und Bolków.

Geschichte

Schloss Rohnstock

Der Name Rohnstock leitet sich ab von althochdeutsch „rono“, mittelhochdeutsch „rone“ = Baumstumpf und Ahd., mhd. „stoc“ = Baumstock und ist dadurch entstanden, dass an dieser Stelle Bäume gefällt und (Wurzel-) Stöcke gerodet wurden. Ein früheres Gemeindesiegel zeigt einen Baumstock mit zwei (Rode-) Beilen.

Bekannt ist der Ort vor allem durch das gleichnamige Schloss Rohnstock, in dem Friedrich der Große im Jahr 1745 während der Schlacht bei Hohenfriedeberg übernachtete. Das Schloss war über lange Zeit im Besitz der Grafen von Hochberg.

Bis 1945 gehörte Rohnstock mit seinen damals rund 1.600 Einwohnern zum Landkreis Jauer in der Provinz Niederschlesien.

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  • 1305: wird der Name des Dorfes zum ersten Mal im „Liber fundationis …“ erwähnt als Rostock
  • 15. April 1380: Am Sonntag Jubilate: Herzogin Agnes von Habsburg, die Witwe des Herzogs Bolko II., gewährt Rohnstock das Recht, den Salzmarkt auszuüben.
  • 1411: Als Grundherr von Rohnstock wird Nikol von Ronau genannt.
  • 2. Januar 1497: Conrad I. von Hoberg kauft den Besitz Rohnstock von den Brüdern von Reibnitz. Conrad von Hochberg ist mit Catharina von Reibnitz verheiratet.
  • 1499: Eine Glocke der katholischen Kirche wird gegossen und aufgehängt
  • 1500: Eine weitere Glocke der katholischen Kirche wird gegossen und in den Turm gehängt. Nachdem sie im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben werden musste, steht sie heute im Dom zu Münster in Westfalen
  • 22. März 1507: Conrad I. von Hoberg und sein Sohn Christoph beteiligen sich unter Herzog Friedrich II. von Liegnitz und Brieg an einer Pilgerfahrt ins heilige Land nach Jerusalem
  • 31. Juli 1520: Conrad I. stirbt. Seine Söhne sind Georg, Christoph und Hans. Der älteste, Georg, bekommt die Rohnstocker Güter
  • 1523: Reformation: Die Kirche wird evangelisch. Patron ist Georg von Hohberg auf Rohnstock,
    Evang.Kirche in Rohnstock
  • 1636: In Rohnstock wird Justina Dittrich (später unter Justina Siegmund oder Justine Siegemundin berühmt) geboren, Tochter des Pfarrers Dittrich, die um die Geburtskunde hochverdiente Churbrandenburgische Hofwehemutter. Ihr Vater Pfarrer Elias Dittrich muss vor den Wirren des Dreißigjährigen Krieges fliehen.
  • 1644: Der evangelische Pfarrer Joachim Kretschmer tritt sein Amt an.
  • 15. Januar 1654: Die Kirche wird den Evangelischen weggenommen Die Evangelischen halten sich nun zur Friedenskirche in Jauer.
  • 1667: Beschreibung des Rohnstocker Schlosses in: „Der wieder-lebendige Phoenix der beiden Fürstentümer Schweidnitz und Jauer“ von Ephraim Ignatio Naso, Breslau 1667:
Es gibt hier zwei unterschiedliche Wohnungen, die gemeinsam durch einen tiefen Wallgraben umschlossen sind. Die eine gehört dem Hochwohlgeborenen Herrn Christoph, Freiherr von Hohberg, die andere Herrn Conrad, Freiherr von Hohberg, welche Brüder sind. Sie haben in ihrer Jugend eifrig ritterliche Übungen veranstaltet und haben viele Länder und Königreiche bereist.
  • 1720: Erster Umbau des Schlosses unter Hans Heinrich III. Reichsgraf von Hochberg.
  • 24. Dezember 1741: Erster evangelischer Gottesdienst durch Diakon Simonstrat aus Jauer in dem neuerbauten herrschaftlichen Reit- und Wagenhaus im Schlosshof.
  • 3. Mai 1742: Einsetzung des 1. evangelischen Predigers George Petzold
  • 1742: Baubeginn des neuen evangelischen Schulhauses.
  • 9. Juni 1743: Der bisherige Schlossherr Hans Heinrich III. Reichsgraf von Hochberg stirbt. Erbe und Nachfolger ist jetzt sein Sohn Hans Heinrich IV. Reichsgraf von Hochberg, Freiherr zu Fürstenstein auf Rohnstock.
  • 1743: Vollendung des neuen evangelischen Schulhauses
  • 3. Juni 1745: Am Vorabend der Schlacht bei Hohenfriedeberg sind als Gäste im Schloss: Der Höchstkommandierende des österreichischen Heeres Prinz Karl von Lothringen und Herzog von Weißenfels.
  • 4. Juni 1745: Die Schlacht bei Hohenfriedeberg. Am Abend ist als Gast im Schloss: Friedrich II., der Große.
