Sao Paulo FC


Sao Paulo FC
FC São Paulo
São Paulo FC
Voller Name São Paulo Futebol Clube
Gegründet 27. Januar 1930
Stadion Morumbi-Stadion
Plätze 80.000
Präsident Juvenal Juvêncio
Trainer Muricy Ramalho
Liga Serie A, Brasilien
2008 1. Platz
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Heim
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Auswärts

Der FC São Paulo (offiziell: São Paulo Futebol Clube oder kurz: SPFC) ist ein Fußballverein aus São Paulo, Brasilien. Seine Fans werden „São Paulinos“ genannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Gründung

Der São Paulo Futebol Clube (SPFC) wurde am 25. Januar 1930 erstmals gegründet und etwa fünf Jahre später,am 16. Dezember erneut gegründet. Er entstand aus der Zusammenlegung der zwei Vereine "Club Athletico Paulistano" (gegründet am 29. Dezember 1900) und "Associação Atlética das Palmeiras" (gegründet am 9. November 1902 und nicht zu verwechseln mit dem aktuellen Palmeiras). Die Farben des neuen Klubs wurden von den beiden Vorgängern geerbt, und zwar Rot und Weiß vom Paulistano und Weiß und Schwarz vom Palmeiras. Das Hemd des São Paulo FC ist weiß mit einem roten und einem schwarzen horizontalen Streifen. Aufgrund der drei Vereinsfarben wird der Klub von seinen Anhängern auch Tricolor genannt.

Die Dreißigerjahre

In seiner ersten Meisterschaft (1930) wurde der SPFC Zweiter mit 11 Verlustpunkten und einer Niederlage. 1931 gelang es dem SPFC mit 20 Siegen, 5 Unentschieden und nur einer Niederlage die Meisterschaft von São Paulo zu gewinnen. Auch 1932 und 1933 war der SPFC einer der erfolgreichsten Klubs in São Paulo. Im Jahre 1934 wurde ein allzu teurer Sitz für den Klub gekauft. Dadurch ergaben sich große finanzielle Schwierigkeiten, was am 14. Mai 1935 zur Auflösung des Klubs führte. Dank des Einsatzes vieler Anhänger und einiger einflussreicher Personen, wurde der SPFC am 16. Dezember 1935 erneut gegründet. Anfänglich hatte der neue Klub wenige Erfolge vorzuweisen, aber 1938 wurde der SPFC wieder Vize-Meister.

Die Vierzigerjahre

1942 kaufte der SPFC den Spieler Leônidas da Silva, bekannt als der "Schwarze Diamant", für die größte bis zu jenem Zeitpunkt in Brasilien bezahlte Transfersumme. Bei seinem ersten Spiel, am 24. Mai 1942, mit dem SPFC war das Stadion Pacaembu (1940 gebaut) mit der Rekordzahl von 70281 Zuschauern belegt, was für dieses Stadion bis heute der Rekord geblieben ist. Im folgenden Jahr (1943) wurde der SPFC endlich wieder Meister. Von da an verbesserte sich das Niveau des Klubs beträchtlich und er wurde auch 1945, 1946, 1948 und 1949 Meister.

Die Fünfzigerjahre

Anfangs der Fünfzigerjahre wurde beschlossen, dass ein großer Klub auch ein großes Stadion haben musste. Am 15. August 1952 wurde der Grundstein zum Stadion Morumbi gelegt. Es ist das größte Fußballstadion der Welt, welches einem Fußballklub gehört. Das einzige größere Stadion ist das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro, welches der Einwohnergemeinde gehört. Zum Bau des Morumbi, welches eigentlich Cicero Pompeu de Toledo heißt, wurde beim SPFC an allen möglichen Orten gespart. So wurden viele Aktiven veräußert, so auch verschiedene Spieler. Sogar mit diesem Aderlass gelang es dem SPFC in den Jahren 1953 und 1957 Meister zu werden. Für den Bau des neuen Stadions wurden 340'000 Kubikmeter Aushub verarbeitet. Es wurden 280'000 Sack Zement und 50'000 Tonnen Armierungseisen verbraucht.

Die Sechzigerjahre

Am 2. Oktober 1960 wurde das noch nicht vollendete Stadion mit einem Sieg (1:0) über Sporting Lissabon eingeweiht. Der nächste Meistertitel für den SPFC sollte erst wieder 1970 Wirklichkeit werden. 1958 wurde der SPFC noch Vize-Meister und 1959 Dritter. Um das neue Stadion finanzieren zu können, schuf der SPFC eine Fußballschule. Die neuen Spieler wurden, anschließend an die Ausbildung, an andere Klubs verkauft. Einerseits durch diese Politik und auch durch das Hoch des FC Santos, welcher diese Zeit dank Pelé dominierte, ging der SPFC über eine dreizehnjährige Durststrecke. 1963 gelang es ihm trotzdem in einem Turnier („Die kleine Weltmeisterschaft“) in Montevideo im Finale Real Madrid zu besiegen. Real Madrid war zu dieser Zeit weltweit absolute Spitze.

