Seiffen


Seiffen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Seiffen/Erzgeb.
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Seiffen/Erzgeb. hervorgehoben
50.64833333333313.452222222222650Koordinaten: 50° 39′ N, 13° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Erzgebirgskreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Seiffen/Erzgeb.
Höhe: 650 m ü. NN
Fläche: 12,43 km²
Einwohner: 2565 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 206 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09548
Vorwahl: 037362
Kfz-Kennzeichen: ERZ
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 570
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Rathaus 4
09548 Kurort Seiffen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Heinz Seidler (FDP)
Lage der Gemeinde Seiffen/Erzgeb. im Erzgebirgskreis
Karte
Die Seiffener Kirche
Blick auf den Ort
der zentrale Ortsteil

Seiffen/Erzgeb., seit 1956 Kurort Seiffen, ist eine Gemeinde im Erzgebirgskreis in Sachsen (Deutschland). Die Gemeinde im Erzgebirge ist bekannt für ihre Spielzeugmacher und deren Schauwerkstätten.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Seiffen befindet sich 60 km südöstlich von Chemnitz nahe der Grenze zu Tschechien. Mit einer Höhenlage von 650 m bis 700 m NN liegt sie fast auf dem Erzgebirgskamm.

Gemeindegliederung

  • Bad Einsiedel
  • Heidelbach (nur die ehemalige Glashütte)
  • Heidelberg
  • Niederseiffenbach (teilweise)
  • Oberseiffenbach
  • Seiffen
  • Steinhübel

Geschichte

Seiffen

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes ist für das Jahr 1324 unter dem Namen Cynsifen verbürgt. Seinen Namen verdankt der Ort einem Verfahren der Zinngewinnung. Ehemals wurde aus zinnerzhaltigen Gesteinen und Erdreich durch „Ausseifen“, eine Art von Ausschwämmen oder Auswaschen, Zinn in Form von Körnern oder Graupen gewonnen. Später erfolgte der Abbau im festen Gestein. 1451 tritt erstmals der Name „czyn Syffen“ in Erscheinung. 1486 gab es hier 13 Häuser mit 65 Einwohnern, 1551 schon "14 besessene Mann und 58 Inwohner". Mit der Reformation 1539 kam Seiffen zur Parochie Neuhausen. Im Jahre 1600 richtete man hier wegen der inzwischen gestiegenen Bedeutung des Erzabbaus ein Bergamt mit Sitz eines Bergmeisters ein. 1620 wurde erstmals eine Schule erwähnt. Ab 1635 ließen sich böhmische Exulanten im Ort nieder. 1650 wurden erstmals Holzdrechsler urkundlich aufgeführt, 1722 eine neue Schule gebaut.

Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich im Ort verstärkt die Holz- und Spielwarenindustrie. Es bildeten sich gleichzeitig die entsprechenden Verlage. In den Jahren von 1776 bis 1779 wurde die achteckige Kirche gebaut. In den 1780er Jahren arbeiten bereits über 40 Drechsler im Ort; gleichzeitig begann auch der Überseehandel mit Seiffener Erzeugnissen. 1810 ist erstmals das Reifendrehen urkundlich erwähnt. 1833 wurde Seiffen eigenständige Parochie. 1852 wurde eine staatliche Spielwarenfachschule gegründet. 1863 wird im Ortsteil Steinhübel und 1864 in Seiffen eine Schule errichtet. 1875 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet und am 1. Oktober 1895 die Bahnstrecke Olbernhau–Neuhausen eröffnet. Mit dem Bahnhof Dittersbach-Seiffen erhielt der Ort Bahnanschluss.

1909 erhielt Seiffen ein neues Schulgebäude, und 1912 wurde Seiffen an das Elektrizitätsnetz angeschlossen. 1919 gründete man den „Wirtschaftsverband der Erzgebirgischen Spielwarenverfertiger“. Das Rathaus wurde 1927 eingeweiht.

Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus im Frühjahr 1933 wurde das Arbeitersportheim von einem SA-Sturm besetzt und dort politische Gegner der Hitlerdiktatur inhaftiert und gefoltert, bevor sie in andere Gefängnisse und Lager verschleppt wurden.

