Sindelfingen-Goldberg


Sindelfingen-Goldberg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Sindelfingen
Sindelfingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Sindelfingen hervorgehoben
48.7133333333339.0027777777778449Koordinaten: 48° 43′ N, 9° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Böblingen
Höhe: 449 m ü. NN
Fläche: 50,85 km²
Einwohner: 60.829 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 1196 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 71063–71069
Vorwahl: 07031
Kfz-Kennzeichen: BB
Gemeindeschlüssel: 08 1 15 045
Stadtgliederung: Kernstadt und 2 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Rathausplatz 1
71063 Sindelfingen
Webpräsenz:
Oberbürgermeister: Dr. Bernd Vöhringer (CDU)

Sindelfingen ist eine Stadt in der Mitte des Bundeslandes Baden-Württemberg, etwa 15 km südwestlich von Stuttgart. Sie ist die größte Stadt des Landkreises Böblingen und bildet zusammen mit der südlichen Nachbarstadt Böblingen ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.

Seit 1. Februar 1962 ist Sindelfingen Große Kreisstadt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Sindelfingen liegt außerhalb des Nordostrandes des Oberen Gäus, zu Füßen einiger Höhen des Glemswaldes (Landschaftsschutzgebiet) zwischen der im Stadtgebiet entspringenden Schwippe und dem Sommerhofenbach. Der höchste Punkt der Gemarkung liegt auf 532, der tiefste auf 409 m ü. NN. Das Stadtgebiet erstreckt sich von 425 bis 460 m ü. NN. Der nördliche Schwarzwald ist von Sindelfingen aus in etwa einer halben Stunde, die Schwäbische Alb in 50 Minuten erreichbar.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Sindelfingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt: Stuttgart (Stadtkreis), Leinfelden-Echterdingen (Landkreis Esslingen) sowie Böblingen, Aidlingen, Grafenau, Magstadt und Leonberg (alle Landkreis Böblingen).

Stadtgliederung

Sindelfingen besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gebietsreform 1971 eingegliederten Stadtteilen Maichingen und Darmsheim. Beide eingemeindeten ehemaligen Gemeinden sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt sie haben jeweils einen Ortschaftsrat, der von der Bevölkerung der Ortschaft bei jeder Kommunalwahl neu gewählt wird. Vorsitzender des Ortschaftsrats ist der Ortsvorsteher. Derzeit (Januar 2008) entsteht auf der Fläche des ehemaligen Böblinger Flugplatzes der neue Stadtteil Flugfeld, ein gemeinsames Projekt der Städte Sindelfingen und Böblingen. Zwei Drittel des Stadtteils werden auf Böblinger Gemarkung liegen, das restliche Drittel auf Sindelfinger Gemarkung.

In der Kernstadt werden zum Teil Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Geschichte aufgrund der Bebauung ergeben haben und die jedoch meist nicht genau abgrenzbar sind. Hierzu gehören beispielsweise Königsknoll, Viehweide, Pfarrwiesen, Spitzholz, Eschenried, Eichholz, Hinterweil und Goldberg.

Raumplanung

Sindelfingen bildet zusammen mit der Nachbarstadt Böblingen ein Mittelzentrum innerhalb der Region Stuttgart, deren Oberzentrum Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Böblingen/Sindelfingen gehören neben den beiden Städten noch die Gemeinden im mittleren Teil des Landkreises Böblingen, und zwar Aidlingen, Altdorf, Ehningen, Gärtringen, Grafenau, Hildrizhausen, Holzgerlingen, Magstadt, Schönaich, Steinenbronn, Waldenbuch und Weil im Schönbuch.