  • 5. Juni 1745: General Chasot präsentiert König Friedrich dem Großen 66 von den Österreichern erbeutete Fahnen auf dem Ehrenhof vor dem Schloss.
  • 1. April 1746: Der katholische Pfarrer Kraus stirbt. Nun erbittet Hans Heinrich Graf von Hochberg vom König die Rückgabe der katholischen Kirche an die Evangelischen.
  • 12. Mai 1746: Friedrich der Große lehnt das Gesuch zur Rückgabe der Kirche an die Evangelischen ab.
  • 30. September 1746: Grundsteinlegung zum evangelischen Bethaus
  • 24. Dezember 1747: Einweihung des Bethauses „Zum Kripplein Christi“. Der Bau ist massiv und mit „Flachwerk“ gedeckt. Altar, Kanzel und Orgel sind übereinander angeordnet. Kirchenver-mögen: 800 Thaler durch die Gutsherrschaft begründet.
  • 4. Advent 1754: Rohnstocks 14. Kirchenfest mit Pfarrer George Petzold aus Anlass des 100-jährigen Gedenkens der Wegnahme der Kirche.
  • 1754: Friedrich Bernhard Werner fertigt u. a. 2 hervorragende Federzeichnungen vom Schloss und Kirchenbezirk an.
  • März 1759: Bevor Friedrich der Große bei Kunersdorf gegen die Österreicher anrückt nimmt er im Schloss sein Hauptquartier in Rohnstock.
  • 1785: Im April gibt es eine starke Regenflut, die im Unterlande, wozu auch Rohnstock zählt, großen Schaden anrichtet.
  • 19. Oktober 1817: Anlässlich der 300-Jahr-Feier der Reformation erhält die evangelische Gemeinde durch Schenkungsurkunde des Grafen von Hochberg den herrschaftlichen Jägergarten als Friedhof.
  • 1818: Anfang des Jahres 1818 erfolgt die Teilung größerer Landkreise in Schlesien. Dabei wird auch der bis dahin vereinigte Bolkenhain - Landeshuter Kreis in zwei selbständige Kreise aufgelöst. Rohnstock gehört nun zum Kreis Bolkenhain.
  • 1820: Anschaffung und Weihe von zwei Glocken für das Bethaus, die von Hans Melchior Julius von Schweinitz auf Kauder gestiftet wird.
  • 1. November 1847: Der evangelischer Friedhof zu Rohnstock, Geschenk des Grafen von Hochberg zur Reformations-Jubelfeier, wird eingeweiht.
  • 1867: Das evangelische Pfarrhaus wird gebaut.
  • 1870: Unter Hans Heinrich XIV. Bolko von Hochberg wird das Rohnstocker Schloss noch einmal umgebaut.
  • 1873: Baubeginn der neuen evangelischen Kirche. Das alte Bethaus wird, mit Ausnahme der Gruft, abgerissen. Baumeister ist Hauptmann Wentzig aus Rohnstock.
  • 1875: Kaisermanöver bei Rohnstock. Während des Kaisermanövers ist Schloss Rohnstock Hauptquartier von Kaiser Wilhelm I.
  • 14. September 1875: Der damalige Kronprinz Friedrich Wilhelm weilt zu Besuch im Schloss Rohnstock.
  • 1878: Einweihung der neuen evangelischen Kirche „Zum Kripplein Christi“
  • Juni 1883: Hochwasser der Wütenden Neiße überschwemmt unter anderem Rohnstock
  • 10. Oktober 1886: Graf Bolko von Hochberg zu Rohnstock wird zum einstweiligen Intendanten der Königlichen Schauspiele in Berlin berufen.
  • 1889: Der erste Bahnhof Rohnstock wird zwischen Weidenpetersdorf und Hausdorf gebaut. Ab jetzt heißt Weidenpetersdorf Ober-Rohnstock.
  • 1890: Die Bahnlinie Striegau - Bolkenhain wird eingleisig gebaut.
  • 16.-19. September 1890: Im Kreis Jauer wird ein Kaisermanöver durchgeführt. Kaiser Wilhelm II. (1888-1915), Sohn von Friedrich III., ist dabei Gast im Schloss Rohnstock beim Reichsgrafen Bolko von Hochberg. Ebenfalls zu Gast im Schloss ist in diesem Jahre Kaiser Franz Josef I. († 1916) von Österreich. König Albert von Sachsen, welcher sein Quartier in Börnchen hat, kommt zu den Abendtafeln ins Schloss.
  • Juli 1897: Hochwasser der Wütenden Neiße.
  • 1898: Hochwasser der Wütenden Neiße. Das Wehr in Rohnstock wird weggerissen.
  • 3. August 1901: Trauung der Reichsgräfin Marie Agnes von Hochberg mit dem Grafen Carl von Pückler in der ev. Kirche zu Rohnstock. Alle Dorfbewohner nehmen Anteil an dieser Hochzeit.
  • 1902: Das Postgebäude wird gebaut ,
    Postgebäude Rohnstock
  • 17./18. April 1903: Ein großes Hochwasser der Wütenden Neiße überschwemmt Bolkenhain, Rohnstock und Jauer.