Im Jahre 1934 wurde die Freilichtbühne eröffnet. Die von Max Schanz entworfenen Striezelkinder erhielten auf der Pariser Weltausstellung von 1937 eine Goldmedaille. Am 1. April 1939 wurden die Gemeinden Heidelberg, Oberseiffenbach (ohne Oberlochmühle) sowie die Ortsteile Wettinhöhe und Seiffen-Grund der Gemeinde Niederseiffenbach und die Ortsteile Wetzelhübel (bisher Deutschneudorf) und Glashütte Heidelbach (bisher Neuhausen) nach Seiffen eingemeindet. Seit 1943 hatte der Ortsteil Heidelberg erstmals einen Kindergarten.

Glashütte Heidelbach

Die Traditionen der Glasmacherei im Seiffener Winkel gehen bis in die Zeit um 1200 zurück. Seit dem arbeiteten Glashütten fast ununterbrochen im Frauenbachtal, am Ahornberg und in der Zankheide (Oberseiffenbach). Das Neuhausener Kirchenbuch von 1666 datiert die Gründung einer Glashütte in Heidelbach auf das Jahr 1488. Der Gründer soll ein Mitglied der Glasmacherfamilie Preußler gewesen sein. Die Hütte produzierte einfaches Gebrauchsglas, aber auch Hohl- und Flachgläser. Seit etwa 1570 wurden Gläser mit Emailmalerei und nach 1650 mit Glasschliff veredelt. Grundeigentümer und anfänglicher Förderer der Hütte war die auf Schloss Purschenstein sitzende Familie von Schönberg, der die Hütte beachtliche finanzielle Gewinne einbrachte. Die Heidelbacher Glashütte lieferte ihre Erzeugnisse in die nähere Umgebung, aber auch in die Städte Marienberg, Freiberg und Dresden sowie an den Dresdener Hof und an die Hofkellereien in Moritzburg, Torgau und Annaburg. 1634 brannte die Heidelbacher Glashütte nieder. Der Hüttenmeister Nicol Preußler III. errichtete um 1650 einen Neubau (untere Hütte), ließ aber auch die alte Hütte (obere Hütte) wieder aufbauen. Geborgene Produktionsreste lassen darauf schließen, dass sich die untere Hütte auf die Herstellung von künstlerisch wertvollen Gläsern und die obere Hütte auf Gebrauchsglas spezialisierte. Die Siedlung um die Glashütte wurde 1659 erstmals mit Heidelbach genannt. Hier siedelten nach dem Dreißigjährigen Krieg auch böhmische Glasmacher. 1714 brannte die untere Glashütte ab. Der Brand brachte die Familie Preußler in finanzielle Schwierigkeiten. So wurde die Brandstätte an den Berg- und Kammerrat Michael Nehmitz verkauft. Nehmitz hatte im Auftrag des Kurfürsten die Arbeiten des Johann Friedrich Böttger zur Porzellanherstellung überwacht und war erster Direktor der Porzellanmanufaktur Meißen. Die von Böttger bei seinen Versuchen benutzten Glasgeräte stammten wahrscheinlich auch aus der Heidelbacher Hütte. Dies geht aus einer Akte hervor, die besagt, dass die Gläser aus einer Glashütte stammten, die nahe der Saigerhütte Grünthal liege. Nach dem Niedergang der Glashütten in Marienberg und Rübenau war die Heidelbacher die einzige verbliebene Hütte im Osterzgebirge. Unter Nehmitz wurden umfangreiche Versuche zur Herstellung farbiger Gläser und zum Porzellan vorgenommen. 1721 erwarb er auch die obere Hütte. Ein Jahr später übertrug er die beide Glashütten seiner Frau Sophie Dorothea geb. Lichtwer.