Geschichte

Kopf einer Mithrasstatue aus dem römischen Sindelfingen

Im 4. Jahrtausend v. Chr. existierte eine jungsteinzeitliche Siedlung im Gewann Hinterweil. Auch in der Urnenfelder-, Hallstatt- und Latènezeit gab es im Stadtgebiet vereinzelte Besiedlung, wie Scherbenfunde, Grabhügel und Urnengräber belegen. Im 1.–3. Jahrhundert existierte am Nordhang des Goldbergs ein römischer Vicus (Straßendorf), daneben standen über die Gemarkung verteilt kleinere Gutshöfe. Bald nach dem Fall des Limes 260 n. Chr. siedelten sich hier die Alamannen an, die auf der heutigen Sindelfinger Kerngemarkung die drei Dörfer Sindelfingen, Altingen und Bochtelfingen gründeten. Seit etwa 700 stand im Bereich eines älteren Herrenhofes von Vorfahren der späteren Grafen von Calw ein Vorgängerbau der heutigen Martinskirche mit Friedhof. In der fränkischen Zeit vom 8. bis zum 11. Jahrhundert war Sindelfingen der Mittelpunkt einer fränkischen Grafschaft, die den späteren Grafen von Calw, einer der bedeutendsten Adelsfamilien im heutigen Baden- Württemberg, unterstand. Nach den im 13. Jahrhundert verfassten Sindelfinger Annalen gründete Graf Adalbert (II.) Atzinbart etwa 1050 in seinem Sindelfinger Stammsitz ein Benediktinerdoppelkloster für Mönche und Nonnen, das er bald darauf nach Hirsau in das von ihm wiederaufgebaute Aureliuskloster verlegte, aus dem das weltberühmte Reformkloster Hirsau hervorging. Stattdessen gründete er um 1065 in Sindelfingen ein Chorherrenstift, das 1155 als „praepositura in Sindelvinga“ erstmals urkundlich erwähnt wurde. Für dessen Bau brach er seinen Stammsitz mit der älteren Martinskirche ab und verlegte seinen Sitz nach Calw. Dort baute er eine neue Herrenburg und erschloss sich durch Rodungsarbeit ein geschlossenes Machtterritorium. Der Bau der neuen Martinskirche in Sindelfingen schritt nur langsam voran; 1100 wurde die Krypta geweiht, doch die eigentliche Kirche wurde erst 1132 von den Welfen fertiggestellt, die in Sindelfingen eine Münzstätte einrichteten. Das Sindelfinger Chorherrenstift wurde in den nächsten Jahrhunderten durch weitere Stiftungen reich und bedeutend, geriet aber 1351 unter die Landesherrschaft der Grafen und späteren Herzöge von Württemberg. 1476 wurde von diesen in Tübingen ein neues Stift gegründet, dessen Besitz den finanziellen Grundstock für die berühmte Eberhard-Karl Universität bildete. Dieses neue Stift erhielt den größten Teil des alten Sindelfinger Stiftsbesitzes. Die Sindelfinger Chorherren wurden die ersten Professoren und der Propst Johannes Degen deren erster Kanzler. Aus den Besitzresten wurde in Sindelfingen das nachfolgende Augustiner-Chorherrenstift gegründet, das 1535 im Rahmen der Reformation durch die Herzöge von Württemberg endgültig aufgelöst wurde.

Um 1130 kam das Dorf Sindelfingen durch Uta von Schauenburg, die Erbtochter Graf Gottfrieds von Calw und Gemahlin Herzog Welfs, mit seinem Nachbardorf Böblingen in den Besitz der Welfen. Im darauffolgenden Erbstreit wurde das Dorf Sindelfingen 1133 von Utas Vetter Adalbert IV. von Calw niedergebrannt. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bestand in Sindelfingen eine welfische Münzstätte; ein Topf mit zahlreichen Silberbrakteaten aus dieser Werkstatt wurde 1973 im Boden der Martinskirche vergraben entdeckt. Der Besitzübergang an die Pfalzgrafen von Tübingen ist nicht völlig geklärt; er dürfte über den Kauf der Besitzungen Welf V. durch Kaiser Friedrich Barbarossa und eine nachfolgende Belehnung an die Tübinger Pfalzgrafen erfolgt sein. Im Rahmen von Erbteilungen kamen die Dörfer der Sindelfinger Gemarkung in den Besitz des Grafen Rudolf der Scherer von Tübingen-Herrenberg, das Dorf Böblingen an seinen Vetter, der dort ca. 1250 eine Stadt gründete. Als Reaktion erfolgte 1263 die Gründung der Stadt Sindelfingen zwischen Stiftsbezirk und Dorf Sindelfingen durch den Grafen Rudolf der Scherer; die Dörfer Sindelfingen, Altingen und Bochtelfingen gingen später in der neuen Stadt auf. Schon bevor die Stadtmauer fertiggestellt worden war, griffen die Böblinger die Stadt Sindelfingen an. Seit damals bestand eine ausgeprägte Rivalität zwischen den beiden Nachbarstädten. 1351 wurde die Stadt an Württemberg verkauft. Die neuen Herren führten 1535 die Reformation ein. Sindelfingen blieb aber lange Zeit ein unbedeutendes Landstädtchen, das sich nie damit abfinden konnte, im Rahmen des Herzogtums Württemberg zum Oberamt Böblingen zu gehören und der Nachbarstadt untergeordnet zu sein. 1607 erreichten die Bürger Sindelfingens durch eine außerordentliche Steuerzahlung an den Herzog endlich, aus diesem Oberamt herausgelöst zu werden und eine von Böblingen unabhängige Amtsstadt ohne eigene Amtsorte zu werden. Dieses Privileg wurde ihnen dann im 18. Jahrhundert wieder genommen.

