Río Negro (Provinz)


Río Negro (Provinz)
Río Negro
Basisdaten
Wappen

(Details)

Flagge

(Details)

Hauptstadt: Viedma
Fläche:

 - Gesamt
 - Anteil an Argentinien

Rang 4 von 24

203 013 km²
7,33

Bevölkerung

 - Gesamt 2001
 - Dichte

Rang 15 von 24

552 822 Einwohner
2,7 Einwohner/km²

Lage der Provinz Río Negro
ISO 3166-2-Code AR-R
Politik
Region Región Patagonia Argentina
Gliederung: 13 Departamentos
Gobernador Miguel Saiz
Internetpräsenz der Provinz Río Negro

Río Negro ist eine Provinz in der Mitte Argentiniens am nördlichen Rand von Patagonien. Erst seit dem 27. Juli 1955 ist Río Negro eine Provinz, vorher war es ein so genanntes Territorium.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Río Negro ist umgeben von der Provinz Neuquén im Westen, von den Provinzen Mendoza und La Pampa im Norden, von der Provinz Buenos Aires im Nordosten und von der Provinz Chubut im Süden. Außerdem grenzt Río Negro im Westen an Chile und im Südosten an den Atlantik.

Auf dem riesigen Provinzterrain findet man eine Vielzahl von verschiedenen Landschaftsformen. Im Osten und Süden bedeckt das patagonische Schichtstufenland, eine windige Trockensteppe, weite Flächen. Im Norden findet man die vom Klima her gemäßigten Tallandschaften des Río Negro und des Río Colorado. Der feuchtkalte äußerste Südwesten der Provinz gehört zu den südlichen Anden und ist das niederschlagsreichste Gebiet Argentiniens.

Bevölkerung

Die Provinz ist insgesamt dünn besiedelt, doch im oberen Tal des Rio Negro ballen sich 40% der Provinzbevölkerung rund um die Städte General Roca (70.000 Einwohner) und Cipolletti (85.000 Einwohner). Größte Einzelstadt ist das Touristenzentrum San Carlos de Bariloche (110.000 Einwohner) in den Südanden, abgeschlagen davon liegt die Provinzhauptstadt Viedma an der Atlantikküste (65.000 Einwohner). Die am schnellsten wachsende Stadt ist die Hafenstadt San Antonio Oeste mit seinem Strandbad Las Grutas (25.000 Einwohner).

Ein Großteil der Provinzbevölkerung (über 55%) sind zwar Mestizen, doch als eigenständiges Volk sind die Tehuelche-Indianer, die vor der Wüstenkampagne des Generals Roca (1860–1880) fast das gesamte Provinzterritorium bewohnten, so gut wie verschwunden. Einige Mapuche leben dagegen noch in den Südanden.

Verwaltungsgliederung

Die Verwaltungsgliederung der Provinz Río Negro wurde in der Provinzverfassung von 1958 festgelegt und 1988 modifiziert. Danach ist die Provinz in 13 Departamentos aufgeteilt. Die Gemeinden sind in zwei Klassen zusammengefasst. Die Gemeinden mit mehr als 2.000 Einwohnern heißen Municipios, diejenigen unter 2.000 Einwohner Comisiones de Fomento. In Einzelfällen wurden Gemeinden mit einer Einwohnerzahl unter 2000 durch die Verfassungsrevision von 1988 zu Municipios erklärt.