Die Siebzigerjahre

Mit der Fertigstellung des neuen Stadions im Jahre 1970 gingen die finanziellen Probleme des SPFC zu Ende. Das Eröffnungsspiel am 25. Januar 1970 ging gegen Porto aus Portugal 1:1 aus. Das Morumbi, welches zu jener Zeit 150'000 Zuschauern Platz bot, war mit ungefähr 100'000 Besuchern besetzt. Der SPFC konnte sich nun gute Spieler kaufen und wurde 1970 und 1971 Meister. 1972 spielte der SPFC zum ersten Mal in der Copa Libertadores, welche für Südamerika der Champions League entspricht, und wurde im Halbfinal von Independiente aus Argentinien besiegt. 1973 verlor der SPFC den Final in der brasilianischen Meisterschaft gegen den Erzfeind Palmeiras. 1974 wurde das Finalspiel der Copa Libertadores gegen Independiente verloren. 1975 wurde der SPFC Meister von São Paulo und 1977 Brasilianischer Meister.

Die Achtzigerjahre

In den Achtzigerjahren dominierte der SPFC die Fußballszene in Brasilien. Er nahm an zehn Finalen teil und wurde 1980, 1981, 1985, 1987 und 1989 Meister von São Paulo (Vize 1982 und 1983) und 1986 brasilianischer Meister (Vize 1981 und 1989).

Die Neunzigerjahre

In den Neunzigerjahren bestätigte sich der SPFC endgültig als einer der ganz Großen des Weltfußballs. Das Jahrzehnt begann aber mit einer "Panne". In der Meisterschaft von São Paulo wurde der Klub in die B-Liga relegiert. Doch da stieß der neue Fußballtrainer Tele Santana zum Klub (es waren eigentlich nur drei Monate vorgesehen, aber er blieb viel länger) und von da an ging es bergauf. Paradoxerweise spielte der SPFC also im Bundesstaat São Paulo in der in der B-Liga, aber in der brasilianischen "Bundesliga" wurde er Vice-Meister. Die beiden Meisterschaften sind in Brasilien voneinander unabhängig. 1991, mit der Rückkehr von Muller, wurde der SPFC Meister von São Paulo und auch brasilianischer Meister. Im folgenden Jahr ging der Traum, Weltmeister-Interklubs, in Erfüllung. Der SPFC hatte eine Reihe Topspieler, unter denen Raí, Palhinha, Müller und Cafu hervorzuheben sind. Dazu kam auch der Torhüter Zetti, welcher viele Penalties hielt. 1992 wurde die Copa Libertadores also gewonnen und in Tokyo wurde der FC Barcelona besiegt. Dazu kam ein weiterer Meistertitel in São Paulo. 1993 gelang es dem SPFC wieder die Copa Libertadores zu gewinnen und dann in Tokyo diesmal den AC Milan zu besiegen. 1994 verlor der SPFC das Finalspiel der Copa Libertadores gegen Vélez Sársfield aus Argentinien erst bei den Penalties, aber im Gegensatz dazu gelang es einer Mannschaft, welche aus den Reserven und einigen Junioren des SPFC gebildet wurde, die Copa Conmebol zu gewinnen. 1995 und 1996 erinnern stark an die Jahre der mageren Kühe aus den Sechzigerjahren. Das Stadion Morumbi wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen und der Klub gab viel Geld aus, um es instandzustellen. So blieb wenig Geld für die Spieler. Auch musste Tele Santana aus Gesundheitlichen Gründen den SPFC verlassen. 1997 gelang es dem SPFC, unter dem Trainer Dario Pereyra, wieder Vice-Meister von São Paulo zu werden und auch ein Turnier (Supercopa dos Campeões) zu gewinnen. Im neueröffneten Morumbi wurde der SPFC 1998 wieder Meister von São Paulo. 1999 spielte der SPFC gut in São Paulo und in der brasilianischen Meisterschaft, schied aber in beiden in den Halbfinals gegen Corinthians São Paulo aus.

Ab 2000

2000 wurde der SPFC Meister von São Paulo, Vice-Cupsieger von Brasilien und erreichte auch die Viertelsfinale der brasilianischen Meisterschaft. 2001 war ein schlechtes Jahr für den SPFC. In der Meisterschaft von São Paulo wurde er nur Achter. Es gelang ihm aber das Torneio Rio-São Paulo zu gewinnen. 2002 wurde das Reglement für die Meisterschaft von São Paulo geändert. Die Elite nahm am Torneio Rio-São Paulo gegen Klubs aus Rio de Janeiro teil. Die restlichen Klubs machten unter sich die Meisterschaft von São Paulo aus, wobei der Klub Ituano Meister wurde. Abschließend gab es ein Turnier zwischen der Elite und dem Meister Ituano, aus welchem der SPFC als Sieger hervorging. 2003 wurde Corinthians Meister und der SPFC Vice. In der Meisterschaft von São Paulo 2004 schied der SPFC gegen den neuen Meister (AD São Caetano) im Viertelfinale aus. Die brasilianische Meisterschaft 2004 beendete der SPFC auf dem dritten Rang. Ein interessantes Detail ist noch, dass der Torhüter des SPFC, Rogério Ceni, in dieser Meisterschaft drei Tore erzielte. 2005 wurde der SPFC Meister des Campeonatos Paulista. Auch diesmal hat der Torhüter Rogério Ceni 5 Tore geschossen. Zum 3. Mal nach 1992 und 1993 wurde 2005 die Copa Libertadores gewonnen, die Finalspiele gegen Atletico Paranaense gingen 1:1 und 4:0 aus. Die Tore im entscheidenden Spiel schossen Marcio Amoroso, 16., Fabão, 52., Luizão, 70. und Diego Tardelli, 89. Minute. Durch einen 1:0-Finalsieg gegen Liverpool bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2005 in Japan sicherte sich der SPFC den Titel Klub-Weltmeister. Ab 2006 wurde der Club dreimal in Folge brasilianischer Meister.

Erfolge

Ehemalige Spieler

Weblinks


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