Im 19. Jahrhundert wurden mechanische Webereien eingeführt, und Sindelfingen wurde eine bedeutende Weberstadt. Aus dieser Zeit stammt die in Sindelfingen beheimatete Weberfachschule. 1850 hatte Sindelfingen 4304 evangelische und 6 katholische Einwohner, die in 461 Haupt- und 203 Nebengebäuden lebten und arbeiteten.[2] Im Rahmen des Eisenbahnbaus von Stuttgart nach Böblingen zahlten die Sindelfinger Bürger wieder selbst dafür, dass die Bahnlinie über Sindelfingen mit einem eigenen Bahnhof verlaufen sollte. Nachdem die Zahlungen in Stuttgart eingegangen waren, wurde der Streckenverlauf wieder Richtung Böblingen verlegt, ohne Sindelfingen zu berühren. All diese Ereignisse vertieften die traditionelle Feindschaft zwischen den Städten Sindelfingen und Böblingen.

Im 20. Jahrhundert erfolgte eine bedeutende Industrialisierung. Es wurden Maschinenfabriken sowie Industrien für Autos, Büromaschinen, Schuhe, Uhren und anderes errichtet. 1914 wurde das Daimler-Werk in Sindelfingen angesiedelt. Auch die DEHOMAG, eine Büromaschinenfabrik, die den Vorgänger des Computers produzierte und 1929 durch IBM aufgekauft wurde, hatte in Sindelfingen ihren Sitz.

Wilhelm Friedle, bis 1935 Betriebsdirektor der Daimler-Benz AG im Werk Sindelfingen, brachte das Fließband nach Deutschland. Sindelfingen wuchs zu einer bedeutenden Industriestadt heran.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Firma Daimler zu einem der größten Produzenten von Rüstungsgütern. Dieser Zuwachs wurde auch gewährleistet durch den Einsatz von Zwangsarbeitern, die nach Deutschland verschleppt wurden, davon allein in Sindelfingen in Daimler-eigenen Werkslagern etwa 3.000 Frauen, Kinder und Männer vorwiegend aus der Sowjetunion und Polen. Mindestens 46 von ihnen wurden Opfer der Zwangsarbeit, wovon Gedenksteine auf dem Alten Friedhof in der Bleichmühlestraße zeugen. Schwangere Zwangsarbeiterinnen kamen in eine "Entbindungsstation" im Lager Böblinger Allee, das mit seinen Bedingungen für ein rasches Sterben der Neugeborenen sorgte. Später wurden die Frauen zu Abtreibungen gezwungen, weil ihre Kinder als "rassisch minderwertig" galten.[3]

Aufgrund des industriellen Rüstungspotentials wurde die Stadt im Zweiten Weltkrieg verhältnismäßig stark zerstört, danach jedoch wieder aufgebaut. Der starke Einwohnerzuwachs führte zum Bau zahlreicher Wohnsiedlungen. Die Stadt, deren Einwohnerzahl nach Kriegsende bei ca. 8500 lag, überschritt 1957 die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, dem die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Februar 1962 zustimmte.

Bei der Gebietsreform 1971 erreichte das Stadtgebiet schließlich seine heutige Ausdehnung. Von der Landesregierung Baden-Württemberg war seinerzeit eine Fusion mit der Nachbarstadt Böblingen zur Großstadt Böblingen-Sindelfingen vorgesehen und sogar schon beschlossen worden. Aber vor Inkrafttreten der neuen Rechtsbestimmung erreichte der geschlossene Widerstand der Bürger beider Städte, der seine Kraft aus der jahrhundertelangen Feindschaft beider Städte bezog, dass dieser Plan nicht umgesetzt werden konnte. Witzigerweise waren sich dabei die Bürger beider Städte erstmals seit langer Zeit einig. Ein nicht zu lösender Streitpunkt war dabei der neue gemeinsame Name der neuen Doppelstadt.

