Schafranek


Schafranek

Hans Schafranek (* 5. August 1951 in Schärding, Oberösterreich) ist ein österreichischer Zeithistoriker und Publizist.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Hans Schafranek studierte Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Wien und promovierte 1987 zum Dr. phil. mit dem Thema Kurt Landau und der Bolschewismus – Umrisse einer politischen Biographie. 1986 hielt er sich als Fulbright-Stipendiat zu einem längeren Forschungsaufenthalt in Cambridge (Massachusetts) (USA) auf.

Seit 1982 ist er Mitarbeiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes.

Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ludwig-Boltzmann-Institut für Historische Sozialwissenschaft in Wien. Seine Arbeitsschwerpunkte in bisher 12 Buchpublikationen lagen bei den Themen Stalinismus, Komintern, Trotzkismus und Spanischer Bürgerkrieg.[1] Derzeit arbeitet er an einem Projekt über „Söldner für den Anschluss – Die Österreichische Legion im Deutschen Reich 1933–1938“, das durch den Jubliläumsfonds der Stadt Wien gefördert wird.

Werke (Auswahl)

  • Das kurze Leben des Kurt Landau. Ein österreichischer Kommunist als Opfer der stalinistischen Geheimpolizei. Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1988, ISBN 3-900351-90-2.
  • Zwischen NKWD und Gestapo. Die Auslieferung deutscher und österreichischer Antifaschisten aus der Sowjetunion an Nazideutschland 1937–1941. Verlag ISP, Frankfurt 1990, ISBN 3-88332-181-8.
  • Kinderheim Nr. 6. Österreichische und deutsche Kinder im sowjetischen Exil. Verlag Döcker, Wien 1998, ISBN 3-85115-265-4.
  • Sommerfest mit Preisschießen. Die unbekannte Geschichte des NS-Putsches im Juli 1934. Verlag Czernin, Wien 2006, ISBN 978-3-7076-0081-0 (Rezension von Wolfgang Neugebauer bei Die Presse)
  • Unternehmen „Nordpol“. Das Englandspiel der deutschen militärischen Abwehr in den Jahren 1942–1944. In: Hans Schafranek, Johannes Tuchel (Hrsg): Krieg im Äther. Widerstand und Spionage im Zweiten Weltkrieg. Picus-Verlag, Wien 2004, ISBN 3-85452-470-6, S. 247–291.

Einzelnachweise

  1. Kurzbiografie beim Czernin-Verlag

Weblinks


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