Schloss Herrenau


Schloss Herrenau

Das Schloss Herrnau liegt nächst der Hellbrunner Allee im Süden der Stadt Salzburg.

Der Name Herrnau leitet sich vom Begriff der Au der adeligen Herren ab und bezeichnet ursprünglich einen Teil des mächtigen Auwaldsaumes zwischen Hellbrunner Allee und Salzach. Das Wort 1574 scheint erstmals als „die Herrnau“ auf.

1631 erbaute der ehemalige Kammerdiener Philip Vermeulen den Herrenhof Herrnau (heute Eschenbachgasse 21). wird das Schloss als Ritterlehen bezeichnet. 1685 wurde der Kammerdiener Johann Jakob Perger Eigentümer, der sich nach der Erhebung in den Reichsadelsstand durch Kaiser Leopold I "von Pergrain" nannte. 1741–44 wurde das Schloss durch den Hofkanzler Hieronymus Nikolaus Anton Christani von Rall (der sich italianisiert gerne Christani di Rallo nannte) in seine heutige Gestalt gebracht. Christani hatte als Hofkanzler von Fürsterzbischof Leopold Anton von Firmian, dogmatischer Drahtzierer und Vollstrecker der Protestantenvertreibung 1731/32 europaweit eine wenig rühmliche Bekanntheit erlangt. 1650 Später war die gräflichen Familie von Quabeck Eigentümer des Hofes. 1805 besaß Kurfürst Ferdinand von Toskana das Schloss, ab 1846 das Geschlecht der Grafen Kuenburg. Heute steht es im Besitz der Familie Clary-Aldringen.

Das Schloss, am heute trockengefallenen Eschenbach gelegen, der im Hellbrunner Schlosspark entsprang, ist auf das Ostportal des Schlosses Hellbrunn ausgerichtet. Es ist ein typisches Salzburger Landschloss mit drei hohen Geschoßen, noch erhöht durch ein hohes Walmdach. Der Treppenturm im Süden ist an das Gebäude angebaut und besitzt das marmorne Wappen von Christani von Rall, über dem das Wappen der Grafen Kuenburg angebracht ist.

Das Schloss, von einem Park umgeben, ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Literatur

  • Bernd Euler, Ronald Gobiet, Horst Huber: Dehio Salzburg – Stadt und Land. Anton Schroll, Wien 1986, ISBN 3-7031-0599-2
  • Reinhard Medicus: Die Hellbrunner Allee und ihre Umgebung. Zur Geschichte der Allee und ihrer Bedeutung. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 146. Salzburg 2006, S. 405

47.77944444444413.0641666666677Koordinaten: 47° 46′ 46″ N, 13° 3′ 51″ O


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