  • 7. Mai 1903: Durch ein gewaltiges Hochwasser der Wütenden Neiße wird die große steinerne Brücke in Ober-Rohnstock beschädigt. Am Abend wird der Graf mit einer Kutsche vom Bahnhof abgeholt. Nachdem er in schneller Fahrt die Brücke passiert hat, stürzt diese mit lautem Gepolter ein. Die Aufräumungsarbeiten beginnen am nächsten Tag. Das Wehr in Rohnstock wird wieder weggerissen.
  • 16. Januar 1905: In die durch den Tod des Herrn Superintendenten Hillberg erledigte evangelische Pfarrstelle, ist durch den Patron, Grafen von Hochberg, Herr Pastor Sieber aus Anhalt bei Pleß berufen worden.
  • 3. Mai 1905: Der katholische Pfarrer, Herr Josef Göbel, wird in sein Amt eingeführt.
  • 10. Oktober 1905: Herr Tinius verkauft seinen Gasthof, den Gerichtskretscham in Rohnstock, an Herrn Gustav Abend aus Conradswaldau.
  • 28. November 1905: Revision der neuen Orgel in der evangelischen Kirche durch den königl. Musik-direktor Herrn Rudnick aus Liegnitz.
  • 1907: Wieder überschwemmt ein großes Hochwasser der Wütenden Neiße Rohnstock.
  • 1910: Am 6. Juni wird zur Erinnerung an die Schlacht von Hohenfriedeberg ein Denkmal eingeweiht, und zwar mitten auf dem Schlachtfelde in der Guhle bei Günthersdorf.
  • 1912: Anlässlich einer Hochzeit bricht im kleinen Turm der evangelischen Kirche Feuer aus, das aber schnell gelöscht werden kann.
  • 1912: Die Nebenbahnlinien Jauer - Rohnstock und Striegau - Rohnstock - Bolkenhain - Merzdorf werden zur Vollbahn ausgebaut. Rohnstock wird Umsteigebahnhof und erhält einen neuen und größeren Bahnhof mit 4 Gleisen und zwei Unterführungen. Das alte Bahngebäude wird abgerissen. Die Strecke bleibt aber eingleisig. Das Gelände für das zweite Gleis wird gekauft und vorbereitet.
  • 1913: In den Jahren zwischen 1905 und 1913 bekommt die katholische Kirche eine neue Glocke mit dem Ton fis (674 kg) und die evangelische Kirche eine Glocke c“ (267 kg)
  • 1913: Kaisermanöver in Schlesien. Durch Rohnstock marschiert ein ganzes Regiment in Richtung Hausdorf - Hohenfriedeberg. Der Kronprinz hat im Schloss Quartier genommen. Während des Manövers fliegt der Zeppelin über Rohnstock, ein Erlebnis für alle. In den Gasthäusern Hildebrandt, Hilbert und Niepold gab es in den Sälen den Kaisermanöverball.
  • 12. April 1913: Der erste Probeeilzug durchfährt mit 80 km/h die Strecke Striegau - Merzdorf über Rohnstock - Bolkenhain.
  • 8. Oktober 1913: Die neue Leichenhalle auf dem ev. Friedhof ist zum 1. Mal benutz worden. Der Kreisarzt unternimmt eine Leichenöffnung zur Feststellung der Todesursache.
  • 15. Juni 1914: Auf den bisherigen Nebenbahnstrecken Striegau/Jauer – Rohnstock – Merzdorf der Hauptbahnbetrieb aufgenommen.
  • 20. Juli 1914: Seit heute hat Rohnstock elektrisches Licht.
  • 10. August 1914: Frau Gräfin von Hochberg hat der Militärbehörde das Schloss als Lazaretträume zur Verfügung gestellt. Es werden 80 Betten aufgestellt. Leitender Arzt ist Dr. Rosenberger. Es wird eine Sanitätskolonne gebildet, die Ausbildung erfolgt durch Herrn Kantor Scholz. Die Kolonne schließt sich dem Provinzialverein an. Vorsitzender ist Güterdirektor Semmer.
  • 18. Februar 1915: Die Glocken beider Kirchen verkünden die Siegesnachricht der deutschen Ostarmee. Der Ort hat reichen Flaggenschmuck angelegt. In beiden Schulen fällt der Unterricht aus.
  • 1. Oktober 1916: Das 1914 im Schloss unter Leitung von Dr. med. Rosenberger eingerichtete Lazarett wird aufgelöst, nachdem 1400 Heeresangehörige dort betreut worden waren.
  • 31. Oktober 1917: Zum 400. Jahrestag der Reformation findet in der evangelischen Kirche in Rohnstock eine „schöne und würdige“ Feier statt. Vom Schloss Rohnstock erfolgt ein gemein-samer Kirchgang, vom Schlossturm hörte man die Posaunenbläser.
  • 4. Februar 1923: Gräfin von Hochberg geb. Eleonore von Schönaich-Carolath stirbt.
  • 25. August 1923: Als Ersatz für die 1915 zwangsweise abgegebenen Glocken wird an diesem Tage eine neue Kirchenglocke in feierlichem Zuge vom Bahnhof zur Kirche gefahren.
  • 26. August 1923: In der evangelischen Kirche in Rohnstock findet ein Festgottesdienst anlässlich der Glockenweihe statt.