Auch der sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verstärkende Holzmangel führte um 1770 zum Abbruch der oberen Hütte. Versuche zur Verwendung von Steinkohle als Heizmaterial verliefen erfolglos. Nach der Verkleinerung Sachsens durch den Wiener Kongress, war die Heidelbacher Hütte die einzige Glashütte in ganz Sachsen. Eine Umwandlung in eine moderne Kristallfabrik, die auch der Oberghauptmann Heinrich von Trebra und der Freiberger Prof. Lampadius unterstützten, scheiterte jedoch. Da auch die Produktion der unteren Hütte immer unrentabler wurde, stellte man auch hier die Produktion 1827 ein, riss die Hütte 1834 und das Herrenhaus 1843 ab. Zu diesem Zeitpunkt zählte die kleine Siedlung 109 Einwohner (1834). Auf den Grundmauern der Niederlage (Lager) der Glashütte entstand das Gasthaus "Glashütte", das bis 1992 betrieben wurde. Es dient heute als Wohnhaus. Das Areal der ehemaligen Glashütte Heidelbach kam am 1. April 1939 von Neuhausen zu Seiffen (die Siedlung ist ein Ortsteil Neuhausens).

Bad Einsiedel

Das an der Passstraße Sayda - Deutscheinsiedel gelegene Bad Einsiedel wurde als Grangie von den Mönchen des Kloster Osek im Zuge der Erschließung des Erzgebirges angelegt. Hier befand sich zudem eine Pferdewechsel- und Raststation.

Die Kurgebäude von Bad Einsiedel (links unten) um 1900

Die vier eisen- und kieselsäurehaltigen Quellen des Frauenbaches wurden um 1550 entdeckt und bald darauf in einer Schrift von Leonhard Thurneysser beschrieben. Thurneysser schrieb den Quellen eine Heilwirkung bei Geschwüren, Melancholie und offenen Wunden zu. Eine kontinuierliche Nutzung der Quellen hat aber wahrscheinlich bis zum 18. Jahrhundert nicht stattgefunden, denn erst 1723 wurde ein erstes Badehaus mit Badestuben errichtet. Die auf Schloss Purschenstein sitzende Familie von Schönberg ließ 1753 ein Haupthaus zur Unterbringung von Dauergästen errichten. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Bad Einsiedel zu einem Kurplatz finanzkräftiger Gäste, die hier diverse Hautkrankheiten und Rheuma kurierten. In dieser Zeit entstanden auch Liegewiesen, Pavillons, Wintergärten sowie ein Schießstand und eine Kegelbahn. 1840 umfasste das Badehaus 9 Zimmer mit 12 Wannen. Eine 1846 durchgeführte Wasseranalyse bestätigte die Heilwirkung der Frauenbachquellen. 1881 war die kleine Ansiedlung das höchstgelegene Kur- und Mineralbad Sachsens. 1937 wurde der Kurbetrieb mangels Nachfrage eingestellt. Bad Einsiedel etablierte sich zunehmend als Luftkur- und Wintersportort. Zu DDR-Zeiten wurden die Gebäude als Erholungsheim vom FDGB genutzt. Nachdem die Anlagen zwischen 1992 und 1995 als Aussiedlerheim dienten, werden sie heute als Waldgaststätte genutzt.

Neben den Heilquellen erlangte auch der Bergbau kurzzeitig Bedeutung. Um 1700 wurde nahe Bad Einsiedel ein Amethystvorkommen entdeckt und durch verschiedene Gruben erschlossen. Aus "Purschensteiner Amethyst" gefertigte Schalen sind heute Bestandteil der Sammlungen des Grünen Gewölbes Dresden. Der Bergbau hielt sich aber nur wenige Jahrzehnte, denn Johann Friedrich Wilhelm von Charpentier spricht 1778 bereits von ehemals gangbaren Gruben. Nördlich von Bad Einsiedel befand sich auch ein Serpentinitvorkommen.

Heidelberg

1656 kauften sechs Einwohner von Seiffen Land vom Grundherrn Caspar Heinrich von Schönberg auf Purschenstein Land. Zwei Jahre später wurde die Ansiedlung „ufn Hörnel“ genannt. Am 16. Mai 1670 wurde der Ort als „Heidelberg“ offiziell gegründet und kam zur Parochie Neuhausen. 1758 wurde ein Wasserkraft-Drehwerk errichtet, welches heute noch im Freilichtmuseum zu sehen ist. In dieser Zeit nahm das Holzdrechselhandwerk einen starken Aufschwung. 1822 wurde von Heidelberg aus die Holzspielwarenfabrikation in Oberleutensdorf (heute Litvínov) begründet. 1833 kam der Ort zur Parochie Seiffen. Eine Schule wird 1837 erwähnt, 1891 erfolgte ein Neubau. 1873 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. 1927 begann man mit dem Bau einer Wasserleitung. 1928 wurde der Große Teich zum Schwimmbad ausgebaut. Am 1. April 1939 wurde der Ort nach Seiffen eingemeindet.

