Sirius-Zyklus

Sirius-Zyklus
Sirius (links) und sein kleinerer Begleiter Sirius B (rechts) in einer Fotomontage

Sothis-Zyklus (auch Sothis-Periode) bezeichnet den Zeitraum, den Sirius mit seinem heliakischen Aufgang (zeitgleich mit der Sonne aufgehend) benötigt, um einmal den ägyptischen 365-Tages-Kalender zu durchlaufen. Der heliakische Aufgang von Sirius verschiebt sich nach alter Berechnung alle vier Jahre um jeweils einen Tag. In der Vergangenheit wurde meist der konstante Wert von 1460 Jahren (365 × 4) für die Dauer eines Kalenderdurchlaufs angegeben.[1] Wissenschaftliche Untersuchungen in der Neuzeit haben gezeigt, dass es keine konstanten Werte der Zyklen gibt und daher für die zu untersuchenden Zeiträume die zugehörige Dauer gesondert berechnet werden muss.

Altägyptische Quellen, wie z. B. Papyri und Inschriften, enthalten teilweise exakte Datumsangaben, die auf den zu diesem Zeitpunkt aktuellen heliakischen Siriusaufgang bezüglich des altägyptischen 365-Tage-Kalenders hinweisen. Dadurch entsteht die Möglichkeit, diese Angaben in den heutigen gregorianischen Kalender umzurechnen und einen relativ eng begrenzten Zeitraum anzugeben, aus dem die betreffende ägyptische Quelle stammt.

Die antiken Historiker hatten nicht die technischen Voraussetzungen der heutigen Astronomie, weshalb deren Berechnungen im Ergebnis zu leichten Abweichungen führten. Unter der Annahme, dass Sirius alle vier Jahre um einen Tag im ägyptischen Kalender wanderte, ergab sich bei 365,25 Tagen im julianischen Kalender der so angesetzte Sothis-Zyklus von 1461 Jahren (365,25 × 4). Die Beobachtungsmöglichkeiten der modernen Astronomie zeigen genaue Werte, die daher Ungenauigkeiten der früheren Ansetzungen korrigieren.

Seit der wissenschaftlichen Entdeckung des Sothis-Zyklus, in Verbindung mit dem ägyptischen Kalender im Alten Ägypten, wurden bis in die heutige Zeit heftige Diskussionen unter Ägyptologen und Historikern hinsichtlich seiner Bedeutung für die Ägypter geführt. Die geschichtliche Entwicklung, die von persönlichen Eitelkeiten, Meinungen und Fakten beherrscht wurde, führte immer wieder zu neuen Betrachtungsperspektiven des Sothis-Zyklus.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft des Namens

Die Entstehung des Namens nahm den Weg aus der ursprünglichen altägyptischen Bezeichnung der Göttin Sepdet/Sopdet,
M44 X1
N14
spd.t (mit Vokalen: *sắpd.˘t), die später im 1. Jahrtausend v. Chr. zu *sŏte/sote wurde.

Ob die Bedeutung „die Spitze“ mit dem ursprünglichen „altägyptischen Sternbild Sopdet“ in Verbindung gebracht wurde, das in der Frühzeit Sirius und zwei weitere Sterne beinhaltete, bleibt dabei unklar. Die entsprechende gräzisierte Schreibung Σωθις für Sothis und Benennung als „Seirios“ für Sirius erfolgte später über Plutarch.

Datierungsangaben

Sowohl der julianische als auch der gregorianische Kalender decken sich nicht exakt mit den im ägyptischen Kalender vermerkten Sothis-Daten. Der ägyptische Tag begann mit dem Sonnenaufgang, der ersten Sichtbarkeit der Sonne.

Der heliakische Aufgang des Sirius erfolgte jedoch mit der Morgendämmerung vor den ersten Sonnenstrahlen. Entsprechend ist für eine Deckungsgleichheit die Korrektur um einen Tag zu berücksichtigen. Gleiches gilt für den proleptischen Kalender.

Ausgangslage

Präzession bei einem Gyroskop

Die Grundvoraussetzung Präzession der Erde ist für alle Regionen der Erde identisch. Die Auswirkungen der Merkmale Eigenbewegung des Sirius sowie Sonnenaufgang unterliegen veränderlichen Bedingungen und beeinflussen die Dauer eines Sothis-Zyklus entscheidend. Sirius nähert sich unserem Sonnensystem infolge der Eigenbewegung. Erst in etwa 64.000 Jahren wird die größte Annäherung erreicht sein, ehe Sirius sich danach wieder von der Erde entfernt. Obwohl sich die Annäherungsgeschwindigkeit verlangsamt, nimmt für einen Beobachter auf der Erde die Geschwindigkeit der optischen Veränderung der Sirius-Position am Himmel kontinuierlich zu und führte seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. bis etwa 665 n. Chr. in Ägypten zunächst um eine Verschiebung von drei Vollmondbreiten; gegenwärtig in der anhaltenden rückläufigen Pendelbewegung nur noch zwei Vollmondbreiten. Die Auswirkungen sind jedoch für jeden Breitengrad der Erde individuell und nicht auf andere Breitengrade übertragbar.

Ähnliche Bedingungen gelten für den Sonnenaufgang, der zeitlich variiert und unterschiedliche Differenzen zum Vortag aufweist. Die geografischen Abweichungen haben für jeden Breitengrad der Erde im Ergebnis einen eigenen Sothis-Zyklus. Das Alte Ägypten umfasste die Region vom 24. bis zum 31. nördlichen Breitengrad. Unter Berücksichtigung der genannten Gegebenheiten ist und war die Möglichkeit eines konstanten und zeitgleichen Sothis-Zyklus im Alten Ägypten nicht gegeben.

Einige Historiker nahmen an, dass Sirius zwar die Grundlage des ägyptischen Kalenders bildete, aber nicht ausschlaggebend für die Einführung des ägyptischen Kalenders war und zudem in diesem Zusammenhang als Sothis-Zyklus im voraus berechnet wurde. Ein anderer Teil der Forscher vertrat die Auffassung, dass Sirius zunächst keine gewichtige Rolle bei der Einführung des ägyptischen Kalenders einnahm und der Sothis-Zyklus erst später bemerkt wurde.

Als Begründung für die zweite Annahme wurde die Verbindung von Sirius mit Osiris gesehen. Die Ägypter nahmen deshalb ursprünglich eine andere Zuordnung in der Frühzeit der ägyptischen Geschichte für Sirius vor. Außerdem wird der Umstand angeführt, dass, auf Grund der langen Zeitdauer des Sothis-Zyklus, zum Zeitpunkt der uns bekannten Dynastiegründungen die gesamte Zyklusdauer nicht bekannt gewesen sein konnte.

Von einigen Forschern wird die Meinung vertreten, dass Sirius erst mit der gemeinsam erfolgenden Nilflut ein wichtiger Bestandteil im ägyptischen Kalender wurde und deshalb erst später die Integration erfolgte.

Im Mittelpunkt der Forschung standen daher die Versuche, genügend Beweise und Hinweise zu finden, welche Auswirkungen der Sothis-Zyklus auf den ägyptischen Kalender hatte. Die Betrachtung der verschiedenen Ansatzpunkte antike Berechnung des Sothis-Zyklus, archäologische Funde von Aufzeichnungen der heliakischen Aufgänge des Sirius und mathematische Berechnungen des Sothis-Zyklus, zeichnen den geschichtlichen Weg.