  • 1. Juni 1924: In einer „wundervollen“ patriotischen Feier erfolgte die Einweihung des Krieger-denkmals in Rohnstock, Militärmusik, großer Kirchgang. Es spricht Graf Bolko von Hochberg. Nach der Weihe Frühschoppen in Hilberts Garten, nachmittags Gartenkonzert.
  • 1926: Gräfin Gravina, Tochter von Cosima Wagner aus ihrer ersten Ehe, besucht Reichsgraf Bolko von Hochberg in Rohnstock.
  • 3. Juli 1926: Großes Hochwasser in Rohnstock
  • 1. Dezember 1926: Im Alter von 83 Jahren stirbt Reichsgraf Bolko von Hochberg, der frühere Generalintendant der Kgl. Schauspiele, in Bad Salzbrunn.
  • 4. Dezember 1926: Feierliche Beisetzung von Reichsgraf Bolko von Hochberg in Rohnstock. Viele Fürstlichkeiten anwesend, u. a. Prinz August von Hohenzollern. Leiche unter Fackelbeleuchtung begraben, sehr große Teilnahme.
  • 9. Dezember 1926: In Rohnstock stirbt der frühere Gutsbesitzer und Landtagsabgeordnete Johann Gottfried Scholz (1837-1926) im Alter von fast 90 Jahren. Er war in zahlreichen Ämtern tätig gewesen, u. a. im Kreisausschuss und in der Kreissparkasse. Gottfried Scholz hat in der evangeli-schen Kirche ein Altarfenster gestiftet. Gottfried Scholz war von 1885 bis 1910 Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses für den 6. Wahlkreis des Reg. Bez. Liegnitz. Er bezeichnete sich als Freikonservativer und gehörte der Konservativen Partei unter der Führung des Herrn von Heydebrandt an. Seit etwa 1886 – 1918 war er Vorstandsmitglied der Schlesischen Landwirtschaftskammer und Mitglied des Kreisausschusses zu Bolkenhain.
  • 1928: Im Winter 1928/1929 ist es so kalt, dass die Kirschenallee an der Striegauer Straße er-friert, später werden hier Apfelbäume gepflanzt. Auch die Hecken und die Sternlaube im Schlosspark erfrieren. Am 24. Dezember 1928 herrscht ein entsetzlicher Orkan mit Schneesturm.
  • 7. Oktober 1928: Die evangelische Kirchengemeinde feiert am 7. Oktober 1928 das 50-jährige Jubiläum ihrer Kirche „Zum Kripplein Christi“; gleichzeitig wird die neue große, dem Gedenken der im 1. Weltkrieg Gefallenen gewidmete Glocke geweiht.
  • 28. Oktober 1930: Die Wütende Neise führt nach den Unwettern der vergangenen Tage Hochwasser. Ein großer Teil der Gemeinde steht unter Wasser.
  • 4. Oktober 1930: Nachdem das sogenannte Haberlandhaus hier, Herrn Gutsbesitzer Walter gehörig, abgebrochen worden ist, ist mit ihm auch das letzte mit Stroh gedeckte Gebäude aus der Gemeinde verschwunden.
  • 1931: Das Gasthaus Hilbert ist im Jahre 1931 an Gastwirt Reichert verkauft worden.
  • 1. Februar 1932: Die Schlossgärtnerei Rohnstock ist seit dem 1. Februar d. Js. in die eigene Verwaltung des bisherigen Schlossgärtners Karl Thamm übergegangen (Pacht). Das Eintrittsgeld in den Park ist herabgesetzt worden.
  • 1. Oktober 1932: Auflösung des Kreises Bolkenhain und Wiedervereinigung mit dem Kreis Landeshut. Rohnstock gehört nun zum Kreis Landeshut.
  • 1. Oktober 1933: Die am 15. Juli beschlossene Neugliederung der Landkreise tritt in Kraft. Rohnstock gehört nun zum neuen Landkreis Jauer.
  • 1. Oktober 1933: Superintendent Sieber in Rohnstock tritt in den Ruhestand. Während Pastor Lic. Rohkohl, Bolkenhain, Superintendenturverweser wird, übernimmt Pastor Hamm, Wederau, das Pfarramt in Rohnstock.
  • 1945: Die katholische Kirche wird durch Bomben zerstört. Der Turm bleibt stehen und wird im Jahre 1972 wegen Baufälligkeit abgerissen.
  • 13. Februar 1945: Am 13. Februar stoßen die Russen von Häslicht kommend nach Bohrauseifersdorf vor und stehen somit unmittelbar vor Rohnstock. Alle Rohnstocker müssen am 13.2. den Ort verlassen.
  • 11. Mai 1945: Ein Teil der Rohnstocker kommt zurück ins Dorf, nachdem sie in Altreichenau von der russischen Front überrollt worden sind.
  • 1945: Rohnstock wird unter polnische Verwaltung gestellt und wird in Roztoka umbenannt.
  • 26. Juli 1946: Ein Teil der Rohnstocker muss nun den Ort endgültig verlassen.
  • 2. Juli 2005: Ehemalige deutsche und jetzige polnische Einwohner begehen zusammen die 700-Jahrfeier.