Provinz Río Negro – Verwaltungsgliederung
Departamento Hauptstadt Fläche in km² Einwohner
Adolfo Alsina Viedma 8.813 50.701
Avellaneda Choele Choel 20.379 32.308
Bariloche San Carlos de Bariloche 5.415 109.826
Conesa General Conesa 9.765 6.291
El Cuy El Cuy 22.475 4.252
General Roca General Roca 14.655 281.653
Nueve de Julio Sierra Colorada 25.597 3.501
Ñorquincó Ñorquincó 8.413 2.079
Pichi Mahuida Río Colorado 15.378 14.026
Pilcaniyeu Pilcaniyeu 10.545 6.114
San Antonio San Antonio Oeste 14.015 23.972
Valcheta Valcheta 20.457 4.946
Veinticinco de Mayo Maquinchao 27.106 13.153

Wirtschaft

Der größte Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft in den Tälern des Río Negro und des Río Colorado. Industrie findet man fast nur im Hochtal des Río Negro (General Roca, Villa Regina, Cipolletti). Große Bedeutung haben weiterhin die Schafzucht sowie der Tourismus.

Tourismus

Die Stadt San Carlos de Bariloche am Lago Nahuel Huapi gehört zu den meistbesuchten Touristenzentren des ganzen Landes, und zwar zu jeder Jahreszeit (Wintersportzentrum Cerro Catedral). Das liebliche, grüne und bergige Gebiet rund um Stadt und See wird die „Schweiz Argentiniens“ genannt, was sich in zahlreichen Bauwerken in Bariloche bemerkbar macht. Südlich von Bariloche liegt die berühmte Hippie-Kolonie El Bolsón. Zweitgrößtes Touristenzentrum der Provinz ist die Atlantikküste mit den beliebten Badeorten Las Grutas, El Cóndor und Playas Doradas.

Weblinks



Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Río Negro — Rio Negro bzw. Río Negro (dt. „Schwarzer Fluss“) bezeichnet: Gewässer: einen Nebenfluss des Amazonas, siehe Rio Negro (Amazonien) einen Fluss in Spanien, siehe Rio Negro (Spanien) einen Fluss in Argentinien, siehe Río Negro (Argentinien, Fluss)… …   Deutsch Wikipedia

  • Rio Negro — bzw. Río Negro (dt. „Schwarzer Fluss“) bezeichnet: Gewässer: Rio Negro (Amazonien), Nebenfluss des Amazonas Río Negro (Abuná), Nebenfluss des Río Abuná in Bolivien Río Negro (Argentinien, Fluss) zum Atlantik Río Negro (Cochabamba), Fluss in… …   Deutsch Wikipedia

  • Rio Negro (Amazonien) — Rio Negro Rio Negro in BrasilienVorlage:Infobox Fluss/KARTE fehlt DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ fehlt …   Deutsch Wikipedia

  • Río Negro (Abuná) — Río Negro Río Negro FlusssystemVorlage:Infobox Fluss/KARTE fehlt DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ fehl …   Deutsch Wikipedia

  • Río Colorado (Río Negro) — Río Colorado Basisdaten Lage 38° 59′ S, 64° 6′ W 38.99 …   Deutsch Wikipedia

  • Rio negro — (spr. Riu negro), 1) früher Provinz in Brasilien, dann seit 1851 die Provinz Amazonas (s.d.) bildend; 2) R. de los Sauces (spr. Riu de los ßaudses, R. Parana), Fluß in Südamerika, einer der größten Nebenflüsse des Amazonenstromes; entspringt als… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Río Negro (Departamento) — Río Negro Symbole …   Deutsch Wikipedia

  • Río Negro — Río Nẹgro   [ rrio ; spanisch »schwarzer Fluss«],    1) Provinz in Argentinien, in Nordpatagonien, 203 013 km2, (1991) 507 000 Einwohner, Hauptstadt ist Viedma; vorwiegend Schafhaltung, am oberen Río Negro Bewässerungsfeldbau; bedeutender… …   Universal-Lexikon

  • Departamento General Roca (Río Negro) — General Roca (Río Negro) Lage von General Roca (Río Negro) in Río Negro (Argentinien) …   Deutsch Wikipedia

  • Departamento Avellaneda (Río Negro) — Avellaneda (Río Negro) Lage von Avellaneda (Río Negro) in Río Negro (Argentinien) …   Deutsch Wikipedia


We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.