Die Erforschung des Sothis-Zyklus in der Antike

Censorinus

Censorinus war ein römischer Autor und schrieb sein Werk „im Jahr als Pius und Pontianus Konsuln waren (238 n. Chr.)”. In seiner Abhandlung „De di Natali Liber” nennt Censorinus bezüglich des Sothis-Zyklus das Datum des heliakischen Aufgangs:

„Aber die verschiedenen Jahre beginnen immer am Ersten des Monats, welchen sie Thot nennen. Jener Tag fällt dieses Jahr auf den 7. Tag vor dem Beginn des Monats Juli [25. Juni], 100 Jahre nach der Zeit, als Imperator Antonius Pius das zweite Mal Konsul und Bruttius Praesens der andere Konsul in Rom war (139 n. Chr.).[2] Der gleiche Tag datierte damals 13 Tage vor dem Beginn des Monats August [20.Juli],[3] jene Zeit, zu der in Ägypten Canicula (lateinische Bezeichnung für Sirius) gewöhnlich aufzugehen pflegt. Nun ist es möglich, „das große Jahr”, wie es in Ägypten genannt wurde, näher zu bestimmen.“

De di Natali Liber, Kapitel 21[4]

Sothis-Zyklus des Censorinus (Beobachtungsort Nildelta)
Jahr Ereignis Ägypten Greg. Kalender Altitude[A 1] Anmerkungen
2007 n. Chr. Sirius 13. Choiak 5. August[A 2] 9,4° (6,1°)
1599 n. Chr. Sirius 1. Thot 1. August[A 3] 9,1° (6,4°) Beginn des Sothis-Zyklus
139 n. Chr. Sirius 1. Thot 18. Juli[A 4] 9,1° (8,3°) Beginn des Sothis-Zyklus
46 v. Chr. Sirius 20. Epiphi 17. Juli[A 5] 9,3° (8,6°) Einführung julianischer Kalender
238 v. Chr. Sirius 2. Payni 15. Juli[A 6] 9,6° (8,6°) Kanopus-Dekret
1322 v. Chr. Sirius 1. Thot 7. Juli[A 7] 10,1° (9,1°) Beginn des Sothis-Zyklus
1550 v. Chr. Amenophis I. 9. Epiphi 5. Juli[A 8] 10,1° (9,2°) 9. Regierungsjahr, Sirius-Aufgang
1882 v. Chr. Sesostris III. 16. Parmouthi 2. Juli[A 9] 9,9° (9,2°) 7. Regierungsjahr, Sirius-Aufgang
2782 v. Chr. Sirius 1. Thot 25. Juni[A 10] 9,8° (8,9°) Beginn des Sothis-Zyklus
4242 v. Chr. Sirius 1. Thot 14. Juni[A 11] 9,2° (8,2°) Beginn des Sothis-Zyklus

Censorinus bezog seine Daten auf die Region des Nildeltas. Die heliakischen Aufgänge von Sirius wurden in der Ptolemäerzeit jedoch in Memphis aufgezeichnet. Das Censorinus-Datum muss daher auf den 17. Juli korrigiert werden, dem heliakischen Aufgangsdatum 139 n. Chr. in Memphis. Da der neue Sothis-Zyklus am 17. Juli 139 n. Chr. begann und das folgende Jahr ein Schaltjahr darstellte, fiel der heliakische Aufgang des Sirius bis 142 n. Chr. wieder auf den 16. Juli, um 143 n. Chr. auf den 17. Juli zurückzukehren.[5]

Der Bezug auf einen falschen Beobachtungsort und die fehlerhafte Sothis-Zyklus-Berechnung auf 1460 Jahre ist an den Datierungen der Ereignisse zu bemerken. Bereits zu 238 v. Chr. lag eine Abweichung von einem Tag vor, da Ptolemaios III. den heliakischen Aufgang für den 1. Payni notierte. Beim von Amenophis I. vermerkten heliakischen Aufgang des Sirius vom 9. Epiphi ist die Differenz gegenüber dem tatsächlichen Datum schon auf mindestens 8 Tage angewachsen, da das 9. Regierungsjahr von Amenophis I. auf die Zeit zwischen 1519 v. Chr. und 1515 v. Chr. anzusetzen ist. Wenigstens 10 Tage Unterschied liegen zum 7. Regierungsjahr von Sesostris III. vor, das entweder in die Zeit 1849 v. Chr. bis 1842 v. Chr. oder 1872 v. Chr. bis 1866 v. Chr.fällt.

Die Schlacht bei Megiddo fand nach Berechnungen des Sothis-Zyklus von Censorinus um 1501 v. Chr. statt, obwohl der Feldzug von Thutmosis III. in den Jahren zwischen 1470 v. Chr. und 1456 v. Chr. erfolgte. Außerdem deckt sich Censorinus' Angabe nicht mit dem während des Feldzuges vermerkten Neumondtag im ägyptischen Mondkalender. Auch die Hochrechnung in die heutige Zeit weist Fehler auf, da nach altägyptischen Verhältnissen Sirius mit seinem heliakischen Aufgang bis zum Jahr 2007 im Nildelta vier Tage weiter auf den 17. Choiak wanderte. Die durch Luftverschmutzung verursachte schlechtere Sicht macht in der Region von Alexandria die Beobachtung des Aufgangs von Sirius aber erst um den 6./7. August (19./20. Choiak) möglich.

Die Schlussfolgerung von Censorinus, dass „das große Jahr” Jahr der Ägypter an den 19. Juli gekoppelt war, ist durch die ermittelten astronomischen Daten zwischenzeitlich widerlegt. Dennoch übernahmen einige Historiker die Schlussfolgerung von Censorinus für die Berechnung des Sothis-Zyklus. Der Ägyptologe Rolf Krauss weist auf die auch heute immer noch weit verbreitete Ansicht von Censorinus hin: „Das Märchen eines Sothis-Zyklus von 1.460 julianischen Jahren mit dem seit Urzeiten konstanten Aufgangstag 19. Juli ist als eine willkürlich geschaffene falsche Konstruktion erwiesen”.[6]

Theon von Alexandria

Theon von Alexandria war ein antiker griechischer Astronom und gab die elfbändige Abhandlung zum Almagest von Claudius Ptolemäus heraus. Nach Theon begann der neue Sothis-Zyklus mit einer Länge von 1460 Jahren im fünften Jahr von Augustus, das auf 26 v. Chr. fiel.[7] Eine weitere handschriftliche Notiz Theons auf einem Manuskript lautete: (Zwischen) 100 Jahren nach Beginn der Diokletian-Ära und dem Beginn des Sothis-Zyklus liegen 1605 Jahre.[8] Theon nannte selbst kein genaues Datum und bezog sich auf die Ära der 19. Dynastie. Die widersprüchlichen und ungenauen Aussagen Theons lassen deshalb keine genaue Auswertung seiner Berechnungen zu.

Entdeckungen in Verbindung mit dem Sothis-Zyklus

Grabstele des Djer

Das Elfenbeintäfelchen aus Abydos

Aus der Regierungszeit des ägyptischen Königs Djer wurde ein Elfenbeintäfelchen gefunden, auf welchem die ägyptische Göttin Sopdet (Sothis/Sirius) abgebildet ist.

Die Herrschaft des Djer wird von 2952 v. Chr. bis 2880 v. Chr. bzw. nach anderer von 2999 v. Chr. bis 2952 v. Chr. angesetzt.

Auf dem Elfenbeintäfelchen aus Abydos wurde Sopdet als sitzende Kuh, mit einer Pflanze zwischen ihren Hörnern, dargestellt und gilt als Symbol für „Jahr“. Manche Ägyptologen sehen in diesem Elfenbeintäfelchen den Beweis dafür, dass der Sothis-Zyklus schon vor der 1.Dynastie begonnen haben muss.

Als Begründung für die Theorie eines Sothis-Zyklus vor der 1. Dynastie (vor- oder prädynastisch) dient die Annahme, dass die symbolische Darstellung des Jahres durch Sopdet nicht erfolgt wäre, wenn es noch keinen Sothis-Kalender gegeben hätte.

Papyrus Al-Lahun

Im Jahr 1899 wurde der Papyrus Al-Lahun von Ludwig Borchardt publiziert, der ihn nach seinem Fundort nahe dem Fayum benannte. Zuvor hatte schon Flinders Petrie Papyrus-Teile gefunden. Der Papyrus beinhaltete zwei Fragmente: Das erste Fragment übersetzte Borchardt:

„Du sollst wissen, dass der heliakische Aufgang von Sirius auf dem 16. Tag des 4. Monats im Winter stattfindet. Verkünde es den Priestern der Stadt von Sekem-Usertesen sowie Anubis auf dem Berg.“[9]

Im zweiten Fragment des Papyrus findet sich der Eintrag:

„Jahr 7 eines namenlosen Pharaos für den heliakischen Aufgang von Sirius.“

Borchardt grenzte nun die in Frage kommenden Könige auf Sesostris III. und Amenemhet III. ein. Nach weiteren Untersuchungen entschied er sich für Sesostris III. Es entbrannten, hinsichtlich seiner Entscheidung, in der Ägyptologie Diskussionen, ob die Entscheidung Borchardts fundiert sei. Erst nach 1974 konnte die Annahme Borchardts, durch Datierungseingrenzungen anderer Könige, endgültig bestätigt werden.

