Saartal


Saartal

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Saar (franz. Sarre)
Saarschleife bei Mettlach

Saarschleife bei Mettlach

Daten
Lage Frankreich, Deutschland (Saarland)
Länge 227 kmdep1
Quellen am Donon in den Vogesen (Elsass)
Rote Saar:48° 32′ 4″ N, 7° 10′ 3″ O48.5345222222227.16740277777787
Weiße Saar:48° 31′ 37″ N, 7° 9′ 45″ O48.5269722222227.16246388888897
Zusammenfluss:48° 40′ 36″ N, 7° 0′ 45″ O48.6767472222227.01257Vorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung Mosel bei Konz (Rheinland-Pfalz)49.7013888888896.57130.3Koordinaten: 49° 42′ 5″ N, 6° 34′ 12″ O
49° 42′ 5″ N, 6° 34′ 12″ O49.7013888888896.57130.3
Mündungshöhe 130,3 m ü. NN
Abfluss über MoselRhein
Einzugsgebiet 7.431 km²dep1
Abflussmenge MQ: 75 m³/sdep1
Rechte Nebenflüsse Blies, Prims
Linke Nebenflüsse Nied, Rossel, Bist
Großstädte Saarbrücken
Mittelstädte Saargemünd, Völklingen, Saarlouis, Dillingen, Merzig
Kleinstädte Saarburg, Konz, Mettlach
Gemeinden Sarre-Union, Sarralbe, in Rheinland-Pfalz: Taben-Rodt, Serrig, Ockfen, Ayl, Schoden, Wiltingen, Kanzem
Schiffbar Ja, von Konz bis Saargemünd, davon Wasserstrasse der Klasse Vb von Konz bis Saarbrücken.

Die Saar (franz. Sarre, lat. Saravus) ist ein Fluss in Frankreich und Deutschland (Saarland, Rheinland-Pfalz). Mit 227 Kilometern Länge ist sie der größte Nebenfluss der Mosel. Ihr Einzugsgebiet umfasst 7.431 Quadratkilometer. Die erste schriftliche Erwähnung der Saar als "Saravus" findet sich im Gedichtband "Mosella" des römischen Dichters und Staatsbeamten Decimus Magnus Ausonius (310-393 n. Chr.).

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Die Rote und die Weiße Saar werden allgemein als die beiden Quellflüsse der Saar bezeichnet. Genau genommen ist die Weiße Saar der Ursprung der Saar, da sie etwas länger ist und ihre Quelle südlicher als die der Roten Saar liegt.

Quelle der Roten Saar

Rote und Weiße Saar entspringen am Donon, weniger als 1 km Luftlinie voneinander entfernt, fließen jedoch rund 30 km lang getrennt. Bei Hermelange südlich von Sarrebourg vereinigen sie sich. Die gefasste Quelle der Roten Saar befindet sich an der Route D44 in der Nähe eines deutschen Soldatenfriedhofs. Sie liegt auf etwa 800 m Höhe. Die Quelle der Weißen Saar ist schwer zugänglich nahe der Route D993 von Cirey nach Grandfontaine. Sie ist ungefasst, lediglich ein Hinweisschild weist auf sie hin. Sie befindet sich auf einer Höhe von etwa 640 m.

Die Saar durchquert zunächst 117 km lang, zweimal wechselnd, das Elsass und Lothringen. Zwischen Saargemünd und Saarbrücken-Güdingen bildet der Fluss auf einer Strecke von 11 Kilometern die deutsch-französische Grenze. Anschließend fließt die Saar 68 km durch das nach ihr benannte Saarland bis Saarhölzbach, dann 31 km durch Rheinland-Pfalz bis Konz, wo sie in die Mosel mündet.

Nebenflüsse

Rechte Nebenflüsse der Saar sind:

Linke Nebenflüsse sind:

Städte an der Saar

In Frankreich: Sarre-Union, Sarrebourg, Sarralbe (Saaralben) und Sarreguemines (Saargemünd).

Im Saarland: Saarbrücken, Völklingen, Saarlouis, Dillingen/Saar und Merzig.

In Rheinland-Pfalz: Saarburg und Konz.