Oberseiffenbach

1665 begannen neun Seiffener Einwohner mit der Ansiedlung. Am 25. Juni 1667 wurde der Ort offiziell gegründet, er gehörte zur Parochie Neuhausen. Zum Ort gehörte auch die Siedlung um die Mahlmühle Oberlochmühle. Eine Schule wurde 1730 erwähnt. Auch in Oberseiffenbach begann Mitte des 18. Jahrhunderts die Herstellung von Holzspielwaren. Das größte Unternehmen ist die 1850 gegründete Spiel- und Holwarenfabrik von Samuel Friedrich Fischer. Eine neues Schulgebäude wurde 1878 errichtet. 1887 kam der Ort zur Parochie Seiffen. 1936 wurde eine auf der Reichsgartenschau gezeigte Friedhofskapelle auf den Oberseiffenbacher Friedhof verlegt. Am 1. April 1939 kam Oberseiffenbach zu Seiffen. Die Oberlochmühle wurde Ortsteil von Deutschneudorf und Landheim der höheren Schule für Frauenberufe zu Leipzig. Im Zweiten Weltkrieg war dort eine Unterkunft des Kinderheimes der Nazarethschwestern zu Goppeln und zu DDR-Zeiten ein Kinderheim. Nach 1990 wurde die Oberlochmühle abgerissen.

Gedenkstätten

  • Ein Gedenkstein aus dem Jahre 1948 vor dem Hotel "Nussknackerbaude" erinnert an den SA-Terror, der sich im Jahre 1933 in Seiffen ereignet hat.

Einwohnerentwicklung

Arbeit in der Spielwarenfachschule 1929

Seiffen

  • 1486: ca. 65
  • 1551: 146
  • 1576: 165
  • 1602: 175
  • 1618: 240
  • 1648: 280
  • 1660: 380
  • 1799: 470
  • 1834: 1000
  • 1871: 1453
  • 1890: 1441
  • 1910: 1437
  • 1925: 1479
  • 1939: 1555
  • 1946: 4534
  • 1971: 3980
  • 1989: 3725

Heidelberg

  • 1658: ca. 20
  • 1680: 73
  • 1821: 1133
  • 1834: 1349
  • 1871: 1990
  • 1890: 1967
  • 1910: 1742
  • 1925: 1872
  • 1939: 2053

Oberseiffenbach

  • 1665: ca. 40
  • 1680: ca. 90
  • 1801: 265
  • 1834: 384
  • 1871: 611
  • 1890: 695
  • 1910: 682
  • 1925: 659
  • 1939: 639

Niederseiffenbach

  • 1834: 412
  • 1871: 563
  • 1890: 508
  • 1910: 784
  • 1925: 808

Statistische Angaben von 1990 bis 2007

Quelle: Amtsblatt des Kurortes Seiffen Ausgabe: Februar 2008
Jahr Gesamt Männlich Weiblich Ausländer Geburten Sterbefälle Ehen Kita Hort Grundschule Mittelschule
1990 3490 1750 1740 0 65 47 22 1361 120 217 280
1995 3020 1490 1530 5 19 36 16 86 75 176 297
2000 2847 1433 1414 3 22 32 16 103 47 109 4372
2001 2809 1420 1389 3 18 31 16 91 47 114 396
2002 2761 1401 1360 2 20 28 14 89 45 115 331
2003 2726 1376 1350 2 20 32 12 94 64 133 278
2004 2682 1351 1331 2 17 33 19 104 73 144 230
2005 2690 1365 1325 12 16 29 16 103 80 158 152
2006 2634 1340 1294 13 17 25 32 89 81 161 79
2007 2603 1319 1284 7 20 23 20 87 83 163 03

1 = ohne Krippe und Kindergarten Oberseiffenbach
2 = Auflösung Mittelschule Neuhausen
3 = Schließung der Mittelschule zum Ende des Schuljahres 2006/2007

Partnerstadt

Seit 1991 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Bruck in der Oberpfalz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Spielzeugmuseum
Innenraum der Kirche