Papyrus Ebers

Abschnitt des Papyrus Ebers

Der gefundene Papyrus Ebers wurde in der Zeit zwischen 1530 v. Chr. und 1501 v. Chr. verfasst. Neben medizinischen Themen und Zaubersprüchen enthält er auch Angaben zum heliakischen Aufgang des Sirius. Er wurde 1873 n. Chr. von Georg Ebers in Luxor für das Leipziger Museum erworben und befindet sich heute in der Universitätsbibliothek Leipzig. Im Zusammenhang mit dem heliakischen Aufgang des Sirius ist dort vermerkt:

„Im 9. Jahr der Herrschaft seiner Majestät, der König von Ober- und Unterägypten, Djeser-ka-re - er möge ewig leben, erfolgte die Feier des neuen Jahres am dritten Monat des Sommers, 9. Tag“.[10]

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, diese Eintragung dem richtigen ägyptischen König zuzuordnen, konnte zwischenzeitlich eine Zuweisung an Amenhotep I. zweifelsfrei bestätigt werden. Weitere Untersuchungen belegten das Alter des Papyrus und damit eine enge zeitliche Eingrenzung. Die Daten des heliakischen Sirius-Aufgangs stellen einen weiteren wichtigen Stützpfeiler der ägyptischen Königs-Chronologie dar und sind in Verbindung mit dem Sothis-Zyklus von großer Bedeutung.

Nicolas Grimal berechnete den heliakischen Aufgang des Sirius auf 1537 v. Chr. und als Beginn der Herrschaft von Amenhotep I. das Jahr 1546 v. Chr. mit Kopplung des Beobachtungsorts an Memphis. Für den Fall der Aufzeichnung in Theben, schätzte Grimal 1526 v. Chr. als Jahr des Regierungsantritts.

Thutmosis III.

In der Regierungszeit des Thutmosis III. wurde ebenfalls der heliakische Aufgang des Sirius notiert:

„… im 3. Monat des Sommers, 28.Tag: An diesem Tag erfolgte der heliakische Aufgang von Sopdet.“

Leider ist der Eintrag des Regierungsjahres nicht mehr erhalten, in welchem der heliaksiche Aufgang des Sirius erfolgte. Das Datum des Eintrags liegt jedoch nur 19 Tage hinter dem Eintrag von Amenophis I., was eine zeitliche Differenz zwischen 74 - 79 Jahren bedeutet. Aus der Regierungszeit des Thutmosis III. sind zugleich selten genannte Neumond-Aufgänge erhalten. Die Verbindung aller Daten führt zu einer sehr genauen Eingrenzung der Regierungszeit und ist dadurch eine weitere Bestätigung der richtigen Zuordnung des Eintrags für Amenhotep I. im Papyrus Ebers. Das fehlende Regierungsjahr des Thutmosis III. kann durch die exakte Einordnung nun näher bestimmt werden.

Demotischer Papyrus 2. Jahrhundert v. Chr.

In einem in demotischer Sprache geschriebenen Papyrus wird zugleich der heliakische Auf- und Untergang festgehalten:

„Dass er (Sirius) am Himmel aufgeht aus der Unterwelt am 16. Payni. Zähle vom 6. Parmouthi, welches der Tag ist, an dem er unterging, bis zum 16. Payni, welches der Tag seines Aufgangs ist. Das macht 70 Tage. Das sind diejenigen, die er in der Unterwelt verbringt.“

Demotischer Papyrus[11]

Diese seltenen genauen Angaben ermöglichen die Eingrenzung auf die Jahre 181 bis 178 v. Chr. und die Zuordnung des heliakischen Aufgangs auf den 15. Juli[12] und des heliakischen Untergangs auf den 6. Mai. Die Angaben im Papyrus ermöglichen zusätzlich eine Zuweisung der Beobachtungen an den Bezugsort Memphis.

Chronologische Bedeutung der Papyri-Funde

Einig sind sich die Historiker in der wichtigen Bedeutung der Papyri-Funde. Die Einträge des heliakischen Aufgangs von Sirius ermöglichten einerseits die zeitlichen Zuordnungen von Sesostris III., Amenhotep I. und Thutmosis III., andererseits konnte mit diesen Einträgen ein erste nähere Bestimmung des Sothis-Zyklus vorgenommen werden, da nun eine Verbindung zu den Angaben von Censorinus hergestellt werden konnte. In Kombination der neu gewonnenen Erkenntnisse und in deren Folge konnten nun genauere Berechnungen vorgenommen werden. Der Hinweis vom ägyptischen König Djer war dagegen zu allgemein gefasst und erlaubte keine nähere Datumsbestimmung des Sothis-Zyklus; war aber dennoch ein wichtiger Fund, weil zu seiner Zeit der Name Sirius in Form von Sopdet als Jahresbezeichnung schon bekannt war und dadurch ein Beweis für einen, schon zu Zeiten von Djer, existierenden Sothis-Zyklus darstellte. In der Beurteilung der neuen Sachlage, bezüglich des Sothis-Zyklus, gingen die Meinungen der Historiker in verschiedene Richtungen. Die Gründe für die verschiedenen Ansichten sind vielfältig:

Beispiel für einen typischen Papyrus in schlecht erhaltenem Zustand

Im Zeitraum zwischen dem Ende des 19.Jahrhunderts n. Chr. und in den ersten zwei Dritteln des 20.Jahrhunderts n. Chr. erfolgten die meisten archäologischen Entdeckungen; dadurch bedingt auch die meisten Veröffentlichungen der Chronologie. Auf Basis dieser Veröffentlichungen wurden die Zuordnungen des Sothis-Zyklus vorgenommen. Die Datierungen der antiken Historiker trugen zunächst zu unterschiedlichen Bewertungen der Chronologie bei. Die Papyri Funde und die damit verbundenen Datierungen von Sesostris III., Amenhotep I. und Thutmosis III. erfolgten deshalb zunächst in einem Rahmen großer zeitlicher Differenzen. Die unterschiedlichen Gewichtungen in der Beurteilung der Systeme „Sothis-Zyklus“ / „Archäologische Zeitrechnung“ stellten die Hauptursachen der hohen Abweichungen dar. Genauere Datierungsmöglichkeiten boten sich im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts n. Chr. durch weitere Funde und Fortschritten in der Zeitbestimmung von archäologischen Funden. Alte Theorien und Chronologieansätze wurden verworfen und neue Ansätze entwickelt. Der Sothis-Zyklus, eigentlich ein sehr genaues Datierungsinstrumentarium, wurde zunächst nicht nach astronomischen Gesetzmäßigkeiten beurteilt, da der archäologischen Altersbestimmung der Ausgrabungen mehr Gewicht beigemessen wurde. Die Folge war ein willkürliches Ansetzen des Sothis-Zyklus an markanten historisch-chronologischen Einschnitten im Alten Ägypten. In den entsprechenden Veröffentlichungen wurde die Ansetzung des Sothis-Zyklus zumeist mit den Worten „wahrscheinlich, könnte, eventuell“ beschrieben und war damit Objekt vieler Theorien, die auf diese Art und Weise untermauert werden sollten. Eine Annäherung an die astronomischen Gegebenheiten des Sothis-Zyklus sollte erst zum Ende des 20. Jahrhunderts n. Chr. erfolgen.

