Shokoku-ji


Shokoku-ji
Die Lehr- bzw. Dharmahalle (法堂, hattō) des Tempels, zuletzt im Jahr 1605 durch Toyotomi Hideyori wiederaufgebaut, ist die älteste in Japan.

Der Shōkoku-ji (Kyūjitai: 相國寺 Shinjitai: 相国寺) ist ein buddhistischer Tempel im Bezirk Kamigyō der japanischen Stadt Kyōto. Er ist einer der Haupttempel der Rinzai-shū und hat als solcher über 90 Zweigtempel.

Der Bau wurde im Oktober 1382 auf Befehl des Sadaijins und Shōguns Ashikaga Yoshimitsu begonnen und 1392 komplett abgeschlossen; schon 1386 gehörte er zum System der Gozan. Erster Vorsteher im Dezember 1382 wurde de facto der Zen-Meister Shun’oku Myōha (春屋妙葩; 1311–1388), der Yoshimitsu im Jahr 1367 ordiniert hatte. Myōha ließ diese Ehre jedoch nominell und postum seinem verstorbenen Onkel Musō Soseki verleihen. Myōha trat 1386 zurück, sein Nachfolger wurde Kūkoku Myōō (1328-1407).

Der Tempel hatte in seiner Geschichte viele bedeutende Schirmherren aus dem Bakufu und dem japanischen Kaiserhaus. So spendete Tokugawa Ieyasu im Jahr 1609 das Berg-Tor (山門, sanmon) und der Go-Mizunoo-tennō überließ ein Gebäude aus seinem Palast als Halle des Tempelgründers (開山堂, kaizan-dō). Mehrere Male wurde der Tempel auch durch Geldgeber aus den höchsten Rängen der Militärregierung nach verheerenden Bränden (u.a. 1394, 1425, 1549 und 1788) wiederaufgebaut.

Go-Honzon des Tempels ist eine von Unkei (運慶; 1151–1223) angefertigte Skulptur des Buddhas Shakamuni. Eine der Gebäude-Decken weist ein Drachen-Gemälde auf, das von Kanō Mitsunobu (狩野 光信; 1565–1608) stammt.

Weblinks

35.033060194444135.7623481757Koordinaten: 35° 1′ 59,02″ N, 135° 45′ 44,45″ O


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