Museen

  • Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen: Das 1953 eröffnete Museum zeigt die Entwicklung des erzgebirgischen Holzspielzeuges von seinen bergmännischen Wurzeln bis hin zur weltbekannten Handelsware. Seit 1973 ist dem Museum ein Freilichtmuseum angegliedert, dessen Gebäudekomplex anhand verschiedener Häuser und Werkstätten das erzgebirgische Alltagsleben der letzten Jahrhunderte dokumentiert.
  • Privatmuseum "Spielzeugland Max Hetze Seiffen". Im ältesten Geschäft Seiffens wurde zum 125. Geburtstag dieses Spielwarenverlages, im Jahre 1991, ein Museum eröffnet, dass hunderte von Exponaten aus Seiffener Produktion der letzten 100 Jahre zeigt, die sich in den alten Beständen des Verlages erhalten haben.

Bauwerke

  • Evangelisch-lutherische Kirche: Nach einer erstmals um 1570 nachgewiesenen Kapelle wurde 1776–79 nach einem Plan von Christian Gotthelf Reuther eine spätbarocke Kirche mit achteckigem Grundriss (Oktogonkirche) gebaut.

Tourismus

Durch Seiffen verläuft der Bergwanderweg Eisenach–Budapest.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Erzgebirgs-Bike-Marathon: Das Fahrradrennen wird seit 1993 jährlich ausgetragen. Es war der erste in Deutschland veranstaltete Mountainbike-Marathon. 2005 nahmen 1300 Starter an der Veranstaltung teil.
  • Jedes Jahr seit 1990 findet im Advent der große Seiffener Weihnachtsmarkt statt. Zu den Höhepunkten zählt die Eröffnung am 1. Adventsamstag mit dem Festumzug, an dem unter anderen die "Kindertrachtengruppe Lebendiges Spielzeug" und die Bergknappschaft Seiffen teilnehmen. Ein weiterer Höhepunkt ist die große Bergparade am 3. Adventsamtag, wo ebenfalls die Kindertrachtengruppe und viele Bergknappschaften wie Freiberg, Olbernhau und Annaberg mitwirken.

Wirtschaft

Seiffener Kunsthandwerk 1990

Wichtigste Wirtschaftszweig Seiffens sind die Herstellung traditioneller erzgebirgischer Volkskunsterzeugnisse und das Hotel- und Gaststättengewerbe.

Infrastruktur

Verkehr

  • Der Kurort Seiffen ist durch seine Lage in der Grenzregion und die weite Entfernung zu den Autobahnen A 4 und A 72 hinsichtlich der Anbindung an die Verkehrsinfrastruktur eher benachteiligt.
  • Ein großer Fortschritt zur Verbesserung der Anbindung an das tschechische Nachbarland war die Eröffnung des Straßengrenzübergangs zwischen dem nahe gelegenen Deutscheinsiedel und Mníšek im Jahr 2002.
  • Der außerhalb des Ortes liegende Bahnhof Seiffen (Erzgebirge) wird, wegen der Stilllegung des Flöhatalbahn-Abschnittes zwischen Olbernhau-Grünthal und Neuhausen, im Schienenverkehr aktuell nicht bedient.

Bildung

  • Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule Seiffen (Außenstelle des Berufsschulzentrums Zschopau)

Literatur

  • Akademie der Wissenschaften der DDR (Hrsg.): Um Olbernhau und Seiffen. Werte unserer Heimat Bd. 43. Berlin 1985.
  • Albrecht Kirsche: Zisterzienser, Glasmacher und Drechsler - Glashütten in Erzgebirge und Vogtland und ihr Einfluss auf die Seiffener Holzkunst. Münster, München, New York 2005.
  • Martin Hammermüller: Das Schwartenberggebiet. Seiffen - Sayda - Neuhausen. Brockhaus Wanderheft 118. Brockhaus Verlag. Leipzig 1974.
  • Verein 675 Jahre Seiffen e. V. (Hrsg.): 675 Jahre Seiffen. Ein Lese- und Bilderbuch. Marienberg 1999.
  • Matthias Zwarg (Hrsg.): Seiffen. Besuch im Spielzeugland. Chemnitzer Verlag. Chemnitz 1999.

Quellen

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung

Weblinks


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