SOUTHCOM

SOUTHCOM
Wappen des US Southern Command

Das United States Southern Command (SOUTHCOM) ist ein Regionalkommando der Streitkräfte der USA. Es ist verantwortlich für die Koordination und Führung aller militärischen Operationen der USA in Lateinamerika (genauer: Süd- und Mittelamerika) und in der Karibik. Es ist Teil des 1947 vom Pentagon geschaffenen und im Jahre 2001 reformierten Unified Combatant Command-System.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Hauptquartier des SOUTHCOM war lange Zeit auf einer Basis der US Army an der Öffnung des Panamakanals zum Pazifik hin. Diese Basis war Stützpunkt für die größte Anzahl an militärischem und zivilem amerikanischem Personal in Mittelamerika. 1999 wurde SOUTHCOM nach Miami verlegt, so wie es die US-Regierung 1977 unter dem wachsenden Druck der Regierung Panamas sowie der lokalen Bevölkerung in den Torrijos-Carter-Verträgen vereinbart hatten. Trotz aller Verbundenheit zu den USA zeigte sich der damalige Präsident Ernesto Perez Balladares erleichtert über den Abzug der US-Truppen: „Die Präsenz der USA hatte vor allem in den letzten 20 bis 25 Jahren immer weniger mit dem Schutz des Kanals, sondern vor allem mit ihren eigenen Interessen in der Region zu tun.“[1]

Auftrag und Zuständigkeit

Verantwortungsbereich des SOUTHCOM

Im Krieg gegen Drogen leistet SOUTHCOM den oben genannten Behörden logistische Unterstützung. Um die Einfuhr von Drogen in die USA zu unterbinden, überwacht SOUTHCOM sämtliche Luft- und Seewege in die USA und in verbündete Staaten der Region. Zu diesem Zweck verbraucht es ungefähr ein Prozent des Anti-Drogen-Etats der amerikanischen US-Bundesregierung (17.8 Milliarden USD im Fiskaljahr 2000). Im Verantwortlichkeitsbereich des SOUTHCOM liegen 32 souveräne Staaten.

Organisation

Hauptquartier

Zuständigkeitsbereich des SOUTHCOM

Das Hauptquartier des Regionalkommandos liegt in Miami (Florida), verfügt aber auch über Kommandoposten in Fort Buchanan in Guaynabo (Puerto Rico) und in Soto Cano (Honduras). Zusätzlich gibt es noch vorgeschobene Kommandoposten (FOLs, Forward Operating Locations) in Comalapa (El Salvador), Manta (Ecuador), Mariscal Estigarribia (Paraguay) und auf den Inseln Aruba und Curaçao, die zum Königreich der Niederlande gehören.

Ferner gibt es bei SOUTHCOM Verbindungsbüros weiterer US-Bundesbehörden, wie die der DEA (Drogenfahndungsbehörde), der NSA (Technischer Nachrichtendienst), der US Coast Guard (Küstenwache), des ICE (Immigration and Customs Enforcement) (der Zoll- u. Einwanderungsabteilung des Heimatschutzministeriums), der DIA (Nachrichtendienst des Pentagon) und des Department of Justice.

Die Manta Air Base in Ecuador ist Basis für die Drogenbekämpfung des SOUTHCOM.

Die Personalstärke des Kommandos beträgt ca. 850 militärische und ca. 130 zivile Mitarbeiter.

Unterstellte Kommandos und Einheiten

  • Component Commands
    • US Army South (USARSO)
    • US Naval Forces Southern Command (COMUSNAVSO)
    • US Marine Corps Forces South (MARFORSOUTH)
    • US Southern Command Air Force (SOUTHAF)
    • US Special Operations Command South (SOCSOUTH)
  • Andere Verbände und Einrichtungen
    • Southern Surveillance Reconnaissance Operations Center - „Südliches Überwachungs- und Aufklärungs-Einsatzzentrum“
    • Joint Interagency Task Force - „Zwischenbehördliche Einsatzgruppe“ koordiniert die Drogenbekämpfung der einzelnen beteiligten Behörden und des Militärs.
    • Joint Task Force Guantanamo - „Vereinigte Einsatzgruppe Guantanamo“ für die nachrichtendienstlichen Verhöre in Guantanamo
    • Joint Task Force Bravo (JTF Bravo) auf der Soto Cano Air Base in Honduras - Vereinigte Einsatzgruppe aller US-Streitkräfte und -Behörden

Kommandeure

Nr. Name Bild Beginn der Berufung Ende der Berufung
20 General Douglas M. Fraser (USAF) (nominiert) ---
19 Admiral James G. Stavridis (USN) 19. Oktober 2006 ---
18 General Bantz J. Craddock (USA) 9. November 2004 19. Oktober 2006
17 GEN James T. Hill (USA) 18. August 2002 9. November 2004
Interim Major General Gary D. Speer (USA) 30. September 2001 18. August 2002
16 Gen. Peter Pace (USMC) 8. September 2000 30. September 2001
15 Gen. Charles E. Wilhelm (USMC) 25. September 1997 8. September 2000
14 GEN Wesley Clark (USA) Juli 1996 Juli 1997
Interim Rear Admiral James Perkins (USN) März 1996 Juni 1996
13 GEN Barry R. McCaffrey (USA) Februar 1994 Februar 1996
Interim MG W.A. Worthington (USA) Dezember 1993 Januar 1994
12 GEN George A. Joulwan (USA) November 1990 November 1993
11 GEN Maxwell R. Thurman (USA) September 1989 November 1990
10 GEN Fred F. Woerner (USA) Juni 1987 Juli 1989
9 GEN John R. Galvin (USA) März 1985 Juni 1987
8 GEN Paul F. Gorman (USA) Mai 1983 März 1985
7 Lieutenant General Wallace H. Nutting (USA) Oktober 1979 Mai 1983
6 LTG Dennis P. McAuliffe (USA) August 1975 September 1979
5 GEN William B. Rosson (USA) Januar 1973 Juli 1975
4 GEN George V. Underwood (USA) September 1971 Januar 1973
3 GEN George R. Mather (USA) Februar 1969 September 1971
2 GEN Robert W. Porter (USA) Februar 1965 Februar 1969
1 GEN Andrew P. O’Meara (USA) Juni 1963 Februar 1965

Das US Southern Command wurde 1963 aktiviert und entstand aus dem 1947 aufgestellten US Caribbean Command. Letzter Kommandeur des US Caribbean Command von Januar 1961 bis Juni 1963 und erster Kommandeur des US Southern Command seit Juni 1963 war Lieutenant General - später General - Andrew P. O’Meara.

Verwseise

Interne Verweise

Weblinks

Einzelnachweise

  1. CNN-Bericht (engl.)

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