Vulkan-Ausbruch Santorin

Vulkankrater von Santorin (Neuzeit)

Eine Anzahl von Kritikern hat die anfängliche Skepsis gegen die Datierung, stützend auf den heliakischen Aufgang des Sirius, aufgegeben. Die Mehrzahl der Forscher nimmt die Daten als wichtiges Merkmal zur Zeitbestimmung des Sothis-Zyklus in Verbindung mit der ägyptischen Königs-Chronologie. Es gibt jedoch weiterhin Skeptiker, die z.B. den Ausbruch des Vulkans auf Santorin als Anfang der 18. Dynastie in Ägypten kennzeichnen und den Sothis-Zyklus in direkte Abhängigkeit dazu setzen.

Bezug wird auch auf die „Unwetter-Stele“ des Ahmose genommen.[13] Es wird von einer Naturkatastrophe berichtet: „Von ungeheurem Tosen und tagelanger Finsternis in ganz Ägypten“, was einer typischen Begleiterscheinung eines Vulkanausbruchs entspricht. Die Katastrophe ereignete sich zwischen dem 11. und dem 22. Regierungsjahr des Ahmose.[14] [15]

Die Mehrzahl der Historiker setzt die Unwetter-Stele mit dem Vulkanausbruch auf Santorin in Verbindung. Es bietet sich dadurch eine weitere Überprüfung der Datierung des Sothis-Zyklus aus historiografischer Sicht an. Andere Historiker sehen in der Unwetter-Stele nur einen symbolischen Text im Zusammenhang mit den erfolgten Zerstörungen in der Hyksoszeit.[16] Die Archäologie konnte für den Zeitraum 1540 v. Chr. bis 1525 v. Chr. (späte Chronologie) keine eindeutige Datierung, der tatsächlich nachgewiesenen Ascheschicht, in Unterägypten bzw. an der Mittelmeerküste vornehmen.

Nach früher Chronologie fand der Vulkanausbruch von Santorin zwischen 1627 v. Chr. bis 1600 v. Chr. statt.[17]

Astronomische Datierungen der Entdeckungen

Die Tabelle zeigt die Datierungen der Entdeckungen in Verbindung mit dem Sothis-Zyklus:

Standort Datum[18] Datierung Bemerkungen und Angaben des ägyptischen Kalenders
Sesostris III.
Fayum/Memphis 02. Juli[19] 1850 bis 1847 v. Chr. „16. Tag, 4. Monat Peret, Ägyptisches Datum 16. Parmouthi, 7. Regierungsjahr“
Beginn der 18.Dynastie unter Ahmose I.
Fayum/Memphis ??? 1540 bis 1537 v. Chr. 1. Regierungsjahr Ahmose I. (Begründer der 18.Dynastie)
Ahmose I. und die Unwetter-Stele. Möglicher Zeitraum, in welchem die „tosende Dunkeheit“ auftreten konnte
Fayum/Memphis ??? 1530 bis 1519 v. Chr. Eintrag des Ahmose I. über „tosende Dunkelheit“
Amenhotep I.
Fayum/Memphis 05. Juli[19] 1506 bis 1503 v. Chr. „9. Tag, 3. Monat Schemu, Ägyptisches Datum 9. Epihpi, 9. Regierungsjahr“
Thutmosis III.
Fayum/Memphis 06. Juli[19] 1430 bis 1427 v. Chr. „28. Tag, 3. Monat Schemu, Ägyptisches Datum 28. Epihpi, ohne Reg.jahr-Nennung“
Demotischer Papyrus 2. Jahrhundert v. Chr.
Fayum/Memphis 17. Juli[20] 180 bis 177 v. Chr. „16. Tag, 2. Monat Schemu, Ägyptisches Datum 16. Payni (70 Tage unsichtbar)“[21]

Die Erforschung des Sothis-Zyklus in der Neuzeit

Eduard Meyer

Eduard Meyer veröffentlichte seine Daten 1904 und legte den 1. Sothis-Zyklus auf das Jahr 4240 v.Chr.. Als Basisjahr wählte er 139 n. Chr. und zog drei Zyklen, je 1460 Jahre, vom Jahr 139 n. Chr. ab. Die Verwendung von drei Zyklen geschah unter der Annahme, dass die Handhabung eines Sonnenkalenders durch die Ägypter historische Erfahrungswerte über einen langen Zeitraum benötigen. Ohne weitere Einbeziehung der bisherigen Chronologie folgten für die Jahre 2780 v. Chr. und 1320 v. Chr. die weiteren Ansetzungen nach seinen persönlichen Berechnungen.

Ludwig Borchardts Berechnungen in 1899 führten zu ersten verlässlicheren Daten des Sothis-Zyklus, die in der Folge die Chronologie der zweiten Zwischenzeit von bis dahin angenommenen 400 Jahren auf höchstens 200 Jahre reduzierten. In den Jahren 1924 bis 1926 reiste Borchardt nach Ägypten, um die Sichtbarkeit des heliakischen Aufgangs zu dokumentieren. Der bis zu diesem Zeitpunkt angenommene Sehungsbogen, d.h. die senkrechte Höhe vom Horizont, von 11° konnte nach Beobachtungen von seinem Team überraschend auf 8° bis 9° gesenkt werden.[22] Die Luftverschmutzung beeinträchtigt die Sichtbarkeitsbedingungen, weshalb der Sehungsbogen in der heutigen Zeit für Sirius zwischen 9° bis 10° in Ägypten liegt. Die von Teilen der Historiker verwendeten neueren Daten führten bei Berechnungen deshalb zu leicht verfälschten Daten. Der von Otto Neugebauer berechnete Sehungsbogen von 9,5° wird deshalb nicht mehr übernommen.

Das Alte Ägypten
Totenmaske des Tutanchamun
Zeitleiste
Prädynastische Zeit:
bis ca. 3150 v. Chr.
Frühdynastische Zeit:
ca. 3032–2707 v. Chr.
1. bis 2. Dynastie
Altes Reich:
ca. 2707–2216 v. Chr.
3. bis 6. Dynastie
Erste Zwischenzeit:
ca. 2216–2137 v. Chr.
7. bis 11. Dynastie
Mittleres Reich:
ca. 2137–1781 v. Chr.
11. bis 12. Dynastie
Zweite Zwischenzeit:
ca. 1648–1550 v. Chr.
13. bis 17. Dynastie
Neues Reich:
ca. 1550–1070 v. Chr.
18. bis 20. Dynastie
Dritte Zwischenzeit:
ca. 1070–664 v. Chr.
21. bis 25. Dynastie
Spätzeit:
ca. 664–332 v. Chr.
26. bis 30. Dynastie
Griechisch-römische Zeit:
332 v. Chr. bis 395 n. Chr.
31. Dynastie
Daten nach
Jürgen von Beckerath
Zusammenfassung
Geschichte des Alten Ägypten
Weiterführendes
Portal Ägyptologie

Kenneth Anderson Kitchen vertrat wie Eduard Meyer die Auffassung, dass der Sothis-Zyklus im äyptischen Kalender nie angepasst wurde. Er begründete seine Theorie unter anderem mit dem Eintrag der Nilflut unter dem ägyptischen König Merenptah (siehe auch Sothis-Zyklus und die Nilflut):

„In Deir el-Medina in Theben-West wurde ein Graffito aus dem 1. Regierungsjahr des ägyptischen Königs Merenptah gefunden. Der Eintrag der Nilflut ist nur dann nachvollziehbar, wenn der Zyklusbeginn in die Zeit zwischen 2800 v. Chr. und 2700 v. Chr. gelegt wird. In Abzug der 1460 Jahre, die von Censorinus für die Zyklus-Länge berechnet wurden, muß deshalb zu Merenptahs Zeiten von einem weiteren Sommer zwischen 1340 v. Chr. und 1240 v. Chr. ausgegangen werden. Die Nilflut ist an den Sommer gebunden, ein Verschieben der chronologischen Datierungen, wie David Rohl es fordert, wird durch diesen Umstand unmöglich“.[23]

Die Ägyptologen konnten keine Einigkeit darüber erzielen, wann der Sothis-Zyklus anzusetzen sei. Die Ansichten von Eduard Meyer und Kenneth Kitchen lehnte die Mehrzahl der Historiker ab, da der Sothis-Zyklus nicht zu den bisherigen Ansetzungen der ägyptischen Königs-Chronologie passte. Petrie[24] setzte den 1.Zyklus in die 4. Dynastie, Parker in die 2. Dynastie, Gardiner[25] lokalisierte ihn eine Dynastie später, während Winlock[26] die Datierung mit der Herrschaft des König Djoser verband.

