SC Opel


SC Opel
SC Opel Rüsselsheim
Voller Name Sportclub Opel 06 e.V. Rüsselsheim
Gegründet 12. August 1906
Vereinsfarben Gelb-Schwarz
Stadion Stadion am Sommerdamm
Plätze 8.000
Homepage http://www.scopel.de/
Liga Kreisoberliga Darmstadt/Groß-Gerau
2007/08 10. Platz
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts

Der SC Opel Rüsselsheim ist ein Fußballverein mit rund 450 Mitgliedern aus Rüsselsheim.

Inhaltsverzeichnis

Der Verein heute

Heute spielt der Verein mit der 1. Herren-Mannschaft in der Kreisoberliga Darmstadt / Groß-Gerau (ehem. Bezirksliga Darmstadt West), die 2. Herren-Mannschaft in der Kreisliga B. Im Jugendbereich sind alle Altersklassen von B-Junioren bis G-Junioren besetzt. Die 1. Frauen-Mannschaft spielte in der Saison 2007/2008 in der Oberliga Hessen, stieg aber nach nur einem Jahr wieder in die Landesliga Darmstadt ab. Das 2. Frauen-Team spielt in der Bezirksoberliga Darmstadt, nachdem die Mannschaft 2008 souverän die Meisterschaft in der Bezirksliga Darmstadt feierte. Die U 16-Juniorinnen spielen in der höchsten Spielklasse (Oberliga Hessen), dazu stellt die Frauenabteilung noch Mädchenmannschaften in den unteren Altersklassen.

Spielstätte

Der SC Opel Rüsselsheim trägt seine Heimspiele im 8.000 Zuschauer fassenden Stadion am Sommerdamm (“Opel-Stadion”) aus. Die Jugendspiele werden am Vereinsgelände am Ostpark (Georg-Jung-Straße) ausgetragen.

Erfolge

  • Meister der Amateurliga Hessen 1965
  • Regionalliga Süd von 1965 bis 1972
  • Meister der Bezirksliga Darmstadt West 1989
  • Meister der Kreisliga A Groß-Gerau 1998

Geschichte

Der Verein wurde am 12. August 1906 als Sport Club Borussia 06 gegründet, 1928 erfolgte die Umbenennung in Sport Club Opel 06 e.V. Rüsselsheim.

1935 stieg der SC Opel Rüsselsheim erstmals in die Gauliga Südwest, der höchsten Spielklasse im Deutschen Reich auf, stieg als Neuling aber bereits im ersten Jahr wieder ab. Auch nach dem Aufstieg 1937 und 1939 konnte die Mannschaft nur den letzten Tabellenplatz belegen. Erst gegen Ende des Krieges konnte man sich ab dem Jahr 1941 mit dem Aufstieg in die zwischenzeitlich geschaffenen Gauliga Hessen-Nassau etablieren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte der SC Opel im Jahr 1964 nach mehrmaligem Anlauf den Aufstieg in die Amateurliga Hessen, der Vorgängerliga der heutigen Oberliga Hessen. Hier errang man 1965 auf Anhieb die Meisterschaft und stieg mit Trainer Erich Bäumler in die Regionalliga Süd auf, der man bis 1972 angehörte. In der ersten Runde 1965/66 waren die Spieler Helmut Kleinböhl und Friedel Späth Leistungsträger der Opel-Elf, die am Rundenende auf dem 10. Platz rangierte. Karl-Heinz Kamp, er wechselte im Sommer 1970 in die Fußballbundesliga zu Werder Bremen, war dagegen das Nachwuchstalent in der Mannschaft von Rüsselsheim. 1966 kam für das Mittelfeld Heinz Crawatzo vom Karlsruher SC hinzu. In den Runden 1967/68 und 1968/69 hatte Otto Baric das Traineramt inne, in der Runde 1969//70 wurde die Mannschaft von Bert Trautmann trainiert. Vor der Runde 1971/72 kam als Neuzugang für den Angriff Wolfgang Kaniber (früher VfL Osnabrück) von Racing Straßburg nach Rüsselsheim. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga war der Verein wirtschaftlich am Ende. Der beim Amtsgericht eingereichte Konkurs, der die Auflösung des Vereins zur Folge gehabt hätte, wurde nur durch einen Formfehler nicht vollzogen. In der Folgezeit führte der Weg des SC Rüsselsheim zeitweise hinab bis in die B-Liga.

Verhältnis zur Firma Opel

Im April 1928 fasste eine außerordentliche Mitgliederversammlung den Beschluss, den Namen von Sportclub Borussia 06 in Sport-Club Opel 06 Rüsselsheim zu ändern. So wurde dokumentiert, dass die Mehrzahl der Spieler im großen Werk beschäftigt war. Die Hoffnung auf eine bessere finanzielle Unterstützung durch die Firma Opel erfüllte sich nicht im erwünschten Maße, obwohl man die Farben schwarz-gelb trug und Heinrich von Opel als Mitglied gewann.

Ende 1937 sollte der Vereinsname geändert werden, da sich bei der Firma Opel eine Betriebssportgemeinschaft gegründet hatte, die den Namen Opel tragen sollte. Die Aberkennung des Namens konnte der Sport-Club verhindern, da es sich um einen eigenständigen Namen handelte, der nicht von der Firma verliehen worden war. 1940 wurde in einer Mitgliederversammlung der Antrag gestellt, mit der Betriebssportgemeinschaft Opel einen Verein zu bilden. Nach harten und emotionalen Diskussionen wurde vereinbart, den Antrag bis zur Beendigung des Krieges zurückzustellen.

Am 9. Februar 1950 übergab die Geschäftsleitung der Firma Opel das wieder instandgesetzte Opel-Sportfeld, das an der Straße nach Bischofsheim in der Nähe der Schmiede lag, dem SC Opel. Ab 1961 hatte die Firma Opel dem SC Opel für seine Auswärtsspiele einen Bus mit Fahrer zur Verfügung gestellt.

Bei der Mitgliederversammlung im Hotel Adler im Mai 1968 wurde der Antrag gestellt, den Namen des Vereins zu ändern, da die Firma Opel den Verein nicht genügend unterstütze. Der Antrag wurde nach langer Diskussion zurückgenommen.

Fast das ganze Jahr 1972 führte der Verein einen Streit mit den deutschen Rundfunk- und Fernsehanstalten, da diese bei Übertragungen nicht den vollständigen Namen SC Opel erwähnten, sondern nur vom SC Rüsselsheim sprachen, offenbar weil sie Werbung für das Unternehmen Opel verhinderten wollten. Unterstützung erhielt der SC Opel unter anderem vom SV Bayer 04 Leverkusen, der nur als SV 04 Leverkusen erschien. Man ging so weit, den Rundfunk- und Fernsehanstalten den Zutritt zu den Heimspielen zu verwehren.

Am 25. Februar 1990 bestritt der SC Opel vor 7000 Zuschauern im Stadion ein Benefizspiel aus Anlass des S-Bahn-Unglücks in Rüsselsheim, bei dem 17 Menschen starben und viele schwer verletzt wurden, darunter der Vorsitzende des SC Opel, Peter Wagner. Der Erlös betrug 70 000 DM für Härtefälle der Opfer und ihrer Angehörigen. Der FC Bayern, damals Werbepartner der Adam-Opel-AG, gewann 7:2.

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