Scheuchzer-Glockenblume

Scheuchzer-Glockenblume
Scheuchzers Glockenblume
Scheuchzers Glockenblume (Campanula scheuchzeri)

Scheuchzers Glockenblume (Campanula scheuchzeri)

Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Glockenblumengewächse (Campanulaceae)
Gattung: Glockenblumen (Campanula)
Art: Scheuchzers Glockenblume
Wissenschaftlicher Name
Campanula scheuchzeri
Vill.

Die Scheuchzers Glockenblume (Campanula scheuchzeri) gehört zur Gattung der Glockenblumen. Die Art ist nach dem Schweizer Naturforscher Johann Jakob Scheuchzer benannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die mehrjährige krautige Pflanze mit kriechendem Wurzelstock und aufrechtem, kahlem Stängel erreicht Wuchshöhen von 5 bis 40 Zentimeter. Die lang gestielten Grundblätter sind rundlich-nierenförmig bis herzförmig und zur Blütezeit bereits vertrocknet. Die Stängelblätter lineal-lanzettlich, sitzend, nach oben schmäler werdend, am Grund bewimpert.

Die Blüten stehen einzeln oder in einer wenigblütigen (meist zu zweit bis fünft, seltener bis zu fünft), lockeren meist etwas einseitswendiger Traube. Die Blüten sind aufrecht oder leicht nickend. Die Knospen sind nickend. Die blauviolette Krone ist glockig und wird zwischen 18 bis 26 Millimeter lang. Sie ist bis zum Viertel der Länge in eiförmige, gespitzte Zipfel gespalten. Die Krone ist meist intensiver gefärbt als bei den anderen Arten.

Blütezeit ist von Juli bis August.

Vorkommen

Albino Variante, Dachstein

Das Verbreitungsgebiet umfasst die Gebirge Mittel- und Südeuropas zwischen einer Höhe von 1000 bis 3.200 m ü. NN. In Österreich häufig in von der alpinen bis zur subalpinen Höhenstufe. Sie fehlt in Wien und im Burgenland.

Als Standort werden Wiesen, Weiden und auch Felsschutt auf meist sauren Böden bevorzugt.

Sonstiges

Scheuchzers Glockenblume ist eng mit der Rundblättrigen Glockenblume verwandt und es gibt eine Vielzahl von Naturhybriden, die nicht eindeutig zuzuordnen sind. Durch zeitliche Verschiebung von Pollen- und Narbenreife ist Fremdbestäubung gesichert (Proterandrie wie bei allen Glockenblumen-Arten).

Literatur

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen, München 2003, ISBN 3-576-11482-3
  • Manfred A. Fischer: Exkursionsflora von Österreich, Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-3461-6

Weblinks


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