In gleicher Weise handelten auch andere Ägyptologen, wie z.B. William-Foxwell Albright[27] und J.Breasted,[28] die den Anfang des 2.Sothis-Zyklus mit Beginn der 18. Dynastie auf das Jahr 1580 v. Chr. bis 1560 v. Chr., je nach Beobachtungsort, ansetzten.

Manfred Bietak präsentierte, im Rahmen der Fragen zur ägyptischen Chronologie, im Jahr 2006 die Ergebnisse der Tagung des Spezialforschungsbereichs SCIEM2000. Während das neue Reich und die 18.Dynastie zwischenzeitlich eine weitestgehend stabile Chronologie in Anlehnung an den Sothis-Zyklus aufweist, ergeben sich bei den bisherigen Datierungen der Ägyptologen, hinsichtlich der 3.Zwischenzeit und des 1. Jahrtausends v. Chr., teilweise erhebliche Abweichungen gegenüber archäologischer Auswertungen.[29]

Beobachtungsort von Sothis

Bei der Wahl des Ortes für die Beobachtung des heliakischen Aufgangs von Sothis ergab sich für die Ägypter zumindest ein Problem: Die Sothis-Aufgänge fanden nicht zeitgleich statt. Vom südlichsten Punkt Altägyptens, Elephantine oder Assuan, erfolgte die heliakische Sichtung in nördliche Richtung zeitversetzt. In Alexandria konnte Sothis erst 6 bis 7 Tage später beobachtet werden. Die Festlegung auf einen zentralen Ort wie Memphis hatte für die Ägypter die Folge, dass die ausgerufenen Daten für den Süden als verspätet und für den Norden als verfrüht galten. Lepsius erwog daher einen feststehenden Bezugsort, der für ganz Ägypten nur minimale Abweichungen aufweist. Da sich jedoch keine historischen Argumente für diese Möglichkeit fanden, strichen die Ägyptologen seine Erwägungen aus der Diskussion.

Griechisch-Römische Epoche

Mit großer Wahrscheinlichkeit gilt in der griechisch-römischen Epoche Memphis als Beobachtungsort. Eine beiläufige Erwähnung des spätantiken Autors Olympiodor aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. macht diese Aussage möglich. Nach ihm wurde die heliakische Sothis-Sichtung in Alexandria dann gefeiert, wenn „der Stern der Memphiten“ aufging. Olympiodors Interesse galt der Klärung von politischen Fragen der ägyptischen Geschichte. Die relevanten kalendarisch-astronomischen Fragen fielen nicht in sein Forschungsgebiet, weshalb in seinem Hinweis keine verfälschende Tendenz zu bemerken ist.

Die ägyptische Chronologie ging deshalb zunächst von Memphis als festen Bezugsort aus. In diesem Zusammenhang lag es nahe, Memphis als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum zu sehen. Neuere astronomische und historische Daten sprechen allerdings gegen Memphis als „Aufzeichnungsort von Sothis“ in der Frühzeit Altägyptens.

Ältere Epochen

Gegenüber der früheren traditionellen Annahme von Memphis als Beobachtungsort befinden sich nun auch die Orte Theben und Elephantine/Assuan in der Diskussion. Beide Orte ermöglichen eine synchrone Einordnung des Ebers-Papyrus mit der ägyptischen Chronologie.

Sothis-Zyklus und die Nilflut

Historische Fahrt auf dem Nil

Zahlreiche Historiker gehen davon aus, dass der Sothis-Zyklus eng mit der Nilflut in Verbindung stand. Die Nilflut wird durch den Monsun verursacht, der in Äthiopien und dem Sudan hauptsächlich ab Mitte Mai den Nil anschwellen lässt. Die Wassermassen erreichten Anfang Juni Assuan und im weiteren Verlauf Ende Juni das Nildelta. Die Monsun-Niederschläge sind gelegentlichen Schwankungen unterworfen, was in Ägypten zu Verspätungen des lange ersehnten Nilhochwassers führte. Aus den seltenen Aufzeichnungen der Nilflut im Alten Ägypten sei hier als Beispiel, für das späte Eintreffen der Nilflut, der Eintrag vom ägyptischen König Merenptah im Jahr seiner Krönung genannt:

„Jahr 1, im 3. Monat Achet, Tag 3: An diesem Tag (3. Hathyr) verursachte das Wasser (Nil) die große Überschwemmung.“[30]

Die Umrechnung des Eintrags zeigt für 1213 v. Chr. den heliakischen Aufgang von Sirius im Fayum am 21.Thot, der in diesem Jahr dem 7.Juli entsprach.[19] Erst 42 Tage später folgte mit dem 3.Hathyr (18.August) das Nilhochwasser.

Heliakischer Aufgang Sirius zur Zeit von Ptolemaios III.

Ptolemaios III.

Die Aussage von Ptolemaios III. aus dem Jahr 238 v. Chr. zeigt die Hintergründe für die Einführung eines Schalttages, um den Zustand des ägyptischen Kalenders fest zu verankern: „Die Feste des Sommers sollen wieder im Sommer gefeiert werden, die Feste des Winters wieder im Winter. Es soll so sein, wie es vor langer Zeit war“.[31]

Mit Beginn des 1. Tags im 10. Monat wurde in Ägypten das „Schöne Fest vom Wüstental“ gefeiert. Der festlich bekleidete Pharao lud den Reichsgott Amun, in Form einer geheiligten Statue, zur Fahrt in einer göttlichen Barke auf die Westseite des Nils ein. Dort befanden sich mehrere wichtige Begräbnisstätten; darunter das Tal der Könige und Königinnen sowie weitere bedeutende Totentempel.

Beobachtungsort Jahr Ägyptischer Kalender Ägyptisches Datum Kalenderdatum
Memphis 238 v. Chr. 1. Tag des 10. Monats 01. Payni 14. Juli[32]

Die Überfahrt erfolgte im „Glanz“ der Sonne von Ost nach West.[33] Sirius, der die ägyptische Göttin Sopdet verkörperte, hatte im Jahr 238 v. Chr. seinen heliakischen Aufgang zu Beginn der heiligen Totenprozession. Erstmals ist dieses Fest unter Mentuhotep II. belegt, bei welchem der Gott Amun in einer feierlichen Prozession die westliche Nekropole von Theben mit Ziel Deir el-Bahri besuchte. Der gemeinsame Aufgang der Sonne mit Sirius zu Beginn des Totenfestes stellte ein besonderes und seltenes Ereignis dar, sodass die Einfügung eines Schalttages von Ptolemaios III. in einem auffälligen Zusammenhang stand.

Totentempel des Mentuhotep II.

Die Verankerung des Kalenders in dieser Konstellation zeigt, dass der heliakische Aufgang des Sirius für Ptolemaios III. keine zentrale Bedeutung hinsichtlich des ägyptischen Neujahrs hatte und nicht an die Nilflut gekoppelt war.[34] Die sich ergebenden Neujahrs-Datierungen des Jahres 238 v. Chr. verdeutlichen die Sachlage:

Beobachtungsort Jahr Ägyptischer Kalender Ägyptisches Datum Kalenderdatum
Memphis 238 v. Chr. 1. Tag des 1. Monats 01. Thot 17. Oktober[35]

Die astronomische Ansetzung des Sothis-Zyklus

Berechnung der Zykluslängen von Sirius

Der Sothis-Zyklus unterteilt sich in die drei Bereiche: Präzessions-Zyklus, Eigenbewegung von Sirius und Veränderung der Sonnenaufgangszeiten. Alle drei Bereiche sind dynamisch; d.h. die jeweiligen Werte verändern sich individuell mit jeder Epoche. Die Tabelle zeigt die unterschiedlichen Werte für die jeweiligen Zyklen. Die exakten mathematischen Werte sind auf volle Jahre gerundet.

