Samtgemeinde Sietland

Samtgemeinde Sietland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Samtgemeinde Sietland
Samtgemeinde Sietland
Deutschlandkarte, Position der Samtgemeinde Sietland hervorgehoben
53.7333333333338.9166666666667
Basisdaten (Stand 2010)
Bestandszeitraum: 1970–2010
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Fläche: 143,79 km²
Einwohner:

5.449 (31. Dez. 2009)

Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Verbandsgliederung: 4 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Hauptstraße 40
21775 Ihlienworth
Webpräsenz: www.sietland.de
Samtgemeinde-
bürgermeister
:
Maik Schwanemann (parteilos)
Lage der Samtgemeinde Sietland im Landkreis Cuxhaven
Nordsee Schleswig-Holstein Bremerhaven Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Stade Landkreis Wesermarsch Armstorf Bad Bederkesa Belum Beverstedt Bramstedt Bülkau Cadenberge Cappel (Niedersachsen) Cuxhaven Drangstedt Driftsethe Dorum Elmlohe Flögeln Geversdorf Hagen im Bremischen Hechthausen Hemmoor Hollnseth Ihlienworth Köhlen Köhlen Kührstedt Lamstedt Lamstedt Langen (bei Bremerhaven) Lintig Loxstedt Midlum (Land Wursten) Misselwarden Mittelstenahe Mulsum (Land Wursten) Neuenkirchen (Land Hadeln) Neuhaus (Oste) Nordholz Nordleda Oberndorf (Oste) Odisheim Osten (Oste) Osterbruch Otterndorf Padingbüttel Ringstedt Sandstedt Schiffdorf Steinau (Niedersachsen) Stinstedt Stinstedt Uthlede Wanna Wingst Wremen WulsbüttelKarte
Über dieses Bild

In der Samtgemeinde Sietland haben sich in den Jahren 1970 bis 1972 vier Gemeinden zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zusammengeschlossen. Sie ist Teil des niedersächsischen Landkreises Cuxhaven.

Zum 1. Januar 2011 sind die bisherigen Samtgemeinden Sietland und Hadeln zu der neuen Samtgemeinde Land Hadeln zusammengeschlossen worden.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Samtgemeinde Sietland umfasste im Wesentlichen das Gebiet der Süßwassermarschen und Moore zwischen der Seemarsch um Otterndorf („Hadelner Hochland“) im Norden, und den Moorrandseen bei Bad Bederkesa (Dahlemer-, Halemer und Bederkesaer See) im Süden. Im Osten wurde die Grenze der Samtgemeinde weitgehend durch den Hadelner Kanal gebildet.

Die schwierige Entwässerung des Gebietes erfolgt über die Emmelke, die Alte Aue und die Gösche, die sich bei Ihlienworth zur Medem vereinigen, sowie eine große Anzahl von landschaftsgestaltenden Wettern, Vorflutern und Gräben. Ohne den 1853 gebauten Hadelner Kanal und das Schöpfwerk Otterndorf würde es aber, wegen der topographischen Lage von teilweise bis zu zwei Meter unter Meeresspiegel, zu regelmäßigen Überschwemmungen kommen. Nur im Westen der Samtgemeinde, in der Wannaer Geest und im Ahlen, findet sich etwas erhöhter und sandiger Untergrund. In dem Dreieck zwischen Wanna, Ihlienworth und Steinau erstreckt sich das größtenteils kultivierte Ahlenmoor.

Samtgemeindegliederung

Die Samtgemeinde Sietland bestand aus den Gemeinden:

Geschichte

Im Mittelalter wurde das Hadelner Sietland (von niederdeutsch: siet = „niedrig“) unter dem Namen „Fünf Kirchspiele“ zusammengefasst. (Bis ins 14. Jahrhundert existierte, neben den Kirchen in Wanna, Ihlienworth, Steinau und Odisheim auch eine Kapelle in Süderleda.) Zusammen mit dem Hadler Hochland („Sieben Kirchspiele“) und den Einwohnern der Stadt Otterndorf, bildete das Sietland einen der drei „Stände“ der Hadler Selbstverwaltung (sh. Warningsacker). Von 1388 bis etwa 1484 unterstand das Sietland jedoch der bremischen Vogtei Bederkesa. An die Stelle des Kirchspiels Süderleda war zu dieser Zeit Wester-Ihlienworth (neben Oster-Ihlienworth) als fünftes Kirchspiel getreten, dass durch die mittelalterliche Hollerkolonisation an Bevölkerung gewonnen hatte. Danach kamen die Fünf Kirchspiele wieder an das Land Hadeln.

Zur Geschichte der Region vor 1866 siehe auch: Geschichte von Hadeln und Wursten.

Für die Zeit danach siehe auch: Geschichte des Landkreises Cuxhaven.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009
Einwohner 5.736 5.756 5.864 5.767 5.606 5.496 5.449

(jeweils zum 31. Dezember)[2]

Wappen

Wappen, Samtgemeinde Sietland

Blasonierung: Über einem grünen Dreiberg steht im silbernen Feld ein aus drei schräggekreuzten roten Balken gebildeter Sechsstern, begleitet links von einem grünen Seerosenblatt und rechts von einem grünem Pfeilkrautblatt. Im grünen Schildfuß steht eine verzierte silberne Urne.

Dreiberg und Sechsstern repräsentieren das Wappen der Mitgliedsgemeinde Ihlienworth, Seerosenblatt Steinau, Pfeilkrautblatt Odisheim, während die Urne für das Wappen der Mitgliedsgemeinde Wanna steht.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Samtgemeinde

Personen, die mit der Samtgemeinde in Verbindung stehen

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Grundzentrumsfunktion i. S. der regionalen Raumordnung nahm der Ort Ihlienworth wahr, wo auch der Sitz der Samtgemeindeverwaltung war.

Im sogenannten Cuxland war die Samtgemeinde Sietland wirtschaftlich stark auf den Tourismus ausgerichtet, wobei der Wassertourismus auf der Medem von besonderer Bedeutung war. Das Sietländer Kahnfest und der Holzmarkt sind alljährliche Feste.

Sonstiges

Angelgewässer

  • Hadelner Kanal
    Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Rotfeder, Rotauge, Weißfisch und Zander
  • Medem
    Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Weißfisch und Zander
  • Wettern
    Aal, Brasse, Hecht, Rotfeder, Rotauge, Weißfisch
  • Straßdeich
    Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Forelle, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Schlei, Weißfisch und Zander
  • Emmelke
    Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Forelle, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Schlei, Weißfisch und Zander
  • Radkanal
    Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Schlei, Weißfisch und Zander
  • Gösche
    Aal, Barsch, Brasse, Hecht, Karpfen, Rotfeder, Rotauge, Schlei, Weißfisch und Zander

Einzelnachweise

  1. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 10 vom 20. April 2010, 64. Jahrgang, S. 162
  2. LSKN-Online

Weblinks

 Commons: Bilder des Landkreises – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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