B (Notenschrift)


B (Notenschrift)
Ein Be erniedrigt ein A zu einem As

Das b oder Be () bezeichnet in der Notenschrift der Musik die Erniedrigung eines Stammtons um einen Halbton. Das Zeichen hat in etwa die Form eines stilisierten Kleinbuchstabens b. Das Zeichen wird entweder auf eine Zeile oder einen Zwischenraum des Notensystems geschrieben und alteriert den auf dieser Tonhöhe stehenden Ton. Steht der zu erniedrigende Ton auf einer Hilfslinie, so wird das Be vor die Hilfslinie gesetzt.

An den Notennamen des alterierten Tons wird die Endung -es angehängt. Ausnahmen: H wird zu B, E wird zu Es, A wird zu As.

Das Symbol wird in zweierlei Weise verwendet:

  • als Versetzungszeichen steht es direkt vor einer bestimmten Note; es gilt es nur in demjenigen Takt, in dem es notiert ist, und nur für den bezeichneten Oktavbereich
  • als Vorzeichen steht es unmittelbar nach dem Notenschlüssel und gilt entweder bis zum Ende des Stücks, oder bis es durch andere Vorzeichen aufgelöst wird; es gilt ferner für alle Oktavbereiche

Geschichte

In der älteren Choralnotation bildeten sich ab dem 10. Jahrhundert zunächst nur zwei Versetzungszeichen heraus, die sich immer auf den Stammton B bezogen: das b rotundum oder auch b molle („rundes B“) bezeichnete die niedrigere Tonvariante, das b quadratum bzw. b durum („quadratisches B“) die höhere. Aus der Bezeichnung b molle leiten sich die fremdsprachigen Bezeichnungen bemolle (ital.) bzw. bémol (franz.) sowie der Name des Tongeschlechts Moll ab.

Darstellung in Computersystemen

Im internationalen Zeichenkodierungssystem Unicode liegt das auf Position U+266D („Musical Flat Sign“).

In LaTeX wird das Be durch die Syntax \flat erzeugt, die folgendes Resultat erzielt: \flat.

Siehe auch


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Notenschrift für Blinde — wurde von dem blinden Louis Braille (s. d. und Blindendruck) um 1836 erfunden und ist heute international. Mit ihrer Hilfe kann der Blinde zwar nicht vom Blatt spielen, wohl aber beim Erlernen den Vorspieler entbehren, kann Stücke, die er gelernt …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Notenschrift — Notenschrift, s.u. Noten u. Schrift S. 430 …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Notenschrift — Notenschrift, s. Noten und Tafel: Musik II, 10 12 …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Notenschrift — ↑Notation …   Das große Fremdwörterbuch

  • Notenschrift — Als Notation bezeichnet man in der Musik das grafische Festhalten von musikalischen Parametern wie Tonhöhe, dauer und lautstärke in einer dazu entwickelten Notenschrift. Sie dient einerseits dazu, bereits bekannte Musikstücke schriftlich zu… …   Deutsch Wikipedia

  • Notenschrift — No|ten|schrift 〈f. 20; Mus.〉 Gesamtheit der Schriftzeichen für Töne * * * No|ten|schrift, die: System von Zeichen, mit deren Hilfe Musik aufgezeichnet wird. * * * Notenschrift,   Notation, System von Zeichen zur schriftlichen Darstellung von… …   Universal-Lexikon

  • Notenschrift — нем. [но/тэншрифт] нотация …   Словарь иностранных музыкальных терминов

  • Notenschrift — No|ten|schrift …   Die deutsche Rechtschreibung

  • b (Notenschrift) — ♭ Ein Be erniedrigt ein A zu einem As Das b oder Be (♭) bezeichnet in der Notenschrift der Musik die Erniedrigung ei …   Deutsch Wikipedia

  • Kreuz (Notenschrift) — ♯ U+266F Musical Sharp Sign Das Kreuz ♯ bezeichnet in der Musik die Erhöhung eines Stammtons um einen Halbton. An den Tonnamen des alterierten Tons wird die Endung is angehängt. Dieses Suffix ist eine Abkürzung des griechischen Wortes diesis, das …   Deutsch Wikipedia