Beobachtungsort Jahreslänge[36] Zykluslänge[37] Bemerkungen
Werte vom 1.nachdynastischen Zyklus in Ägypten (Beginn: Fayum 139 n. Chr. und Assuan 161 n. Chr.)
Weltweit 365,25643 Tage 1423 Jahre Präzessionsjahr, Sothis-Zyklus ohne Eigenbewegung Sirius
Weltweit 365,25484 Tage 1432 Jahre Sirius-Jahr (Präzession und Eigenbewegung; tatsächlicher Sothis-Zyklus)
Assuan 365,25435 Tage 1435 Jahre Tatsächlicher Sothis-Zyklus zuzüglich der veränderten Sonnenaufgangszeiten
Fayum 365,25138 Tage 1452 Jahre Tatsächlicher Sothis-Zyklus zuzüglich der veränderten Sonnenaufgangszeiten
Werte vom 2.dynastischen Zyklus in Ägypten (Beginn: Fayum 1294 v. Chr. und Assuan 1271 v. Chr.)
Weltweit 365,25657 Tage 1423 Jahre Präzessionsjahr, Sothis-Zyklus ohne Eigenbewegung Sirius
Weltweit 365,25352 Tage 1440 Jahre Sirius-Jahr (Präzession und Eigenbewegung; tatsächlicher Sothis-Zyklus)
Assuan 365,25502 Tage 1431 Jahre Tatsächlicher Sothis-Zyklus abzüglich der veränderten Sonnenaufgangszeiten
Fayum 365,25484Tage 1432 Jahre Tatsächlicher Sothis-Zyklus abzüglich der veränderten Sonnenaufgangszeiten
Werte vom 1.dynastischen Zyklus in Ägypten (Beginn: Fayum 2750 v. Chr. und Assuan 2724 v. Chr.)
Weltweit 365,25665 Tage 1422 Jahre Präzessionsjahr, Sothis-Zyklus ohne Eigenbewegung Sirius
Weltweit 365,25221 Tage 1447 Jahre Sirius-Jahr (Präzession und Eigenbewegung; tatsächlicher Sothis-Zyklus)
Assuan 365,25121 Tage 1453 Jahre Tatsächlicher Sothis-Zyklus zuzüglich der veränderten Sonnenaufgangszeiten
Fayum 365,25083 Tage 1456 Jahre Tatsächlicher Sothis-Zyklus zuzüglich der veränderten Sonnenaufgangszeiten
Werte vom 2.prädynastischen Zyklus in Ägypten (Beginn: Fayum 4210 v. Chr. und Assuan 4180 v. Chr.)
Weltweit 365,25672 Tage 1422 Jahre Präzessionsjahr, Sothis-Zyklus ohne Eigenbewegung Sirius
Weltweit 365,25089 Tage 1455 Jahre Sirius-Jahr (Präzession und Eigenbewegung; tatsächlicher Sothis-Zyklus)
Assuan 365,25083 Tage 1456 Jahre Tatsächlicher Sothis-Zyklus zuzüglich der veränderten Sonnenaufgangszeiten
Fayum 365,25000 Tage 1460 Jahre Tatsächlicher Sothis-Zyklus zuzüglich der veränderten Sonnenaufgangszeiten
Werte vom 1.prädynastischen Zyklus in Ägypten (Beginn: Fayum 5670 v. Chr. und Assuan 5628 v. Chr.)[38]
Weltweit 365,25677 Tage 1421 Jahre Präzessionsjahr, Sothis-Zyklus ohne Eigenbewegung Sirius
Weltweit 365,24949 Tage 1463 Jahre Sirius-Jahr (Präzession und Eigenbewegung; tatsächlicher Sothis-Zyklus)
Assuan 365,25207 Tage 1448 Jahre Tatsächlicher Sothis-Zyklus abzüglich der veränderten Sonnenaufgangszeiten
Fayum 365,25000 Tage 1460 Jahre Tatsächlicher Sothis-Zyklus abzüglich der veränderten Sonnenaufgangszeiten

Datierungen des Sothis-Zyklus

Die Jahresdatierung nennt immer das erste Jahr des sichtbaren heliakischen Aufgangs, dessen Zeitraum knapp vier Jahre umfasste. Beispiel: Das Erstdatierungsjahr 33 v. Chr. vom 23. Epihpi Fayum/Memphis schließt die Jahre 32/31/30 v. Chr. mit ein.

Ort Jahr[39] Ägyp. Kalender[40] Kal.-Datum[41] Bemerkungen
Assuan 161 n. Chr. 01. Thot 13. Juli[42] Beginn des 1.nachdynastischen Zyklus
Fayum/Memphis 139 n. Chr. 01. Thot 18. Juli[43] Beginn des 1.nachdynastischen Zyklus
Assuan 31/27 v. Chr. 18./19. Epihpi 12. Juli[44] 30/26 v. Chr. Einführung julianischer Kalender in Ägypten
Fayum/Memphis 33/29 v. Chr. 23./24. Epihpi 17. Juli[19] 30/26 v. Chr. Einführung julianischer Kalender in Ägypten
Assuan 217 v. Chr. 01. Payni 10. Juli[44] Regierungsantritt Ptolemaios II. in Ägypten 221 v. Chr.
Fayum/Memphis 219 v. Chr. 06. Payni 15. Juli[19] Regierungsantritt Ptolemaios II. in Ägypten 221 v. Chr.
Assuan 1271 v. Chr. 01. Thot 01. Juli[45] Beginn des 2.dynastischen Zyklus
Fayum/Memphis 1294 v. Chr. 01. Thot 07. Juli[19] Beginn des 2.dynastischen Zyklus
Assuan 2724 v. Chr. 01. Thot 19. Juni[45] Beginn des 1.dynastischen Zyklus
Fayum 2750 v. Chr. 01. Thot 25. Juni[43] Beginn des 1.dynastischen Zyklus
Assuan 4180 v. Chr. 01. Thot 06. Juni[46] Beginn des 2.prädynastischen Zyklus
Fayum 4210 v. Chr. 01. Thot 14. Juni[43] Beginn des 2.prädynastischen Zyklus
Assuan 5628 v. Chr. 01. Thot 25. Mai[46] Beginn des 1.prädynastischen Zyklus
Fayum 5670 v. Chr. 01. Thot 03. Juni[47] Beginn des 1.prädynastischen Zyklus[38]

Analyse hinsichtlich der Ansetzung des Sothis-Zyklus

Angesichts einer Vielzahl von Meinungen die zwischen 1838 n. Chr. und 1904 n. Chr. zum Sothis-Zyklus vorlagen, war es nicht verwunderlich, dass Eduard Meyer die Notwendigkeit sah, die ägyptische Königs-Chronologie in einen gleichförmigen Rahmen zu rücken. Auf den Grundlagen von Lepsius entstand, mit Unterstützung von Mahler, Borchardt und Weill die erste systematische Chronologie unter Einbeziehung des Sothis-Zyklus.

In der heutigen Zeit überwiegt die mehrheitliche Zustimmung der Ägyptologen zum Grundkonzept von Eduard Meyer. Eine Minorität bezweifelt weiterhin die Existenz eines durchgehenden Sothis-Zyklus im Alten Ägypten. Als Gründe werden die Zuordnungsschwierigkeiten der ägyptischen Königs-Chronologie benannt. Es hat sich aber inzwischen bewahrheitet, dass nicht der Sothis-Zyklus mit Unzulänglichkeiten behaftet war, sondern die historische Anwendung des Sothis-Zyklus selbst die eigentliche Unzulänglichkeit war. Diese Erkenntnis spiegelt sich in den Veröffentlichungen der ägyptischen Königs-Chronologie wider.

Der Beginn der 18.Dynastie wird auf die Zeit von 1553 v. Chr.[48] bis 1550 v. Chr. [49] datiert; bei einem Vergleich mit der astronomischen Berechnung für das 1. Regierungsjahr von Ahmose I., dem Gründer der 18.Dynastie, ergibt sich für den Beobachtungsort Fayum keine Abweichung zur bisher angesetzten Chronologie. Für Sesostris III. liegen die astronomischen Berechnungen etwa 20 Jahre von der Datierung durch Jürgen von Beckerath entfernt. Diese Abweichungen decken sich mit dem zeitlichen Abstand der „400 Jahresstele“, der durch die Datierung der Historiker zum Einzug der Hyksos bisher für die Zeit zwischen 1720 v. Chr. und 1690 v. Chr. angesetzt wurde;[50] bei Einstufung des Vulkanausbruchs von Santorin um 1540 v. Chr. bis 1520 v. Chr. ist dagegen ebenso keine Zeitdifferenz hinsichtlich der „Unwetter-Stele“ festzustellen wie auch in der ptolemäischen Dynastie.