1990 war Sindelfingen Gastgeber der zehnten Landesgartenschau Baden-Württemberg (in der Nachbarstadt Böblingen fand diese Veranstaltung 1996 statt).

Religionen

Martinskirche
Ulu-Moschee in Sindelfingen

Protestanten

Die Bevölkerung von Sindelfingen gehörte ursprünglich zum Bistum Konstanz. Da die Stadt seit dem 14. Jahrhundert zu Württemberg gehörte, wurde auch hier ab 1535 durch Herzog Ulrich die Reformation eingeführt, daher war Sindelfingen über Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Sie gehört seit jener Zeit zum Dekanat Böblingen. Die Hauptkirche der Stadt ist die Martinskirche, eine der ältesten Kirchen des Landes (Weihe 1083). Die zugehörige Kirchengemeinde Sindelfingen war zunächst die einzige der Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung infolge Zuzugs stark an. Daher wurde die Kirchengemeinde geteilt. Es entstand die Christusgemeinde (Kirche von 1958 mit Nikodemuskirche), die Johannesgemeinde (Kirche von 1962) und die Versöhnungsgemeinde (Kirche von 1967). Innerhalb der Martinsgemeinde gibt es noch die 1976 erbaute Markuskirche. Alle vier Kirchengemeinden bilden die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Sindelfingen. Auch in den beiden Stadtteilen Darmsheim und Maichingen wurde infolge der frühen Zugehörigkeit zu Württemberg die Reformation eingeführt. Auch dort gibt es jeweils eine evangelische Kirchengemeinde, die in alten Kirchen ihre Gottesdienste feiert, in Darmsheim in einer ehemaligen Wehrkirche mit spätgotischem Westturm und Fresken im Innern bzw. in Maichingen in einer umgebauten Chorturmkirche mit Erweiterungen aus dem Jahr 1609. Auch die beiden Stadtteilgemeinden gehören wie alle Sindelfinger Kirchengemeinden zum Dekanat bzw. Kirchenbezirk Böblingen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Katholiken

Katholiken gibt es in Sindelfingen nach der Reformation erst wieder seit Ende des 19. Jahrhunderts. Für sie wurde 1952 eine eigene Kirche „Zur Heiligsten Dreifaltigkeit“ gebaut und eine Pfarrei eingerichtet. Weitere Kirchen wurden 1960 (St. Joseph, Pfarrei seit 1965), 1969 (Auferstehung Christi, Pfarrei seit 1974), 1970 (St. Paulus, Pfarrei seit 1974) und 1972 (St. Maria Königin des Friedens, Pfarrei seit 1974) erbaut. In Darmsheim gibt es seit 1974 die Kirche St. Stephan. Sie gehört zur Nachbargemeinde Christkönig Dagersheim, mit der sie eine Kirchengemeinde bildet. In Maichingen wurde 1955 die Kirche St. Anna erbaut. Die Pfarrei Maichingen wurde 1961 errichtet. Die katholischen Gemeinden im Sindelfinger Stadtgebiet bilden die Seelsorgeeinheiten 7, 9 und 10, zu denen teilweise noch benachbarte Kirchengemeinden gehören. Sie alle gehören zum Dekanat Böblingen (zuvor Dekanat Weil der Stadt) der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Freikirchen

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Sindelfingen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche (Erlöserkirche), die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine christliche, türkischsprachige Gemeinde (Türkçe Konusan Kilise Toplulugu) und das Internationale Christliche Zentrum (ICZ). Auch die Neuapostolische Kirche ist in Sindelfingen vertreten.

Muslime

Neben den christlichen Glaubensgemeinschaften existiert in Sindelfingen auch eine große Anzahl von Muslimen, die mittlerweile mehrere Moscheen errichtet haben.

