Schwärze


Schwärze
Wünschelbrücke an der Schwärze
Haus Schwärzetal, im Vordergrund der befestigte Lauf der Schwärze
Schwärze am Weidendamm

Die Schwärze ist ein kleiner Fluss im nordöstlichen Brandenburg. Sie entspringt im Schwärzesee, vereinigt sich bei Spechthausen mit dem Nonnenfließ und verläuft überwiegend in Wäldern. Die Länge beträgt ca. 10 km.

Während die Schwärze im Quellgebiet am Rande des Eberswalder Urstromtals viele Mäander bildet und sich tief in die Sandhänge der Buchenwälder einschneidet, verlaufen Mittel- und Unterlauf sehr flach. Am südlichen Rand des Tierparks Eberswalde ist sie mit etwa 50 m am breitesten. Das Wasser der Schwärze besitzt Trinkwasserqualität; vereinzelt sind Forellen zu beobachten.

In Höhe der Zainhammer Mühle ist die Schwärze zu einem kleinen See angestaut; bis etwa 2000 wurden hier Forellen gezüchtet. An diesem kleinen See ist eine Fischtreppe angelegt, was der Durchgängigkeit der Schwärze dienen soll. Ebenfalls in der Nähe der Zainhammer Mühle befindet sich eine im Volksmund „Wünschelbrücke“ genannte kleine Brücke. Es wird behauptet, dass Wünsche, die man sich still auf ihr wünscht, wahr werden. Diese Legende war auch schon vor 1900 Stadtgespräch.

Hinter der Zainhammer Mühle erreicht die Schwärze das Stadtgebiet von Eberswalde, fließt durch den Forstbotanischen Garten Eberswalde und gelangt am Fuß der Brunnenberge in die Innenstadt am Rand des Weidendamms in Höhe des Kulturhauses Haus Schwärzetal. Sie durchfließt den Stadtkampus der Fachhochschule Eberswalde und mündet kurz oberhalb der Stadtschleuse in den Finowkanal.

Im Frühjahr sorgte sie regelmäßig durch Hochwasser für feuchte Keller in Teilen von Eberswalde.

Weblinks

Literatur

  • Rudolf Schmidt:
    • Der Finowkanal Mitteilungen des Vereins Heimatkunde, 11. Jahrgang 1938
    • Geschichte der Stadt Eberswalde. Band 2 von 1740–1940, Eberswalde 1940
  • Verein für Heimatkunde zu Eberswalde e. V.: Eberswalder Jahrbuch 2004/2005 ISSN 1616-1882
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