Astronomische Berechnungsprogramme

Die astronomischen Berechnungsprogramme weisen erstaunlicherweise für Berechnungen über einen langen Zeitraum Differenzen auf. Zum einen liegen die Ursachen in abweichenden Entfernungsdaten der Sterne, die in den Programmen als Basisdaten verwendet werden; zum anderen sind teilweise die Eigenbewegungen der Sterne, auf Grund der abweichenden Entfernungsdaten, mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterlegt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Daten vor Einführung des julianischen Kalenders in der Form des proleptischen julianischen Kalenders berechnet werden und daher nachträglich manuell um die erfolgte Spanne der jahreszeitlichen Zeitverschiebung berichtigt werden muss. Bei alternativer Verwendung des gregorianischen Kalenders ergeben sich ebenso fehlerhafte Datierungen, da der gregorianische Kalender aus der heutigen Zeit mit falschen Schaltungen gegenüber dem damaligen Kalender rechnet. Um die exakten Datierungen zu erhalten, sollten die Basisdaten der Programme mit den tatsächlichen Angaben überprüft werden.

Entsprechende Informationen halten Sternwarten bereit bzw. können über Fachliteratur erfahren werden. Eine Nicht-Überprüfung der Basisdaten und fehlende manuelle Berichtigung der Kalenderdaten führen in der Folge zu abweichenden Ergebnissen, die eine Berechnung des Sothis-Zyklus erschweren und eine exakte Zuordnung unmöglich machen.

Anwendungsmöglichkeiten des Sothis-Zyklus

Die astronomischen Berechnungen des Sothis-Zyklus und deren Verwendung für die Chronolgie der ägyptischen Könige haben in der Gegenwart eine mehrheitliche Zustimmung erfahren. Dennoch verweisen einige Forscher, wie z.B. Otto Neugebauer,[51] auf Probleme in der praktischen Anwendung des Sothis-Zyklus. Es ist nicht bekannt, an welchen Beobachtungsorten die Aufzeichnungen vorgenommen wurden. Die „Zwischenzeiten“ in der ägyptischen Königs-Chronologie bieten für die Möglichkeit wechselnder Aufzeichnungsorte Diskussionsgrundlagen. Die Auswirkungen sind jedoch gering, da die zeitlichen Differenzen durchschnittlich sechs Tage betragen und somit nur eine Schwankungsbreite von 21–27 Jahren darstellen. Größere Verschiebungen des Sothis-Zyklus sind auf Grund der astronomischen Gegebenheiten nicht möglich. Insofern stellt das Instrument der astronomischen Berechnung des Sothis-Zyklus den Maßstab für mögliche Beweisführungen.

Siehe auch

Literatur

  • Jan Assmann: Theologie und Weisheit im Alten Ägypten; München: Wilhelm Fink, 2005; ISBN 3-7705-4069-7
  • Alexandra von Lieven: Der Himmel über Esna – eine Fallstudie zur religiösen Astronomie in Ägypten am Beispiel der kosmologischen Decken- und Architravinschriften im Tempel von Esna; Wiesbaden: Harrassowitz, 2000; ISBN 3-447-04324-5
  • Jürgen von Beckerath: Chronologie des pharaonischen Ägypten. Die Zeitbestimmung der ägyptischen Geschichte von der Vorzeit bis 332 v. Chr.; Mainz: Zabern, 1997; ISBN 3-8053-2310-7
  • Ludwig Borchardt: Die Annalen und die zeitliche Festlegung des Alten Reiches der ägyptischen Geschichte; Berlin: Behrend, 1917
  • Ludwig Borchardt: Quellen und Forschungen zur Zeitbestimmung der Ägyptischen Geschichte, Bände 1–3; Berlin: Behrend, bzw. Kairo: Selbstverlag, 1917–1938
  • Marc Collier, Stephen Quirke: The UCL Lahun Papyri – Religious, Literary, Legal, Mathematical and Medical; Oxford: Archaeopress, 2004; ISBN 1-84171-572-7
  • L. E. Dogett: Calendars; in: P. Kenneth Seidelmann (Hrsg.): Explanatory Supplement to the Astronomical Almanac; Sausalito CA: University Science Books; ISBN 0-935702-68-7 (Nachdruck 2006: ISBN 978-1-891389-45-0)
  • Nicolas Grimal: Histoire de l’Égypte Ancienne; Paris 1988 (Zusammenfassung in deutscher Übersetzung)
  • Erik Hornung: Die Nachtfahrt der Sonne. Eine altägyptische Beschreibung des Jenseits; Düsseldorf: Patmos, 2005; ISBN 3-491-69130-3
  • Erik Hornung: Untersuchungen zur Chronologie und Geschichte des Neuen Reiches – Ägyptologische Abhandlungen; Wiesbaden: Harrassowitz, 1964
  • Kenneth Anderson Kitchen: The Chronology of Ancient Egypt; in: World Archaeology 23/2 (1991); S. 201–208
  • Manfred Kudlek, Erich-Hans Mickler: Solar and lunar eclipses of the Ancient Near East from 3000 B. C. to 0; Kevelaer: Butzon und Bercker, 1971; ISBN 3-7666-8531-7
  • Ulrich Luft: Hieratische Papyri aus den Staatlichen Museen zu Berlin – Preussischer Kulturbesitz, Lieferung 1: Das Archiv von Illahun; Berlin: Akademie, 1992; ISBN 3-05-001854-2
  • Karl Manitius: Des Claudius Ptolemäus Handbuch der Astronomie, 2 Bände; Leipzig: Teubner, 1963
  • Jean Meeus, Denis Savoie: The history of the tropical year; in: The journal of the British Astronomical Association 102/1 (1992) (PDF)
  • Eduard Meyer: Ägyptische Chronologie; Ausgabe in 5 Bänden bis 1904
  • Eduard Meyer: Chronologie; in: Geschichte des Altertums, Band 1; Darmstadt 19658; S. 28–40 (E-Text)
  • Georg Möller: Hieratische Paläographie: Die ägyptische Buchschrift in ihrer Entwicklung von der fünften Dynastie bis zur römischen Kaiserzeit; Osnabrück: Zeller, 1965
    Bd. 1: Bis zum Beginn der achtzehnten Dynastie
    Bd. 2: Von der Zeit Thutmosis’ III. bis zum Ende der einundzwanzigsten Dynastie
    Bd. 3: Von der zweiundzwanzigsten Dynastie bis zum dritten Jahrhundert nach Chr.
    Bd. 4: Ergänzungsheft zu Band 1 und 2
  • Otto Neugebauer: A History of Ancient Mathematical Astronomy; Studies in the History of Mathematics and Physical Sciences; 1; Berlin u. a.: Springer, 20043; ISBN 3-540-06995-X
  • Richard-Anthony Parker: The calendars of ancient Egypt; Chicago: Chicago Press, 1950
  • Carl Riel: Das Sonnen- und Siriusjahr der Ramessiden mit dem Geheimniss der Schaltung und das Jahr des Julius Cäsar. Untersuchungen über das altägyptische Normaljahr und die festen Jahre der griechisch-römischen Zeit; Leipzig: Brockhaus, 1875 (Digitalisat)
  • Erich Sams: Sirius – Der Wächter am Tor; Mering: Pro Literatur Verlag, 2007; ISBN 3-86611-312-9
  • Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen; Düsseldorf: Albatros, 2002; ISBN 3-491-96053-3; S. 115
  • Johannes Neumann: Der Stern von Bethlehem – Astronomie und Geschichtswissenschaft; Radebeul 2005; ISBN 3-9801-2643-9

