Rudolf Lipschitz


Rudolf Lipschitz
Rudolf Lipschitz

Rudolf Otto Sigismund Lipschitz (* 14. Mai 1832 in Königsberg (Preußen); † 7. Oktober 1903 in Bonn) war ein deutscher Mathematiker.

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Leben

Lipschitz begann 1847 sein Mathematikstudium an der Albertus-Universität Königsberg und wurde Mitglied des Corps Littuania.[1] Später ging er nach Berlin und promovierte im Jahre 1853 bei Gustav Dirichlet und Martin Ohm zum Dr. phil.. 1857 wurde er Privatdozent an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin und heiratete Ida Pascha. 1862 folgte die Ernennung zum a.o. Professor an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau. 1864 erhielt er den Lehrstuhl der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Dort war Felix Klein einer seiner Schüler und eine Zeitlang sein Assistent.

Lipschitz arbeitete auf fast allen Gebieten der reinen und angewandten Mathematik. Insbesondere wurde er bekannt durch sein Lehrbuch der Analysis (2 Bde., Bonn 1877 und 1880). Heute noch von besonderer Bedeutung ist der von ihm entwickelte Begriff der Lipschitz-Stetigkeit. Er forschte auch auf dem Gebiet der Differentialformen und der Mechanik, insbesondere der Hamilton-Jacobischen Methode zur Lösung von Bewegungsgleichungen. Außerdem ist ein Konvergenzkriterium für Fourier-Reihen nach ihm benannt.

Er wurde zum Geh. Regierungsrat ernannt und auf dem Poppelsdorfer Friedhof in Bonn begraben. Nach ihm ist die Lipschitzstraße in Bonn benannt.

Schriften

Einzelnachweise

  1. Kösener Corpslisten 1930, 88, 250

Weblinks


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