Rueil-Malmaison


Rueil-Malmaison
Rueil-Malmaison
Wappen von Rueil-Malmaison
Rueil-Malmaison (Frankreich)
Rueil-Malmaison
Region Île-de-France
Département Hauts-de-Seine
Arrondissement Nanterre
Kanton Rueil-Malmaison, Garches
Koordinaten 48° 53′ N, 2° 11′ O48.8777777777782.188333333333346Koordinaten: 48° 53′ N, 2° 11′ O
Höhe 46 m (24–164 m)
Fläche 14,70 km²
Einwohner 78.112 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte 5.314 Einw./km²
Postleitzahl 92500
INSEE-Code
Website www.mairie-rueilmalmaison.fr

Édouard Manet: Landhaus in Rueil 1882

Rueil-Malmaison ist eine französische Stadt etwa 14 km westlich des Zentrums von Paris. Sie gehört zum Département Hauts-de-Seine in der Region Île-de-France und liegt an der Seine. Sie ist Hauptort des Kantons Rueil-Malmaison; ein Teil der Gemeinde gehört zum Kanton Garches.

Inhaltsverzeichnis

Stadtgliederung

Die Stadt besteht aus acht Stadtquartieren, die hier „villages“ („Dörfer“) heißen:

  • Rueil sur Seine
  • Plaine-Gare
  • Bords de Seine
  • Centre-Ville
  • Mont-Valérien
  • Mazurières
  • Buzenval
  • Jonchère Malmaison – Saint-Cucufa

Geschichte

Der Name der Stadt erscheint erstmals im 12. Jahrhundert als Roialum, woraus schließlich Rueil wird. Seit 1928 trägt die Stadt ihren heutigen Doppelnamen, um sie zu unterscheiden von Rueil-la-Gadelière im Département Eure-et-Loir. Karl der Kahle schenkte um 870 dieses Gebiet der Abtei Saint-Denis. Ende des 12. Jahrhunderts errichteten die Mönche hier eine Kapelle. 1635 verkauften sie das Gelände an Kardinal Richelieu, der hier ein Schloss erbauen ließ. Während der Fronde zog sich der Hof hierher zurück.

Im 19. Jahrhundert kamen impressionistische Maler wie Pierre-Auguste Renoir, Édouard Manet und Claude Monet nach Rueil-Malmaison, um die dortige Seine-Landschaft zu malen. Im Deutsch-Französischen Krieg lag Rueil während der Schlacht bei Buzenval am 19. Januar 1871 an der Frontlinie. 1958 wurde in Rueil der erste Supermarkt Frankreichs eröffnet.

Sehenswürdigkeiten

Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul
  • Bekannt ist die Stadt vor allem für das Schloss Malmaison, in dem Napoleon und seine erste Frau Joséphine lebten. Das Grab Joséphines befindet sich in der Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul im Stadtzentrum, wo auch ihre Tochter Hortense de Beauharnais ruht, die Mutter von Napoléon III..
  • Die Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul wurde im 16. Jahrhundert als Ersatz für eine erste Kirche aus dem 12. Jahrhundert erbaut. Die Fassade wurde ab 1632 auf Anordnung von Richelieu durch Architekt Jacques Lemercier errichtet.
  • Zu sehen ist auch das Haus von Père Joseph, der hier gestorben ist. Er war ein Vertrauter von Kardinal Richelieu.
  • Die Kaserne der Schweizergarde der französischen Könige wurde 1756 unter Ludwig XV. vom Architekten Auguste Alexandre Guillaumot erbaut und ist heute ein historisches Museum.


Städtepartnerschaften

Die Stadt unterhält Städtepartnerschaften mit[1]

Verkehr und Wirtschaft

Rueil-Malmaison liegt an der Linie RER A der Pariser Verkehrsbetriebe. Am Seine-Ufer besteht auch ein Anschluss an die A 86, die Périphérique de l'Île-de-France, ein äußerer Autobahnring um Paris.

In der Stadt befinden sich die Hauptsitze großer französischer Firmen wie des Baukonzerns Vinci und der Elektronikfirma Schneider Electric; aber auch die französischen Hauptniederlassungen und/oder Produktionsstätten vieler internationaler Firmen sind hier ansässig, etwa von Unternehmen der petrochemischen und pharmazeutischen Industrie, der Automobil- und Nahrungsmittelindustrie.

Söhne und Töchter der Stadt

Nachweise

  1. Website Rueil-Malmaison

Weblinks

 Commons: Rueil-Malmaison – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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