Sehenswürdigkeiten

Die junge Saar am Fuße des Donon (Vogesen)
Die Saar bei Wolfskirchen (Lothringen)

Fast unmittelbar am Saarufer befindet sich das UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte.

Vor Mettlach liegt die bekannte Saarschleife.

Wirtschaft

Schifffahrt

Größere Bedeutung erlangte die Saar als Verkehrsweg ab dem 17. Jahrhundert, als Holz ("Holländerholz") saarabwärts, über Mosel und Rhein, bis an die Nordsee geflößt wurde.

Die Saar ist seit 1866 ab Saargemünd über den Saarkanal (früher auch Saar-Kohlen-Kanal genannt) mit dem Rhein-Marne-Kanal verbunden. Im Zusammenhang mit dem Bau des Saarkanals wurde die Saar in den Jahren 1862 bis 1879 von Saargemünd aus zunächst bis Luisenthal und dann bis Ensdorf kanalisiert, so dass sie bis hierher für Pénichen schiffbar wurde. Der Saardurchstich bei St. Arnual erfolgte erst 1969.

Der Unterlauf der Saar wurde, von der Mündung ausgehend, in den Jahren 1969 bis 1999 dauerhaft und für die Großschifffahrt ausgebaut: 1987 Eröffnung der Teilstrecke Konz - Dillingen, 1994 Eröffnung der Teilstrecke Dillingen - Lisdorf, 1999 Eröffnung der Schleuse Saarbrücken. Die Ausbaustrecke Konz-Saarbrücken hat eine Länge von 91,3 km bei einer Höhendifferenz von 55 m. Sie ist eine europäische Wasserstraße der Wasserstraßenklasse Vb. Regelschiffe sind das Europaschiff mit einer Tragfähigkeit von 1.350 t (Länge: 80 m, Breite: von 9,5 m, Tiefgang: 2,50 m) und der Schubverband mit einer Tragfähigkeit von 3.320 t (Länge: bis 185 m, Breite: 11,40 m, Tiefgang: 2,50 m). Geplant war der Ausbau bis oberhalb Saarbrückens, wurde aber wie andere Infrastrukturmaßnahmen aus politischen Gründen zurückgestellt. Daher endet die Großschifffahrt saaraufwärts unterhalb von Saarbrücken.

Blick von der Saarburg in Saarburg auf die Saar

Staustufen

Zur Überwindung des Höhenunterschiedes der Ausbaustrecke Saarbrücken-Konz von 55 Metern müssen sechs Staustufen überwunden werden.

(Reihenfolge flussabwärts, Höhenunterschiede in Klammern)

  • Staustufe Saarbrücken (5,95)
  • Staustufe Lisdorf (3,80)
  • Staustufe Rehlingen (8,00)
  • Staustufe Mettlach (11,00)
  • Staustufe Serrig (14,50)
  • Schleuse Kanzem (11,50) und Wehr Schoden (5,69)

Alle Schleusen besitzen als Untertor ein Stemmtor und als Obertor ein Drehsegmenttor. Alle Wehranlagen sind mit einem Kraftwerk und drei Segmentwehrtoren ausgestattet.

Weinbau

Der Unterlauf der Saar zwischen Serrig und Konz ist geprägt vom Weinbau. Für den Saarwein ist der Riesling die wichtigste Rebsorte. Das Saarweingebiet mit Devon-Schieferböden liegt in Rheinland-Pfalz und gehört zum Deutschen Anbaugebiet Mosel. Der Weinbau im Saarland umfasste lange Zeit nur noch die Mosel bei Perl, wo auf Muschelkalkböden überwiegend die Rebsorte Elbling wächst. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde die Weinbautradition an der Saarländischen Saar wiederbelebt, mit ersten Weinbergen bei Saarfels (2002) und Merzig (2007). Bis zum Ersten Weltkrieg wurde Wein in größerem Stil bis weit oberhalb Saarbrückens angebaut. Davon haben sich nur ganz wenige Rebflächen erhalten.

Literatur

Thomas Strauch: Saar-Kohlen-Kanal: ... - Ein preußisch-französisches Gemeinschaftsprojekt im 19. Jahrhundert. Jahrbuch zum Bergmannskalender 2009, S. 136-150, Herausgeber: RAG Aktiengesellschaft.

Siehe auch

Weblinks


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