Persönlichkeiten

Justina Siegmund (Justine Siegemundin), Tochter des evangelischen Pfarrers Elias Dittrich aus Rohnstock, (* 26. Dezember 1636 in Rohnstock, † 10. November 1705 in Berlin), verheiratet mit dem Renthschreiber Siegmund. J.S. eignete sich autodidaktisch Hebammenfertigkeiten an. Sie erfand den „gedoppelten Handgriff“ mit dem bei einer Querlage des Kindes die Geburt ermöglicht wird. 1683 wurde sie „Stadt-Wehemutter“ in Liegnitz. Nachdem ihre Bekanntheit und Ansehen gestiegen waren, wurde sie vom Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620–1688) als „Chur-Brandenburgische Hof-Wehemutter“ (Hebamme) nach Berlin berufen. Sie war Autorin des ersten von einer deutschen Hebamme geschriebenen Lehrbuches für Hebammen (1690).

Hans Heinrich XIV. Bolko Reichsgraf von Hochberg (Bolko Graf von Hochberg), Freiherr zu Fürstenstein und Rohnstock, * 25. Januar 1843 in Fürstenstein, † 1. Dezember 1926 Bad Salzbrunn, Besitzer von Schloss Rohnstock von 1858 bis 1926.

Gottfried Scholz (1837-1926) von 1885 bis 1910 Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses für den 6. Wahlkreis des Reg. Bez. Liegnitz. Er bezeichnete sich als Frei-konservativer und gehörte der Konservativen Partei unter der Führung des Herrn von Heydebrandt an. Seit etwa 1886 – 1918 war er Vorstandsmitglied der Schlesischen Landwirtschaftskammer und Mitglied des Kreisausschusses zu Bolkenhain.

Weblinks

  • Homepage - Private Heimatforschung von Wolfgang Pfeiffer.

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