Eingemeindungen

  • 1. September 1971: Darmsheim
  • 1. Dezember 1971: Maichingen

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (*) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). Alle Zahlen seit 1871 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.[4]

Jahr Einwohner
1500 ca. 1000
1600 ca. 1400
1702 1402
1803 2981
1850[2] 4310
1861 3804
1. Dezember 1871 * 3704
1. Dezember 1880 * 3934
1. Dezember 1890 * 4239
1. Dezember 1900 * 4291
1. Dezember 1910 * 4589
16. Juni 1925 * 5394
16. Juni 1933 * 6986
Jahr Einwohner
17. Mai 1939 * 8.465
1946 10.027
13. September 1950 * 11.448
6. Juni 1961 * 26.127
27. Mai 1970 * 40.785
31. Dezember 1975 54.134
31. Dezember 1980 54.808
27. Mai 1987 * 57.005
31. Dezember 1990 58.805
31. Dezember 1995 59.435
31. Dezember 2000 60.843
30. September 2004 61.347
31. Dezember 2005 60.843

Politik

Das Rathaus in der Vaihinger Straße

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 45 Sitze. Diese verteilen sich auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt:

CDU 36,9 % −1,1 17 Sitze ±0
FW 22,7 % +0,9 10 Sitze ±0
SPD 21,5 % −1,0 10 Sitze ±0
GRÜNE 13,5 % +3,6 6 Sitze +2
FDP/DVP 5,4 % +0,9 2 Sitze ±0
Andere 0,0 % −3,2 0 Sitze −1

Bürgermeister

Ein Schultheiß des Dorfes Sindelfingen wird 1255 erwähnt; 1271 wird erstmals ein Schultheiß der Stadt erwähnt, seit 1280 gab es einen Vogt, der bis 1605 in Böblingen seinen Sitz hatte, bis die Stadt vom Amt Böblingen getrennt wurde. Dann leiteten Amtmänner bzw. Oberamtmänner die Stadtverwaltung.

Seit 1819 trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung „Stadtschultheiß“ und seit 1930 Bürgermeister. Mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Februar 1962 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf acht Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“ und der 2. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

Stadtoberhäupter seit 1819

  • 1819–1826: Johann Friedrich Dinkelacker
  • 1826–1832: Johann Breuning
  • 1832–1849: Christian Immanuel Conz
  • 1850–1895: Johann Gottfried Frank
  • 1895–1932: Wilhelm Hörmann
  • 1932–1945: Karl Pfitzer
  • 1945–1946: Werner Häring
  • 1946–1977: Arthur Gruber
  • 1977–1993: Dr. Dieter Burger
  • 1993–2001: Dr. Joachim Rücker
  • Seit 2001: Dr. Bernd Vöhringer

Wappen und Flagge

Das Wappen der Stadt Sindelfingen zeigt in Silber drei liegende schwarze Hirschstangen übereinander, darunter ein schwarzes Kreuz. Die Sindelfinger Stadtflagge ist schwarz-weiß. Wappen und Flagge haben lange Tradition und wurden 1927 offiziell festgelegt. Die Hirschstangen symbolisieren die Zugehörigkeit zu Württemberg.

Städtepartnerschaften

Sindelfingen unterhält mit folgenden Städten offizielle Partnerschaften:

  • SwitzerlandSwitzerland Schaffhausen (Schweiz), seit 1952 (Städtefreundschaft)
  • FranceFrance Corbeil-Essonnes (Frankreich), seit 1961
  • ItalyItaly Sondrio (Italien), seit 1972
  • UKUK Dronfield, North East Derbyshire (Vereinigtes Königreich), seit 1981
  • HungaryHungary Győr (Ungarn), seit 1989
  • SaxonySaxony Torgau (Sachsen), seit 1988
  • PolandPoland Chełm (Polen), seit 2001

Patenschaft

Sindelfingen hat seit 1955 eine Patenschaft für die Vertriebenen aus der Stadt und dem Gerichtsbezirk Würbenthal im Kreis Freudenthal im Sudetenland übernommen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Sindelfingen ist geprägt durch die Automobilindustrie, besonders durch das Automobilwerk der Daimler AG. Mit rund 27.000 Beschäftigten sowie weiteren rund 6.000 Mitarbeitern in der ebenfalls am Standort angesiedelten Pkw-Entwicklung der Mercedes-Benz Cars, ist es das weltweit größte Automobilwerk des Konzerns.

In der frühen Neuzeit war das Weberhandwerk ansässig, daher gibt es auch heute noch viele Modefirmen. Die Energieinfrastruktur wird durch die Stadtwerke Sindelfingen GmbH betrieben, an der die Stadt Sindelfingen mit 37,4 % beteiligt ist.

Verkehr

Sindelfingen ist über die Anschlussstellen Sindelfingen-Ost und Böblingen/Sindelfingen der Bundesautobahn 81 (WürzburgGottmadingen), die sich im nordöstlichen Stadtgebiet an der Grenze zu Stuttgart mit der A 8 kreuzt, gut erreichbar. Ferner verläuft die Bundesstraße 464 (nach Reutlingen) durch das westliche Stadtgebiet. Die B 14 führt an Sindelfingen vorbei.

