Siedlungsgeografie


Siedlungsgeografie
Dorf der Q'ero in den Anden

Die Siedlungsgeographie (auch Siedlungsgeografie) erfasst und beschreibt menschliche Siedlungen und analysiert ihre Funktionen. Untersucht werden dabei neben Form, Lage und Struktur vor allem deren innere Funktionsweisen sowie die Wechselwirkungen zwischen Siedlungen und deren Umgebung.

Als angewandte Siedlungsgeographie trägt sie zur Planung und Entwicklung von Siedlungsräumen bei, sowie zur Lösung von Konfliktbereichen zwischen Mensch und Umwelt. Wie die Geographie im Allgemeinen, so liegt auch die Siedlungsgeographie an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen – etwa von Soziologie, Architektur, Geschichtswissenschaft oder Stadtplanung. Sie ist durch hohe Interdisziplinarität und holistisch-raumwissenschaftliches Interesse gekennzeichnet.

Der Siedlungsgeographie lassen sich zwei Subdisziplinen der Humangeographie unterordnen:

  1. die Siedlungsgeographie urbaner Räume(Stadtgeographie)
  2. die Siedlungsgeographie ruraler Räume (Geografie des ländlichen Raumes).

Jeweils existieren Verbindungen zur Stadtplanung und zur allgemeinen Raumordnung.

Die klassische Teilung der Disziplin in die obigen beiden Teilbereiche löst sich jedoch zunehmend auf, da auch der Stadt-Land-Gegensatz in ein Stadt-Land-Kontinuum übergeht.

Siehe auch:


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