Verwendete Software für Sirius-Berechnungen

Weblinks

Anmerkungen

  1. Der Klammerwert stellt die Altitude vom 19. Juli des julianischen (proleptischen) Kalender dar.
  2. Der 5. August 2007 n. Chr. des gregorianischen Kalenders entspricht dem 23. Juli 2007 n. Chr. im julianischen Kalender.
  3. Der 1. August 1599 n. Chr. des gregorianischen Kalenders entspricht dem 22. Juli 1599 n. Chr. im julianischen Kalender.
  4. Der 18. Juli 139 n. Chr. des gregorianischen Kalenders entspricht dem 20. Juli 139 n. Chr. im julianischen Kalender.
  5. Der 17. Juli 46 v. Chr. des gregorianischen Kalenders entspricht dem 20. Juli 46 v. Chr. im julianischen Kalender.
  6. Der 15. Juli 238 v. Chr. des gregorianischen Kalenders entspricht dem 20. Juli 238 v. Chr. im proleptischen Kalender.
  7. Der 7. Juli 1322 v. Chr. des gregorianischen Kalenders entspricht dem 20. Juli 1322 v. Chr. im proleptischen Kalender.
  8. Der 5. Juli 1550 v. Chr. des gregorianischen Kalenders entspricht dem 20. Juli 1550 v. Chr. im proleptischen Kalender.
  9. Der 2. Juli 1882 v. Chr. des gregorianischen Kalenders entspricht dem 20. Juli 1882 v. Chr. im proleptischen Kalender.
  10. Der 25. Juni 2782 v. Chr. des gregorianischen Kalenders entspricht dem 20. Juli 2782 v. Chr. im proleptischen Kalender.
  11. Der 14. Juni 4242 v. Chr. des gregorianischen Kalenders entspricht dem 21. Juli 4242 v. Chr. im proleptischen Kalender.

Einzelnachweise

  1. Die Koordinaten in der Artikelbezeichnung beziehen sich auf den Beobachtungsort FAYUM. Anklicken und über Google via Satellit anschauen.
  2. Bei Abzug von 6 Tagen vom 1. Juli ergibt sich der 25. Juni im Jahr 238 n. Chr., vgl. hierzu die Tageszählweise der „Inklusivzählung
  3. Bei Abzug der 12 Tage vom 1. August ergibt sich der 20. Juli 139 n. Chr.; vgl. hierzu die Tageszählweise der „Inklusivzählung”.
  4. Originaltext von Censorinus online
  5. Vgl. Rolf Krauss: Sothis- und Monddaten: Studien zur astronomischen und technischen Chronologie Altägyptens, Gerstenberg, Hildesheim 1985, S. 47.
  6. Vgl. Rolf Krauss: Sothis- und Monddaten: Studien zur astronomischen und technischen Chronologie Altägyptens, Gerstenberg, Hildesheim 1985, S. 54.
  7. R.Weill Methodes und resultats de la Chronologie Egyptienne, Paris, 1926, Seite 9; sowie Complements, Paris, 1928. Weill nimmt Bezug auf C. Ptolemäus Canon der Könige, Band IV
  8. Astronomical Dating...S.10 (online unter Chronology)
  9. Eine Bitte, die an den Priester Peri-Hotep gerichtet wurde. Übersetzt aus der englischen Vorlage von D. Courville, im Exodus-Problem und in seinen Verzweigungen, Band 2; Loma Linda, 1971; S.65
  10. Nicolas Grimal: Histoire de l’Égypte Ancienne. Paris 1988, Chapitre IX: Les Thoutmosides online
  11. Alexandra von Lieven: Von Sternen und Schweinen. Religiöse Astronomie im Alten Ägypten, Archäologie online: 12.10.2007, S. 5.
  12. Der 15. Juli entspricht dem 18. Juli im proleptischen Kalender
  13. Karen Polinger-Foster, Robert K. Ritner: Text, storms and the Thera eruption; in: Journal of Near Eastern Studies 55 (1996), S. 1–14.
  14. Nach Jürgen von Beckeraths Datierung würde sich daraus der Zeitraum zwischen 1539 v. Chr. bis 1528 v. Chr. ergeben
  15. Die Vertreibung der Hyksos erfolgte im 18./19. Regierungsjahr des Ahmose.
  16. Malcolm H. Wiener, James P. Allen: Separate Lives - The Ahmose Tempest Stela and the Theran Eruption; in: Journal of Near Eastern Studies 57 (1998), S. 1–28.
  17. W. L. Friedrich, B. Kromer, M. Friedrich, J. Heinemeier, T. Pfeiffer, S. Talamo: Santorini Eruption Radiocarbon Dated to 1627–1600 B. C., Science, 312, April 2006, S. 548
  18. Sichtbarer heliakischer Aufgang
  19. a b c d e f g entspricht dem 19.Juli im proleptischen julianischen Kalender
  20. entspricht dem 20.Juli im proleptischen julianischen Kalender
  21. 70 Tage vom 6.Parmouthi bis 16.Payni nicht sichtbar in der Region Nildelta-Fayum-Memphis.
  22. Rolf Krauss: Sothis- und Monddaten; Hildesheim: Gerstenberg, 1985; S. 3–7.
  23. In: An extract from Professor Kitchen's widely circulated letter; aus: Waste Of Time
  24. Flinders Petrie: Royal tombs of the earliest dynasties; London 1901
  25. Alan Gardiner: Egypt of the Pharaohs; 1961
  26. Herbert E. Winlock: Models of daily Life in Ancient Egypt; 1955
  27. William Foxwell Albright: Vom Steinzeitalter zu Christentum; München 1949; Seite 166
  28. James H. Breasted: A History of Egypt; 1905
  29. Egypt&Time SCIEM2000: Workshop Precision of the historical Chronology; Wien 30.Juni – 2.Juli 2005
  30. Graffito 862 aus Theben-West
  31. Texte aus der Umwelt des Alten Testaments, Band 1 / Alte Folge, Güterloher Verlagshaus
  32. entspricht dem 18.Juli im proleptischen julianischen Kalender
  33. Siehe auch Die Nachtfahrt der Sonne, Erik Hornung (Literatur)
  34. Siegfried Schott: Das schöne Fest vom Wüstentale – Festbräuche einer Totenstadt; Wiesbaden 1952
  35. entspricht dem 21.Oktober im proleptischen julianischen Kalender
  36. Berechnungen auf Grundlage der 360°-Definition des tropischen Jahres (Jahr 2000--> 365,2422) (siehe Tropisches Jahr
  37. bezogen auf einen 365,00 Tageskalender
  38. a b Die Benennung nach 1. prädynastischen Zyklus usw. stellt nur eine Beispielzählung dar und bedeutet nicht automatisch, dass dies der 1. nachweisbare Sothis-Zyklus in Ägypten ist.
  39. Die Jahreszahlen schließen die Schaltjahre von Ptolemaios III. nicht mit ein. Die Datierung erfolgt fortlaufend.
  40. Sichtbarer heliakischer Aufgang und Datum nach altem ägyptischen Kalender
  41. Gregorianischer Kalender. Berechnungen nach: Meeus, J., Savoie, D.: The history of the tropical year (siehe Literatur)
  42. entspricht dem 15. Juli im julianischen Kalender
  43. a b c entspricht dem 20. Juli im julianischen Kalender
  44. a b entspricht dem 14.Juli im proleptischen julianischen Kalender
  45. a b entspricht dem 13.Juli im proleptischen julianischen Kalender
  46. a b entspricht dem 12.Juli im proleptischen julianischen Kalender
  47. entspricht dem 21.Juli im proleptischen julianischen Kalender
  48. Herbert Donner: Geschichte des Volkes Israel und seiner Nachbarn in Grundzügen; Ergänzungsreihe Bd 4/2; Göttingen: Vandenhoeck&Ruprecht, 20013; S.508
  49. TUAT Band 1, Neue Folge; Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2004; S. 358 in Anlehnung an J. von Beckerath: Chronologie des pharaonischen Ägypten; 1997
  50. vgl. hierzu selbige Ansetzung von Prof. Dr. Jean Vercoutter: Die Altorientalischen Reiche I, Bd. 2; Frankfurt 1965; S. 351 f.
  51. siehe Literatur A History of Ancient Mathematical Astronomy

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