Der Bahnhof Sindelfingen liegt an der Rankbachbahn von Böblingen nach Renningen. Auf dieser Strecke fahren derzeit nur Güterzüge (Güterzugumgehung Stuttgart). Ab 2010 soll diese Strecke für die S-Bahn Stuttgart als S60 reaktiviert werden. Dabei sollen die derzeit stillgelegten Bahnhöfe Sindelfingen und Maichingen wieder in Betrieb gehen. Derzeit sind die S-Bahn-Haltepunkte „Goldberg“, „Böblingen“ (Bahnhof) und „Hulb“, alle im Stadtgebiet Böblingen und an der Linie S1 in Richtung Stuttgart bzw. Herrenberg, von Sindelfingen aus gut zu erreichen. Die S-Bahn und die Buslinien des Stadtverkehrs Böblingen-Sindelfingen sind in den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) integriert.

Der nahegelegene Flughafen Stuttgart ist über die Autobahn sowie mit der S-Bahn in wenigen Minuten erreichbar.

Öffentliche Einrichtungen

Sindelfingen hat ein Notariat und eine Außenstelle des Landratsamts Böblingen (Amt für Schule und Bildung und Schulpsychologische Beratungsstelle). Das Amt für Schule und Bildung ist seit dem 1. November 2006 im Landratsamt in Böblingen eingegliedert. Damit ist die durch die Verwaltungsreform des Landes Baden-Württemberg festgelegte Zuordnung zum Landkreis auch räumlich abgeschlossen.

Medien

In Sindelfingen erscheinen als Tageszeitungen die Kreiszeitung Böblinger Bote und die Sindelfinger Zeitung.

Bildungseinrichtungen

In Sindelfingen gibt es ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Grund- und Hauptschule).

Ferner gibt es vier Gymnasien (Goldberg-, Pfarrwiesen- und Stiftsgymnasium sowie das Gymnasium Unterrieden), drei Realschulen (Realschule am Goldberg, Eschenried und Hinterweil), eine Förderschule (Martinsschule), drei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Eichholzschule, GHS Goldberg und Johannes-Widmann-Schule Maichingen), eine Hauptschule mit Werkrealschule am Klostergarten und sechs selbständige Grundschulen (Darmsheim, Gartenstraße, Hinterweil, Klostergarten, Königsknoll und Sommerhofen).

Der Landkreis Böblingen ist Schulträger der beiden Beruflichen Schulen unter dem Namen Gottlieb-Daimler-Schule im Technischen Schulzentrum (Gottlieb-Daimler-Schule I und Gottlieb-Daimler-Schule II) sowie der Bodelschwinghschule für Geistigbehinderte mit Bodelschwingh-Schulkindergarten für Geistigbehinderte, der Schule für Körperbehinderte mit Schulkindergarten und der Schule für Sprachbehinderte und Kranke in längerer Krankenhausbehandlung mit Schulkindergarten für Sprachbehinderte.

Die private Abendrealschule Böblingen-Sindelfingen e. V. rundet das schulische Angebot in Sindelfingen ab.

Kultur, Sehenswürdigkeiten und Gastronomie

Museen

Altes Rathaus, heute Stadtmuseum
Mittleres Rathaus am Marktplatz
Marktplatz-Brunnen
Einer der berühmten Zebrastreifen aus Marmor an der Ziegelstraße
Städtische Mülltonne „Mülltoni“ in der Nähe des Marktplatzes
Der 1964 erbaute Sprungturm im Sindelfinger Badezentrum. Der 17 Meter hohe Sprungturm verfügt über alle standardisierten Bretthöhen

Das 1970 eingerichtete Donauschwäbische Museum im Haus der Donauschwaben zeigt eine Sammlung donauschwäbischen Kulturgutes. Angeschlossen ist eine Spezialbibliothek für donauschwäbisches Schrifttum.

Im Alten Rathaus im Stadtteil Maichingen befindet sich die Galerie der Stadt Sindelfingen sowie im 1990 eröffneten Lütze-Museum im Mittleren Rathaus Sindelfingen.

Über die Stadtgeschichte informiert das Stadtmuseum im Alten Rathaus von 1478 mit angrenzendem Salzhaus von 1592. Im Salzhaus ist auch die Würbenthaler Heimatstube untergebracht.

