Schloss Hainewalde


Schloss Hainewalde
Historische Darstellung des Schlosses um 1840
Demontierte Turmspitze

Das Neue Schloss Hainewalde steht in der sächsischen Gemeinde Hainewalde. Es befindet sich in Besitz der Nachbargemeinde Großschönau. Der Hainewalder Schlossverein bemüht sich um den Erhalt und nachhaltige Nutzungskonzepte sowie die touristische Vermarktung des Gebäudes.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1749 bis 1755 wurde das Schloss durch den kurfürstlich-preußischen Kammerherrn Samuel Friedrich von Kanitz erbaut und am 17. Juni 1755 feierlich eingeweiht. Im Jahre 1781 erhielt das Schloss aufgrund mehrfacher Blitzeinschläge, als eines der ersten Gebäude in der Oberlausitz, einen Blitzableiter[1]. Dieser ist auch noch auf der historischen Ansicht des Schlosses von 1840 ersichtlich.1882/83 erfolgten umfangreiche Umgestaltungsarbeiten und die Barockelemente wurden entfernt. 1927 verkaufte Moritz Joachim Ernst von Kyaw das Schloss an die Gemeinde Großschönau. Vom 26. März bis 10. August 1933 diente das Schloss als Schutzhaftlager KZ Hainewalde und von 1933 bis 1945 als Wehrertüchtigungslager.

Bis 1972 fand noch eine Teilnutzung als Wohngebäude statt, von 1972 bis 2004 stand es leer. 2000 wurde der „Förderverein zur Erhaltung des Kanitz-Kyawschen Schlosses Hainewalde e.V.“ gegründet, durch den 2007 die Sanierung des Ostflügels begann.

Tourismus

Es werden regelmäßig Schlossführungen angeboten. Im ein- bis zweijährigen Rhythmus findet ein Schlossfest statt und der Schlossverein beteiligt sich am jährlichen Tag des offenen Denkmals. Außerdem wurde ein Schlosskalender und andere Erinnerungsstücke vom Schlossverein herausgegeben.

Literatur

  • Kirsten Krepelin, Thomas Thränert; Zittauer Geschichts- und Museumsverein e.V. (Hrsg.): Schloss und Gartenanlage Hainewalde. G. Oettel, Görlitz 2010, ISBN 978-3-938583-54-8.

Weblinks

 Commons: Schloss Hainewalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Oberlausitzer Gesellschaft der Wissenschaften: Provinzialblätter, oder Sammlungen zur Geschichte Naturkunde, Moral und anderen Wissenschaften, Seite 388ff., Leipzig und Dessau, 1782
50.91518333333314.707808333333

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