In der Alten Webschule befindet sich das Haus der Handweberei mit Webereimuseum.

In der ehemaligen Lochkartendruckerei der IBM in Sindelfingen befindet sich seit 1994 das „Haus zur Geschichte der IBM Datenverarbeitung“.

Bauwerke

Das Alte Rathaus (heute das Stadtmuseum, der Eintritt ist frei) und die Martinskirche (1083) sind die Wahrzeichen der Stadt. Weitere Sehenswürdigkeiten:

  • Heizkraftwerk Daimler AG mit zwei Stahlbetonkaminen. Der höhere der beiden Kamine ist 120 Meter hoch. Er trägt auf seiner Spitze die Sendeantennen zur terrestrischen Verbreitung des Fernsehprogramms Regio TV, mit der seine Höhe 123 Meter beträgt. Der andere Kamin ist 100 Meter hoch.
  • Das mittlere Rathaus am Marktplatz
  • Kurze Gasse mit Fachwerkhäusern
  • Alter Friedhof (hinter der Stadtbibliothek)
  • Klostersee
  • Ehemalige Landesgartenschau (mit der Kleinbahn Sommerhofen-Park)
  • Hallenbad und Badezentrum (seit 1985 Landes-Leistungszentrum des Württ. Schwimmverbands)
  • Sprungturm mit 10-Meter-Brett im Freibad
  • Goldbergturm
  • Vogelschutzinformationszentrum (VIZ) am Freibad (Eintritt frei)
  • Wasserturm Sindelfingen-Steige
  • Wasserturm Sindelfingen-Eichholz
  • Zweigart Brücke, benannt nach dem traditionsreichen Textilunternehmen Zweigart & Sawitzki
  • Würbenthaler Heimatstube (Eintritt frei)
  • Freundschaftsbrunnen auf dem Marktplatz, gestaltet von Bonifatius Stirnberg. Um einen zentralen Brunnen mit dem Sagenpferd Pegasus sind sechs kleine Brunnen angeordnet, die für sechs Partnerstädte Sindelfingens stehen. Die Figuren sind drehbar.
  • Fernsehumsetzer Darmsheim (seit der DVB-T-Umstellung des Stuttgarter Fernmeldeturm außer Betrieb)
  • Funkturm Fuchsberg
  • Funkturm Raststätte Sindelfinger-Wald
  • An der Ziegelstraße wurden in den 70er Jahren, zu Zeiten hoher Gewerbesteuereinnahmen, Zebrastreifen aus Carrara-Marmor eingebaut.
  • Sporthalle Glaspalast, entworfen von Günter Behnisch, eröffnet 1977.
  • Anti-Gewalt-Mahnmal vor dem Gemeindezentrum Hinterweil
  • IBM-Hochhaus

Freizeiteinrichtungen

  • Badezentrum Sindelfingen
  • Die Kleinbahn Sommerhofen-Park (Fahrbetrieb sonntags, von April bis September)
  • Der Glaspalast ist eine Sporthalle mit 200-m-Tartan-Laufbahn (4 Rundbahnen), 2 Judohallen, Kegelbahn (8 Bahnen), Trainings- und Gymnastikräume.
  • Das Floschenstadion ist ein Leichtathletikstadion. Wenn keine Veranstaltungen stattfinden, ist es öffentlich zugänglich. Ein Abriss ist beschlossen.[5]

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Das Internationale Straßenfest am 3. Juniwochenende ist eines der größten Straßenfeste Europas. Drei Tage am Stück werden mit Tanz, Folklore und Hunderten von Ständen (meist Kulturvereine und Verbände) die verschiedenen Kulturen der Stadt und natürlich besonders beliebt, die Delikatessen der jeweiligen Heimat präsentiert und gefeiert.
  • Die Internationale Briefmarkenbörse findet am letzten Oktoberwochenende in der Messehalle statt.
  • Sindelfingen ist eine der wenigen Städte, welche ihr Volksfest aufgegeben hat. Das alljährlich im Sommer stattfindende Sindelfinger Volksfest fand 1987 zum letzten Mal statt, weil der Festplatz zum Teil des Geländes der Landesgartenschau wurde und seitdem kein geeignetes Veranstaltungsareal mehr existiert.
  • Am Jahresanfang findet im Glaspalast alljährlich ein internationales Hallen-Leichtathletikmeeting statt. Dort stellte Colin Jackson 1994 in 7,3 s den immer noch aktuellen Weltrekord über 60 m Hürden der Männer auf.
  • Ebenso in den Wochen um dem Jahreswechsel herum findet im Glaspalast die Sindelfinger Hallenfußball-Gala statt, in dessen Rahmen der Mercedes-Benz-Junior-Cup einen Platz gefunden hat. Der Junior-Cup ist ein weltbekanntes U19-Turnier, zu dem jährlich die A-Jugend-Teams europäischer Großvereine wie des FC Schalke 04, des AS Monaco und Dinamo Zagrebs sowie sogar Jugendnationalmannschaften wie die von Südafrika anreisen.

Musik

Die von 1986 bis 2005 bestehende Punk-Rock-Band WIZO stammt aus Sindelfingen.

Vereine

  • Der Flugsportverein Sindelfingen bietet in den Abteilungen Motor-, Segel- und Modellflug ein breites Spektrum von der Anfängerausbildung bis hin zum Hochleistungssport.
  • VfL Sindelfingen; dessen Frauenfußballmannschaft spielte während der Saison 2005/06 in der 1. Bundesliga und spielt derzeit in der 2.BL Süd.
  • Der Tages- und Pflegeelternverein e. V. ist ein Zusammenschluss von Tagesmüttern, Kinderfrauen und Eltern der Tageskinder, Vollzeit- und Bereitschaftspflegeeltern, Adoptiveltern.
  • Billard-Club Sindelfingen (BCS); die erste Mannschaft, in der unter anderem der aktuelle 14.1e-Weltmeister Oliver Ortmann spielt, spielt in der 1. Bundesliga.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Sindelfingen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 1918: Mina Zweigart, Mitinhaberin der Firma Zweigart
  • 1946: Wilhelm Hörmann, Bürgermeister
  • 1951: Dr. Wilhelm Haspel, Direktor und Vorstandsvorsitzender von Daimler-Benz
  • 1963: Dr. Wilhelm Langheck, Direktor von Daimler-Benz
  • 1963: Arthur K. Watson, Präsident von IBM
  • 1970: Karl Hummel, Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender
  • 1975: Ernst Schäfer, Gemeinderat und Landtagsabgeordneter

Daneben vergibt die Stadt Sindelfingen noch Ehrenplaketten in Gold und Silber an Personen, die sich um die Stadt verdient gemacht haben. Ehrungen dieser Art erhielten unter anderem Roger Combrisson (Bürgermeister der Partnerstadt Corbeil-Essonnes) und Arthur Gruber.

Söhne und Töchter der Stadt

weitere Persönlichkeiten

die in Sindelfingen gewirkt haben, ohne dort geboren zu sein:

  • Wilhelm Friedle, Betriebsdirektor der Daimler-Benz AG Werk Sindelfingen bis 1935 brachte das Fließband nach Deutschland
  • Gustl Hohenstein, Erbauer der Häuser der Konfektion und der Messe Sindelfingen
  • Roland Emmerich, Hollywood-Regisseur; wuchs in Sindelfingen auf und drehte in der Umgebung seine ersten Filme

Quellen

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. a b Beschreibung des Oberamts Böblingen – Tabelle I.
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 82f.
  4. Statistisches Landesamt B-W.
  5. Die Bahn ist frei für die Abrissbirne, VfL Sindelfingen, abgerufen 4. Mai 2009

Literatur

  • Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961
  • Lorenz, S., Scholz, G. (Hg.): Böblingen. Vom Mammutzahn zum Mikrochip. Filderstadt 2003 (ISBN 3-935129-09-2)
  • Hermann Weisert: Sindelfingen im Wandel der Zeit. Röhm Verlag, Sindelfingen 1988
  • Stadt Sindelfingen (Hrsg), Dorothee Ade-Rademacher, Reinhard Rademacher: Reich an Vergangenheit. Römer und Alamannen in Sindelfingen. Sindelfingen 2004 (Schriftenreihe des Stadtarchivs Sindelfingen, Band 6), ISBN 3-00-014744-6
  • Thomas Knopf: Das römische Sindelfingen. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2000 (Materialhefte zur Archäologie in Baden-Württemberg, Band 55), ISBN 3-8062-1497-2
  • Beck, Alfred: Chronik von Darmsheim, Böblingen 1930 (Neuauflage 2003)

Weblinks


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